Ehegattenerbrecht

Das Recht eines Ehegatten auf das Erbe nach dem Tod des anderen Ehegatten (Erbfall) kann sich (vorrangig) aus einer Verfügung von Todes wegen (Testament, Berliner Testament, Erbvertrag) oder (nachrangig) aus der gesetzlichen Erbfolge Gesetzliche Erbfolge ergeben. Das gesetzliche E. ist nach erbrechtlichen und güterrechtlichen Aspekten zu bestimmen. Zum einen ist der Anteil am Erbe danach zu berechnen, welche Verwandten es gibt (§ 1931 BGB), zum anderen danach, in welchem Güterstand die Ehegatten gelebt haben (Zugewinngemeinschaft, Ehevertrag). Bei Enterbung des Ehegatten bleibt ihm zumindest der Anspruch auf den Pflichtteil.

Siehe auch:
Recht
Ehegatten
Erbe
Erbfall
Verfügung von Todes wegen
Testament
Berliner Testament
Erbvertrag
Gesetzliche Erbfolge
Zugewinngemeinschaft
Ehevertrag
Enterbung
Anspruch
Pflichtteil

Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 1. Auflage, September 2019. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.



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