Sozialgerichtsbarkeit

Eigenständige Gerichtsbarkeit. Sie wird durch unabhängige, von den Verwaltungsbehörden getrennte, besondere Verwaltungsgerichte ausgeübt (§ 1 SGG). Die Gerichte der S. entscheiden über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten z. B. in Angelegenheiten der gesetzlichen Krankenversicherung, Rentenversicherung und Unfallversicherung (Unfallversicherung, gesetzliche) sowie der Arbeitsförderung (Arbeitslosenversicherung), der Grundsicherung für Arbeitsuchende und des Sozialhilferechts (vgl. § 51 SGG). Gerichte der S. sind in den Ländern die Sozialgerichte sowie die Landessozialgerichte (Landessozialgericht (LSG)) und auf Bundesebene das Bundessozialgericht (BSG) (§ 2 SGG).

Die Gerichte der S. werden mit Berufsrichtern und ehrenamtlichen Richtern (Richter, ehrenamtlicher) besetzt (§ 3 SGG).

Siehe auch:
Gerichtsbarkeit
Gericht
Krankenversicherung
Rentenversicherung
Unfallversicherung, gesetzliche
Arbeitslosenversicherung
Grundsicherung für Arbeitsuchende
Sozialhilferecht
Länder
Sozialgericht
Landessozialgericht (LSG)
Bundessozialgericht (BSG)
Berufsrichter
Richter, ehrenamtlicher

Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 1. Auflage, September 2019. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.



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