Inhaltsbeschreibung
Die Gentechnik steht aktuell vor völlig neuen Möglichkeiten durch die Verknüpfung der Genomeditierung mittels der Genschere CRISPR/Cas und der Analyse umfangreicher genetischer Daten mittels künstlicher Intelligenz. Beide Technologien verfügen über eine enorme Wirkmacht, daher sei auch ihre Regulierung ein wichtiger Aspekt und müsse auf fundiertem Wissen aufbauen, so der Genetiker Röbbe Wünschiers. Er legt dar, wie diese neuen Techniken zum Lesen, Editieren und sogar Neuschreiben präzise Eingriffe in das Erbgut ermöglichen – ganz ohne erkennbare Spuren.
Ausgehend von den wissenschaftlichen Grundlagen, der Geschichte der Genomforschung und der Gentechnologie sowie dem aktuellen Forschungsstand weist er auf neue ethische, politische, gesellschaftliche und rechtliche Fragen hin, die sich daraus ergeben: Wo liegen die Chancen, was sind die Risiken, was sollte erlaubt werden, was geht zu weit? Reichen die neueren Gesetze auf nationaler und der EU-Ebene aus? Am Ende müsse es immer um den Erhalt der Ökosphäre gehen, so Wünschiers. Das neue technologische Potenzial sollte ausgeschöpft werden können, etwa um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Aber auch die teils erheblichen Kosten, wie der Energieverbrauch der KI-Rechenleistung oder unbeabsichtigte unumkehrbare genetische Neuprogrammierungen – müssten frühzeitig erkannt und minimiert werden.