Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Vorbemerkung: Die russischen Dumawahlen vom 18. September 2016 | Russland-Analysen | bpb.de

Russland-Analysen Migrationspolitik / Begrenzte Erdölgewinne / Kriminalität (22.04.2026) Analyse: Die Migrationspolitik der Russischen Föderation Statistik: Migration nach Russland Kommentar: Russische Gewinne beim Erdöl durch geopolitische Krisen – und ihre Grenzen Kommentar: Der Einfluss des Krieges auf Kriminalität und die russischen Strafverfolgungsbehörden Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Naturschutz / Außenpolitik (26.03.2026) Analyse: Was geschieht mit den russischen Naturschutzgebieten? Statistik: Landfläche von Naturschutzgebieten ausgewählter Staaten im Vergleich Kommentar: Die russische Außenpolitik im Nahen Osten nach dem Sturz Assads und dem Tod Chameneis Kommentar: Russland gerät langsam in Afrika ins Hintertreffen – eine Chance für Europa Kommentar: Lateinamerikas manchmal paradoxer Blick auf Russland Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Geopolitische Dimension des Agrarhandels (20.03.2026) Analyse: Russlands Agrarstrategie zwischen Importsubstitution und Marktinstabilität Analyse: Russlands Weizenhandel mit den Huthi im Jemen: Geopolitische Dimensionen der Ernährungssicherheit Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Nukleare Abschreckung / Friedensverhandlungen / Medienzensur (25.02.2026) Analyse: Ein neues Wettrüsten? Analyse: Russlands strategische Abschreckung verstehen: Entwicklung, Kultur und politische Bedeutung Statistik: Nukleare Rüstung Kommentar: Verhandlungen Russland-Ukraine-USA: Theater für Trump? Kommentar: Der russische Staat schottet seine Bevölkerung ab. Soziale Medien aus dem Ausland sind für Normalbürger kaum noch zugänglich Umfragen: Informationsquellen Dokumentation: Zugangsbeschränkungen zu Telegram und Internet in Russland Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Repressierte Diaspora / Verhandlungen (11.02.2026) Analyse: Das Schweigen nach der Ausreise: Warum die neuen russischen Migranten sich nicht mobilisieren Dokumentation: Transnationale Repression durch Russland Dokumentation: Die russisch-ukrainischen Verhandlungen in Abu Dhabi im Februar 2026 Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik

Vorbemerkung: Die russischen Dumawahlen vom 18. September 2016

/ 2 Minuten zu lesen

Die Dumawahl stellt für Russland ein wichtiges Ereignis dar. Sie gibt Aufschluss über die Stimmung in der Bevölkerung und die Zufriedenheit mit der derzeitigen Regierung. Gleichzeitig versuchen Wahlbeobachtungsorganisationen, die Rechtmäßigkeit der Parlamentswahl zu kontrollieren.

Herausgeber der Länderanalysen

Die Russland-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde erstellt. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht sie als Lizenzausgabe.

Stimmabgabe am 18. September in Moskau - die Wahlbeteiligung zur Duma-Wahl war seit 1993 noch nie so gering. (© picture-alliance/dpa)

Wahlen haben in Russland eine Bedeutung. Wenn es gelingt, die Mehrheit der Bevölkerung dazu zu bewegen, zur Wahl zu gehen und gar für die Regierungspartei "Einiges Russland" zu votieren, dann zeigt das, dass die Gesellschaft die Führung akzeptiert. Um diese Akzeptanz zu erreichen, unternehmen Regierung und Verwaltungsapparat erhebliche Anstrengungen bei der Vorbereitung und bei der Durchführung der Abstimmungsprozesse.

Die Dumawahlen 2016 wurden auf der Basis einer geänderten Wahlgesetzgebung durchgeführt. Waren die Dumaabgeordneten 2007 und 2011 aufgrund von Listenwahlen nach dem Verhältniswahlrecht bestimm worden, kehrte man 2016 zu den Regelungen zurück, die bis 2003 galten: 225 Abgeordnete werden direkt in Einzelwahlkreisen gewählt, die übrigen über Parteilisten im Verhältniswahlrecht. Es handelt sich also um ein "Grabenwahlsystem", bei dem zwei unterschiedliche Wahlverfahren parallel angewandt werde, ohne das die Ergebnisse verrechnet werden (wie dies z. B. bei den Bundestagswahlen mit den Überhangmandaten der Fall ist).

Die russische Zivilgesellschaft nimmt die Wahlen ernst – für sie sind Wahlen ungeachtet aller Eingriffe von oben ein demokratisches Instrument. Daher verfolgen die Wahlbeobachtungsorganisationen trotz aller Behinderungen genau, ob die Wahlen nach den Regeln der russischen Gesetzgebung durchgeführt werden. Eine der wichtigsten Wahlbeobachtungs-NGOs in Russland ist die Bewegung "Golos" ("Die Stimme") Externer Link: http://www.golosinfo.org/en. Ihre Berichte, die sich auf Berichte von Wahlbeobachtern aus den Regionen stützen, werden im folgenden dokumentiert. "Golos" arbeitet dabei mit der "European Platform for Democratic Elections" (EPDE) Externer Link: http://www.epde.org/en/ zusammen, die sich für ehrliche Wahlen überall in Europa einsetzt. "Golos" und "EPDE" haben die folgenden Texte zusammengestellt und die Übersetzungen ermöglicht.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Russland-Analysen

Aus russischen Blogs: Wahlmanipulation ohne Folgen?

Auch nach der Dumawahl in Russland reißt die Debatte um deren Rechtmäßigkeit nicht ab. Während regierungsnahe Kreise einen historischen Wahlsieg feiern, kritisieren Journalisten und…