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Agents of Change

1918-1938-2018: Beginnt ein autoritäres Jahrhundert? Conference Report Keynotes Panels Panel 1: Rise and Fall of Young Democracies Panel 2: The Rule of Law and the Power of History Panel 3: Macroeconomics and Democracy Panel 4: Minority Rights 1938 Panel 5: Flight and Migration Panel 6: Diaspora Panel 7: Continuous Transformations? Panel 8: Post-Communist Democracies Panel 9: Transformation after 1989 Panel 10: Migration, Education and Democracy Panel 11: Agents of Change Panel 12: Media, Populism, Democracy Bildergalerien

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Panel 11: Elisabeth Holzleithner

1918 – 1938 – 2018 – Beginn eines autoritären Jahrhunderts?

Panel 11: Elisabeth Holzleithner

Panel 11: Elisabeth Holzleithner (Universität Wien) zu ihrem Vortrag “Gender and Democracy: Achievements und Challenges”

Im elften Panel der Tagung gingen Georg Marschnig, Elisabeth Holzleithner und Frank Uekötter der Frage nach, welche Akteure oder Institutionen auf welche Art und Weise Einfluss auf politischen Wandel nehmen.

Georg Marschnig beschrieb, wie sich die Sprache der Politik im Laufe der vergangenen Jahre radikalisiert habe. Um diesem Umstand zu begegnen, forderte er neue methodische Ansätze, die Sprachkompetenzen in den Mittelpunkt historisch-politischer Bildung stellen.

Elisabeth Holzleithner stellte anschließend das Thema „Gender“ in Demokratien auf den Prüfstand: Ist die Inklusion von Frauen in demokratische Institutionen eine Erfolgsgeschichte? Ihre Diagnose war ernüchternd: Es gebe nach wie vor eine Unterrepräsentation von Frauen auf allen Ebenen des demokratischen Entscheidungsprozesses, und die Rechtssysteme würden an der Marginalisierung mitwirken.

Zum Abschluss befasste sich Frank Uekötter mit Umweltbewegungen als Akteure politischen Wandels – politischer Wandel verstanden als Autoritarismus. Umweltbewegungen seien zwar auf den ersten Blick nicht die gängigen Quellen des Autoritarismus. Mit Verweis auf die Geschichte der deutschen Umweltbewegung machte Uekötter jedoch deutlich, dass sich Naturschutz- und autoritäre Bewegungen nicht immer diametral gegenüberstanden. Im Gegenteil: Teile der ersten Umweltbewegung bildeten eine Allianz mit Nationalsozialisten. So war das NS-Regime die erste deutsche Regierung, die die Sorgen der Naturschützer berücksichtigte – auch wenn sie diese nicht zwangsläufig teilte. Uekötter zufolge gibt es auch heute keinen Grund zur Annahme, Umweltbewegungen seien immun gegenüber der Versuchung der Macht.

Von: Lorenz Abu Ayyash

Fussnoten