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Europa der Regionen | bpb.de

Europa der Regionen

Bezeichnung für ein politisches Konzept, das die Regionen in den Mitgliedsländern der EU (Interner Link: Europäische Union (EU)) fördern und in ihrer regionalen Eigenständigkeit unterstützen soll. Im Rahmen dieses Konzepts gibt es eine Vielzahl europäischer Aktivitäten und Programme, welche a) die (wirtschaftliche, kulturelle etc.) Vernetzung zwischen den europäischen Regionen und b) insb. die Bildung grenzübergreifender Regionen (Euregios) unterstützen. Das Konzept wird v. a. von jenen Befürwortern der europäischen Interner Link: Integration gefördert, die sich für einen föderalistischen Aufbau der EU einsetzen und Demokratiedefizite durch eine bürgernahe und effiziente dezentrale politische Struktur abschwächen wollen. Allerdings verfügen nur wenige EU-Länder über (mehr oder weniger) eigenständige, unterhalb der Ebene des Interner Link: Nationalstaates angesiedelte, und mit eigenen politisch-demokratischen Organen ausgestattete Regionen (wie z. B. die dt. Bundesländer (Interner Link: Bundesland)). Politischer Widerstand entsteht dadurch, dass ein Kompetenzzuwachs der Regionen auf Kosten der nationalstaatlichen Aufgaben geht. Im Interner Link: Vertrag über die Europäische Union (EUV) von 1992 (Art. 198 a EUV) wurde die Einrichtung eines beratenden Ausschusses der Regionen (Interner Link: Ausschuss der Regionen (der Europäischen Union)) (neben dem Interner Link: Wirtschafts- und Sozialausschuss der Europäischen Union) vereinbart.

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Siehe auch:

Fussnoten

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