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Vertrag über die Europäische Union (EUV)

Vertrag über die Europäische Union (EUV)

Der 1993 in Kraft getretene EUV (auch: Vertrag von Maastricht; oft auch nur EU-Vertrag) baut auf dem seit den 1950er-Jahren verfolgten Integrationsprozess Europas und den bisherigen Verträgen der Europäischen Gemeinschaften (Interner Link: Europäische Gemeinschaften) auf. Er begründet die Interner Link: Europäische Union (EU) (zunächst der zwölf, ab 2004 der 25 und von 2013 bis 2020 der 28 und ab 2020 der 27 EU-Mitgliedsstaaten).

Mit diesem Reformschritt wurden a) eine Interner Link: Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) einschließlich gemeinsamer Interner Link: Währung (Euro, Code: EUR) und einer Europäischen Zentralbank (Interner Link: Europäische Zentralbank (EZB)) geschaffen, b) eine Interner Link: Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) entwickelt, c) die Zusammenarbeit in Interner Link: Justiz- und Interner Link: Innenpolitik erweitert und 4) die europäischen Aktivitäten in weiteren Politikfeldern vertieft (transeuropäische Netze, Interner Link: Industriepolitik, Bildung und Kultur, Interner Link: Sozialpolitik etc.).

Der EUV wurde durch den Interner Link: Vertrag von Amsterdam, den Interner Link: Vertrag von Nizza den Interner Link: Vertrag von Lissabon ergänzt und geändert. Zusammen mit dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) bildet der EUV den Kern des Interner Link: Primärrechts der EU.

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Siehe auch:

Fussnoten

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