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Mauerbau: Drei Perspektiven

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Mauerbau: Drei Perspektiven

Daniel Eisenmenger

/ 2 Minuten zu lesen

Diese Unterrichtseinheit thematisiert die politische Haltung zum Bau der Berliner Mauer in Ost und West sowie den Mauerbau in Fotoquellen. Letzteres wird unter Verwendung der Whiteboard-Software in kreativer Fotoarbeit gestaltet.

Der Blick auf die andere Seite der Stadt. West Berlin August 1961 (© AP)

Der Bau der Berliner Mauer im August 1961 ist den Schülerinnen und Schüler als Ereignis und Monument in der Regel bekannt. In vielen deutschen Städten stehen heute noch einzelne Mauerstücke als Erinnerungsorte an die Teilung. Diese Unterrichtseinheit versucht, die historischen und politischen Hintergründe sowie die unterschiedlichen Reaktionen auf den Mauerbau und deren Einbettung in die politische Situation der Zeit zu beleuchten.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • aus einem Film und Statistiken die Ursachen für die zunehmende Flucht aus der DDR und den anschließenden Mauerbau erarbeiten.

  • die Angemessenheit verschiedener Diagrammdarstellungen diskutieren.

  • die offizielle Begründung für den Mauerbau und die Reaktion des Westens diskutieren und deren Ursachen und Auswirkungen auf die Bevölkerung vergleichen.

  • verschiedene Perspektiven auf den Mauerbau in Form einer Collage umsetzen und dabei Formen der digitalen Fotobearbeitung üben (Sekundarstufe I).

  • ihre Fertigkeiten in der Quellenkritik von historischen Fotos vertiefen sowie die Wirkung und Bedeutung von Bild-"Ikonen" analysieren und reflektieren (Sekundarstufe II).

  • mit wechselnden Mitschülerinnen und -schülern in Partner- und Gruppenarbeit arbeiten und Arbeitsergebnisse in Kurzvorträgen zusammenfassen.

Kurzinformation


Thema Mauerbau in drei Perspektiven
Autor Daniel Eisenmenger
Fächer Geschichte, Sozialkunde, Politik
Zielgruppe Sekundarstufe II (ab Klasse 10)
Zeitraum 3 Stunden
Benötigte Materialien Filmmaterial, Office-Programm, Whiteboardsoftware, Kopfhörer
Technische Voraussetzungen Interaktives Whiteboard und Computer mit Internetzugang
Planung Tabellarischer Verlaufsplan

Didaktisch-methodischer Kommentar

Sachanalyse: Mauertote
Vom Tag des Mauerbaus am 13. August 1961 bis zum Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 kamen an der Berliner Mauer bei dem Versuch, die Grenzanlagen zu überwinden, mindestens 98 Personen ums Leben. Acht Grenzsoldaten der DDR wurden während des Dienstes entweder von ihren Kameraden oder von Flüchtenden beziehungsweise Fluchthelfern erschossen. Weiterhin kamen 30 Personen ohne Fluchtabsicht ums Leben. An der innerdeutschen Grenze und an der Seegrenze (Ostsee) wurden nach dem 13. August 1961 mindestens 50 Personen gewaltsam durch Schusswaffen oder andere Gewaltakte der Grenztruppen getötet, 33 Personen kamen durch Erd- oder Splitterminen ums Leben. Eines der ersten Opfer der Berliner Mauer war Ida Siekmann, die aus einem Fenster in der Bernauer am 22. August 1961 sprang und ihren Verletzungen erlag. Wenige Tage später wurde am 24. August 1961 der erste Flüchtling, Günter Liftin, erschossen.

Dreifacher Blick auf den Mauerbau
Die Unterrichtseinheit unternimmt einen dreifachen Blick auf den Bau der Berliner Mauer: Neben der offiziellen Darstellung des Mauerbaus in der DDR stehen die ausbleibende Reaktion des Westens sowie die Wahrnehmung der Bevölkerung in Ost und West im Mittelpunkt der Sequenz.

Die Lernenden erarbeiten die offizielle DDR- oder die Westperspektive zum Mauerbau und erstellen Fotocollagen, die die unterschiedlichen Haltungen widerspiegeln.

Arbeitsaufträge


Alle Interner Link: Arbeitsaufträge dieser Unterrichtseinheit finden Sie Interner Link: hier.

Zusatzinformationen

Alle für die Durchführung dieser Unterrichtseinheit relevanten Links sowie weiterführende Literaturhinweise finden Sie hier im Überblick.

Fussnoten

Daniel Eisenmenger unterrichtet Geschichte, Französisch und Spanisch am Eichendorff-Gymnasium Koblenz. Er ist Fachberater für Geschichte im Schulaufsichtsbezirk Koblenz, Moderator für eTwinning in Rheinland-Pfalz und mit einer halben Stelle abgeordnet an das Pädagogische Landesinstitut als regionaler Koordinator im Referat "Medienkompetenz".