Eindruck vom Hackathon, Entwicklung von Prototypen


Unterrichten nach dem 4K-Modell

Kreativität, Kollaboration, kritisches Denken und Kommunikation – um diese sogenannten "vier Kompetenzen für das 21. Jahrhundert" dreht sich das 4K-Modell des Lernens. Lehrerin Nina Toller spricht im Werkstatt-Interview über die Anwendung des Modells im Unterricht.

(© 2019 Bundeszentrale für politische Bildung)



Für einen schnellen Überblick:
00:33 - Wofür stehen die 4K und worum geht es dabei genau?
01:29 - Wofür brauchen Lernende diese Kompetenzen – gerade im Kontext einer digitalen Gesellschaft?
02:20 - Wie kann man sich die Arbeit mit den 4K in der Unterrichtspraxis konkret vorstellen? Wie lässt sich beispielsweise das K für Kreativität gezielt fördern?
03:50 - Wie reagieren die Schülerinnen und Schüler auf das Konzept und wie wirkt sich das auf ihre Motivation im Unterricht aus?
05:00 - Es gibt durchaus auch Kritik an dem Modell – etwa, dass der Fachunterricht in den Hintergrund rückt und dass die Wirtschaft hier einen zu großen Einfluss auf Bildung bekommt. Wie ordnen Sie diese Kritik ein?


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Das 4K-Modell des Lernens

Das 4K-Modell (englisch: 4C) geht zurück auf die US-amerikanische Initiative P21 (Partnership for 21st Century Learning), in der sich Fachleute aus Wirtschaft, Bildung und Politik zusammengeschlossen haben, um über Bildung im digitalen Zeitalter nachzudenken. Mit den 4K haben sie die sogenannten "vier Kompetenzen für das 21. Jahrhundert" beschrieben – Kreativität, Kollaboration, Kommunikation und kritisches Denken. Diese Kompetenzen sollen Schülerinnen und Schülern als Grundlage für selbstgesteuertes Lernen dienen und sie auf eine sich verändernde Arbeitswelt vorbereiten. Im Jahr 2013 stellte Andreas Schleicher vom Bildungsdirektorat der OECD das Modell auf der Digitalmesse re:publica vor und brachte die 4K so in die deutsche Debatte ein. Das Modell ist in Deutschland umstritten: Kontrovers diskutiert wird vor allem die Frage, ob und wie viel Einfluss Wirtschaftsorganisationen auf Bildung und Lehre nehmen sollen und wie stark sich Bildung an den (vermeintlichen) Erfordernissen der Arbeitswelt ausrichten sollte.

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Hintergrundinformationen zum Beitrag:

Das Interview entstand im Rahmen der Tagung "ZUKUNFT SCHULE: Lernen ohne Limits", die vom 28. bis 30. August 2019 am Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln stattfand. Eingebettet war die Veranstaltung in das ZfL-Themenjahr 2019 future19 – Learning From Utopia. Auf dem Programm standen über 60 Vorträge und Workshops von und mit mehr als 70 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie Networking-Angebote. Schwerpunktthemen und analog auch die Hashtags in den Sozialen Netzwerken waren #diggi19, #bildungschancen, #genderlead und #arbeitsmarkt.

Mehr Informationen sowie das Programm finden Sie auf der Tagungsseite.

Nina Toller ist Lehrerin für Englisch, Geschichte, Latein und Informatik mit dem Schwerpunkt Digitales Lehren und Lernen in Duisburg. Bei der Tagung ZUKUNFT SCHULE bot sie einen Workshop zum Thema "Unterricht mit den 4K" an. Mehr Informationen unter www.tollerunterricht.com.


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