Eindruck vom Hackathon, Entwicklung von Prototypen


Folge 4 | Ab der 5. Klasse hat eigentlich jeder ein Handy

Ist das Smartphone für Schülerinnen und Schüler wirklich ein sinnvoller Zugang zu digitalen Bildungsangeboten, und was können Lehrende tun, deren Schulen noch nicht so digital aufgestellt sind? Wir sprechen mit Lehrer Markus Christoph über Bildungs(un)gerechtigkeit und den Weg der Oberschule Langen zur digitalen Schule.

(© 2020 Bundeszentrale für politische Bildung)




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In dieser Folge erzählte Markus Christoph unter anderem von diesen Angeboten und Tools. Die genannten Tools stellen keine Empfehlung der bpb dar:
  • Bettermarks: Kommerzieller Anbieter digitaler und interaktiver Mathebücher, über den Lehrende jedoch auch selbst Materialien erstellen können. Aufgrund der Schulschließungen kann die Plattform aktuell und bis zum Ende des Schuljahres Bundesländern kostenfrei genutzt werden.
  • Sofatutor: Kostenpflichtiges Angebot mit Nachhilfe- und Übungsmaterialien für alle Klassenstufen und Fächer; im Zuge der Schulschließungen bietet Sofatutor aktuell eine kostenfreie Nutzung für 30 Tage an.
  • ANTON App: Kosten- und werbefreie Übungs- und Lern-App für die Fächer Deutsch, Mathe, Sachunterricht, Deutsch als Zweitsprache und Musik für die Klassen 1-10.
  • Simple Club: Von Studierenden entwickelte, kostenpflichtige Lern-App mit Lernvideos für alle Fächer ab der 7. Klasse; im Zuge der Schulschließungen stellen die Anbieter ein zeitlich limitiertes kostenfreies "Hilfspaket" zur Verfügung.
  • Realmath.de: Plattform des Lehrers Andreas Meier mit kostenfreien Arbeits- und Übungsmaterialien für den Mathematikunterricht. Zum Ende des Schuljahres 2019/20 wird realmath.de eingestellt.
  • Zum.de: Nicht-kommerzielle Plattform für freie Bildungsmaterialien (OER) verschiedener Fächer.
  • Segu-geschichte.de: Lernplattform für den offenen Geschichtsunterricht mit freien Bildungsmaterialien (OER).
Im Zuge der Schulschließungen aufgrund des Gesundheitsrisikos durch das Coronavirus bieten derzeit viele kommerzielle Anbieter von digitalen Bildungsmaterialien kostenfreie Übergangsnutzungen an. Beachten sollte man dabei den sogenannten Lock-in-Effekt (engl. lock in, "einschließen" oder "einsperren"). Darunter versteht man das ökonomische Phänomen, dass nach einer gewissen Nutzungszeit von Software, Betriebssystemen oder digitalen Plattformen Barrieren und Kosten entstehen, die es dann erschweren, die Geräte, Programme oder Anbieter noch zu wechseln.

Mehr zum Engagement von Unternehmen in der Bildung finden Sie auf unserem Themenschwerpunkt New Educonomy.

Welche Tools nutzen Sie für die Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern und zur Unterrichtsvorbereitung? Schreiben Sie uns in die Kommentare.

Über unseren Interviewpartner:
Markus Christoph ist Lehrer für Geschichte, Erdkunde, Politik und Mathe an der Oberschule Langen in Geestland/Niedersachen. Er ist Fachkonferenzleiter für den Bereich Gesellschaftswissenschaften und außerdem Koordinator für digitale Medien und Tablet-Klassen.

Die weiteren Folgen im Überblick

Folge 1 | Der Spagat zwischen Fordern und Überfordern
Folge 2 | Vor zwei Wochen gerade noch den Messenger eingerichtet
Folge 3 | Auch online fehlt mal jemand
Folge 5 | Freiwilligkeit und Solidarität für die Notbetreuung
Folge 6 | Datenschutz in der Schule ist immer eine Grauzone
Folge 7 | Diese Zeit ist eigentlich nicht bewertbar
Folge 8 | 25.000 unverhoffte Euro für neue Endgeräte
Folge 9 | Wir planen von Tag zu Tag
Folge 10 | Alles kommt gerade irgendwie zu kurz
Folge 11 | Schulschließungen als Chance für Kulturwandel beim digitalen Lernen

Creative Commons License

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