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Kernforderungen zur Weiterentwicklung von Medienkompetenz angesichts digitaler Umbrüche und Mediennutzer aus benachteiligten Lebensverhältnissen entwickelt

Lightpainting Medienkompetenz am ersten Abend der Fachtagung. (© JFF)

Bei blendendem Wetter und blendender Stimmung diskutierten fast 100 Personen aus Medienarbeit und Pädagogik, Forschung und Politik, Schule und Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und Sozialer Arbeit und vielen anderen Bereichen in Tutzing am Starnberger See drei Tage lang intensiv zu Konzepten der Medienkompetenz und ihren Herausforderungen und Konsequenzen. Das JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und die Akademie für Politische Bildung Tutzing (ApB) hatten eingeladen zur Meko2014 - Fachkonferenz Medienkompetenz 2014.

Große Ziele? Neue Wege!

Die diskursive Veranstaltung war gedacht als Austausch und Forum für Expertinnen und Experten aus dem deutschsprachigen Raum – und so gab es dann auch nur wenige Impulsvorträge und umso mehr Raum, das Wissen und die Erfahrung, die sich in Tutzing versammelt hatte, zusammen zu bringen, neu zu betrachten, zu diskutieren und gemeinsam dem Konzept Medienkompetenz einen neuen, zeitgemäßen Schliff zu geben. Mehr Grundlagenforschung! Mehr Unterstützung aus der Politik! Mehr Dialog mit allen Akteurinnen und Akteuren der benachbarten Disziplinen! Bessere Verankerung von Medienkompetenz in pädagogischen Ausbildungen! Mehr Partizipation von Kindern und Jugendlichen selbst! Keine Angst, auch neue Wege zu beschreiten! – So lauteten die Kernforderungen, die in Thementischen, Arbeitsgruppen und im Plenum entwickelt wurden.

Blick zurück nach vorn: Ausgangspunkte der Tagung

Als Auftakt der Veranstaltung wurde ein Interner Link: Statement von Dieter Baacke eingespielt, der vor 16 Jahren seine Definition von Medienkompetenz dargelegt hatte, mit der ein Blick zurück geworfen wurde: Die Medienkompetenz-Tagung des JFF vor 16 Jahren – die bis heute im Band Externer Link: Medienkompetenz – Grundlagen und pädagogisches Handeln fortwirkt und die Medienpädagogik in vielen Feldern nach wie vor prägt. Mit der aktuellen Tagung in Tutzing wurde der Blick nach vorne gerichtet: Auf die neuen Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Herausforderungen, mit denen Medienkompetenz-Förderung heute ganz aktuell konfrontiert ist und innerhalb derer sie agieren muss.

Dazu wurden Interner Link: Eike Rösch, Interner Link: Anselm Sellen, Interner Link: Kirsten Mascher, Interner Link: Prof. Dr. Stefan Aufenanger und Interner Link: Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink mit ihren Videobotschaften eingespielt und Interner Link: Prof. Dr. Bernd Schorb und Interner Link: Dr. Ulrike Wagner eröffneten die Tagung mit grundlegenden Thesen zur Medienkompetenz und mit dem Blick auf Medienkompetenzförderung für Heranwachsende aus benachteiligten Milieus. Im Anschluss wurde intensiv an Interner Link: sechs Thementischen "Medienkompetenz heute" diskutiert – vor dem Hintergrund von Schule und außerschulischer Bildung, Interkulturalität und Inklusion, Jugendkulturen und politischer Teilhabe: Es wurden Wünsche formuliert und Probleme der Praxis diskutiert, Schwierigkeiten aufgedeckt und Forderungen gestellt und immer wieder wurde klar: Die Förderung von Medienkompetenz braucht den Dialog zwischen den Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Pädagogik und Verwaltung.

Die Interner Link: tagungsbegleitende Postersession, bei der 20 Akteurinnen und Akteure Projekte, Erfahrungen und Ideen den Besucherinnen und Besuchern präsentierten, gab einen Einblick in die Vielfalt medienpädagogischer Projektarbeit und brachte vielfältige Anregungen und Gesprächsstoff.

Diskussion und Arbeitsgruppen: Thesen, Fragen, Forderungen

Am zweiten Tag der Konferenz warfen zu Beginn Interner Link: Prof. Dr. Helga Theunert und Interner Link: Prof. Dr. Nadia Kutscher einen Blick auf aktuelle Herausforderungen für die Förderung von Medienkompetenz in Kindheit und Jugend. Diese Inputs stellten die Grundlage für die folgenden Interner Link: Arbeitsgruppen dar. Videos, Präsentationen und Matrizen entstanden und es wurden Thesen und Forderungen zu medienpädagogischer Grundlagenforschung, besser Medienausstattung in den Einrichtungen, mehr Dialog mit Familien, Schulen und Erziehenden und mehr Unterstützung durch Politik und Administration gefordert. Bei der Interner Link: anschließenden Podiumsdiskussion mit Open Seat wurde engagiert zur Fort- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften und zu den Anforderungen einer zeitgemäßen Elternbildung diskutiert.

Medienpädagogik im Umbruch - und was folgt?

Konsequenzen für Politik und Förderlandschaft waren der inhaltliche Schwerpunkt des Freitags. Die Arbeitsbedingungen in der konkreten Praxis Interner Link: charakterisierte Prof. Dr. Franz Josef Röll und wies dabei auf Schwierigkeiten hin, Akteure in den Praxisfeldern mit der zweifelsfreien Notwendigkeit medienpädagogischer Arbeit zu erreichen. Kathrin Demmler fasste Interner Link: mit einer Mindmap die Themendimensionen, Herausforderungen, Forderungen und die offenen Fragen zusammen, die an Vertreterinnen und Vertreter der Interner Link: abschließenden Podiumsdiskussion herangetragen wurden. Thomas Krüger (bpb), Prof. Dr. Bernd Schorb (JFF), Dr. Markus Reipen (StMAS), Verena Weigand (BLM), Dr. Uwe Hornauer und Dr. Ida Pöttinger (GMK) diskutierten über die Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern und den Umsetzungsmöglichkeiten der Forderungen. Das Thema ist jetzt, nach der Konferenz, längst nicht abgeschlossen. Vielmehr stellt die Tagung einen Bezugspunkt dar, um die Impulse weiterzudenken, im Gespräch zu bleiben und an konkreten Umsetzungsmöglichkeiten zu arbeiten.

Der Blog soll hierfür mit weiteren Berichten aus den Arbeitsgruppen und inhaltlichen Beiträgen auch weiterhin Impulse setzen und die fachliche Diskussion unterstützen.

Alle Inhalte der Tagung wurden und werden derzeit aufbereitet auf diesem Blog und können angesehen, sollen aber auch weiter diskutiert werden.

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