Kommunitarismus

[amerik.] K. bezeichnet eine sozialphilosophische Lehre, die sich gegen die Tendenz zum (Hyper-) Individualis­mus stellt, für eine Erneuerung gemeinsamer Werte eintritt und damit (wieder) ein Fundament für eine gerechte politische Ordnung schaffen will. Mit dem Postulat, dass dem gemeinsamen durch sozialen Austausch geschaffenen Guten höhere Priorität zukommt als dem (kurzfristigen) individuellen Interesse, fordert der K. eine Rückbesinnung auf urdemokratische (insb. auch uramerikanische) Werthaltungen.

Siehe auch:
Individualismus
Politische Ordnung
Interessen
Politische Philosophie

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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