Inhaltsbeschreibung
Wohnen ist ein Menschenrecht und zugleich eine drängende soziale Herausforderung. Aber lässt sich der Bedarf an Wohnraum durch immer neue Bauten decken? Bauland ist knapp und teuer, und die begehrte Ressource Boden ist nicht vermehrbar. Welche Stellschrauben sind denkbar, um erschwinglichen Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen und zu erhalten?
Peter Burk, beratend in Fragen zukunftsfähiger Wohnstrategien tätig, erläutert Auswirkungen einer Rechtslage und Steuergesetzgebung, die, so sein Befund, eher diejenigen belohne, die als Investoren, Kapitalgeber oder Vermieter von der Knappheit auf dem Wohnungsmarkt profitieren. Anhand einer Vielzahl von Praxisbeispielen erläutert er, wie etwa Anreize für genossenschaftlichen Wohnungsbau geschaffen oder dem Wegfall der Sozialbindung von Wohnungen begegnet werden könne.
Burk hinterfragt Gesetzesvorgaben des Bundes und der Länder im Wohnungsbau, die teils im Widerspruch zu kommunalen Interessen stünden, Fehlanreize darstellten und manche lokale Lösung behinderten. Das Baurecht müsse reformiert werden, um starren Nutzungsvorgaben zu begegnen, die Um- und Folgenutzung von Gebäuden zu fördern und bestehenden Wohnraum zu erhalten. Burks kritische Sicht auf die Wohnungspolitik hierzulande zeigt, wie komplex und herausfordernd die Frage nach bezahlbarem Wohnraum ist und welche Akteure und Anliegen es in Lösungsansätze einzubinden gilt.