Inhaltsbeschreibung
Die sogenannte Neue Rechte hat sich das Ziel gesetzt, rechtsextreme Positionen intellektuell aufzuwerten und strategisch im Diskurs zu verankern. Sie nutzt hierfür eigene Publikationsorgane, aber auch Social Media-Kanäle, Influencerinnen und Streamer haben für die Szene zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Neue Rechte will sich im digitalen Raum als selbstverstandene Elite innerhalb des rechtsextremen Spektrums absetzen, zielt gleichwohl aber auf Breitenwirkung und die kulturelle Verankerung ihrer Positionen in der Bevölkerung.
Dies geschieht, so zeigen die Beiträge dieses Buches, etwa mittels der verstärkten Verbreitung antifeministischer Diskurse, die auch über rechte Kreise hinaus anschlussfähig sind, oder im bewussten Schulterschluss mit dem parlamentarischen Rechtsextremismus und etablierten rechten Medien. Neben theoretischen Einordnungen geht dieser Sammelband der Frage nach, wie Präventionsarbeit im Feld der Neuen Rechten, insbesondere im digitalen Raum, aussehen kann und welche medienpädagogischen Ansätze möglicherweise Erfolg versprechen.
Mit Beiträgen von Lena Sierts und Fabian Kaufmann, Johanna Sigl, Rebekka Blum und Julia Haas, Volker Weiß, Fabian Virchow, David Begrich und Pascal Begrich.