Inhaltsbeschreibung
Im Windschatten Trumps sind einige ultrareiche US-Tech-Oligarchen dabei, die liberale Weltordnung zu zerstören. Sie diskreditieren demokratische Werte und soziale Standards als Hemmschuhe ökonomischer Freiheit und propagieren teils verstörende Visionen einer profit- und technologiebestimmten Zukunft ohne gesetzliche oder moralische Schranken.
Der Digitaljournalist Jannis Brühl zeichnet die ideologischen Hintergründe zentraler Akteure wie Marc Andreessen, Elon Musk oder Peter Thiel nach und schildert die Folgen ihrer Geisteshaltung und Marktmacht für Deutschland und Europa, insbesondere teils hochproblematische Abhängigkeiten in Sicherheitsfragen. Das stets von radikalem Eigennutz bestimmte Agieren der Tech-Oligarchen vorbei an Gesetzen, Grenzen und Normen im digitalen Raum leiste hierzulande rechtspopulistischer Staatsverachtung Vorschub und nutze denen, die an einem zivilisierten Diskurs nicht interessiert seien.
Brühl plädiert, auch wenn es paradox anmute, nicht für einen Bruch mit den Konzernen, die dafür ohnehin viel zu mächtig seien. Die unabdingbare Einhegung könne indes im Aufbau wechselseitiger Abhängigkeiten und rechtlicher Schranken bestehen, aber auch in der Adaption all dessen, was, zumal bei Digitalisierung und KI, innovativ statt disruptiv wirke und in Einklang mit demokratischen Normen und Menschenrechten stehe. Ein funktionierender Rechtstaat, der seinen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber hilfreich, transparent und nachvollziehbar auftrete, sei eine starke Waffe gegen die Feinde der freiheitlichen Demokratie.