Inhaltsbeschreibung
Brandanschläge, Bombenattentate, gezielte Hinrichtungen: Die Historikerin Barbara Manthe schildert auf Basis eines großen Quellenfundus die Geschichte des deutschen Rechtsterrorismus. Beginnend in der unmittelbaren Nachkriegszeit zeichnet sie nach, wie sich die Gewalt von rechts kontinuierlich radikalisierte, am Beginn der 1980er-Jahre eine neue Qualität erreichte und zu verheerenden Anschlägen führte. In den frühen 1990er-Jahren schließlich habe sich der Terrorismus gewandelt und zeigte sich in beinahe täglichen Brandanschlägen auf Unterkünfte von Migranten und Asylsuchenden. Schließlich wendet sie sich den Angriffen und Morden des NSU sowie dem Rechtsterrorismus der vergangenen Jahre zu.
Dabei rückt Manthe die Taten in den Mittelpunkt, nennt Täter und lässt Betroffene zu Wort kommen. Zudem beschreibt sie, wie die Angriffe politisch und wissenschaftlich eingeordnet wurden, wie die Gesellschaft reagierte und die Strafverfolgungsbehörden agierten. Rechtsterrorismus, so zeigt sie, war stets eine Bedrohung – eine, die lange unterschätzt worden sei.