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Jubiläen und Premieren | Jahresbericht 2019—2021 | bpb.de

Jubiläen und Premieren Jahresbericht 2019–2021

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In den Jahren 2019, 2020 und 2021 gab es für die bpb einige Neuerungen, Entwicklungen und Veränderungen, aber auch runde Geburtstage.

Neuer Standort in Gera

Aus zwei mach drei: Zu Bonn und Berlin gesellte sich 2021 als dritter Standort Gera hinzu!

In Gera will die bpb individuelle und gesellschaftliche „Veränderungsprozesse“ und deutschlandweit „Transformationsregionen“ in den Fokus der Arbeit rücken, betonte bpb-Präsident Thomas Krüger:

Zitat

Wir möchten die politische Bildung mit dem neuen Standort in Gera ausbauen, neue Zielgruppen erreichen und dezentrale Strukturen stärken. Wir sind gespannt auf die Arbeit und freuen uns, dass es in Gera nun richtig losgehen kann.

bpb-Präsident Thomas Krüger
4

neue Fachbereiche in Gera

Wie an den bisherigen Dienststellen in Bonn (Hauptsitz) und Berlin wird auch von Gera aus bundesweit gearbeitet. Dafür sind dort drei neue Fachbereiche angesiedelt:

Der Fachbereich Politische Bildung in Veränderungsprozessen trägt politische Bildung in die Fläche und adressiert schwerpunktmäßig und bundesweit die von gravierenden sozioökonomischen Transformationsprozessen betroffenen Regionen. Hier sollen Zivilgesellschaft und politische Beteiligung gestärkt werden.

Der Fachbereich Politische Bildung und plurale Demokratie beschäftigt sich unter anderem mit intersektionalem Transformations- und Erinnerungswissen sowie D.I.D. (politische Bildungsarbeit und Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität) mit dem Ziel, politische Bildung zugänglicher zu gestalten und Barrieren abzubauen im Sinne einer gleichberechtigen Partizipation.

Der Fachbereich Politische Bildung und Soziale Medien beschäftigt sich mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen durch die sozialen Medien und deren Folgen für die politische Bildung. Zudem ist im Fachbereich der Arbeitsbereich Kinder- und Familienmedien“ angesiedelt. Neben dem Ausbau politischer Bildungsangebote für diese Zielgruppe soll der Austausch mit Akteur/-innen der Kindermedienlandschaft in Thüringen, aber auch darüber hinaus intensiviert werden.

Der Fachbereich Service ist eine Querschnittseinheit, in der alle Verwaltungstätigkeiten für die Fachbereiche am Standort Gera gebündelt sind. Damit werden Effizienz sowie organisatorische Resilienz vor Ort erhöht.

40

Stellen in Gera

Diese werden vorrangig mit Bewerber/-innen aus der Region besetzt. Gera bietet hierfür durch die Nähe zu den Hochschulstandorten Jena, Leipzig und Halle gute Voraussetzungen.

Der neue bpb-Standort stärkt den ländlichen Raum in Ostthüringen und Westsachsen und macht die Arbeit unserer Behörde im ostdeutschen Raum sichtbarer. In der Stadt Gera selbst wurde die Entscheidung mit großer Freude aufgenommen. Trotz erschwerter Startbedingungen infolge der Corona-Pandemie ist das Personal am Standort begeistert von der Möglichkeit, Neues aufzubauen und von den Erfahrungen in Bonn und Berlin zu profitieren.

Die bpb-Standorte

Ein Flugzeug für die bpb

Die ehemalige Lufthansa-Maschine „Landshut“ hat eine lange und bewegte Geschichte. Nun ist die bpb für die Schaffung eines Lernorts der historisch-politischen Bildung rund um das Flugzeug zuständig – eine Premiere. Erhalten hat sie den Auftrag Ende 2020 vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Zitat

Wir werden das Themenfeld des ‚Landshut‘-Projektes in seiner Mehrdimensionalität und Kontroversität erschließen. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt: Es geht nicht nur um historisch-politische, sondern auch um ästhetische und kulturelle Bildung.

bpb-Präsident Thomas Krüger

Dafür bündelt die bpb die interne Expertise und arbeitet mit Expert/-innen aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen, beispielsweise aus der Museumspädagogik oder der Public History. Geplant ist außerdem die Einbindung von Perspektiven und Erfahrungen der Zeitzeug/-innen und die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren.

Thomas Krüger erläutert die Pläne für die "Landshut"

Mehr zur Entwicklung des „Lernortes Landshut“, der in Friedrichshafen entstehen soll, findet sich unter: Interner Link: www.bpb.de/lernort-landshut

Die „Werkstatt“ feiert Geburtstag

Die Jubiläumsveranstaltung zu #10JahreWerkstatt fand pandemiebedingt erst am 5. Mai 2022 statt (statt wie ursprünglich geplant im November 2021). Es war die erste Präsenzveranstaltung der Werkstatt seit Februar 2020. Der Titel der Mikrokonferenz lautete: „Was kommt, was bleibt? Zukunftstrends in der digitalen Bildung“.

Ein Talk zwischen den Verantwortlichen in der Bundeszentrale für politische Bildung und der Redaktion von werkstatt.bpb.de beleuchtete auf der Jubiläumskonferenz „Was kommt, was bleibt?“ die Entwicklung der Werkstatt seit ihrem Start im November 2011 und vermittelte Impulse für die nächsten Jahre. Daneben brachten sich verschiedene Gäste auf Themeninseln zu den Schwerpunkten „Digitale Politik- und Geschichtsvermittlung“, „Digitalität und Medienkompetenzerwerb in einer Gesellschaft der Vielfalt“ und „Räume für digitales Lernen und Schulpolitik“ ein. Interner Link: Hier gibt es einen Rückblick auf die Veranstaltung inklusive Aufzeichnung des Livestreams.

Einblicke in die Veranstaltung

1.500.000

Millionen Seitenzugriffe in den Jahren 2015–2022

In den ersten Jahren lief die Werkstatt der bpb als Externer Link: eigener Blog, seit Frühjahr 2014 wird das Projekt im Auftrag der bpb produziert und ist Teil der Website bpb.de. Seitdem nutzen immer mehr Menschen das Angebot. In den beiden Corona-Jahren 2020und 2021 konnte die Werkstatt Rekordzugriffe verzeichnen, da pandemiebedingt der Fokus auf dem Themenfeld Digitale Bildung lag. Allein in den Jahren 2019, 2020, 2021 gab es 964.650 Seitenzugriffe. Nach der Hochphase der Corona-Pandemie ging ihre Zahl zurück, sie liegt aber weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Pandemie.

In den Jahren 2019, 2020 und 2021 ist bei der Werkstatt viel passiert. Die Folgen der Corona-Pandemie für den Bildungsbereich wurden intensiv bearbeitet und mit den „Bildungshacks“ hat sich eine neue monatliche Videoreihe etabliert.

10.000

Follower auf Twitter

10 Jahre nach Projektstart begrüßten wir den Externer Link: 10.000sten Follower auf Twitter. Dort sind wir seit dem Start der Werkstatt im November 2011 aktiv.

Nach Start des Externer Link: Instagram-Accounts im Januar 2021 haben wir innerhalb eines Monats über 900 Follower gewonnen. Im Juli 2021 waren es schon 1.700 Follower (aktuell rund 5.000).

Jubiläum des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) feierte 2020 sein 20-jähriges Jubiläum. In dieser Zeit hat das BfDT bundesweit Menschen und Projekte gestärkt, gewürdigt und vernetzt, die sich mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit für ein tolerantes Miteinander in der Gesellschaft einsetzen.

Auch über 20 Jahre nach Gründung des Bündnisses ist das Engagement für Demokratie und Toleranz von besonderer Bedeutung. Dies haben nicht zuletzt die Anschläge von Halle (2019), Hanau (2020) oder auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (2019) gezeigt.

Zitat

Vor 20 Jahren wurde das BfDT zur Förderung der Bürgerbeteiligung gegründet, um die Demokratie zu stärken und Hassattacken zu begegnen. Das BfDT hat beeindruckende Arbeit geleistet, indem es Tausende von Gruppen und Einzelpersonen der Zivilgesellschaft bundesweit sichtbar gemacht und in ihrer Arbeit unterstützt hat – diese Arbeit ist heute wichtiger denn je.

BfDT-Beiratsvorsitzende Deidre Berger, Senior European Affairs Advisor beim American Jewish Committee Europe (bis 2020)
Zitat

Für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft benötigen wir engagierte Einzelpersonen und Initiativen. Ihr Engagement ist jedoch nicht selbstverständlich. Die Anschläge der vergangenen Monate und der Mord an Walter Lübcke stellen eine Zäsur dar und zeigen, wie wichtig heute weiterhin die Unterstützung der aktiven Zivilgesellschaft ist, die sich für ein tolerantes Miteinander einsetzt.

Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT

Fussnoten

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