Beleuchteter Reichstag

Jüdinnen in Deutschland nach 1945

Weibliches jüdisches Leben nach 1945 im geteilten und vereinten Deutschland – Interviews, Porträts und Beiträge

Um klischeehaften bis antisemitischen Darstellungen jüdischen Lebens und der ungenügenden Abbildung besonders jüdischer Frauen etwas entgegenzusetzen, hat sich die Redaktion des Deutschland Archivs vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren jüdische Frauen in den Fokus zu setzen. Dazu wird eine Reihe mit Beiträgen, Interviews und Porträts veröffentlicht. Auch mit Blick auf das Jubiläum „1.700 Jahre jüdisch-deutsche Geschichte“ soll auch das Wirken jüdischer Frauen gewürdigt werden. Mit der Schwerpunktsetzung auf die Zeit nach 1945, nach dem Ende der NS-Herrschaft, soll die Zäsur durch den Holocaust und seine bis heute spürbaren Auswirkungen in Deutschland deutlich gemacht werden.

Das Foto zeigt die SPD-Politikerin und Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt, Jeanette Wolff, wurde am 22. Juni 1973, ihrem 85. Geburtstag, im jüdischen Gemeindehaus in Berlin-Charlottenburg mit der Ernst-Reuter-Plakette in Silber geehrt. In der Mitte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Schütz. Jeanette Wolff wurde am 22. Juni 1888 in Bocholt (Westfalen) geboren und verstarb am 19. Mai 1976 in Berlin.

Jeanette Wolff

Jeanette Wolff – Kämpferin für Gerechtigkeit und gegen das Vergessen

Jeanette Wolff setzte sich in der Nachkriegszeit für die Opfer des Holocausts ein, sie beteiligte sich am Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Berlin, an der Wiedergründung der Jüdischen Frauengruppe, war neben weiteren Engagements Vorsitzende der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, Co-Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland und Abgeordnete im Deutschen Bundestag.

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Jüdische Erwachsenenbildung in Deutschland und die Rolle der Frauen

Jüdische Erwachsenenbildung in Deutschland und die Rolle der Frauen

Die Erwachsenenbildnerin Greta Zelener zeichnet die historischen Wurzeln jüdischer Frauenbildung in Deutschland nach.

Aktuelle Interviews

Rebecca Seidler im Interview mit Sharon Adler

Rebecca Seidler: „Im Judentum steht die Tat im Vordergrund“

Die promovierte Sozialpädagogin Rebecca Seidler ist nicht nur 1. Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, sie ist auch selbstständige Unternehmensberaterin und Lehrbeauftragte an der Hochschule Hannover. Daneben engagiert sie sich als Bildungsreferentin im Kampf gegen Antisemitismus und setzt sich für den interreligiösen Dialog ein.

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Cécile Wajsbrot in Berlin-Schöneberg.

Cécile Wajsbrot: Zuhause in der Literatur

Sie ist Schriftstellerin, Übersetzerin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Im Interview mit Sigrid Brinkmann erzählt die 1954 in Paris geborene Cécile Wajsbrot, warum ihre Großmutter wollte, dass sie Deutsch lernt, und warum sie seit zwei Jahrzehnten auch in Berlin lebt und arbeitet.

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Das Foto zeigt die Schriftstellerin, Essayistin und Journalistin Lena Gorelik am 22. September 2021 auf der Dachterrasse des Monbijou Hotels in Berlin, kurz vor der Berliner Buchpremiere ihres aktuellen Buchs „Wer wir sind“ im Pfefferberg Theater im Rahmen des Festjahrs „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Lena Gorelik: „Schreiben ist ein Verstehen“

Die Autorin von Büchern wie „Sie können aber gut Deutsch“ und „Wer wir sind“ kam 1992 als „Kontingentflüchtling“ aus Sankt Petersburg nach Deutschland, wo die Familie achtzehn Monate in einer maroden Flüchtlingsunterkunft in Ludwigsburg lebte. Über diese Zeit, über die Bedeutung von Sprache und des Jüdischen in ihrem Leben im Kontext von Identität und Zuschreibungen hat sie mit Sharon Adler gesprochen.

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Hier wird das Logo des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" abgebildet. Es zeigt eine stilisierte Menora (Kerzenleuchter) mit einem Davidstern in weiß auf blauem Grund und den Namen des Projekts.

Weitere Interviews finden Sie hier:

Hier kommen in loser Reihenfolge jüdische Frauen zu Wort, die über ihr Leben in Deutschland, ihre berufliche Tätigkeit, ihr gesellschaftliches Engagement und ihre eigene Geschichte sowie die ihrer Familie sprechen. Die interviewten Frauen und die, die wir noch vorstellen wollen, bestreiten ihren Alltag akteulle hauptsächlich in Deutschland, im Osten wie im Westen, und manche sind aus anderen Ländern hierher gekommen.

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Aktuelle Beiträge

Das Foto zeigt eine Frauenhand, die in einer Bibliothek ein Buch mit dem Titel "Jüdisches Denken" aus einem Bücherregal nimmt.

Greta Zelener

Jüdische Erwachsenenbildung in Deutschland und die Rolle der Frauen

Die Erwachsenenbildnerin Greta Zelener zeichnet die historischen Wurzeln jüdischer Frauenbildung in Deutschland nach. Welche Möglichkeiten standen Jüdinnen ab dem späten 18. Jahrhundert zur Verfügung und welche Angebote jüdischer Erwachsenenbildung für Frauen gibt es heute?

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Das Foto vom 17.11.1952 zeigt zum Monat der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft 1952 die Literaturstunde im Haus der Freundschaft in Berlin-Pankow mit Hedda Zinner. Die bekannte Schriftstellerin Hedda Zinner liest aus ihrem Buch "Alltag eines nicht alltäglichen Landes" vor und berichtet aus dem Leben der Sowjetmenschen.

Sonia Combe

„Hier können die Faschisten nichts unternehmen“

Die französische Historikerin Sonia Combe hat in den 1980er-Jahren unter anderen sechs Jüdinnen in der DDR interviewt. Für die Reihe „Jüdinnen in Deutschland nach 1945“ hat sie sich die Interviews noch einmal angehört und daraus einen Beitrag verfasst. Es ging ihr darum herauszufinden, warum diese Frauen ins Land der Täter zurückgegangen sind.

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Hier wird das Logo des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" abgebildet. Es zeigt eine stilisierte Menora (Kerzenleuchter) mit einem Davidstern in weiß auf blauem Grund und den Namen des Projekts.

Weitere Beiträge finden Sie hier:

Die wissenschaftlichen Beiträge und Essays, die hier in loser Reihenfolge erscheinen, widmen sich unterschiedlichen Zeitabschnitten der jüdisch-deutschen Nachkriegsgeschichte aus verschiedenen Perspektiven.

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Aktuelles Porträt

Das Foto zeigt die SPD-Politikerin und Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt, Jeanette Wolff, wurde am 22. Juni 1973, ihrem 85. Geburtstag, im jüdischen Gemeindehaus in Berlin-Charlottenburg mit der Ernst-Reuter-Plakette in Silber geehrt. In der Mitte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Schütz. Jeanette Wolff wurde am 22. Juni 1888 in Bocholt (Westfalen) geboren und verstarb am 19. Mai 1976 in Berlin.

Jeanette Wolff

Jeanette Wolff – Kämpferin für Gerechtigkeit und gegen das Vergessen

Jeanette Wolff setzte sich in der Nachkriegszeit für die Opfer des Holocausts ein, sie beteiligte sich am Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Berlin, an der Wiedergründung der Jüdischen Frauengruppe, war neben weiteren Engagements Vorsitzende der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, Co-Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland und Abgeordnete im Deutschen Bundestag.

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Das Foto zeigt das Buchcover von Ingeborg Rapoport, das 1997 herauskam, erscheint am 22. März 2021 als aktualisierte Neuauflage mit einem Vorwort von Daniel Rapoport.

Daniel Rapoport

Vorwort von Daniel Rapoport zu "Meine ersten drei Leben"

Einleitend zur Neuauflage der Autobiografie seiner Großmutter "Meine ersten drei Leben" beschreibt ihr Enkel in einfühlsamen Worten das liebevolle Wesen Ingeborg Rapoports. Er nennt sie eine außergewöhnliche Frau und das war sie auch. Sie musste mehrfach fliehen: als Jüdin aus Deutschland vor den Nazis in die USA und vor den Häschern McCarthys·schließlich aus den USA in die DDR. Hier lebte die renommierte Kinderärztin mit ihrem Mann Mitja Rapoport und vier Kindern. Das Buch schrieb sie im Jahr 1997, es wurde jetzt neu aufgelegt.

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Als Einstieg in die DA-Reihe zu Jüdinnen im geteilten und vereinten Deutschland nach 1945 stellt dieser Beitrag von Sharon Adler exemplarisch wegweisende Protagonistinnen und deren Arbeits- und Forschungsfelder sowie Frauenorganisationen im 20. Jahrhundert vor. Der Rückblick schlägt den Bogen über die Nachkriegszeit und die Situation der Überlebenden zum gesellschaftspolitischen Engagement und den Forschungsfeldern jüdischer Frauen von heute.

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