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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN waren bis zur Entstehung der AfD die erfolgreichste Neugründung einer Partei in der Geschichte der Bundesrepublik. Seit den 1980er-Jahren konnten sie sich neben Union, SPD und FDP als vierte Kraft im Parteiensystem dauerhaft etablieren. Dabei gelang es ihnen in den 1990er-Jahren, die FDP vom dritten Platz zu verdrängen. Auf der Landesebene bildeten die Grünen 1985 in Hessen die erste rot-grüne Koalition, die zum Vorbild für zahlreiche weitere Regierungsbeteiligungen und ihre siebenjährige Regierungszeit (1998 bis 2005) im Bund wurde. Ab 2008 begannen sie sich auch für Koalitionen mit der CDU zu öffnen. Seit Mitte 2018 konnten sich die Grünen bei Wahlen und in den Umfragen erstmals dauerhaft vor die SPD setzen.

Das Logo der Partei Bündnis 90/ Die Grünen, aufgenommen am 14.06.2017 in Berlin, bei der Vorstellung der Eckpunkte für die Bundesdelegiertenkonferenz, die vom 16. bis 18. Juni in der Hauptstadt stattfindet.

Kurz und bündig: Die GRÜNEN

DIE GRÜNEN sind aus dem Protest gegen Umweltzerstörung, die Nutzung der Kernenergie und die atomare Hochrüstung entstanden. 1983 gelang der Partei erstmals der Einzug in den Bundestag. Zwischen 1998 und 2005 waren die Grünen Teil einer Bundesregierung mit der SPD. Entgegen ihrer pazifistischen Tradition stimmen die Grünen auch den Auslandseinsätzen der Bundeswehr zu.

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Gert Bastian (oben), Marieluise Beck-Oberdorf und Petra Kelly demonstrieren 1983 vor dem Weißen Haus in Washington. Die Mitglieder der Grünen protestierten gegen die geplante Stationierung von Mittelstreckenraketen in Europa.

Etappen der Parteigeschichte

Aus der Umwelt-, Anti-Atomkraft-, Friedens- und Frauenbewegungen der 1970er- und beginnenden 1980er-Jahre und der DDR-Bürgerrechtsbewegung ist die heutige Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN entstanden. Mit der Bundestagswahl 1983 gelang ihr der Durchbruch. Zwischen 1998 und 2005 waren die Grünen Teil einer rot-grünen Bundesregierung. Seitdem hat sich die Partei koalitionspolitisch geöffnet.

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Wahlurne für Frauen auf der Bundesdelegiertenkonferenz der GRÜNEN.

Wahlergebnisse und Wählerschaft

Seit Gründung der GRÜNEN hat sich das Alter ihrer Wählerschaft geändert: Von 80 Prozent ist der Anteil der unter 35-Jährigen auf 10 Prozent gesunken. Auch die soziale Zusammensetzung hat sich gewandelt. Die Wähler der Partei haben überdurchschnittlich hohe Einkommen und sind vornehmlich im Dienstleistungs- und Bildungsbereich beschäftigt.

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Spitzenpolitiker der GRÜNEN im Vorfeld einer Demonstation von "Fridays for Future".

Programmatik

Die programmatische Entwicklung der GRÜNEN ist eng mit der Auseinandersetzung zwischen den realpolitischen und fundamentalistischen Kräften in der Partei verbunden. Seit den frühen 1990er-Jahren konnte sich der realpolitische Flügel zunehmend durchsetzen. Die Ökologiefrage blieb dabei das zentrale Thema der Partei, die ihr Profil aber auch in anderen Politikbereichen erweitert hat.

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Delegierte auf dem Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen.

Organisation

Von Rotationsregelungen, öffentlichen Fraktionssitzungen, ehrenamtlichen Parteiämtern und einer strikten Trennung von Amt und Mandat haben sich die GRÜNEN während ihrer Etablierung im Parteiensystem verabschiedet. Eine Vorreiterrolle spielen sie weiterhin bei der Geschlechterparität. Das Durchschnittsalter der Grünen-Mitglieder ist das niedrigste unter allen Parteien.

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Zahlen und Fakten

Bundestagswahlen

Knapp 62 Millionen Wahlberechtigte durften sich an der Bundestagswahl 2013 beteiligen, 30 Parteien traten mit einer Landesliste zur Wahl an. Die meisten Zweitstimmen konnte die CDU für sich verbuchen, gefolgt von der SPD, der Partei DIE LINKE, den GRÜNEN und der CSU.

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Zahlen und Fakten

Europawahl

Zwischen dem 22. und 25. Mai 2014 fand zum achten Mal die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Welche Fraktionen durften ins Parlament einziehen? Wie hoch war die Wahlbeteiligung? Und wie viele Bürger repräsentiert ein Abgeordneter?

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