Inhaltsbeschreibung
Pflanzen sind Klimaschützer: Sie binden Kohlenstoffdioxid und machen die Erde bewohnbar. Doch der Mensch verwandelt diese natürlichen Kohlenstoffsenker seit Langem in Kohlenstoffemittenten. Menschliche Eingriffe setzen Wälder unter Stress, legen Moore trocken oder zerstören Seegraswiesen, indem Düngemittel in Küstengewässer eingeleitet werden. Dadurch verlieren Tiere ihren Lebensraum, Arten ihre genetische Vielfalt, und pflanzliche Grundnahrungsmittel büßen Proteine, Mikronährstoffe und Vitamine ein.
Der Chemiker und Biologe Bernhard Kegel zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Land- und Wasserpflanzen dazu beitragen könnten, den Klimawandel zu bremsen und so das Überleben der Menschheit auf dem Planeten zu ermöglichen. Ausschließlich mit Pflanzen lasse sich die Welt nicht retten, so sein Fazit – aber ohne sie sei es unmöglich. Die Lösung liege jedoch nicht in riesigen Baumpflanzprojekten, deren Nutzen fraglich sei und die stattdessen sogar zum Teil die Wasserknappheit in einer Region verschärfen könnten. Stattdessen müssten bestehende Ökosysteme erhalten und stärker geschützt werden. Klimaschutz beginne bei der Bewahrung der noch vorhandenen Natur, ergänzt durch die Aufforstung von Wäldern, die Wiedervernässung trockengelegter Moore und die Renaturierung von Meeresökosystemen.