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Dokumentation

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November – 03. Dezember 2021 Erdgashandel (24.11.2021) Analyse: Der deutsch-russische Erdgashandel. Chronik: Covid-19-Chronik, 01. – 13. November 2021 Chronik: 01. – 12. November 2021 Sozialverantwortung und Klima in der Landwirtschaft (10.11.2021) Analyse: Landwirtschaftliche Betriebe in Russland für unternehmerische Sozialverantwortung Analyse: Wird die russische Landwirtschaft vom Klimawandel profitieren? Chronik: Covid-19-Chronik, 11. – 31. Oktober 2021 Chronik: 11. – 29. Oktober 2021 Duma- und Regionalwahlen (01.10.2021) Analyse: Die Dumawahlen 2021 und das zunehmend hegemonial-autoritäre Regime in Russland Analyse: Alexej Nawalnyj, "Smart Voting" und die Wahlen zur russischen Staatsduma 2021 Kommentar: Wahlen in der "Protestregion" Chabarowsk in Online- und sozialen Medien dekoder: Die Evolution der Duma Notizen aus Moskau: Wird (all)es nach den Wahlen wieder besser? Chronik: Covid-19-Chronik, 13. – 26. September 2021 Chronik: 13. – 26. September 2021 Wirtschaftliche Schocks (24.06.2021) Analyse: Die Wirtschaft der "Festung Russland" Analyse: Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) in der Corona-Krise  Chronik: Covid-19-Chronik, 03. – 30. Mai 2021 Chronik: 17. Mai – 10. Juni 2021 Arktis (31.07.2021) Editorial: Sommerpause, на дачу Analyse: Arktische Visionen: Die sowjetische Expansion nach Norden Analyse: Russlands Arktis-Strategie bis 2035 – Große Pläne und ihre Grenzen Analyse: Der russische Vorsitz im Arktischen Rat: Prioritäten und Implikationen für den Hohen Norden Russlands Kommentar: Russlands arktischer Balanceakt Dokumentation: Russland und die Arktis: Eine Auswahl aktueller Publikationen Chronik: Covid-19-Chronik, 14. Juni – 17. Juli 2021 Chronik: 16. Juni – 18. Juli 2021 Duma-Wahlen/Repressionen (08.06.2021) Kommentar: Duma-Wahlen 2021 Kommentar: Informationskriege, Oppositionskoordination und die Dumawahl im Jahr 2021 Kommentar: Wird das Putin-Regime überleben? 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Mai 2021 Chronik: 13. April – 01. Mai 2021 60 Jahre Gagarin: Raumfahrt / Das russische Strafvollzugssystem (19.04.2021) dekoder: Juri Gagarin dekoder: Raumfahrtprogramm der UdSSR Analyse: Russland im Weltraum: Die 2020er Jahre Analyse: Russlands internationale Raumfahrtstrategie Analyse: Das Strafvollzugssystem der Russischen Föderation Chronik: Covid-19-Chronik, 15. März – 11. April 2021 Chronik: 17. März – 09. April 2021 Übersterblichkeit (27.03.2021) Analyse: Die Übersterblichkeit macht den wahren Opferzoll deutlich Analyse: Russlands Geografie und die Ausbreitung von Covid-19 Analyse: Die Pandemie in Russlands Föderationssubjekten: Gründe für die unterschiedliche Mortalität dekoder: "Die russische Propaganda hat sich selbst besiegt" Chronik: Covid-19-Chronik, 1. – 14. März 2021 Chronik: 1. – 10. März 2021 Stadtentwicklung/Deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen (09.03.2021) Analyse: Ausdehnung des Moskauer Wohnraumsanierungsprogramms Analyse: Urbaner Aktivismus in Russland dekoder: Das Moskau-Experiment Dokumentation: "Entwicklung der Deutsch-Russischen Wirtschaftsbeziehungen" Dokumentation: Stellungnahme: "Entwicklung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen" Dokumentation: Stellungnahme: "Entwicklung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen" Dokumentation: Stellungnahme: "Entwicklung der Deutsch-Russischen Wirtschaftsbeziehungen" Chronik: Covid-19-Chronik, 15. – 28. Februar 2021 Chronik: 16. – 27. Februar 2021 Digitale Diplomatie (19.02.2021) Analyse: Russlands digitale Diplomatie Analyse: Mittel und Zweck von Public Diplomacy Kommentar: Zusammenarbeit chinesischer und russischer Medien dekoder: "Schau mich gefälligst an!" Chronik: Covid-19-Chronik, 1. – 14. Februar 2021 Chronik: 1. – 14. Februar 2021 Söldner im Dienst von Russland / Elite-Ranking 2020 / Proteste nach Nawalnyjs Rückkehr (08.02.2021) Söldner im Dienst autoritärer Staaten Analyse: Russische PMCs im Nahen Osten und Afrika Kommentar: Die "Wagner-Affäre" in Belarus und ihre Folgen Kommentar: Geopolitik, Waffen, Erdöl: Was Russlands Präsenz in Venezuela bedingt Karte: Söldner im Dienst von Russland Ranking: Das Elite-Ranking der "Nesawisimaja gaseta" Ranking: Die politische Elite im Jahre 2020: Regierungswechsel, Covid-19-Pandemie und Verfassungsreform dekoder: Russlandweite Proteste – wie nervös macht Nawalny den Kreml? dekoder: Nawalnys Schlusswort: "Einen einsperren, um Millionen einzuschüchtern" Notizen aus Moskau: Von 2011 zu 2021. Zehn Jahre danach. Chronik: Covid-19-Chronik, 11. – 31. Januar 2021 Chronik: 11. – 31. Januar 2021 Visadialog zwischen der EU und Russland (21.01.2021) Analyse: Die Visumpflicht in den EU-Russland Beziehungen Analyse: Perspektiven des Visa-Dialogs zwischen der EU und Russland Kommentar: Visafreiheit für russische Jugendliche Kommentar: Illegale Passportisierungspolitik im Donbas Kommentar: Mit Visafreiheit Brücken in Krisenzeiten schlagen dekoder: Arbeitsmigration in Russland Chronik: Covid-19-Chronik, 30. November 2020 – 10. Januar 2021 Chronik: 3. Dezember 2020 – 9. Januar 2021 Die deutsch-russischen Beziehungen nach den Wahlen (15.10.2021) Analyse: Die Bundestagswahl und die deutsch-russischen Beziehungen Analyse: Chancen für eine neue Russlandpolitik nach der Bundestagswahl Kommentar: Die deutsche Russlandpolitik und das russische Gesetz über "ausländische Agenten" Dokumentation: Ausgewählte Publikationen über die deutsch-russischen Beziehungen Dokumentation: Vorschläge und Empfehlungen zu den EU-Russland-Beziehungen dekoder: Novaya Gazeta dekoder: Muratows Krawatte und der Friedensnobelpreis Chronik: Covid-19-Chronik, 27. September – 09. Oktober 2021 Chronik: 28. September – 08. Oktober 2021 30 Jahre Zerfall der Sowjetunion – Generationen (20.09.2021) Kommentar: Nur ein Menschenleben lang Kommentar: Staatenlosigkeit nach dem Zusammenbruch der UdSSR Kommentar: Der Generationenaspekt beim Zusammenbruch der Sowjetunion Kommentar: Dreißig Jahre Transformation des russischen Hochschulwesens Kommentar: Die Jugend und die Generationen im postsowjetischen Russland: Kommentar: Unternehmerinnen in Russland Notizen aus Moskau: 30 Jahre umsonst? dekoder: Das Licht einer enttäuschten Hoffnung dekoder: Misstrauen auf allen Ebenen Chronik: Covid-19-Chronik, 02. August – 12. September 2021 Chronik: 05. – 12. September 2021 Aufmarsch an der Grenze der Ukraine Von der Redaktion: Aufmarsch an der Grenze der Ukraine Kommentar: Die Minsker Vereinbarungen als Chance? Kommentar: (Keine neuen) Erkenntnisse gewonnen Kommentar: Alles auf Status. Russlands riskantes Kriegsspiel mit (in) Europa Kommentar: Russlands Motive Kommentar: Die Gründe für Russlands Vorschläge Kommentar: Würde Putin vom eigenen Volk für eine Invasion in die Ukraine abgestraft werden? Kommentar: Kriegsoptimismus im Russland-Ukraine-Konflikt: Grund zum Pessimismus? Kommentar: Desinformation: ein hoch aktuelles Konzept aus dem letzten Jahrhundert Kommentar: Die Russland-Ukraine Krise: Wo steht Deutschland? Kommentar: Russlands Passportisierung des Donbas: Von einer eingeschränkten zu einer vollwertigen Staatsbürgerschaft? Kommentar: Die OSZE-Sonderbeobachtermission in der Ukraine: Wunsch und Wirklichkeit Umfragen: Meinungsumfragen zu den Spannungen zwischen Russland und der Ukraine Chronik: 01. – 20. Februar 2022 Politische Rhetorik des Präsidenten und der Staatsduma Editorial: Politische Rhetorik des Präsidenten und der Staatsduma Kommentar: Die sozialen Sorgen der Bevölkerung in der politischen Rhetorik Kommentar: Das Verhältnis zwischen dem Zentrum und den Regionen in der Rhetorik des russischen Präsidenten und der Staatsduma Kommentar: Nationalitätenpolitik: Russländische Nation versus russisches Volk? Kommentar: Russland entdeckt die Energiewende: Ein Sonderweg zur Dekarbonisierung? Kommentar: Die Ukraine in der Rhetorik russischer Präsidenten und der Staatsduma Chronik: 17. Januar 2022 – 29. Januar 2022 Wirtschaftsbeziehungen im Fernen Osten Analyse: Die Bedeutung des russischen Fernen Ostens für die Asien- und Pazifik-Politik Russlands Chronik: Covid-19-Chronik, 06. – 24. Dezember 2021 Chronik: 06. Dezember 2021 – 15. Januar 2022

Dokumentation

/ 7 Minuten zu lesen

Die Ukraine-Krise beschäftigt nicht nur die internatioanle Diplomatie, sondern ebenfalls Vertreter aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Verschiedene gemeinsame Erklärungen zeigen differenzierte Haltungen.

Kulturschaffende Russlands unterstützen die Position des Präsidenten zur Ukraine und zur Krim



In den Tagen, da sich das Schicksal der Krim und unserer Landsleute entscheidet, können die Kulturschaffenden nicht gleichgültige Beobachter mit kaltem Herzen bleiben. Unsere gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Wurzeln, unsere Kultur und ihre geistigen Quellen, unsere fundamentalen Werte und die Sprache haben uns auf immer vereinigt. Wir wollen, dass die Gemeinschaft unserer Völker und unserer Kulturen eine feste Zukunft haben. Deshalb erklären wir mit Nachdruck unsere Unterstützung für die Position des Präsidenten der Russischen Föderation zur Ukraine und zur Krim.

[511 Unterschriften von namhaften Künstlern und Kulturschaffenden, darunter:]

Antonowa, I. A., Präsidentin des Staatlichen Puschkin-Museums der darstellenden Künste

Bak, D. P., Direktor des Staatlichen Literaturmuseums

Bobkow, K. W., Direktor des Staatlichen Tschechow-Literaturmuseums und Tschechow-Gedenkstätte

Bondartschuk, F. S., Regisseur "Buranowskije Babuschki", Folklore-Ensemble

Walejewa, S. R., Direktorin des Museums "Kasaner Kreml"

Wislyj, A. I., Generaldirektor der Russischen Staatsbibliothek

Woronin, W. W., Direktor und Künstlerischer Leiter des Ballett- und Operntheaters Astrachan

Gagrina, Je. Ju., Generaldirektorin der Staatlichen Geschichts- und Kulturmuseums "Moskauer Kreml"

Gergijew, W. A., Künstlerischer Leiter des Akademischen Staatlichen Mariinskij-Theaters

Goworuchin, S. S., Volkskünstler Russlands Gusew, W. A., Direktor des Russischen Museums

Sabarowskij, W. I., Direktor des Museums des Großen Vaterländischen Krieges auf dem Poklonnaja Gora

Sadornow, M. N., Schriftsteller und Satiriker

Sapaschnyj, E. W., Direktor des Großen Moskauer Staatszirkus am Wernadskij-Prospekt

Kalnizkaja, Je. Ja., Generaldirektorin des Museums "Peterhof".

Kowaltschuk, A. N., Vorsitzender des Künstlerverbandes Russlands

Krok, K. I., Direktor des Staatlichen Akademischen Wachtangow-Theaters

Lewykin, A. K., Direktor des Staatlichen Historischen Museums

Lichomanow, A. W., Generaldirektor der Russischen Nationalbibliothek

Sokolow, A. S., Rektor des Moskauer Staatlichen Tschaikowski-Konservatoriums

Solomin, Ju. M., Künstlerischer Leiter des Staatlichen Akademischen Kleinen Theaters Russlands

Sotiriadi, R. V., Stellv. Direktor des Moskauer "Theater an der Taganka"

Tabakow, O. P., Künstlerischer Leiter des Moskauer Tschechow-Theaters

Urin, V. G., Generaldirektor des Staatlichen Akademischen Bolschoj-Theaters

Zereteli, S. K., Präsident der Russischen Akademie der Künste

Schachnasarow, K. G., Generaldirektor des Filmkonzerns "Mosfilm"

[11. März 2014]

Übersetzung: Hartmut Schröder

Quelle: Externer Link: http://mkrf.ru/press-tsentr/novosti/ministerstvo/deyateli-kultury-rossii-v-podderzhku-pozitsii-prezidenta-po-ukraine-i-krymu?code=deyateli-kultury-rossii-v-podderzhku-pozitsii-prezidenta-po-ukraine-i-krymu&print=Y

Erklärung des Kongresses der Intelligenzija

"Gegen Krieg, gegen eine Selbstisolierung Russlands, gegen eine Restauration von Totalitarismus"



Erste Session des Kongresses, Moskau, 19. März 2014
Wir, Vertreter der Intelligenzija Russlands, sind verpflichtet, die Regierung vor einem historischen Fehler zu warnen, der derzeit begangen wird, nämlich vor dem Bestreben, einen Teil eines unlängst noch brüderlichen Landes, der Ukraine, mit Hilfe von Streitkräften Russlands unter seine Kontrolle zu bringen. Der erste Schritt, eine Angliederung der Krim an Russland, ist bereits getan, das erste Blut bereits vergossen. Weitere Schritte auf diesem Weg wären mit einem Blutvergießen unvorhersagbaren Ausmaßes verbunden, mit einer Isolierung Russlands, mit einer Verwandlung des Landes zu einem Paria, und letztendlich zu einem Land der "Dritten Welt", auf Jahrzehnte vom zivilisatorischen Weg abgekommen.
Heute, da die Mehrheit unserer Mitbürger in der unternommenen Aggression kein gefährliches Abenteuer sieht, und keine Vergewaltigung internationalen Rechts, sondern eine Rückkehr zum "Recht des Stärkeren", der sich alles erlauben kann, ist es die Aufgabe denkender und aufrechter Menschen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit sich das Land nicht im Verlauf dieses grausamen Experiments selbst vernichte, wie es sich bereits während des kommunistischen Experiments fast vernichtet hat. Wir sind verpflichtet, uns nicht von einer monströsen Propaganda beeinflussen zu lassen, nicht in Hass gegen brüderliche und ferne Völker zu verfallen, keine Lügen zu wiederholen, nicht zu denunzieren, uns nicht an jenem unserem moralischen Niedergang zu ergötzen, der bereits zu einer patriotischen Ekstase geraten ist.
In den dramatischsten Momenten der Geschichte hat die Intelligenzija stets versucht, der Gesellschaft einen moralischen Bezugspunkt zurückzugeben, denn außerhalb von Moral gibt es keinen Staat, keine Politik, keine Wirtschaft. Diese Aufgabe haben wir uns auch jetzt gestellt, da wir die unterschiedlichsten Menschen dazu aufrufen sich um die Idee einer friedlichen Regulierung der Konflikte sowohl mit der Ukraine als auch mit der Weltgemeinschaft zusammenzuschließen. Sich weniger dazu zusammenzuschließen, um gegen etwas anzugehen, sondern vielmehr dazu, um auf seinem für zu beharren: Für unser Heimatland, das nicht zum Aggressor werden soll und darf. Für denkende und selbständige Menschen, die zu Apostaten und Volksfeinden erklärt werden. Für einen Dialog mit der modernen Welt, die sich nicht anschickt, in vorhistorische Vergangenheit abzugleiten. Für das Schicksal unserer Kinder, die eine Injektion verantwortlicher Freiheit brauchen.
Die Probleme von Krieg und Frieden sind global, betreffen die ganze Welt, und wir hoffen auf die Unterstützung unserer Bewegung durch die Weltöffentlichkeit.
Wir rufen alle, denen die Entscheidung über Gegenwart und Zukunft nicht gleichgültig ist, dazu auf sich uns anzuschließen.

Ljudmila Alexejewa Menschenrechtlerin, Moskauer Helsinki-Gruppe

Lija Achedshakowa Theater- und Filmschauspielerin, Volkskünstlerin Russlands Alexandr Belawin, Physiker, korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften

Walerij Borschtschow, Menschenrechtler

Jelena Bukarjowa Dr. habil., Biologin

Jurij Wdowin, Menschenrechtler, "Bürgerkontrolle"

Wladimir Wojnowitsch, Schriftsteller

Jelena Wolkowa, Philologin und Kulturwissenschaftlerin

Olga Gegijewa, Juristin

Swetlana Gannuschkina, Menschenrechtlerin, "Bürgerhilfe"

Leonid Gosman, "Stiftung Historische Perspektive"

Nina Karli, Schriftstellerin, Publizistin, Menschenrechtlerin

Sergej Kowaljow, Menschenrechtler, "Menschenrechtsinstitut"

Swetlana Lewi, Caritasschwester

Natalja Mawlewitsch, Literaturübersetzerin

Andrej Makarewitsch, Rockmusiker, Dichter, Sänger, Komponist

Jelena Marinitschewa, Übersetzerin

Alexandr Medjanik, Dichter, Übersetzer

Wladimir Mirsojew, Theater- und Filmregisseur, Drehbuchautor

Oksana Mysina, Schauspielerin, Regisseurin, Rocksängerin

Anna Oshiganowa, Dr., Historikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Anthropologie der Russischen Akademie der Wissenschaften

Alla Pokrowskaja, Volkskünstlerin Russlands, Professorin

Natalja Poljakowa, Schriftstellerin, Dichterin

Lew Ponomarjow, Menschenrechtler, Bewegung "Für die Menschenrechte"

Irina Prochorowa, Verlegerin

Jurij Rost, Journalist

Eldar Rjasanow, Filmregisseur, Drehbuchautor, Schauspieler, Dramaturg, Schriftstelle

Ilja Simanowskij, Physiker

Andrej Smirnow, Theater- und Filmschauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Volkskünstler Russlands

Lew Timofejew, Schriftsteller

Ljudmila Ulizkaja, Schriftstellerin

Natalja Fatejewa, Theater- und Filmschauspielerin

Übersetzung: Hartmut Schröder

Quelle: Externer Link: http://novayagazeta.livejournal.com/1721285.html

Gemeinsame Erklärung zur Lage in der Ukraine



Gemeinsame Erklärung von:
Petersburger Dialog (deutscher Vorstand)
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Deutsch-Russisches Forum
Deutsch-Ukrainisches Forum
Der Petersburger Dialog, der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, das Deutsch-Russische Forum und das Deutsch-Ukrainische Forum beobachten die derzeitige Krisensituation in der Ukraine mit der Folge von gefährlichen Spannungen auf der Krim, im ukrainisch-russischen Verhältnis sowie im Verhältnis zwischen Russland und der Europäischen Union mit größter Sorge.
Der partnerschaftliche politische, wirtschaftliche und kulturelle Austausch der Länder und in der europäischen Nachbarschaft könnte nachhaltig Schaden nehmen. Deeskalation auf allen Seiten ist bei allen laufenden und bevorstehenden Verhandlungen das Gebot der Stunde für die Beteiligten. Dazu gehört auch, dass konfliktsteigernde militärpolitische wie wirtschaftliche Maßnahmen von allen Seiten zurückgestellt werden und konfliktreduzierende Maßnahmen, wie zum Beispiel die Einrichtung einer Kontaktgruppe, absolute Priorität erhalten.
Die unterzeichnenden Institutionen haben es in den vergangenen Jahrzehnten als ihre historische Verpflichtung angesehen, die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen der Länder auszubauen und den Dialog der Zivilgesellschaften zu stärken. Der Dialog auf möglichst vielen Ebenen ist in dieser Stunde der Krise der einzige Weg, den vielfältigen Interessen an den europäisch-russischen Beziehungen gerecht zu werden.
Wir fordern alle Akteure auf, sämtliche Maßnahmen zu ergreifen, diesen über Jahrzehnte entwickelten Dialog für konsensstiftende Maßnahmen zu nutzen. Wir sehen es deshalb in dieser Krise als unsere Aufgabe, mit der Kompetenz aus unserer Arbeit alle Bemühungen, insbesondere der Politik, zu einem Dialog zu unterstützen, der aus der Krise führen kann. Die Unterzeichner bieten ausdrücklich jedwede politisch gewünschte Form der Mitwirkung, auch in der avisierten Kontaktgruppe, an.

Berlin, 7. März 2014

Dr. h.c. Lothar de Maizière
Vorsitzender des deutschen Vorstands, Petersburger Dialog e.V.
Dr. Eckhard Cordes
Vorsitzender des Vorstands, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Dr. Ernst-Jörg von Studnitz
Vorsitzender des Vorstands, Deutsch-Russisches Forum e.V.
Prof. Dr. Rainer Lindner
Vorsitzender des Vorstands, Deutsch-Ukrainisches Forum e.V.

Quelle: Externer Link: http://www.petersburger-dialog.de/gemeinsame-erklaerung-zur-lage-der-ukraine

Münsteraner Erklärung



von Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. (DGO) zur Annexion der Krim durch die Russländische Föderation
Die DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR OSTEUROPAKUNDE, gegründet 1913 als Deutsche Gesellschaft zum Studium Russlands, hat auf ihrer Jahrestagung am 3. April 2014 in Münster die Ereignisse in der Ukraine zwischen November 2013 und Ende März 2014 erörtert. Die unterzeichnenden Mitglieder der DGO halten dazu fest:

  • Die Proteste auf dem Kiewer Majdan und in vielen anderen Städten der Ukraine aus Anlass der verweigerten Ratifizierung des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union richteten sich in erster Linie gegen das Regime von Präsident Janukowytsch, das für systematische Korruption und Rechtlosigkeit in der Ukraine verantwortlich gemacht wurde. Die Sicherheitskräfte des Regimes tragen wesentliche Verantwortung für die gewaltsame Eskalation des Konflikts.

  • Das mit Berufung auf die Ereignisse auf dem Majdan durchgesetzte Referendum auf der Krim über den Austritt der Autonomen Republik aus dem ukrainischen Staatsverband und der Beitritt zur Russländischen Föderation sind illegal.

  • Die Russländische Föderation hat durch eine militärische Invasion auf der Krim die territoriale Integrität der Ukraine wie auch das Gewaltverbot der Vereinten Nationen verletzt. Alle Regelwerke einer neuen europäischen Architektur, an denen Russland intensiv mitgearbeitet hat, werden in Frage gestellt. Der damit angestoßene Revisionismus stellt eine Bedrohung von Sicherheit und Frieden auf dem Kontinent dar.


Die Unterzeichnenden schließen sich der Forderung der Vollversammlung der Vereinten Nationen an, die russische Annexion der Krim nicht anzuerkennen. Wir rufen gleichzeitig dazu auf, nicht in eine neue Sprachlosigkeit zu verfallen, sondern alle Kontakte in Wissenschaft und Kultur mit Russland und der Ukraine fortzusetzen und zu intensivieren. Unser Ziel ist es, zu einem gemeinsamen Werteverständnis in Europa zu kommen.

Erstunterzeichner:

Ruprecht Polenz, Präsident der DGO

Prof. Dr. Wolfgang Eichwede, Vizepräsident der DGO

Prof. Dr. Thomas Bremer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGO

Prof. Dr. Jan Kusber, Mitglied des Vorstands der DGO

Prof. Dr. Birgit Menzel, Mitglied des Vorstands der DGO

Prof. Dr. Stefan Troebst, Mitglied des Vorstands der DGO

Prof. Dr. Dietrich Beyrau, Mitglied der DGO

Dr. Gabriele Freitag, Geschäftsführerin der DGO

Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA der DGO

Dr. Volker Weichsel, Redakteur der Zeitschrift OSTEUROPA der DGO

Prof. Dr. Alfred Sproede, Mitglied der DGO

Prof. Dr. Hans-Henning Schröder, Mitglied der DGO

Dr. Benno Ennker, Mitglied der DGO

Quelle: Externer Link: http://www.dgo-online.org/muensteraner_erklaerung

Fussnoten