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Chronik: 17. – 30. Juni 2016 | Russland-Analysen | bpb.de

Russland-Analysen Migrationspolitik / Begrenzte Erdölgewinne / Kriminalität (22.04.2026) Analyse: Die Migrationspolitik der Russischen Föderation Statistik: Migration nach Russland Kommentar: Russische Gewinne beim Erdöl durch geopolitische Krisen – und ihre Grenzen Kommentar: Der Einfluss des Krieges auf Kriminalität und die russischen Strafverfolgungsbehörden Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Naturschutz / Außenpolitik (26.03.2026) Analyse: Was geschieht mit den russischen Naturschutzgebieten? Statistik: Landfläche von Naturschutzgebieten ausgewählter Staaten im Vergleich Kommentar: Die russische Außenpolitik im Nahen Osten nach dem Sturz Assads und dem Tod Chameneis Kommentar: Russland gerät langsam in Afrika ins Hintertreffen – eine Chance für Europa Kommentar: Lateinamerikas manchmal paradoxer Blick auf Russland Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Geopolitische Dimension des Agrarhandels (20.03.2026) Analyse: Russlands Agrarstrategie zwischen Importsubstitution und Marktinstabilität Analyse: Russlands Weizenhandel mit den Huthi im Jemen: Geopolitische Dimensionen der Ernährungssicherheit Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Nukleare Abschreckung / Friedensverhandlungen / Medienzensur (25.02.2026) Analyse: Ein neues Wettrüsten? Analyse: Russlands strategische Abschreckung verstehen: Entwicklung, Kultur und politische Bedeutung Statistik: Nukleare Rüstung Kommentar: Verhandlungen Russland-Ukraine-USA: Theater für Trump? Kommentar: Der russische Staat schottet seine Bevölkerung ab. Soziale Medien aus dem Ausland sind für Normalbürger kaum noch zugänglich Umfragen: Informationsquellen Dokumentation: Zugangsbeschränkungen zu Telegram und Internet in Russland Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Repressierte Diaspora / Verhandlungen (11.02.2026) Analyse: Das Schweigen nach der Ausreise: Warum die neuen russischen Migranten sich nicht mobilisieren Dokumentation: Transnationale Repression durch Russland Dokumentation: Die russisch-ukrainischen Verhandlungen in Abu Dhabi im Februar 2026 Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik

Chronik: 17. – 30. Juni 2016

/ 5 Minuten zu lesen

Aktuelle Ereignisse aus Russland: Die Chronik vom 17. bis zum 30. Juni 2016.

Herausgeber der Länderanalysen

Die Russland-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH gemeinsam herausgegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht die Analysen als Lizenzausgabe.

17.6.2016 Die Europäische Union verlängert die Sanktionen gegen die von Russland annektierte Halbinsel Krim um ein weiteres Jahr. Die Sanktionen untersagen Investitionen auf der Krim sowie den Handel mit ihr.
17.6.2016 Der Internationale Leichtathletikverband (IAAF) beschließt einstimmig, die seit November 2015 geltende Sperre des russischen Verbands wegen systematischen Dopings aufrechtzuerhalten.
18.6.2016 Das Strafermittlungskomitee leitet gegen den ehemaligen Direktor des Moskauer Anti-Doping-Labors Grigorij Rodtschenkow ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs ein. Rodtschenkow hatte im Maiüber ein umfassendes staatlich organisiertes Doping-Programm während der Olympischen Winterspiele in Sotschi berichtet, an dem er selbst beteiligt gewesen sei.
18.6.2016 Verteidigungsminister Sergej Schojgu trifft während eines unangekündigten Staatsbesuchs in der syrischen Hauptstadt Damaskus den syrischen Präsidenten Baschar al Assad. Thema der Unterredung waren die militärische Zusammenarbeit und der Kampf gegen terroristische Organisationen auf syrischem Boden. Details des Gesprächs wurden nicht bekannt.
19.6.2016 Während einer Bootstour auf dem See Sjamosero in Karelien, an der 47 Kinder aus einem Ferienlager mit vier erwachsenen Begleitpersonen teilnehmen, gerät die Gruppe in ein Unwetter. Dabei kentern die Boote und 14 Kinder ertrinken. Gegen die Direktorin des Camps und weitere Mitarbeiter wird Anklage wegen Verletzung der Sicherheitsbestimmungen erhoben.
20.6.2016 In St. Petersburg finden Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem armenischen Präsidenten Sersch Sargsjan und dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew über die Regulierung des Konflikts um Berg-Karabach statt. Es wird vereinbart, die Zahl der OSZE-Beobachter an der Frontlinie im Konfliktgebiet zu erhöhen.
21.6.2016 Die Botschafter der 28 EU-Staaten einigen sich darauf, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate zu verlängern, da der Friedensprozess mit der Ukraine unzureichend fortgeschritten und einige Vereinbarungen des Minsker Abkommens nicht umgesetzt seien.
21.6.2016 Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bestätigt nach einem Spitzentreffen mit den Mitgliedsorganisationen in Lausanne die Disqualifizierung des russischen Leichtathletik-Teams. Nachweislich saubere russische Leichtathleten dürfen aber trotzdem bei den Olympischen Spielen in Rio unter ihrer Landesflagge teilnehmen, wenn sie sich außerhalbdes russischen Anti-Doping-Systems aufhalten und testen lassen.
22.6.2016 Anlässlich des 75. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion finden in vielen Regionen Russlands Gedenkveranstaltungen in Erinnerung an den Beginn des Großen Vaterländischen Kriegs statt. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier veröffentlicht anlässlich des Gedenktages in drei Tageszeitungen in Russland, der Ukraine und in Belarus einen Gastbeitrag.
22.6.2016 Die russische Staatsduma verabschiedet in dritter und letzter Lesung das Gesetzüber die Bildung der Nationalgarde. Die Nationalgarde ist demnach gemeinsam mit dem Innenministerium für die Sicherung der öffentlichen Ordnung zuständig. Zusätzlich wird die Nationalgarde für die Abwehr von Terroranschlägen, die Verteidigung des Territoriums und den Schutz bestimmter Staatsobjekte zuständig erklärt. Der Nationalgarde wird die Erlaubnis erteilt, im Falle von Terroranschlägen, Geiselnahmen und zur Abwehr von Angriffen auf wichtige Staatsobjekte auch in Menschenmengen Waffen einzusetzen.
23.–24.6.2016 In Taschkent findet das 15. Gipfeltreffen der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) statt. Mitglieder der SOZ sind bisher China, Russland, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan. Zentrales Thema des Treffens ist der gemeinsame Kampf gegen den Terrorismus.
24.6.2016 Die Staatsduma verabschiedet in der zweiten und dritten Lesung ein Paket von Antiterrorismus-Gesetzen. Das Gesetzespaket enthält unter anderem die Bestimmung, dass Telekommunikationsanbieter Verbindungsnachweise ein ganzes Jahr und Aufzeichnungen ein halbes Jahr speichern müssen. Die umstrittene Bestimmung, der zufolge terroristische Verbrechen den Entzug der russischen Staatsbürgerschaft ermöglichen würden, wurde während der zweiten Lesung gestrichen.
24.6.2016 Die Staatsduma verabschiedet ein Gesetz, das den Verkauf von personalisierten Eintrittskarten für Sportveranstaltungen regelt. Zusätzlich enthält es eine Bestimmung über die Veröffentlichung "schwarzer Listen" von Fans, denen das Verbot erteilt wurde, Sportveranstaltungen zu besuchen.
24.6.2016 Der Gouverneur des Gebiets Kirow, Nikita Belych, wird unter dem Verdacht der Korruption festgenommen und für zwei Monate in Untersuchungshaft genommen, nachdem ihm in einem Moskauer Restaurant 100.000 Euro übergeben wurden. Das Untersuchungskomitee beschuldigt Belych, insgesamt 400.000 Euro Bestechungsgelder von zwei Unternehmen aus der Region erhalten zu haben.
25.6.2016 Russland und China bauen im Rahmen des Staatsbesuchs von Präsident Wladimir Putin die bilateralen Beziehungen durch zahlreiche Abkommen aus. Präsident Putin wird von einer Delegation zahlreicher Wirtschaftsvertreter und hochrangiger Beamter begleitet. Insgesamt werden fast 60 Abkommen unterzeichnet, unter anderem in den Bereichen Flugzeugbau, Infrastruktur, Handel, Technologie und Innovation
26.6.2016 Russland und Italien einigen sich laut dem russischen Botschafter in Italien auf die Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zu den neuen Herausforderungen und Bedrohungen beim Kampf gegen Terrorismus.
27.6.2016 Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärt erstmals öffentlich in einem Brief an Präsident Wladimir Putin sein Beileid für den Tod des Piloten des Kampfjets Su-24, der vor sieben Monaten durch das türkische Militär abgeschossen wurde.
28.6.2016 Der Leiter der Russischen Autorengesellschaft (RAO) Sergej Fedotow wird wegen Verdachts auf besonders schweren Betrug bis Mitte August in Untersuchungshaft genommen.
28.6.2016 Der Generalmajor Aleksej Rubeschnoj wird zum neuen Leiter des Sicherheitsdienstes des Präsidenten ernannt.
29.6.2016 Präsident Wladimir Putin drückt in einem Telefongespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sein Beileid nach dem Terroranschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul aus. Es ist das erste Gespräch seit sieben Monaten, nachdem ein russischer Kampfjet durch das türkische Militär abgeschossen wurde. Während des Telefonats wurde auch über eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen und über ein mögliches persönliches Treffen gesprochen.
29.6.2016 Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault empfängt seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zu einem Geschäftsessen. Gesprächsthemen waren die bilateralen Beziehungen und aktuelle Krisen in Syrien, der Ukraine und um Berg-Karabach.
29.6.2016 Der wegen Korruptionsverdachts festgenommene ehemalige Gouverneur des Gebiets Kirow, Nikita Belych, tritt aus Protest gegen seine Anklage und die verweigerte Möglichkeit, seine Familie zu sehen, in einen Hungerstreik.
30.6.2016 Ministerpräsident Dmitrij Medwedew kündigt eine schrittweise Aufhebung der russischen Sanktionen gegen die Türkei an. Dabei handelt es sich um die Aufhebung des Lebensmittelembargos und des Verbots für Charterflüge aus Russland.

Sie können die gesamte Chronik seit 1964 auch auf Externer Link: http://www.laender-analysen.de/russland/ unter dem Link "Chronik" lesen.

Die Russland-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde erstellt. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht sie als Lizenzausgabe.

Fussnoten