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Analyse: Warum setzen sich landwirtschaftliche Betriebe in Russland für unternehmerische Sozialverantwortung ein? Eine Analyse von Umfrageergebnissen

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Analyse: Warum setzen sich landwirtschaftliche Betriebe in Russland für unternehmerische Sozialverantwortung ein? Eine Analyse von Umfrageergebnissen

Taras Gagalyuk Anna Hajdu

/ 10 Minuten zu lesen

In Russland besteht eine dynamische Wechselwirkung zwischen Landwirtschaft und Sozialverantwortung. Die Autor:innen Taras Gagalyuk und Anna Hajdu analysieren ihre Zusammenhänge.

Mitarbeiter der Landwirtschaftsakademie Timiryazev ernten Gurken in einem Gewächshaus. (© picture-alliance/dpa, TASS | Sergei Savostyanov)

Zusammenfassung

Der Beitrag analysiert die institutionellen, organisatorischen und individuellen (persönlichen) Triebkräfte für ein sozial verantwortliches Vorgehen russischer landwirtschaftlicher Betriebe. Eine Analyse von Umfrageergebnissen in Russland ergibt, dass die Betriebsgröße (der bewirtschafteten Flächen), der Zugang zu lokalen Arbeitskräften und unsichere Landnutzungsverhältnisse erhebliche positive Effekte auf ein Engagement für unternehmerische Sozialverantwortung ("corporate social responsibility", CSR) haben. Dabei neigen Einzel- und Familienbetriebe eher zu unternehmerischer Sozialverantwortung (CSR) als größere landwirtschaftliche Gesellschaftsunternehmen. Darüber hinaus zeigen Betriebe, die sich auf Viehwirtschaft spezialisiert haben, mehr Engagement für CSR als reine Ackerbaubetriebe.

Vielschichtige Motivation für CSR

Als unternehmerische Sozialverantwortung (CSR) wird allgemein das Vorgehen einer Firma verstanden, bei dem über die Interessen des Unternehmens und die gesetzlichen Vorschriften hinaus soziale Anliegen gefördert werden. Jüngst gewonnene empirische Erkenntnisse weisen darauf hin, das landwirtschaftliche Unternehmen in den postsowjetischen Staaten zunehmend CSR-Maßnahmen ergreifen. So stellte sich heraus, dass landwirtschaftliche Betriebe in Russland die soziale Infrastruktur und soziale Dienstleistungen finanziell unterstützen, etwa durch Schneeräumdienste oder eine Unterstützung von Schulen und Kulturclubs. Darüber hinaus investieren Betriebe in die Verbesserung der ländlichen technischen Infrastruktur, in Straßenbau, Strom, Wasser- und Gasleitungen. Aufgrund dieser Erkenntnisse kann CSR in der russischen Landwirtschaft allgemein als jene gesellschaftliche und technische Infrastruktur beschrieben werden, die die entsprechenden Betriebe in ländlichen Gebieten bereitstellen oder fördern. Das steht im Einklang mit einem breiten Konsens in der CSR-Forschung, dass kontextspezifische Definitionen von CSR zunehmend von Bedeutung sind. Es ist allerdings recht unklar, warum sich landwirtschaftliche Betriebe in Russland für diese wirtschaftlich scheinbar fruchtlosen Aktivitäten engagieren.
Die vorliegenden Forschungsergebnisse besagen, dass die Wahrscheinlichkeit eines CSR-Engagements von Betrieben insgesamt durch Faktoren bestimmt wird, die auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt sind, nämlich auf der institutionellen, organisatorischen und individuellen Ebene. Auf institutioneller Ebene ist CSR ein Weg, auf den Legitimationsdruck zu reagieren, der durch die Macht entsteht, die die Gesellschaft den Unternehmen gewährt. Auf der organisatorischen Ebene repräsentiert CSR die Verantwortung für Probleme und soziale Fragen, die aus der Geschäftstätigkeit und den Interessen der Unternehmen erwachsen. Auf individueller Ebene wird CSR von dem unternehmerischen Ermessen oder den moralischen Vorstellungen der Manager bestimmt. Eine Untersuchung des CSR-Engagements erfordert also eine Analyse dieser verschiedenen Ebenen. Das ist eine Aufgabe, die bislang kaum angegangen wurde oder gar abgeschlossen wäre. Hier sollen die Ergebnisse einer einzigartigen Forschung vorgestellt werden, die einen Ansatz auf mehreren Ebenen verfolgte, mit dem die Triebkräfte des sozialen Engagements in Russland auf den verschiedenen Motivationsebenen für CSR untersucht werden können. Bevor wir uns den Forschungsergebnissen zuwenden, soll der Hintergrund institutioneller Voraussetzungen für die Interaktion der Unternehmen mit der ländlichen Gesellschaft in Russland beleuchtet werden.

Soziales Engagement landwirtschaftlicher Betriebe in Russland: Vergangene und aktuelle Entwicklungen

Historisch hat es in allen Sowjetrepubliken eine Symbiose zwischen großen Kolchosen und kleinen ländlichen Einzelhaushalten gegeben. Die landwirtschaftlichen Großbetriebe in den Sowjetrepubliken waren nicht nur eine wichtige Quelle von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten für die urbane Bevölkerung, sondern auch fast die einzigen Arbeitgeber für die ländliche Bevölkerung. Die Kolchosen waren zwar der Eckpfeiler der sowjetischen Landwirtschaft, es bestand aber auch ein enger "Sozialvertrag" zwischen den Großbetrieben und der ländlichen Bevölkerung. Diese Symbiose implizierte (und erzwang) in wirtschaftlicher Hinsicht oft einen Zustrom von Arbeitskräften weg von den Höfen in die Betriebe. Im Gegenzug erhielten die Arbeiter Lohnerhöhungen und eine Unterstützung für die Subsistenzwirtschaft, zu der die Kolchosen informell auch ermutigten. Durch diese Symbiose fand die ländliche Bevölkerung sichere Anstellungen und hatte Zugang zu Produktionsressourcen, beispielsweise zu Saatgut, Düngemitteln, Maschinen usw. Auf lange Sicht versorgte diese Symbiose die ländlichen Gemeinschaften mit sicheren Arbeitsplätzen, sozialen Dienstleistungen (Bildung, Gesundheit, rechtliche Unterstützung, Kulturleben etc.) und mit Infrastruktur (Straßen, Poststellen, Strom, Wasser, Sanitäreinrichtungen, Energieressourcen etc.).

Das Ende der sowjetischen Ära und die dadurch erfolgte Umstrukturierung der landwirtschaftlichen Betriebe bedeutete einen Zerfall dieses Sozialvertrags. Es gab keine zentrale Planungsbehörde mehr, die die landwirtschaftlichen Unternehmen dazu zwang, ihren sozialen Verpflichtungen nachzukommen. Der Gesetzgeber übertrug den Behörden vor Ort die Aufgabe, soziale, kulturelle, Freizeit- und Dienstleistungsangebote bereitzustellen, die früher bei den Kolchosen angesiedelt waren, wobei einige Einrichtungen privatisiert wurden. Die Zentralbehörden stellten allerdings nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, damit die lokalen Behörden ihren neuen Verpflichtungen nachkommen können. In der Folge wurden viele soziale Einrichtungen geschlossen, während Einrichtungen in Privatbesitz nun kommerziell ausgerichtet waren. Sie verlangten höhere Gebühren, was sie für die durchschnittliche ländliche Bevölkerung unerreichbar machte. Im Zuge der Auflösung der Kolchosen und der Privatisierung wurde ein beträchtlicher Teil der ländlichen Bevölkerung arbeitslos. Es erfolgte letztlich eine zunehmende Migration wirtschaftlich aktiver Bevölkerungsteile in urbane Regionen und auf dem Land eine erhöhte Sterblichkeit in den älteren Bevölkerungsgruppen. Gleichzeitig ermöglichten die Reformen des Bodenmarktes allerdings auch, dass Millionen Bewohner ländlicher Gebiete zu Privateigentümern kleiner Landstücke werden konnten, die sie entweder für eine eigene landwirtschaftliche Produktion nutzten oder an (nun privatisierte) landwirtschaftliche Unternehmen verpachten konnten, wodurch sich ihr Einkommen erhöhte.

Durch diese Transformationen stehen landwirtschaftliche Unternehmen, also die nun in Privatbesitz befindlichen Einzel- bzw. Familienunternehmen und die Gesellschaften, vor einer Reihe wirtschaftlicher und moralischer Herausforderungen. In wirtschaftlicher Hinsicht sind die Unternehmen insbesondere durch den Mangel an Arbeitskräften bedroht, der sich aus der zunehmenden Abwanderung und Alterung der ländlichen Bevölkerung ergibt. Hinzu kommt, dass der Zugang zu landwirtschaftlichen Böden als Produktionsfaktor mit hohen Transaktionskosten verbunden ist, die sich durch die notwendige Verwaltung zahlreicher Pachtverträge mit kleineren Landbesitzern ergeben. In moralischer Sicht sehen sich die landwirtschaftlichen Betriebe hohen gesellschaftlichen Erwartungen gegenüber. Empirische Daten belegen, dass ländliche Gemeinschaften, Beschäftigte landwirtschaftlicher Betriebe und lokale Behörden Anspruch auf verschiedene Arten sozialer Unterstützung erheben, die sie von russischen landwirtschaftlichen Betrieben erwarten. Diese Erwartungen werden zum Teil durch Erinnerungen an die oben beschriebene sowjetische Symbiose zwischen Kolchosen und ländlichen Haushalten genährt. Allerdings sind durch die sich verschlechternden Lebensbedingungen im landwirtschaftlichen Bereich auch neue Erwartungen entstanden. Insgesamt bilden diese Entwicklungen den Ausgangspunkt für die Motivation landwirtschaftlicher Unternehmen, in einer breiten Palette von CSR-Maßnahmen aktiv zu werden. Die genaueren institutionellen, organisatorischen und individuellen (persönlichen) Determinanten landwirtschaftlicher Betriebe für CSR wie auch die Frage, welche Auswirkungen diese auf die tatsächliche Umsetzung von CSR-Maßnahmen haben, bleiben allerdings weitgehend im Dunkeln und verlangen daher nach einer tiefergehenden Untersuchung.

Analyse der CSR-Maßnahmen russischer landwirtschaftlicher Betriebe

Die nachfolgende Analyse stützt sich auf Umfragedaten, die 2019 bei 800 Agrarproduzenten erhoben wurden, 600 in Russland und 200 in Kasachstan. In Russland wurden die Fragebögen von zufällig ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben in fünf Regionen (den Gebieten Belgorod, Rjasan und Nowosibirsk sowie den Regionen Stawropol und Altai) ausgewertet. In Kasachstan wurden 200 zufällig ausgewählte Betriebe im Gebiet Aqmola befragt. Diese Regionen wurden mit Bedacht für die Datenerhebung ausgewählt, um die Vielfalt in der wichtigsten Agrarregion Kasachstans sowie in den wichtigsten Agrarregionen in Russland abzudecken, und zwar innerhalb wie außerhalb der Schwarzerdegebiete sowie im europäischen wie auch im sibirischen Teil Russlands.

Wir haben versucht festzustellen, ob ein Betrieb CSR-Maßnahmen unternimmt, und haben den Respondenten hierzu vier Fragen gestellt, ob die CSR-Maßnahmen auf eine Entwicklung 1) der lokalen Gemeinschaft, 2) der ländlichen Bevölkerung, 3) der physischen Infrastruktur oder 4) der sozialen Infrastruktur abzielen. Bei jeder Frage konnte mit "Ja", "Nein" oder "Weiß nicht" geantwortet werden. Auf Grundlage der vier Fragen konstruierten wir eine abhängige Variable "unternimmt irgendeine CSR-Aktivität", die den Wert "Ja" annimmt, wenn eine der vier CSR-Variablen "Ja" lautete. Sie ergibt "Nein", wenn alle vier CSR-Fragen mit "Nein" beantwortet wurden. Die Variable "Weiß nicht" ergibt sich, wenn bei allen CSR-Fragen keine klare Antwort erfolgte.

Der übrige Fragebogen umfasste Fragen, mit denen die institutionellen, organisatorischen und die individuellen (persönlichen) Determinanten des CSR-Engagements von landwirtschaftlichen Betrieben ermittelt werden soll. Die Fragen zum institutionellen Bereich betrafen die konkreten Zahlen der Betriebe und die Wahrnehmung der Landwirte hinsichtlich des Zugangs zu Boden, Arbeitskräften und Kapital. Auch wurden die Einschätzungen der Landwirte zur Stärke der bestehenden Institutionen erfragt. Auf der organisatorischen Ebene ermittelte die Umfrage die Betriebsgröße, die Besitzverhältnisse (die Rechtsform) sowie die Spezialisierung (pflanzliche versus tierische Produkte). Schließlich wurden auf persönlicher Ebene Daten zu den sozialen und demographischen Merkmalen der Unternehmer und Manager gesammelt, also Alter, Geschlecht und Bildungsstand. Zur Prüfung der Auswirkungen all dieser Indikatoren auf die Wahrscheinlichkeit eines CSR-Engagements bewerteten wir die Umfragedaten unter Einsatz eines Logit-Modells.

Determinanten des CSR-Engagements landwirtschaftlicher Betriebe

Die Analyse des institutionellen Bereichs ergibt, dass das Risiko eines Verlustes von Agrarflächen, die Abhängigkeit bei der Akquirierung lokaler Arbeitskräfte und in geringerem Maße die Beschränkungen bei Agrarkrediten landwirtschaftliche Betriebe dazu bringen, sich für CSR-Aktivitäten zu entscheiden. Diese Ergebnisse verweisen auf Turbulenzen innerhalb des lokalen institutionellen Umfelds im ländlichen Raum, in dem die Betriebe operieren. Die Wahrnehmung hinsichtlich der Stärke des allgemeinen institutionellen Umfelds des Landes hingegen stellt keine wichtige Triebkraft für CSR dar. So hatte beispielsweise das Vertrauen in die Kapazitäten der Gerichte zur Konfliktlösung keine statistisch signifikanten Auswirkungen auf das CSR-Engagement der Betriebe.

Unsere Ergebnisse auf der organisatorischen Ebene zeigen, dass die Neigung zu einem CSR-Engagement mit zunehmender Betriebsgröße wächst. Betriebe, die größere Flächen pachten oder besitzen, unternehmen eher CSR-Maßnahmen. Auch frühere Untersuchungen hatten unterstrichen, dass die Pacht von Agrarflächen einen Faktor für CSR darstellt, damit die unsicheren Beziehungen zwischen Pächtern und Verpächtern in Transformationsstaaten bewältigt werden können. Das Neue unserer Erkenntnisse besteht darin, dass Bodenbesitz durch den Betrieb die Wahrscheinlichkeit von CSR erhöht. Einerseits verweist dieses Ergebnis auf einen potenziell positiven Effekt dieses Bodenbesitzes darauf, wie sehr der Betrieb in die lokale Gemeinschaft eingebettet ist. Andererseits muss diesem Effekt von Bodenbesitz ein starker Effekt der Unsicherheit bei der Bodennutzung auf institutioneller Ebene gegenübergestellt werden, dass also Bodenbesitzer – ganz wie Bodenpächter – befürchten, ihre Flächen zu verlieren.

Ein möglicher Grund hierfür könnte darin liegen, dass unter den befragten Betrieben auch Einzelunternehmer waren. Im Unterschied zu den als Firmen verfassten Betrieben, bewirtschaften Einzelunternehmer meist Boden, der ihr Eigentum ist. Diese Betriebe sind erheblich kleiner und haben weniger Macht auf dem Bodenmarkt als landwirtschaftliche Großbetriebe. Daher könnten sie sich um die Widerstandsfähigkeit der eigenen Tätigkeit Sorgen machen. Unsere Ergebnisse zeigen in dieser Hinsicht, dass einzelunternehmerischer Bodenbesitz – verglichen mit Firmenbesitz – ein CSR-Engagement wahrscheinlicher macht. Unsere Analyse hat aber auch bei Betrieben mit wertvolleren Anlagevermögen eine geringere Wahrscheinlichkeit für ein CSR-Engagement aufgezeigt. Dieses Ergebnis führen wir darauf zurück, dass Betriebe mit großen Anlagebeständen erhebliche Ressourcen aufwenden müssen, um diese Anlagen zu unterhalten und zu betreiben, was die Möglichkeiten reduziert, die Ressourcen für andere Zwecke zu nutzen, etwa für CSR. Darüber hinaus werden Investitionen in diese Anlagenbestände meist über Kredite finanziert, weswegen die Betriebe zusätzliche Ressourcen zur Bedienung dieser Kredite aufwenden müssen.

Es gibt ein weiteres Unternehmensmerkmal, das positiv mit einem CSR-Engagement korreliert; nämlich der Anteil der Viehwirtschaft im Betrieb. Dass Betriebe mit Viehwirtschaft ein höheres Niveau von CSR aufweisen, kann auf deren Rolle als "Infrastrukturverbesserer" in der Region zurückgeführt werden. Viehwirtschaften, die sehr kapitalintensiv arbeiten, ziehen in großem Umfang staatlich subventionierte Investitionen zum Bau neuer Produktionsanlagen an. Diese Bauarbeiten umfassen nicht nur Wirtschaftsgebäude, sondern auch Zugangsstraßen, Stromleitungen, Abwasserentsorgung und sanitäre Einrichtungen. Ein weiterer Grund, warum Viehwirtschaften sich in Form von CSR engagieren, ist darin zu sehen, dass sie den Verbrauchern näher sind als beispielsweise reine Getreidewirtschaften. Viehwirtschaften sind insbesondere in Russland oft vertikal mit Verarbeitungsunternehmen integriert, wobei Lebensmittel wie verarbeitete Milch- oder Fleischprodukte unter eigenen Marken verkauft werden. Diese Unternehmen könnten neben infrastrukturellen Verbesserungen CSR-Maßnahmen durchführen, um explizit das Image ihrer Marken zu verbessern.

Überraschenderweise hat die Studie keine signifikanten Auswirkungen von persönlichen soziodemografischen Charakteristika der Betriebsmanager auf das CSR-Engagement von Betrieben feststellen können. Dieser Aspekt bedeutet, dass sich Betriebe unabhängig vom Alter, Geschlecht und Bildungsstand der Manager für CSR engagieren. Der Einsatz einer unterschiedlichen Reihe von Indikatoren auf persönlicher Ebene zur Untersuchung des CSR-Engagements von landwirtschaftlichen Betrieben könnte in der Zukunft weitere erhellende Erkenntnisse liefern.

Anmerkung
Dieser Beitrag wurde auf Grundlage des folgenden Artikels verfasst:

Hajdu, A.; T. Gagalyuk, E. Bukin, M. Petrick: Determinants of corporate social responsibility among farms in Russia and Kazakhstan: A multilevel approach using survey data, in: International Food and Agribusiness Management Review 24.2021, Nr. 4; S. 697–716. Wir möchten unseren Kollegen M. Petrick und E. Bukin unseren Dank für ihren Beitrag zur Sammlung, Interpretation und Analyse der Daten zum Ausdruck bringen.

Übersetzung aus dem Englischen: Hartmut Schröder

Lesetipps

  • Balmann, A.; L. Chatalova, V. Valentinov, T. Gagalyuk: When growth obliges: social responsibility of farms in light of the technological treadmill. Paper presented at: 149th EAAE Seminar ‘Structural change in agri-food chains: new relations between farm sector, food industry and retail sector’, 27. – 28. Oktober 2016 in Rennes, Frankreich; Externer Link: https://ageconsearch.umn.edu/record/245072/

  • Bavorová, M.; Z. Bednarikova, E.V. Ponkina, O. Visser: Agribusiness social responsibility in emerging economies: effects of legal structure, economic performance and managers’ motivations, in: Journal of Cleaner Production, 2021, 289, S. 125–157. Externer Link: https://doi.org/10.1016/j.jclepro.2020.125157

  • Hajdu, A.; M.F. Daziano, O. Visser: Institutions and individual values motivating corporate social responsibility activities in large farms and agroholdings. International Food and Agribusiness Management Review 24.2021, Nr. 4, S. 669–696. Externer Link: https://doi.org/10.22434/IFAMR2020.0103

  • Visser, O.; A. Kurakin, A. Nikulin: Corporate social responsibility, coexistence and contestation: large farms’ changing responsibilities vis-à-vis rural households in Russia. Canadian Journal of Development Studies/Revue canadienne d’études du développement 40.2019, Nr. 4, S. 580–599.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Dr. Taras Gagalyuk ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Strukturwandel am IAMO und leitet das von der Leibniz-Gemeinschaft geförderte LaScalA-Projekt. Seine Forschungen beschäftigen sich mit den unternehmerischen Strategien und der Organisation von Agroholdings mit regionalem Fokus auf Osteuropa, Zentralasien und Lateinamerika. Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten wurden u. a. in "European Review of Agricultural Economics", "Agribusiness: An International Journal" und "International Food and Agribusiness Management Review" publiziert.

Anna Hajdu ist Doktorandin in der Abteilung Strukturwandel am IAMO und hat einen Masterabschluss in Umwelt- und Ressourcenmanagement an der Vrije Universiteit Amsterdam (VU Amsterdam). Sie forscht im Rahmen des LaScalA-Projektes zur sozialen Verantwortung von großflächigen Agrarbetrieben und Agroholdings in Osteuropa, Zentralasien und Lateinamerika, zu Diskursen von sozialen Bewegungen sowie deren ethischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Ihre Forschungsergebnisse wurden u. a. in "International Food and Agribusiness Management Review" und in "Sociologia Ruralis" publiziert.