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Dokumentation: Biografien der Hauptakteure

Russland-Analysen Emigration, Exil, Flucht (16.05.2022) Analyse: "Emigration mit Verantwortung": Die Aktivitäten russischer demokratisch orientierter Migrant:innen und ihre Reaktionen in der EU auf Russlands Krieg gegen die Ukraine Dokumentation: Evakuierung 2022: Wer ist wegen des Krieges in der Ukraine aus Russland emigriert, und warum? Erste Forschungsergebnisse von OK Russians Kommentar: Emigration im Jahr 2022: Schule der Demokratie für russische Geflüchtete Analyse: Brücke zum "anderen Russland" Russische Exilgruppen brauchen neue staatliche und private Förderprogramme Kommentar: Die Schrecken des Krieges und deren demografische Folgen für Russland Notizen aus Moskau: Ausgeschlossen Chronik: 17. – 24. April 2022 Steuerung der öffentlichen Meinung / Sanktionen (21.04.2022) Analyse: Narrative russischer staatlicher Medien über Corona-Impfstoffe im Westen Analyse: Was denken gewöhnliche Russ:innen wirklich über den Krieg in der Ukraine? Analyse: Festung Russland: Völlig verloren im wirtschaftlichen Sanktionskrieg, tiefe Wirtschaftskrise unausweichlich Analyse: Zwischen Katastrophe und harter Bruchlandung Kommentar: Wirtschaftliche Aufarbeitung der Ukraine-Invasion und Reparationen Chronik: 14. – 18. März 2022 Sicherheitspolitik (21.03.2022) Analyse: Sichtbare Entfremdung. Der Blick auf Russland im Sicherheitsradar 2022 Analyse: Die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit in der russischen Außen- und Sicherheitspolitik Analyse: Militärmanöver: Scheinschlachten oder Vorboten des Krieges? Kommentar: Der geplante Krieg dekoder: Russisch-kasachisches Win-win dekoder: Krieg oder Frieden Chronik: 28. Februar – 06. März 2022 Politische Rhetorik des Präsidenten und der Staatsduma (15.02.2022) Editorial: Politische Rhetorik des Präsidenten und der Staatsduma Kommentar: Die sozialen Sorgen der Bevölkerung in der politischen Rhetorik Kommentar: Das Verhältnis zwischen dem Zentrum und den Regionen in der Rhetorik des russischen Präsidenten und der Staatsduma Kommentar: Nationalitätenpolitik: Russländische Nation versus russisches Volk? Kommentar: Russland entdeckt die Energiewende: Ein Sonderweg zur Dekarbonisierung? Kommentar: Die Ukraine in der Rhetorik russischer Präsidenten und der Staatsduma Chronik: 17. Januar 2022 – 29. Januar 2022 Aufmarsch an der Grenze der Ukraine (22.02.2022) Von der Redaktion: Aufmarsch an der Grenze der Ukraine Kommentar: Die Minsker Vereinbarungen als Chance? Kommentar: (Keine neuen) Erkenntnisse gewonnen Kommentar: Alles auf Status. Russlands riskantes Kriegsspiel mit (in) Europa Kommentar: Russlands Motive Kommentar: Die Gründe für Russlands Vorschläge Kommentar: Würde Putin vom eigenen Volk für eine Invasion in die Ukraine abgestraft werden? Kommentar: Kriegsoptimismus im Russland-Ukraine-Konflikt: Grund zum Pessimismus? Kommentar: Desinformation: ein hoch aktuelles Konzept aus dem letzten Jahrhundert Kommentar: Die Russland-Ukraine Krise: Wo steht Deutschland? Kommentar: Russlands Passportisierung des Donbas: Von einer eingeschränkten zu einer vollwertigen Staatsbürgerschaft? Kommentar: Die OSZE-Sonderbeobachtermission in der Ukraine: Wunsch und Wirklichkeit Umfragen: Meinungsumfragen zu den Spannungen zwischen Russland und der Ukraine Chronik: 01. – 20. Februar 2022 Wirtschaftsbeziehungen im Fernen Osten (24.01.2022) Analyse: Die Bedeutung des russischen Fernen Ostens für die Asien- und Pazifik-Politik Russlands Chronik: Covid-19-Chronik, 06. – 24. Dezember 2021 Chronik: 06. Dezember 2021 – 15. Januar 2022

Dokumentation: Biografien der Hauptakteure

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Verschiedene Akteure sind in den "Fall Uljukajew" rund um die Geschäftstätigkeiten des Energiekonzerns "Rosneft" verwickelt. An dieser Stelle werden die einzelnen Handlungsträger kurz vorgestellt.

Im Gespräch: Aleksej Uljukajew (r.), ehemaliger Minister für wirtschaftliche Entwicklung, und Igor Setschin (l.), Vorstandsvorsitzender des russischen Energieriesen "Rosneft", im Mai 2015 in Moskau. (© picture-alliance/dpa)

Aleksej Uljukajew: Ein Reformer im Staatsdienst

Der 1956 geborene Sohn eines Professors an der Moskauer Staatsuniversität für Raumplanung durchlief nach dem Wirtschaftsstudium die typische Laufbahn eines Reformökonomen der Perestrojka-Periode, der weder in die Parteipolitik ging, noch zum "Oligarchen" wurde. Er startete 1991 als Berater Jegor Gajdars, wurde im Jahr 2000 von seinem Förderer, dem damaligen Finanzminister Aleksej Kudrin, zu einem seiner Stellvertreter berufen und 1994 Erster Stellvertreter des Zentralbankchefs Sergej Ignatjew. Seine Bewerbung um dessen Nachfolge blieb 2013 erfolglos, als Putin Elwira Nabiullina den Vorzug gab, die von 2007 bis 2012 das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung geleitet hatte. Im Juni 2013 ernannte Präsident Wladimir Putin Aleksej Uljukajew zum Minister für wirtschaftliche Entwicklung. Im Juni 2015 wurde er Aufsichtsratsvorsitzender der staatlichen Außenhandelsbank VTB. Das Vermögen seiner Familie wurde im Laufe der Ermittlungen mit 500 Millionen Rubel (rund 8 Millionen US-Dollar) beziffert. Uljukajews Hobby ist das Verfassen von Gedichten.

(Quellen: Externer Link: https://lenta.ru/lib/14173566/ und weitere Meldungen).

Igor Setschin: Ein politischer Unternehmer

Geboren 1960 als Kind einer Arbeiterfamilie, studierte Igor Setschin an der philologischen Fakultät der Leningrader Staatsuniversität Französisch und Portugiesisch, absolvierte ab 1982 eine zweijährige Geheimdienstausbildung und war von 1984 bis 1986 Dolmetscher sowjetischer Militärberater in Mosambik und Angola. 1991 wurde er Putins Sekretär in der Leningrader Stadtverwaltung. 1996 wechselte er zusammen mit Putin nach Moskau zunächst in Boris Jelzins, dann von 2000 bis 2008 in Putins Präsidialverwaltung. Im Juli 2004 wurde Setschin Vorsitzender des Verwaltungsrats von "Rosneft". Von 2008 bis 2012 war er als Stellvertreter des Ministerpräsidenten Putin mit der Aufsicht über den Energiesektor beauftragt. Diese Funktion behielt er auch in der dritten Präsidentschaft Putins bei, in der er 2012 zum Präsidenten (Vorstandsvorsitzenden) von "Rosneft" gewählt wurde. Setschin verkörpert den Typ des Funktionärs mit Geheimdiensthintergrund, der für die Unterordnung der Wirtschaft unter die Interessen des Staats eintritt. Er unterhält freundschaftliche Beziehungen zu Rex Tillerson, der bis zu seiner Ernennung zum US-Außenminister "ExxonMobil" leitete. Setschins Rosneft-Aktien, seine Yacht und sein Villengrundstück sind jeweils rund 100 Millionen US-Dollar wert. Als sein Hobby gilt die Jagd.

(Quellen: Externer Link: https://lenta.ru/lib/14160890/full.htm und weitere Meldungen).

Wladimir Jewtuschenkow: Ein Geschäftsmann mit breiten Interessen

Der 1948 geborene Jewtuschenkow arbeitete nach Studienabschlüssen in Chemietechnik sowie Ökonomie zunächst als Chefingenieur in einem Kunststoffwerk bei Moskau, dann bis 1987 im Ministerium für chemische Industrie, wo er Jurij Luschkow (den späteren Bürgermeister Moskaus) kennenlernte. Dieser setzte ihn 2003 als Leiter des Moskauer Städtischen Komitees für Wissenschaft und Technik ein. Im selben Jahr gründete Jewtuschenkow zusammen mit Freunden die Aktionärs-Finanz-Korporation (AFK) "Sistema", deren Hauptaktionär er seither ist. "Sistema" ist Russlands größte Beteiligungsgesellschaft, die Anteile an Unternehmen der Telekommunikation (MTS, "Comstar UTS", "Svyazinvest"), Hochtechnologie ("Sitronics"), Immobilien, Banken, Einzelhandel ("Detsky Mir"), Medien (Pay TV), Tourismus ("Intourist"), Pharmazie und anderen besitzt. Jewtuschenkow engagierte sich Ende der 1990er Jahre für den von Luschkow und Vertretern der Regionen gegründeten Wahlblock "Vaterland – Ganz Russland". Er fördert soziale Projekte und ist Mitglied von Regierungskommissionen für Unternehmertum, Innovationspolitik und Hochtechnologie. Jewtuschenkow ist mehrfacher Dollarmilliardär. Er ist mit der Schwester der Ehefrau Luschkows, Jelena Baturina, verheiratet. Sein Hobby ist Tennisspielen.

(Quellen: Externer Link: https://lenta.ru/lib/14181098/ und weitere Meldungen).

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