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Dokumentation: Reporters Without Borders: Ten years of Russian occupation in Crimea: a decade of repression of local independent journalism | Ukraine-Analysen | bpb.de

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(20.05.2025) Analyse: Hürden und Herausforderungen für Wahlen in der Ukraine Analyse: Warum Wahlen in der Ukraine den Russisch-Ukrainischen Krieg nicht beenden können Dokumentation: Statement of Ukrainian Non-Governmental Organizations on the Impossibility of Holding Democratic Elections without the Sustainable Peace Umfragen: Einstellung der ukrainischen Bevölkerung zu Wahlen im Krieg Chronik: Hinweis auf das Online-Angebot Arbeitsmarkt / Wirtschaftsentwicklung (11.04.2025) Analyse: Der ukrainische Arbeitsmarkt in Kriegszeiten Statistik: Kennzahlen für den Arbeitsmarkt Umfragen: Selbsteinschätzung der materiellen Lage Analyse: Wirtschaftsentwicklung weiterhin durch Krieg gebremst Statistik: Wirtschaftskennziffern Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Rüstungsindustrie (25.03.2025) Analyse: Wovon die ukrainische Rüstungsindustrie lebt und was ihr Wachstum behindert Interview: Die europäischen Staaten müssen die Ärmel hochkrempeln, mit dem Jammern aufhören und ihre Forderungen stellen Dokumentation: US-amerikanische Unterstützung der Ukraine mit Schwerpunkt auf Militärhilfe Kommentar: Europas Rüstungsindustrie im Stresstest: Warum die Unterstützung der Ukraine stockt Dokumentation: Rüstungsindustrie in Europa Dokumentation: Konflikt zwischen Verteidigungsministerium und Rüstungsbeschaffungsbehörde / Korruption in der Rüstungsbeschaffung Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Kriegsgeschehen / Friedensverhandlungen (24.02.2025) Analyse: Das Jahr 2024 aus militärischer Sicht: Von Awdijiwka über Pokrowsk bis Kursk Statistik: Militärische Entwicklung in Grafiken und Zahlen Analyse: Welche Strategie verfolgt der russische Luftkrieg gegen die Ukraine und wie kann man Städte und zivile Infrastruktur besser schützen? 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Dokumentation: Reporters Without Borders: Ten years of Russian occupation in Crimea: a decade of repression of local independent journalism Ukraine-Analysen Nr. 297

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Anlässlich des 10. Jahrestags der Krim-Annexion kritisiert Reporter ohne Grenzen Russland für die Unterdrückung lokaler Medien auf der Krim.

Ein Mann protestiert vor der russischen Botschaft in Kyjiw für die Freilassung von Krimtataren, die von Russland gefangengehaltenen werden. (© picture-alliance, AA | Vladimir Shtanko)

Zusammenfassung

Searches and closures of media outlets, arrests of journalists… The tenth anniversary of the illegal referendum to annex Crimea, organised by Russia on 16 March 2014, marks a dark decade for the local independent media, which have been silenced. Reporters Without Borders (RSF) deplores the methodical padlocking of information in the peninsula and calls for the release of all journalists arbitrarily detained by Russia.

Herausgeber der Länderanalysen

Die Ukraine-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH gemeinsam herausgegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht die Analysen als Lizenzausgabe.

The arrival of cars without licence plates at dawn is a bad sign in Ukraine’s occupied regions. So, when the occupation forces arrived on 22 February 2024 at the home of Lutfiye Zudiyeva, a freelance reporter for Crimean Solidarity, a local media outlet, and for Graty, a Ukrainian media specialising in court cases, her relatives immediately sounded the alarm. Zudiyeva’s equipment was seized during a search of her home and she was taken away for questioning at the "Centre for Combatting Extremism” in the nearby city of Dzhankoy, in north of Crimea, before being released a few hours later. Her arrest came just two days after the US magazine Newsweek published her article on life under Russian occupation in Crimea. It was not her first arrest.

What happened to Zudiyeva is typical of the climate of intimidation that the Russian authorities have imposed on independent journalists in Crimea. The crackdown on Crimea’s independent media began with the Russian invasion that the illegal referendum of 16 March 2014 endorsed and it intensified after Russia’s large-scale invasion of Ukraine on 24 February 2022, which prompted new arrests and more judicial harassment of media personnel in Crimea.

The Ukrainian human rights NGO ZMINA registered no fewer than 162 cases of media professionals being persecuted by the Russian authorities in Crimea in 2022 and 2023. According to RSF’s tally, Russia is currently holding 12 journalists from Crimea, most of whom were arrested before the full-scale Russian invasion in 2022. The peninsula has become a media desert for the past ten years, making access to news and information almost impossible. According to ZMINA, 88% of media outlets active before 2014 had ceased operating by 2015.

"Arrests, intimidation, media closures… For ten years, independent media in Crimea have been living through a real nightmare. Journalists have become prime targets for the Russian occupying forces, who silence all alternative voices. In 2014, the Kremlin began using Crimea as a laboratory for its methods of persecuting independent media in Ukraine, which it then extended to all occupied territories. We condemn what has been a dark decade for independent journalists in Crimea and we call on the international community to take action to obtain the release of all those who are unjustly detained.” (Jeanne Cavelier, Head of RSF’s Eastern Europe and Central Asia desk)

Russian judicial machine goes all out

On 10 March 2022, just two weeks after the full-scale Russian invasion, Remzi Bekirov, a local independent journalist working for the website Grani.ru who had been held since March 2019, was sentenced to 19 years in prison on a charge of "terrorism.” Less than two months later, in April 2022, Russian security agents covertly arrested Iryna Danilovych, a freelance reporter for InZhir-media, a local news site, for Crimean Process, which specialises in judicial cases, and for Krym.Realii, the local branch of the US broadcaster Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL). Convicted later in 2022 of "illegally manufacturing, transporting or possessing explosives,” she is now serving a seven-year sentence in a prison inside Russia where she is being denied access to medical care although in very poor health. Crimean Solidarity reporter Osman Arifmemetov was sentenced to 14 years in prison on a terrorism charge in Autumn 2022 after spending a long period in pre-trial detention.

Arbitrary arrests, mistreatment

Arrested on spurious "terrorism,” "espionage” or "sabotage” charges, local journalists have often been subjected to torture and mistreatment. This is the case with Vladislav Yesypenko, a Krym.Realii reporter who was arrested in 2021 for "espionage” and was given a six-year prison sentence the following year. It is also the case with Timur Ibragimov, a Crimean Solidarity journalist sentenced to 17 years in prison in 2020 for "terrorist activities” who has had health problems in prison that have received no medical attention.

In an attempt to speed the release of the 12 Crimean journalists and four media professionals from Ukraine currently held by Russia, several Ukrainian parliamentarians tabled a resolution last month calling on the international community to take up their cases.

12 Crimean journalists still detained, mostly outside their home region

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