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Editorial: Editorial: 20 Jahre Ukraine-Analysen | Ukraine-Analysen | bpb.de

Ukraine 20 Jahre Ukraine-Analysen / Aktuelle Lage in Gesellschaft und Politik (10.02.2026) Editorial: Editorial: 20 Jahre Ukraine-Analysen Analyse: Die gesellschaftliche Stimmung in der Ukraine nach vier Jahren Vollinvasion Kommentar: Von der Machtvertikale zur Troika? Die ukrainische Innenpolitik im Umbruch Kommentar. Beziehungsstatus: kompliziert. Wie sich Washingtons „strategische Unklarheit“ auf die Beziehungen zur Ukraine auswirkt Kommentar: EU-Beitritt im Eilverfahren – Sonderweg auf der Suche nach Frieden? Dokumentation: Rede von Präsident Wolodymyr Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Journalistische / soziale Medien und Krieg (21.01.2026) Analyse. Zwischen Krieg und Prekarität: Die Lage von Medien, Journalistinnen und Journalisten in der Ukraine Dokumentation. Truth Hounds, Reporters Without Borders: The Russian Strikes on Ukrainian Hotels Silencing the Press Analyse. Vertrauen, Popularität und die Rolle von Telegram in Kriegszeiten Umfragen. Nutzung journalistischer und sozialer Medien in der Ukraine (2024/25) Chronik. Hinweis auf die Online-Chronik Umweltfolgen des Krieges und nachhaltige Transformation im Agrarsektor (15.12.2025) Analyse: Satellitenbilder enthüllen große Kriegsschäden in den ukrainischen Wäldern Analyse: Empirische Einblicke in die Bereitschaft des ukrainischen Agrarsektors zur Umsetzung des Farm Sustainability Data Network Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Korruption: Skandale, Bekämpfung, Proteste (27.11.2025) Analyse: Angriff auf die ukrainische Korruptionsbekämpfungsinfrastruktur Analyse: Verfahren ohne Ende. Wie Tausende Korruptionsfälle in der Ukraine ergebnislos bleiben Kommentar: Am Scheideweg - Korruption und der Kampf um die Zukunft der Ukraine Kommentar: Der ukrainische Staat im Ausnahmezustand - Zentralisierung, Machtkampf und der Versuch institutioneller Selbstreinigung Kommentar: Die ukrainische Zivilgesellschaft hält stand Kommentar: Jung, weiblich, erfolgreich - Die Proteste im Sommer 2025 für die Unabhängigkeit der Antikorruptionsbehörden Dokumentation: Berichte der EU-Kommission, der OECD und der ukrainischen Zivilgesellschaft zum Stand der Korruptionsbekämpfung in der Ukraine Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Drohnenkrieg (17.11.2025) Analyse: Drohnenkrieg in der Ukraine: Das Zusammenspiel von High- und Low-Tech Dokumentation: Zeitleiste der Evolution ukrainischer FPV-Drohnen Statistik: Produktion und Einsatz von Drohnen Dokumentation: Angriffe russischer Drohnen auf die ukrainische Zivilbevölkerung entlang des Dnipro Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Russlands Krieg gegen die Ukraine und Kriegsverbrechen (03.11.2025) Editorial: Einleitung der Gastherausgeberin Analyse: Kriegsverbrechen vor Gericht: Braucht es ein Sondertribunal für das Verbrechen der Aggression? Analyse: Kriegsverbrechen im Visier der ukrainischen Strafjustiz Analyse: Modernisierung des ukrainischen Strafprozessrechts zum Umgang mit Kriegsverbrechen Kommentar: Hindert die mangelhafte rechtliche Bewältigung sowjetischen Staatsunrechts die Ukraine bei der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen? Kommentar: Folter als Methode in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Kommentar: Ökozid in der Ukraine: Verbrechen oder Kollateralschaden? Kommentar: Rettungskräfte im Fadenkreuz: Russlands gezielte „Double-Tap“-Angriffe auf Notfalleinsätze Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Persönliches Wohlbefinden und Glück (10.10.2025) Analyse: Das subjektive Wohlbefinden in der Ukraine im Wandel Analyse: Wie der Krieg sich auf Glück und Lebenszufriedenheit in der Ukraine auswirkt Umfragen: Das subjektive Wohlbefinden der ukrainischen Bevölkerung Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Hochschulbildung und Krieg (02.07.2025) Analyse: Von der Revolution zur Resilienz: Die Transformation des ukrainischen Hochschulsektors in Zeiten von Krise und Krieg Analyse: Wissenschaftsfreiheit und Herausforderungen ukrainischer Wissenschaftler:innen in Kriegszeiten Analyse: Von Burnout bis Breakdown: Zur psychischen Gesundheit ukrainischer Wissenschaftler:innen in Kriegszeiten Karte: Beschädigte und zerstörte Universitäten Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Widerstand und Besatzung (12.06.2025) Analyse: Ϊ – Ze Ukrajina! Zum Widerstand in den besetzten Gebieten Analyse: „Eine Schule der Korruption“: Illegale Finanzen in den von Russland besetzten Gebieten Dokumentation: Kurzzusammenfassungen ausgewählter Berichte zur aktuellen Lage in den von Russland besetzten Gebieten Karte: Das von der Russischen Föderation besetzte ukrainische Territorium (Stand: 12.06.2025) Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Lehren aus den Minsker Abkommen (05.06.2025) Analyse: Lehren aus den Minsk-Verhandlungen für die Beilegung des aktuellen Krieges Analyse: Das Minsk-Abkommen von 2015 – zehn Lehren für 2025 Umfragen: Einstellungen der ukrainischen Bevölkerung zu den Minsker Vereinbarungen sowie zu möglichen Friedensverhandlungen Dokumentation: Lesetipps: Lehren aus den Minsker Abkommen Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Wahlen im Krieg? (20.05.2025) Analyse: Hürden und Herausforderungen für Wahlen in der Ukraine Analyse: Warum Wahlen in der Ukraine den Russisch-Ukrainischen Krieg nicht beenden können Dokumentation: Statement of Ukrainian Non-Governmental Organizations on the Impossibility of Holding Democratic Elections without the Sustainable Peace Umfragen: Einstellung der ukrainischen Bevölkerung zu Wahlen im Krieg Chronik: Hinweis auf das Online-Angebot Arbeitsmarkt / Wirtschaftsentwicklung (11.04.2025) Analyse: Der ukrainische Arbeitsmarkt in Kriegszeiten Statistik: Kennzahlen für den Arbeitsmarkt Umfragen: Selbsteinschätzung der materiellen Lage Analyse: Wirtschaftsentwicklung weiterhin durch Krieg gebremst Statistik: Wirtschaftskennziffern Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Rüstungsindustrie (25.03.2025) Analyse: Wovon die ukrainische Rüstungsindustrie lebt und was ihr Wachstum behindert Interview: Die europäischen Staaten müssen die Ärmel hochkrempeln, mit dem Jammern aufhören und ihre Forderungen stellen Dokumentation: US-amerikanische Unterstützung der Ukraine mit Schwerpunkt auf Militärhilfe Kommentar: Europas Rüstungsindustrie im Stresstest: Warum die Unterstützung der Ukraine stockt Dokumentation: Rüstungsindustrie in Europa Dokumentation: Konflikt zwischen Verteidigungsministerium und Rüstungsbeschaffungsbehörde / Korruption in der Rüstungsbeschaffung Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Kriegsgeschehen / Friedensverhandlungen (24.02.2025) Analyse: Das Jahr 2024 aus militärischer Sicht: Von Awdijiwka über Pokrowsk bis Kursk Statistik: Militärische Entwicklung in Grafiken und Zahlen Analyse: Welche Strategie verfolgt der russische Luftkrieg gegen die Ukraine und wie kann man Städte und zivile Infrastruktur besser schützen? Analyse: Verringern die russischen Angriffe auf zivile Ziele die Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung für die Fortsetzung des Krieges? Kommentar: Frieden à la Trump? Drei Probleme und zwei Szenarien Kommentar: Ohne Sicherheitsgarantien bedeutet das "Einfrieren des Krieges" ein zweites "München 1938" Kommentar: Die Ukraine und Europa stehen mit dem Rücken zur Wand Kommentar: Stellen die USA und Russland die Ukraine und Europa beim Friedensprozess aufs Abstellgleis? Dokumentation: Rede von Wolodymyr Selenskyj auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2025 Dokumentation: Wirklich ein "Diktator ohne Wahlen"? Zur Legitimität und Popularität des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Lesehinweis: Friedensverhandlungen: Quellen, Stellungnahmen, Lesetipps Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Ende des Gastransits (11.02.2025) Analyse: Das Ende des Gastransits: Was sind die Implikationen? Analyse: Folgen der Beendigung des Gastransports durch die Ukraine für die EU-Länder und Moldau Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Weitere Angebote der bpb Redaktion

Editorial: Editorial: 20 Jahre Ukraine-Analysen

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Editorial der Redaktion der Ukraine-Analysen anlässlich des 20-jährigen Jubiläums.

(© picture-alliance, Photoshot)

Herausgeber der Länderanalysen

Die Ukraine-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH gemeinsam herausgegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht die Analysen als Lizenzausgabe.

Am 14. Februar 2006 erschien die erste Ausgabe der Ukraine-Analysen. Im einleitenden Externer Link: Vorwort schrieben die Gründungsredakteure Heiko Pleines und Matthias Neumann: „Die Ukraine steht derzeit politisch und wirtschaftlich an einem Wendepunkt.“ Damals, gut ein Jahr nach der Orangen Revolution, kriselte es im Land, viele Menschen waren enttäuscht.

Im Editorial der Ausgabe zum zehnjährigen Jubiläum am Externer Link: 10. Februar 2016 hielt die damalige Redakteurin Katerina Bosko – nach Maidan, Krym-Annexion und dem Krieg im Donbas – treffend fest: „Niemand konnte alle diese Ereignisse vorhersehen. So schnell und unerwartet sind sie passiert. Die Ukraine-Analysen haben aber diese und andere Ereignisse für Sie systematisch und regelmäßig dokumentiert und analysiert.“

Die vorliegende Ausgabe markiert das zwanzigjährige Bestehen der Ukraine-Analysen, und beide Einschätzungen haben weiterhin Gültigkeit – allerdings unter deutlich verschärften Vorzeichen. Die Herausforderungen für die Ukraine sind größer geworden, gar existenziell. Der alles überschattende russische vollumfängliche Angriffskrieg, der im Februar 2022 in diesem Ausmaß auch für uns überraschend kam, prägt seither das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in der Ukraine und in ganz Europa.

Der vollumfängliche Krieg geht nun ins fünfte Jahr und die Ukraine steht mehr denn je vor einer ungewissen Zukunft: Kann die ukrainische Armee die Front halten? Wie lange sind die Menschen noch in der Lage, die Härten des Kriegsalltags zu ertragen? Lässt sich mit Putins Russland ein Waffenstillstand, gar ein dauerhafter Frieden erreichen?

Die Ukraine-Analysen verfolgen weiterhin die zentralen Themen und ordnen sie verständlich ein. Wir verfügen über keine Kristallkugel, um die Zukunft vorherzusagen. Was wir jedoch haben, ist ein breites, über zwei Jahrzehnte gewachsenes Netzwerk renommierter Expert:innen, die für unsere Leser:innen die Entwicklungen in und um die Ukraine kompetent, sachlich und fundiert analysieren. Bis heute haben mehr als 500 Autor:innen aus Wissenschaft und Praxis fast 850 Analysen und Kommentare für die Ukraine-Analysen verfasst, um unserem Ziel gerecht zu werden: „Die Ukraine-Analysen sollen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und eine interessierte Öffentlichkeit verfügbar machen.“ Diesem Bestreben werden wir auch weiterhin nachkommen.

Dabei richten die Ukraine-Analysen den Blick nicht nur auf die „großen“, zentralen Entwicklungen der Innen-, Außen- und Sicherheitspolitik und Wirtschaft, sondern immer wieder auch auf medial weniger beachtete Aspekte, um das Wissen über die Ukraine zu vertiefen und die vielfältigen Facetten des Landes sichtbar zu machen.

Im Laufe der 20 Jahre hat sich bei den Ukraine-Analysen organisatorisch einiges verändert. Statt wechselnder und unsicherer Förderung werden wir heute von einer langfristigen institutionellen Kooperationspartnerschaft im Rahmen des Externer Link: Länder-Analysen-Konsortiums getragen und von einem Externer Link: wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Das erleichtert Planung und redaktionelle Arbeit erheblich. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) sorgt zudem dafür, dass die Inhalte einem breiten Publikum bis hinein in die Schulen zugänglich sind. Nicht zuletzt dadurch haben sich Reichweite und Zugriffszahlen der Ukraine-Analysen deutlich erhöht. Seit 2024 erscheint zudem mit dem Externer Link: Ukrainian Analytical Digest eine englischsprachige Schwesterpublikation, die viele Inhalte der Ukraine-Analysen auch einem internationalen Publikum zur Verfügung stellt.

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Mit zwanzig gilt man zwar als „erwachsen“, ist aber oft noch auf der Suche nach Orientierung, während die Zukunft ungewiss ist. In diesem Sinne nehmen wir unsere Leser:innen gerne mit auf diese offene Reise und werden weiterhin unser Bestes geben, die Entwicklungen rund um die Ukraine auch zukünftig sachlich, differenziert und verständlich für eine interessierte Öffentlichkeit einzuordnen und so Orientierung zu bieten.

Der Bedarf dafür ist größer denn je: Einerseits aufgrund der instabilen Weltlage und der oft schwer überschaubaren, rasanten Entwicklungen in der Ukraine. Andererseits wegen zunehmender Desinformation und russischer Propaganda, die insbesondere über soziale Medien schnell ein großes Publikum erreichen.

Deshalb werden wir die Ukraine-Analysen auch weiterhin kostenlos und in gewohnter Qualität anbieten – online auf den Seiten der Externer Link: Länder-Analysen, auf der Interner Link: Website der Bundeszentrale für politische Bildung sowie als PDF-Ausgabe.

Wir danken unseren Leser:innen für ihr anhaltendes Interesse und unseren Autor:innen für ihre Expertise, ihr Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Bleiben Sie uns treu und empfehlen Sie uns gerne weiter – auch unseren Externer Link: Newsletter, um keine Ausgabe zu verpassen.

Die Redaktion der Ukraine-Analysen

Dr. Fabian Burkhardt, Dr. Eduard Klein, Matthias Neumann 06.02.2026, Regensburg/Bremen

Da Russland die kritische Infrastruktur der Ukraine weiterhin unentwegt angreift, sind die Lebensbedingungen für Millionen Menschen in der Ukraine angesichts des bisher kältesten Kriegswinters mit hohen Minustemperaturen und ohne Strom, Heizung und fließendes Wasser außerordentlich hart.

Wenn Sie helfen möchten, empfehlen wir Ihnen direkt ukrainische Initiativen zu unterstützen, wie z. B. die Externer Link: Come Back Alive Stiftung oder die gemeinnützige ukrainisch-deutsche Initiative Externer Link: Ukraine2Power, die über WeAid aktuell für Überlebenskits sammelt – jeder Euro zählt. WeAid stellt bei Bedarf auch Spendenquittungen für das Finanzamt aus.

Wenn Sie für die Überlebenskits spenden wollen, geht das am besten per Überweisung an:

Kontoinhaber: We Aid gGmbH
IBAN: DE 5237 0205 0000 0183 8801
Kennwort: Ukraine2Power

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