Kinder der jüdischen Grundschule in Frankfurt am Main sitzen zusammen an einem Tisch

Religion

Das Judentum ist die älteste der Offenbarungsreligionen und besteht heute – wie nahezu alle anderen Religionen – aus diversen Strömungen. Die zwei Hauptströmungen in den deutsch-jüdischen Gemeinden sind das liberale und das orthodoxe Judentum. Aber auch innerhalb der Strömungen wird unterschiedlich geglaubt und gelebt. Beispielsweise ist die Rolle der Frau ein zentrales Thema. Weitere kleinere Strömungen im Judentum sind eher unbekannt, repräsentieren allerdings auch die innerjüdische Vielfalt in Deutschland.

Yael Kupferberg

Video: Was ist Judentum?

Weltweit gehen knapp 15 Millionen Menschen dem jüdischen Glauben nach. Doch was ist eigentlich das Judentum? Woran glauben jüdische Menschen? In diesem Film werden die wichtigsten Begriffe erklärt.

Mehr lesen

Adina Stern

Video: Jüdische Gemeinden in Speyer, Worms, Mainz und Frankfurt a.M.

Jüdische Geschichte in Deutschland hat eine lange Tradition. Erstmals erwähnt im Jahre 321, entstanden spätestens im Mittelalter jüdische Gemeinden, vornehmlich in Städten entlang des Rheins.

Mehr lesen

Marc Grellert

Virtuelle Synagogen

Seit über 25 Jahren werden an der TU Darmstadt in der NS-Zeit zerstörte Synagogen virtuell rekonstruiert. Zentrale Fragestellung ist, wie die Potentiale von digitalen Technologien für die Erinnerungs- und Bildungsarbeit gewinnbringend zur Geltung kommen können.

Mehr lesen

Farbfoto: Blick in nördlicher Richtung vom Dach des Berliner Doms über den James-Simon-Park in Berlin-Mitte hinweg auf die Kuppel der Synagoge in der Oranienburger Straße.

Nathalie Friedlender

Strömungen des Judentums in Deutschland

Gemeinhin wird im Judentum zwischen orthodox und liberal unterschieden. Bei näherem Hinsehen aber zeigt sich, dass es innerhalb dieser Hauptströmungen weitere Gruppierungen gibt und diese wiederum von einzelnen unterschiedlich praktiziert werden.

Mehr lesen

2011 wurde Alina Treiger, die erste nach der Schoa in Deutschland ordinierte Rabbinerin, Gemeinderabbinerin in Oldenburg.

Walter Homolka

"Der gemeinschaftliche Fortschritt zum Besseren"

Anfang des 20. Jahrhunderts war das liberale Judentum hierzulande die vorherrschende religiöse Richtung. Die Ursprünge der jüdischen Reformbewegung, für die sich um 1870 herum der Begriff "liberal" herausbildete, reichen dabei bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts zurück.

Mehr lesen

Orthodoxes Judentum in Deutschland

Jehoschua Ahrens

Orthodoxes Judentum in Deutschland

Das orthodoxe Judentum hat in Deutschland eine lange und reiche Tradition. Nach der fast vollständigen Vernichtung des Judentums während der Schoah, weist die Orthodoxie heute eine große Vielfalt und Heterogenität auf: von modern-orthodox bis ultraorthodox, von zionistisch bis mystisch.

Mehr lesen

Schon im Talmud wird gesagt, dass Michal, die Tochter von König Saul (in der Hebräischen Bibel der erste König Israels), Tefillin, das heißt Gebetsriemen, legte und damit verbunden wahrscheinlich auch einen Tallit trug.

Elisa Klapheck

Eine optische Provokation

Wird mit Rabbinerinnen mit Kippa und Tallit in der allgemeinen Selbstdarstellung des jüdischen Lebens in Deutschland immer noch zurückhaltend umgegangen? Das ist sicherlich nicht ganz falsch – und dennoch hat es in den vergangenen Jahren beträchtliche Veränderungen gegeben.

Mehr lesen

Die erste christlich-jüdische Gemeinschaftsfeier fand 1967 in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche bei Ausbruch des Sechs-Tage-Krieges statt. (v.l.n.r.: Prof. Dr. Martin Stöhr, unbekannt, Pater Dr. Willehad P. Eckert, Monsignore Dr. Klausner, Rabbiner Dr. Nathan Peter Levinson, Estrongo Nachama und Bischof Kurt Scharf)

Ilona Klemens, Torsten Lattki

Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Zentrales Anliegen ist der lebendige, respektvolle und gleichberechtigte Austausch zwischen Jüdinnen:Juden und Christ:innen als ein Prozess des Begegnens, (Kennen)Lernens und Verstehens. Für das 21. Jahrhundert steht eine Phase der Erneuerung bevor.

Mehr lesen

Religiöse Symbole

Saba-Nur Cheema

Jüdisch-Muslimischer Dialog

Was braucht es für einen erfolgreichen jüdisch-muslimischen Dialog? Wie sehen die Rahmenbedingungen aus und welche gelungenen Dialog- und Kooperationsformate hat es in den letzten Jahren bereits gegeben?

Mehr lesen

Weitere Inhalte

Kantor Jakow Zelewitsch entzündet die Kerzen auf dem Channuka-Fest der jüdischen Gemeinde in Herford 2019. Das Lichterfest erinnert an die Wiedereinweihung
des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahre 164 v. u. Z.

Informationen zur politischen Bildung Nr. 348/2021

Religiöse Strömungen und jüdische Feiertage

Wie unterscheiden sich die unterschiedlichen Strömungen des Judentums? Wie und wo wird der Schabbat gefeiert? Welche weiteren hohen und kleinen Feiertage gibt es im Judentum? Und welche israelischen Feier- und Gedenktage sind in den jüdischen Gemeinden Deutschlands etabliert?

Mehr lesen

Standardbild Links

Informationen zur politischen Bildung Nr. 307/2010: Jüdisches Leben in Deutschland

Jüdische Fest- und Feiertage

Die wichtigsten Jüdischen Fest- und Feiertage im Überblick.

Mehr lesen

Standardbild Links

Informationen zur politischen Bildung Nr. 307/2010: Jüdisches Leben in Deutschland

Glossar

Wichtige spezifisch jüdische Begriffe im Überblick.

Mehr lesen

Tora-Schriftrolle in Paris.

Bioethik und Judentum

Wegen der sozialen und religiösen Vielfalt des Judentums gibt es nicht "die jüdische Antwort" auf nbestimmte ethische Frage. Die einzelnen Gruppen (orthodox, konservativ, liberal) betreiben Bioethik, indem sie traditionelle Texte interpretieren und auf moderne medizinische und ethische Situationen anwenden.

Mehr lesen

Basiswissen Judentum

Schriftenreihe (Bd. 10307)

Basiswissen Judentum

Das Interesse am jüdischen Leben in Deutschland wächst. Zugleich aber halten sich Unwissen und Vorurteile. Dieses allgemein verständliche Handbuch bietet profundes und breites Wissen zu Juden und Judentum.

Mehr lesen

4,50

Jüdisch in Europa, Teil 1

Der Arte-Zweiteiler thematisiert die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen.

Jetzt ansehen

Jüdisch in Europa, Teil 2

Der Arte-Zweiteiler thematisiert die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen.

Jetzt ansehen

Dossier

Geteilte Geschichte

Deutsche Geschichte ist auch jüdische Geschichte, und jüdische Geschichte ist auch deutsche Geschichte. Eine geteilte Geschichte - eine "Shared History". Um die wechselvolle jüdische Geschichte im deutschen Sprachraum zu schildern, zeigt die bpb in diesem Dossier viele verschiedene Objekte. Sie erzählen von einer jüdischen Identität, die seit Jahrhunderten tief verwoben ist mit der Geschichte der Mehrheitsbevölkerung.

Mehr lesen

Jerusalem mit Klagemauer und Tempelberg, vom dem aus die goldene Kuppel der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel ragt.
Israel

Israel

Die Entwicklung Israels ist eine Erfolgsgeschichte: Seit seiner Gründung hat es Menschen aus über 120 Ländern in einen jüdisch-demokratischen Staat integriert. Aus einem landwirtschaftlich geprägten Land ist eine Hightech-Nation geworden.

Mehr lesen

Dossier

Antisemitismus

Antisemitismus ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme der heutigen Welt sieht. Das Dossier beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Judenfeindschaft und hilft, sie zu entlarven.

Mehr lesen

Elf Familiengeschichten zeigen, was Verfolgung, Kriege und Ost-West-Konflikt für Juden in Europa konkret bedeuten konnten. Jede der elf Biographien wird in einem Film erzählt. Interaktive Karten lassen die Größenordnung des Völkermordes und die Flucht- und Auswanderungsbewegungen vor und nach 1945 nachvollziehen. Texte beleuchten u.a. die Situation im Nachkriegseuropa sowie nach 1990.

Mehr lesen

Auschwitz – Ort und Symbol der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie. Der Name der südpolnischen Stadt steht für den millionenfachen Mord an Juden, Sinti und Roma und Menschen, die nach der NS-Rassenideologie nicht zur "Volksgemeinschaft" gehörten. Der Bombay Flying Club hat dazu eine Webdocumentary für die bpb umgesetzt - in deutscher, englischer und polnischer Sprache.

Mehr lesen

Dossier

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 60 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte?

Mehr lesen