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Förderung

4.8.2020

Modellförderung

Die bpb fördert Projekte der politischen Bildung auf unterschiedliche Art und Weise. Eine der Möglichkeiten ist Modellprojektförderung. Wie kann ich mir als Bildungsanbieter Fördergelder für mein Projekt sichern? Das Stichwort lautet Innovation.

Für Modellprojekte und Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Erprobung neuer Wege in der politischen Bildung können Zuwendungen außerhalb der Richtlinienförderung gemäß §§ 23,44 der Bundeshaushaltsordnung gewährt werden. Modellprojekte sind zeitlich begrenzte Projekte, deren Ergebnisse auf andere Bildungsträger oder Förderbereiche übertragen werden und Erkenntnisse bringen sollen im Hinblick auf Entwicklung, Erprobung, Überprüfung, Weiterentwicklung und Transfer von Methoden und Konzeptionen. Die Anforderungen an die Modellförderung sind im §§ 23,44 BHO und in den Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) zusammengefasst.

Schritte zur Modellförderung bei der Bundeszentrale für politische BildungSchritte zur Modellförderung Lizenz: cc by-nc-nd/2.0/de (bpb)

Schritte zur Modellförderung

  1. Projektidee entwickeln
    (besonderes Format, weitere innovative Elemente der politischen Bildung)
  2. Der Förderantrag ist mit dem Formular PDF-Icon Antragsformular zu stellen. Das PDF-Dokument muss ausgedruckt und von den vertretungsberechtigten Personen unterschrieben mit allen erforderlichen Anlagen auf dem Postweg an die bpb gesendet werden.
  3. Rückmeldung:
  4. Wird das Projekt befürwortet, wird der Zuwendungsbescheid erstellt.
  5. Nach Projektabschluss muss der Verwendungsnachweis, bestehend aus dem zahlenmäßigen Nachweis, der Belegliste und dem Sachbericht (inkl. Fotos und Erkenntnisse aus dem Projekt) an die bpb geschickt werden.

Unterlagen für Modellförderungen

Unterlagen für Zuwendungsempfänger, die bereits
einen bpb-Zuwendungsbescheid erhalten haben:
PDF-Icon ANBest-GK_13.06.2019.pdf
PDF-Icon ANBest-P_13.06.2019.pdf
PDF-Icon Anlage Korruptionsprävention.pdf
PDF-Icon Unterschwellenvergabeordnung – UVgO
PDF-Icon Vordruck zur Auszahlung von Zuwendungsmitteln.pdf
Formular Verwendungsnachweis.xls

Zum Formular ANBest-GK:
Für Zuwendungsempfänger, bei denen es sich um Gebietskörperschaften wie z.B. Gemeinden und Kommunen handelt.

Zur Unterschwellenvergabeordnung – UVgO:
Nach Ziffer 3.1, 2. Spiegelstrich ANBest-P ist bei der Vergabe von Aufträgen die Unterschwellenvergabeordnung – UVgO (Verdingungsordnung für Leistungen (VOL)) anzuwenden, wenn die Zuwendung oder bei Finanzierung durch mehrere Stellen der Gesamtbetrag der Zuwendung mehr als 100.000,00 € beträgt.

Bitte beachten Sie die vergaberechtliche Erleichterungen für den Zeitraum vom 14.07.2020 bis zum 31.12.2021 für Zuwendungen der BpB!

Das Bundeskabinett hat am 08.07.2020 verbindliche Handlungsleitlinien für die Vergabe öffentlicher Aufträge zur Beschleunigung investiver Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie beschlossen. Die verbindlichen Handlungsleitlinien sind im Bundesanzeiger (BAnz AT 13.07.2020 B2) veröffentlicht und von der Bundesverwaltung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen zu beachten. Die Regelungen gelten für den Zeitraum vom 14.07.2020 bis zum 31.12.2021 und gelten gleichermaßen für die Zuwendungsempfänger.

Für Zuwendungen der BpB sind nur die Angaben zur Vergabe von Liefer- und Dienstleistungsaufträgen relevant.

Die Änderungen zusammengefasst:
  • Abweichend von § 14 UVgO können Aufträge bis zu einem voraussichtlichen Auftragswert von 3.000,00 € (ohne Umsatzsteuer) statt der üblichen 1.000,00 € (ohne Umsatzsteuer) ohne die Durchführung eines Vergabeverfahrens vergeben werden.
  • Wenn Sie einen Auftrag mit einem Schätzwert von über 3.000,00 € bis 100.000,00 € (ohne Umsatzsteuer) vergeben, haben Sie durch die erleichterte Handhabung die Möglichkeit zwischen der Beschränkten Ausschreibungen ohne Teilnahmewettbewerb (§ 11 UVgO) und der Verhandlungsvergabe (§ 12 UVgO) zu wählen.
  • Wenn Sie sich für die Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb entscheiden, fordern Sie ohne vorherige Durchführung eines Teilnahmewettbewerbs mehrere, mindestens aber drei Unternehmen zur Abgabe eines Angebots auf.
  • Bei der Verhandlungsvergabe mit oder ohne Teilnahmewettbewerb müssen Sie mindestens drei schriftliche Angebote einholen. Sie können den Zuschlag hierbei auch ohne vorherige Verhandlung vergeben, allerdings müssen Sie dies bereits bei der Angebotsaufforderung kenntlich machen (§ 12 Absatz 4 UVgO). Das Ergebnis der Angebotsermittlung müssen Sie in einem Vergabevermerk darstellen. Dem Vermerk sind die schriftlichen Angebote beizufügen.
  • Beträgt der Schätzwert des Auftrags über 100.000,00 € (ohne Umsatzsteuer) muss eine öffentliche Ausschreibung nach § 9 UVgO oder eine beschränkte Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb nach § 10 UVgO erfolgen.
  • Darüber hinaus können Rahmenvereinbarungen nunmehr für die Dauer von bis zu sechs Jahren geschlossen werden (§ 15 UVgO).
In Abweichung von Nr. 3.1 ANBest-P gilt Folgendes zu beachten:

Die von Ihnen beabsichtigten Vergabeverfahren ohne Teilnahmewettbewerb sind bei einem geschätzten Auftragswert ab 25.000,00 € (ohne Umsatzsteuer) aus Gründen der Transparenz auf dem Serviceportal des Bundes www.bund.de in angemessener Zeit vor der Entscheidung über die Auftragsvergabe von Ihnen selbstständig zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung muss mindestens folgende Angaben enthalten:
  • Name, Anschrift, Telefon-, Faxnummer und E-Mail-Adresse des Auftraggebers,
  • gewähltes Vergabeverfahren,
  • Auftragsgegenstand,
  • Ort der Ausführung,
  • Art und voraussichtlicher Umfang der Leistungen,
  • voraussichtlicher Zeitraum der Ausführung.
Informationen zur Veröffentlichung finden Sie unter https://www.service.bund.de/Content/DE/Home/homepage_node.html (Am Ende der Seite unter Service – Stellenangebote und Ausschreibungen veröffentlichen)

Bei Rückfragen melden Sie sich gern bei den Ihnen bekannten Kontaktpersonen.

Ihr Team vom Fachbereich Förderung/Zuwendungsservice

Zur Erstellung des Sachberichts (Verwendungsnachweis):
  • Bitte rufen Sie sich die im Antrag geschilderten Projektziele in Erinnerung und zeichnen Sie den Weg nach, auf dem Sie sich diesen genähert haben. Auch Umwege oder Änderungen in der Planung samt Begründung sind für die Prüfung des Berichts interessant und stellen bei inhaltlicher Bewertung kein Problem für die Evaluation dar. Welche Ziele wurden erreicht und warum? Welche Ziele wurden nicht erreicht? Welche Schlüsse würden Sie bei zukünftigen Förderungen daraus ziehen?
  • Bitte schildern Sie die erreichten Ergebnisse unter qualitativen und quantitativen Gesichtspunkten.
  • Stellen Sie die Projektbezüge zur politischen Bildung eindeutig dar.
  • Bitte schildern Sie den zeitlichen Ablauf des Projektes.
  • Wie haben die Teilnehmenden das Projekt angenommen? Waren sie in die Konzeptentwicklung mit eingebunden und welche partizipativen Ansätze gab es? Welche Kompetenzen wurden vermittelt?
  • Gehen Sie auf die wichtigsten Erkenntnisse Ihrer politischen Bildungsarbeit im Rahmen des Projektes ein.
  • Was würden Sie bei einer erneuten Ausrichtung des Projektes oder bei Folgeprojekten anders machen?
  • Bei Kooperationen: War die Kooperation einmalig oder wurden nachhaltige Strukturen geschaffen? Gehen Sie bitte kurz auf Abstimmung und Arbeitsteilung ein.
  • Fand eine Evaluation des Projektes statt? Was sind die Ergebnisse?
  • Schildern Sie kurz schriftlich die Verwendung/Gewichtung der Projektmittel.



  • Der Bürgerservice (info@bpb.de) steht gerne für erste Informationen zur Seite und leitet Ihre schriftliche Anfrage gerne an den Fachbereich weiter.


    Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut.

    Mehr lesen auf zusammenhalt-durch-teilhabe.de

    Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen.

    Mehr lesen auf buendnis-toleranz.de