Dsa Bild zeigt ein Hinweisschild an einem abgesperrten Düsseldorfer Spielplatz mit der Aufschrift "gesund bleiben". Wegen der Verbreitung des Corona-Virus sind Bürgerinnen und Bürger bis auf weiteres aufgefordert Sozialkontakte zu meiden.

13.4.2021

Die Corona-Krise und ihre Folgen

Ausgewählte Links aus der Sicherheitspolitischen Presseschau

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die Welt vor gewaltige Aufgaben und macht den Ausnahme- zum Normalzustand. Ausgangsbeschränkungen und -Sperren, Grenzkontrollen, Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur: Viele Staaten kämpfen im Innern mit zahlreichen Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus und die Folgen der Krise. Aber auch international verändert das Virus vieles grundlegend und verschärft die Situation in armen, von Sanktionen betroffenen, stark bevölkerten oder von Kriegen gezeichneten Ländern zusätzlich. Wie wird der "Notstands-Staat" (Gumbrecht) die Gesellschaft verändern? Welche politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen wird die Corona-Krise haben? Finden Sie hier gebündelt ausgewählte Artikel aus der Sicherheitspolitischen Presseschau.

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3D-Modell des SARS-CoV-2.3D-Modell des SARS-CoV-2. (© picture-alliance, Hollandse Hoogte)

Links vom 07.04.2021

"Vaccine 'Fiasco' Damages Europe's Credibility"

Die COVID-19-Impfungen gingen innerhalb der EU nur schleppend voran, beobachtet Steven Erlanger. Das internationale Ansehen des Staatenverbundes sei hierdurch beschädigt worden. Eine Beeinträchtigung der Handlungsfähigkeit der EU in anderen Bereichen könnte die Folge sein. "'This has been catastrophic for the reputation of the European Union,' said Mark Leonard, the director of the European Council on Foreign Relations. (…) 'The E.U. waded into an area with no expertise and competence and put a spotlight on itself,' he said. 'In the minds of many who look at the U.K. and U.S. and Israel, they think we're doing badly because of European cooperation, and that will have a corrosive impact in other areas.'" (The New York Times vom 02.04.2021) https://kurz.bpb.de/rv4

"In der Not geteilt? Impfstoffdiplomatie und ihre Auswirkungen"

Ein gemeinnütziges Teilen des Knowhows für die Impfstoffproduktion mit allen Staaten, könnte die sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen der COVID-19-Pandemie abfedern, argumentieren Barbara Unmüßig und Alexandra Sitenko. Stattdessen würden bei der Verteilung des Impfstoffs jedoch Eigeninteressen verfolgt werden. "Impfstoffdiplomatie ist ein neues Phänomen und hat viele Facetten. Deutlich wird, wie sehr sie existierende zwischenstaatliche Spannungen und regionale Konflikte widerspiegelt und zugleich verstärkt. (…) Angesichts der globalen Dimension dieser Pandemie und den verstärkt drohenden Mutationen in Ländern, in denen nicht geimpft werden kann, ist Schnelligkeit der alles entscheidende Faktor. Darum müssen nationale und wirtschaftliche Partikularinteressen jetzt überwunden werden - oder die Pandemie wird sich noch über viele Jahre hinziehen. Die Konsequenzen wären unbezahlbar." (Heinrich-Böll-Stiftung vom 25.03.2021) https://kurz.bpb.de/rvc

"Corona überrollt die Menschenrechte"

Der Jahresbericht von Amnesty International (AI) zeige auf, wie die Corona-Pandemie die Menschenrechtslage weltweit verschlechtere, so die Deutsche Welle. "In vielen Teilen der Welt verstärke die COVID-19-Krise bestehende Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung. Dabei litten verletzliche Gruppen wie vorerkrankte Menschen, Geflüchtete, Beschäftigte im Gesundheitswesen, Minderheiten sowie Frauen und Mädchen am meisten, beklagt die Menschenrechtsorganisation. (…) Zu den aktuell drängendsten Fragen der globalen Pandemiebekämpfung gehört nach Ansicht von Amnesty, wie weltweit schutzbedürftige Gruppen rasch eine Impfung erhalten und wie in allen Ländern möglichst viele Menschen möglichst rasch geimpft werden können." (Deutsche Welle vom 06.04.2021) https://kurz.bpb.de/rvk


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