Dsa Bild zeigt ein Hinweisschild an einem abgesperrten Düsseldorfer Spielplatz mit der Aufschrift "gesund bleiben". Wegen der Verbreitung des Corona-Virus sind Bürgerinnen und Bürger bis auf weiteres aufgefordert Sozialkontakte zu meiden.

27.5.2020

Die Corona-Krise und ihre Folgen

Ausgewählte Links aus der Sicherheitspolitischen Presseschau

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die Welt vor gewaltige Aufgaben und macht den Ausnahme- zum Normalzustand. Ausgangsbeschränkungen und -Sperren, Grenzkontrollen, Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur: Viele Staaten kämpfen im Innern mit zahlreichen Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus und die Folgen der Krise. Aber auch international verändert das Virus vieles grundlegend und verschärft die Situation in armen, von Sanktionen betroffenen, stark bevölkerten oder von Kriegen gezeichneten Ländern zusätzlich. Wie wird der "Notstands-Staat" (Gumbrecht) die Gesellschaft verändern? Welche politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen wird die Corona-Krise haben? Finden Sie hier gebündelt ausgewählte Artikel aus der Sicherheitspolitischen Presseschau.

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3D-Modell des SARS-CoV-2.3D-Modell des SARS-CoV-2. (© picture-alliance, Hollandse Hoogte)

Links vom 28.05.2020

"The Coming of a Social-Distancing Version of War"

Danny Sjursen erwartet, dass die Coronakrise die "endlosen Kriege" der USA erkennbar beeinflussen, aber nicht beenden wird. "(…) American social-distancing ways of war will likely operate smoothly enough without suppressing terrorist groups any more successfully than the previous versions of forever war did, or solving local ethno-religious conflicts, or improving the lives of Africans or Arabs. Like their predecessors, future American wars in cold blood will fail, but with efficiency and, from the point of view of the military-industrial complex, lucratively. (…) Still, Covid-19 may prove the death knell of American war as classically imagined. Future combat, even if broadly directed from Washington, may be only vaguely 'American.' Few uniformed citizens may take part in it and even fewer die from it. (…) Moving forward, policymakers and the public alike may treat war with the same degree of entitlement and abstraction as ordering items from Amazon (especially during a pandemic): Click a button, expect a package at the door posthaste, and pay scant thought to what that click-request set in motion or the sacrifice required to do the deed. Only in war, one thing at least stays constant: lots of someones get killed. (…) Taken to its not-unimaginable extreme, Americans should prepare themselves for a future in which their government kills and destroys on a global scale without a single service member dying in combat. After the pandemic, in other words, talk of 'ending' this country’s forever wars may prove little more than an exercise in semantics." (TomDispatch vom 26.05.2020) https://kurz.bpb.de/ora

"Das Virus und die Meinungsfreiheit"

Christiane Peitz macht auf die Lage derer aufmerksam, die in Russland, der Türkei, dem Iran und anderen Orten mit eingeschränkter Meinungsfreiheit staatsunabhängige Informationen über die Corona-Pandemie verbreiten. "Wer die Wahrheit über Corona sagt, riskiert Verfolgung und Haftstrafen. Organisationen wie Amnesty, Reporter ohne Grenzen, Human Rights Watch und der PEN berichten seit Wochen über bedrohte Schriftsteller, Aktivisten, Künstler und Journalisten, Männer wie Frauen. Sie werden schikaniert, weil sie Corona-Informationen veröffentlichen, weil sie ihre Regierung wegen zu lascher Maßnahmen oder wegen des Missbrauchs von Freiheitseinschränkungen kritisieren. Gleichzeitig hat Covid-19 internationale Austauschprogramme zum Erliegen gebracht oder erheblich erschwert, nicht zuletzt solche, die dem Schutz von verfolgten Menschen dienen." (Tagesspiegel vom 27.05.2020) https://kurz.bpb.de/orm


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