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Dokumentation: Ausschnitt aus der Friedensnobelpreisrede von Dmitrij Muratow zu Memorial, 10. Dezember 2021

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Dokumentation: Ausschnitt aus der Friedensnobelpreisrede von Dmitrij Muratow zu Memorial, 10. Dezember 2021

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Der russische Journalist Dmitrij Muratow wurde 2021 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In seiner Rede betonte er die bizarren Widersprüche bei der geplanten Schließung der Menschenrechtsorganisation Memorial.

Dmitrij Muratow während der Friedenspreis-Zeremonie im Rathaus von Oslo. (© picture-alliance, DPR/Tom Hansen)

Derzeit kämpfen in Russland zwei Tendenzen gegeneinander.
Einerseits unterstützt der Präsident Russlands die Errichtung eines Denkmals anlässlich des hundertsten Geburtstags des Akademiemitglieds Sacharow.
Andererseits fordert die Generalstaatsanwaltschaft in unserem Land, die Gesellschaft Memorial aufzulösen. Memorial beschäftigt sich mit der Rehabilitierung der Opfer stalinistischer Repressionen. Die Staatsanwälte beschuldigen sie jedoch, "Menschenrechtsverstöße" zu begehen. Vielleicht deswegen, weil in Russland der FSB [Inlandsgeheimdienst, Anm. d. Redaktion] vor kurzem erneut die Namen der stalinistischen Ermittler und Henker für geheim erklärt hat?
Ich möchte daran erinnern, dass Memorial von Sacharow gegründet wurde.
Vielleicht ist ein Denkmal für den verstorbenen Sacharow ungefährlicher als sein lebendiges, aktives Projekt?
Memorial ist kein "Feind des Volkes".
Memorial ist ein Freund des Volkes.

Quelle: Friedensnobelpreisrede von Dmitrij Muratow, Nowaja Gaseta, 10. Dezember 2021, Externer Link: https://novayagazeta.ru/articles/2021/12/10/antidot-ot-tiranii.

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