Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Dokumentation: Kommentar von Wladimir Putin zu Memorial bei der gemeinsamen Sitzung des Präsidenten mit dem Menschenrechtsrat am 09.12.2021 | Russland-Analysen | bpb.de

Russland-Analysen Migrationspolitik / Begrenzte Erdölgewinne / Kriminalität (22.04.2026) Analyse: Die Migrationspolitik der Russischen Föderation Statistik: Migration nach Russland Kommentar: Russische Gewinne beim Erdöl durch geopolitische Krisen – und ihre Grenzen Kommentar: Der Einfluss des Krieges auf Kriminalität und die russischen Strafverfolgungsbehörden Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Naturschutz / Außenpolitik (26.03.2026) Analyse: Was geschieht mit den russischen Naturschutzgebieten? Statistik: Landfläche von Naturschutzgebieten ausgewählter Staaten im Vergleich Kommentar: Die russische Außenpolitik im Nahen Osten nach dem Sturz Assads und dem Tod Chameneis Kommentar: Russland gerät langsam in Afrika ins Hintertreffen – eine Chance für Europa Kommentar: Lateinamerikas manchmal paradoxer Blick auf Russland Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Geopolitische Dimension des Agrarhandels (20.03.2026) Analyse: Russlands Agrarstrategie zwischen Importsubstitution und Marktinstabilität Analyse: Russlands Weizenhandel mit den Huthi im Jemen: Geopolitische Dimensionen der Ernährungssicherheit Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Nukleare Abschreckung / Friedensverhandlungen / Medienzensur (25.02.2026) Analyse: Ein neues Wettrüsten? Analyse: Russlands strategische Abschreckung verstehen: Entwicklung, Kultur und politische Bedeutung Statistik: Nukleare Rüstung Kommentar: Verhandlungen Russland-Ukraine-USA: Theater für Trump? Kommentar: Der russische Staat schottet seine Bevölkerung ab. Soziale Medien aus dem Ausland sind für Normalbürger kaum noch zugänglich Umfragen: Informationsquellen Dokumentation: Zugangsbeschränkungen zu Telegram und Internet in Russland Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Repressierte Diaspora / Verhandlungen (11.02.2026) Analyse: Das Schweigen nach der Ausreise: Warum die neuen russischen Migranten sich nicht mobilisieren Dokumentation: Transnationale Repression durch Russland Dokumentation: Die russisch-ukrainischen Verhandlungen in Abu Dhabi im Februar 2026 Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik

Dokumentation: Kommentar von Wladimir Putin zu Memorial bei der gemeinsamen Sitzung des Präsidenten mit dem Menschenrechtsrat am 09.12.2021

/ 2 Minuten zu lesen

Auf dem nicht öffentlichen Teil einer Pressekonferenz äußerte sich der russische Präsident Wladimir Putin zu seiner Einschätzung über den Umgang mit Memorial.

Herausgeber der Länderanalysen

Gemeinsam herausgegeben werden die Russland-Analysen von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz- Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH. Die bpb veröffentlicht sie als Lizenzausgabe.

Am 09. Dezember nahm der russische Präsident Wladimir Putin an der Sitzung des russischen Präsidialrats für die Entwicklung der Zivilgesellschaft und der Menschenrechte per Videokonferenz teil. (© picture-alliance/dpa, POOL | Mikhail Metzel)

Im "nichtöffentlichen" Teil der Sitzung fragte der Journalist Nikolaj Swanidse Putin über die Gerichtsverhandlungen in Bezug auf Memorial International und das Menschenrechtszentrum Memorial. Der Präsident antwortete, dass er diesbezüglich zusätzliche Materialen angefordert habe und merkte an, dass der Gerichtsprozess über die Auflösung noch nicht abgeschlossen sei: "Natürlich habe ich zur Kenntnis genommen, was hinsichtlich Memorial in den Medien berichtet wurde. Und ich habe natürlich darum gebeten, mir zusätzliche Materialien zur Verfügung zu stellen, um mir ein Bild vom Geschehen zu machen", sagte Putin (Zitat nach RIA Nowosti, Externer Link: https://ria.ru/20211209/putin-1763033539.html).

"Hinsichtlich der internationalen Organisationen, die Memorial zu verteidigen versucht: Diese sind bei uns in das Verzeichnis der terroristischen und extremistischen Organisationen aufgenommen worden. Das ist natürlich eine Frage, die weiterer Untersuchungen bedarf", erklärte Putin und erwähnte insbesondere Hizb ut-Tahrir. Dokumente belegten laut Putin, dass die Organisation [Memorial, Anm. d. Redaktion] mehrfach demonstrativ Gesetzesverstöße begangen habe.

Dabei unterstrich der Präsident aber auch, dass er der Organisation [Memorial, Anm. d. Redaktion] Achtung entgegenbringe. Aus dem für ihn eigens für die Sitzung erstellten Bericht [derartige Berichte werden von der Präsidialverwaltung oder den Geheimdiensten erstellt, Anm. der Redaktion] las Putin einen Befund vor, demzufolge "einige Personen" von Memorial als Opfer politischer Repressionen deklariert worden wären, die "nach Erkenntnissen israelischer Fachleute" den Nazis gedient hätten.

Anmerkung

Memorial International merkt in einer Stellungnahme vom 13. Dezember 2021 (Externer Link: https://www.memo.ru/) an, dass eine Datenbank mit Millionen von Einträgen (https://base.memo.ru/) Fehler enthalten kann. Die Personen, die Putin bei der gemeinsamen Sitzung mit dem Menschenrechtsrat als Nazikollaborateure bezeichnete, wurden von Memorial schon am 27. August 2021 aus der Opfer-Datenbank gelöscht. Memorial bedauert, dass sich Putin aus Sekundärquellen bedient, anstatt sich direkt an Memorial zu wenden. Ein Grund für die Fehleranfälligkeit der Datenbank ist auch, dass immer noch der Zugang zu umfangreichen Archivbeständen fehlt.

Quelle: Ausschnitt aus "Wideokonferenzija Putina s tschlenami SPTsch. Glawnoe" ("Videokonferenz von Putin mit den Mitgliedern des Menschenrechtsrates. Das Wichtigste"), Nowaja Gaseta, 09. Dezember 2021, Externer Link: https://novayagazeta.ru/.

Fussnoten

Weitere Inhalte