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Der Kalte Krieg beginnt

Elke Kimmel Sonja Hugi

/ 3 Minuten zu lesen

Der Interessenkonflikt zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion zeigt sich in politischen Fragen ebenso wie im wirtschaftlichen Bereich – was etwa den Wiederaufbau Deutschlands anbelangt.

Der Interessenkonflikt zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion zeigt sich bereits auf der Interner Link: Potsdamer Konferenz. Gegensätze gibt es in politischen Fragen ebenso wie im wirtschaftlichen Bereich – was etwa den Wiederaufbau Deutschlands anbelangt. In den Folgejahren befürchten die USA, dass der Abzug der amerikanischen Truppen vom europäischen Kontinent zu einer Ausweitung der sowjetischen Machtsphäre führen werde. Der amerikanische Präsident Harry S. Truman tritt solchen Befürchtungen im März 1947 entgegen, indem er allen Staaten, die dies wünschen, amerikanische Unterstützung für den Fall sowjetischer Bedrohung anbietet.

Zurückhalten oder eingreifen?

Nach dem erfolgreichen Interner Link: Ende des Zweiten Weltkriegs muss Truman in den USA Überzeugungsarbeit leisten, dass Amerika weiter als internationale Macht agiert: Eine solche Präsenz erfordert ein hohes Militärbudget und Milliarden an Wirtschafts- und Militärhilfe für andere Länder. Weiterhin verpflichten sich die USA selbst in "Friedenszeiten" zu militärischen Bündnissen. All dies widerspricht einer langen Tradition, sich aus europäischen Angelegenheiten herauszuhalten und keine politischen oder militärischen Allianzen zu schließen. Der Interner Link: Zweite Weltkrieg hatte die Verantwortungslosigkeit der Appeasement-Politik (Beschwichtigungspolitik) überdeutlich gezeigt. Aggressoren sollten von nun aktiv bekämpft – eingedämmt – werden (containment), die amerikanische nationale Sicherheit sei demnach nicht erst an den Landesgrenzen zu verteidigen, sondern global überall dort, wo demokratische Werte nicht geachtet werden. Die Ereignisse in Deutschland und Europa (und später auch in Asien) scheinen diese Sicht zu bestätigen. Die Wahrnehmung der Sowjetunion als eine dem nationalsozialistischen Deutschland ähnliche, aggressive, expansive und den Weltfrieden bedrohende Macht spielt dabei eine zentrale Rolle.

Bei den Zwischenwahlen 1946 verlieren Trumans Demokraten viele Sitze an die Republikaner, die Steuern senken und Ausgaben (auch international) kürzen wollen. Die Dynamik der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Blockbildung führt dazu, dass der amerikanische Kongress, dem Abschluss internationaler Verträge (z.B. NATO) zustimmt bzw. entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.

Die Interner Link: Luftbrücke ist ein erster und wichtiger Beleg dafür, dass die Eindämmungspolitik funktionieren kann. Die Interner Link: Truman-Doktrin von März 1947 ist aus mehreren Gründen ein Meilenstein in dieser Entwicklung: Die USA übernehmen ausdrücklich die Führungsrolle der Briten, die selbst zu den Empfängerstaaten gehören. Überdies basiert Trumans Vorgehen auf der erst später von Präsident Eisenhower ausformulierten "Dominotheorie": Wenn Griechenland fiele, dann werde diesem zunächst die Türkei und dann andere Länder in der Region folgen. Deshalb verspricht der Präsident all jenen "free peoples who are resisting attempted subjugation by armed minorities or by outside pressures" Hilfe. Dass es sich bei der Bedrohung vor allem um eine kommunistische handelt, ist zwar klar, wird aber nur an wenigen Stellen explizit gemacht. Truman verknüpft die Sicherheit dieser "free peoples" explizit mit der nationalen Sicherheit der USA. Dabei wird – wie heute klar ist – die kommunistische Bedrohung bewusst übertrieben, um die Mehrheit der amerikanischen Politiker für diesen Kurs zu gewinnen.

QuellentextHilfe für freie Völker - Rede des amerikanischen Präsidenten Truman am 12. März 1947

„[...] Es ist eines der Hauptziele der Außenpolitik der Vereinigten Staaten, Bedingungen zu schaffen, die es uns und anderen Nationen ermöglichen, eine Lebensform zu gestalten, die frei ist von Zwang. Hauptsächlich um diesen Punkt ging es in dem Krieg gegen Deutschland und Japan. Unser Sieg wurde über Länder errungen, die versuchten, anderen Nationen ihren Willen und ihre Lebensform aufzuzwingen. [...]

In jüngster Zeit wurden den Völkern einer Anzahl von Staaten gegen ihren Willen totalitäre Regierungsformen aufgezwungen. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat immer wieder gegen den Zwang und die Einschüchterungen in Polen, Rumänien und Bulgarien protestiert, die eine Verletzung der Vereinbarungen von Jalta darstellen. Ich muss auch erwähnen, dass in einer Anzahl von anderen Ländern ähnliche Entwicklungen vor sich gehen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Weltgeschichte muss fast jede Nation zwischen alternativen Lebensformen wählen. Nur zu oft ist diese Wahl nicht frei.

Die eine Lebensform gründet sich auf den Willen der Mehrheit und ist gekennzeichnet durch freie Institutionen, repräsentative Regierungsform, freie Wahlen, Garantien für die persönliche Freiheit, Rede- und Religionsfreiheit und Freiheit von politischer Unterdrückung.

Die andere Lebensform gründet sich auf den Willen einer Minderheit, den diese der Mehrheit gewaltsam aufzwingt. Sie stützt sich auf Terror und Unterdrückung, auf die Zensur von Presse und Rundfunk, auf manipulierte Wahlen und auf den Entzug der persönlichen Freiheiten.

Ich glaube, es muss die Politik der Vereinigten Staaten sein, freien Völkern beizustehen, die sich der angestrebten Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch äußeren Druck widersetzen.

Ich glaube, wir müssen allen freien Völkern helfen, damit sie ihre Geschicke auf ihre eigene Weise selbst bestimmen können.

Unter einem solchen Beistand verstehe ich vor allem wirtschaftliche und finanzielle Hilfe, die die Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und geordnete politische Verhältnisse bildet. [...]

Die freien Völker der Welt rechnen auf unsere Unterstützung in ihrem Kampf um die Freiheit. Wenn wir in unserer Führungsrolle zaudern, gefährden wir den Frieden der Welt - und wir schaden mit Sicherheit der Wohlfahrt unserer eigenen Nation. [...]“*

*„[…] One of the primary objectives of the foreign policy of the United States is the creation of conditions in which we and other nations will be able to work out a way of life free from coercion. This was a fundamental issue in the war with Germany and Japan. Our victory was won over countries which sought to impose their will, and their way of life, upon other nations.

[…] The peoples of a number of countries of the world have recently had totalitarian regimes forced upon them against their will. The Government of the United States has made frequent protests against coercion and intimidation in violation of the Yalta agreement in Poland, Rumania, and Bulgaria. I must also state that in a number of other countries there have been similar developments.

At the present moment in world history nearly every nation must choose between alternative ways of life. The choice is too often not a free one.

One way of life is based upon the will of the majority, and is distinguished by free institutions, representative government, free elections, guarantees of individual liberty, freedom of speech and religion, and freedom from political oppression.

The second way of life is based upon the will of a minority forcibly imposed upon the majority. It relies upon terror and oppression, a controlled press and radio, fixed elections, and the suppression of personal freedoms.

I believe that it must be the policy of the United States to support free peoples who are resisting attempted subjugation by armed minorities or by outside pressures.

I believe that we must assist free peoples to work out their own destinies in their own way.

I believe that our help should be primarily through economic and financial aid which is essential to economic stability and orderly political processes.

[…] The free peoples of the world look to us for support in maintaining their freedoms. If we falter in our leadership, we may endanger the peace of the world. And we shall surely endanger the welfare of this nation. […]“


Zitiert nach Wolfgang Lautemann/Manfred Schlenke (Hrsg.), Die Welt seit 1945, a. a. O., S. 576 f.

Blockbildung

Im gemeinsam verwalteten Deutschland und insbesondere in Berlin treten die politischen Gegensätze besonders stark hervor. Gerade was die Reparationen und den Wiederaufbau Deutschlands anbelangt, vertreten die ehemals Verbündeten immer häufiger einander widersprechende Positionen.

Karte: Die Machtblöcke von 1949-1990. Mit der Neuordnung der Welt nach 1945 stehen sich zwei Machtblöcke feindlich gegenüber: die "Organisation des Nordatlantikvertrags" (NATO) mit den USA als Machtzentrum und der Warschauer Pakt mit der Sowjetunion als Supermacht. Die Grenze zwischen den Machtblöcken verläuft durch Berlin, Deutschland und Europa. (Von Guinnog - Image: NATO vs Warsaw (1949-1990), Externer Link: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1427811) Lizenz: cc by-sa/3.0/de

Während die Truman-Doktrin das militärische Schutzversprechen der USA darstellt, bedeutet der Interner Link: Marshallplan die eng damit verbundene Wirtschaftshilfe. Die USA setzen mit dem Marshallplan darauf, die kriegsgeschädigten europäischen Volkswirtschaften und Absatzmärkte zu sanieren und diese Länder damit auch als Handelspartner aufzubauen. Bei der Interner Link: Einführung der Währungsreform in den westlichen Sektoren von Berlin spitzt sich die Krise zu: Die Sowjets reagieren mit der Interner Link: Blockade der West-Sektoren. Eine einjährige Interner Link: Luftbrücke – hauptsächlich von Amerikanern, aber auch von Briten und in geringem Ausmaß auch von Franzosen realisiert – versorgt die Teilstadt mit dem Notwendigsten.

Die zeitgenössische Grafik zeigt, wie die drei Westsektoren Berlins vom 26. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 durch die "Luftbrücke" versorgt werden: Neben Grundnahrungsmitteln transportieren die Flugzeuge der Alliierten auch Kohle. Die sogenannten Rosinenbomber starten und landen im Minutentakt in Tempelhof. Solche und ähnliche Grafiken erschienen in der Presse, um den enormen logistischen Aufwand der "Luftbrücke" zu veranschaulichen und diesen propagandistisch zu nutzen. (© picture-alliance/akg)

QuellentextRede des Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter, 9. September 1948

In seiner Rede beschwört Ernst Reuter den Freiheitswillen der Berliner gegenüber den Bestrebungen der Sowjetunion. Die UdSSR hat die Westsektoren Berlins zu diesem Zeitpunkt bereits seit über zwei Monaten abgeriegelt. In den Monaten der Blockade entsteht das (Selbst-)Bild des "West-Berliners" als aufrechter Deutscher, der aus der Vergangenheit gelernt hat und sich nicht den Kommunisten unterordnen will. Viele West-Berliner begründen ihre besondere Verbundenheit mit den USA mit deren Engagement während der Blockade und dass diese dauerhaft eine Schutzfunktion für die Westberliner Bevölkerung übernimmt.

"[…] Heute ist der Tag, an dem nicht Diplomaten und Generale reden und verhandeln. Heute ist der Tag, wo das Volk von Berlin seine Stimme erhebt. Dieses Volk von Berlin ruft heute die ganze Welt. Denn wir wissen, worum es heute geht bei den Verhandlungen im Kontrollratsgebäude in der Potsdamer Straße, die jetzt zum Stillstand gekommen sind, bei den Verhandlungen später in Moskau in den steinernen Palästen des Kreml. Bei all diesen Verhandlungen wird über unser Schicksal hier gewürfelt. Als vor Wochen diese Verhandlungen anfingen, da war der Appetit des russischen Bären größer als nur [auf] Berlin. Er wollte, dass verhandelt werden sollte auch über ganz Deutschland, und mit der lügenhaften Parole, man müsse die Spaltung Deutschlands verhindern, verschleierte er nur für andere, nicht für uns, seinen Appetit auf den anderen Teil Deutschlands, den er auch noch in seine Hände bekommen will.

Jetzt sind die Verhandlungen zu Berlin zurückgekehrt. Die Generale sind zu einem Stillstand gekommen. Wir leben in einer Pause. In dieser Pause glauben wir, dass es gut ist, wenn die Welt sieht, was das Volk von Berlin wirklich will. Morgen, übermorgen wird man verhandeln über die italienischen Kolonien. Ich weiß nicht, worüber man dann noch verhandeln will. Wir wollen nur eines klar sagen: In all diesem Handeln und Verhandeln wollen wir Berliner kein Tauschobjekt sein!

Uns kann man nicht eintauschen, uns kann man nicht verhandeln, und uns kann man auch nicht verkaufen. Es ist unmöglich, auf dem Rücken eines solchen tapferen, standhaften Volkes einen faulen Kompromiss zu schließen. Gewiss, Kompromisse sind der Inhalt jeder lebendigen Politik, aber Kompromisse müssen echte und ehrliche Kompromisse sein. Sie dürfen nicht so geschlossen werden, wie jene telefonischen Vereinbarungen in der Nacht zwischen dem französischen General und dem russischen General, wo der russische General sein Ehrenwort bricht.

Ehe der Hahn dreimal gekräht hatte, war das Ehrenwort Schall und Rauch, und anständige, brave, ehrliche Berliner, Freunde von uns, wurden in Weißgardisten und schwarze Garde verwandelt.

Wir möchten der SED nur einen Rat geben: Wenn sie ein neues Symbol braucht, bitte, nicht den Druck der Hände, sondern die Handschellen, die sie den Berlinern anlegten.

Die Handschellen, die sind in Wirklichkeit das Symbol dieser erbärmlichen Kümmerlinge, die für dreißig Silberlinge sich selbst und ihr Volk an eine fremde Macht verkaufen wollen.

Wenn heute dieses Volk von Berlin zu Hunderttausenden hier aufsteht, dann wissen wir, die ganze Welt sieht dieses Berlin. Denn verhandeln können hier schon nicht mehr die Generale, verhandeln können schon nicht mehr die Kabinette. Hinter diesen politischen Taten steht der Wille freier Völker, die erkannt haben, dass hier in dieser Stadt ein Bollwerk, ein Vorposten der Freiheit aufgerichtet ist, den niemand ungestraft preisgeben kann.

Wer diese Stadt, wer dieses Volk von Berlin preisgeben würde, der würde eine Welt preisgeben, noch mehr, er würde sich selber preisgeben, und er würde nicht nur dieses Volk von Berlin preisgeben in den Westsektoren und im Ostsektor Berlins. Nein, wir wissen auch, wenn sie nur könnten, heute stünde das Volk von Leipzig, von Halle, von Chemnitz, von Dresden, von all den Städten der Ostzone, so wie wir auf ihren Plätzen und würde unserer Stimme lauschen.

Und ich weiß es zutiefst, ich denke an meine alte Stadt Magdeburg, die mich zum. Reichstagsabgeordneten wählte und deren Oberbürgermeister ich war, ehe Hitler uns in die Konzentrationslager steckte. Dieses Volk würde genau so wie damals zu Zehntausenden zu unseren Fahnen, zu den Fahnen der Freiheit eilen und sich mit uns und den Völkern der Welt zu einem großen, unzerstörbaren Bunde vereinigen.

Wenn wir darum heute in dieser Stunde die Welt rufen, so tun wir es, weil wir wissen, dass die Kraft unseres Volkes der Boden ist, auf dem wir groß geworden sind und größer und stärker werden, bis die Macht der Finsternis zerbrochen und zerschlagen sein wird. Und diesen Tag werden wir an dieser. Stelle, vor unserem alten Reichstag mit seiner stolzen Inschrift „Dem Deutschen Volke“, erleben und werden ihn feiern mit dem stolzen Bewusstsein, dass wir ihn in Kümmernissen und Nöten, in Mühsal und Elend, aber mit standhafter Ausdauer herbeigeführt haben. Wenn dieser Tag zu uns kommen wird, der Tag des Sieges, der Tag der Freiheit, an dem die Welt erkennen wird, dass dieses deutsche Volk neu geworden, neu gewandelt und neu gewachsen, ein freies, mündiges, stolzes, seines Wertes und seiner Kraft bewusstes Volk geworden ist, das im Bunde gleicher und freier Völker das Recht hat, sein Wort mitzusprechen, dann werden unsere Züge wieder fahren nicht nur nach Helmstedt, sie werden fahren nach München, nach Frankfurt, Dresden, Leipzig, sie werden fahren nach Breslau und nach Stettin.

Und sie werden auf unseren kümmerlichen, elenden, zertrümmerten, alten, ruinierten Bahnhöfen wieder die zweiten Gleise aufmontieren, die das Symbol unserer wiedergewonnenen Freiheit sein werden, die wir uns, Berlinerinnen und Berliner, in den Kämpfen, die hinter uns liegen, und in den Nöten, die vor uns liegen, erkämpfen müssen und erkämpfen werden.

Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt! Es gibt nur eine Möglichkeit für uns alle: gemeinsam so lange zusammenzustehen, bis dieser Kampf gewonnen, bis dieser Kampf endlich durch den Sieg über die Feinde, durch den Sieg über die Macht der Finsternis besiegelt ist.

Das Volk von Berlin hat gesprochen. Wir haben unsere Pflicht getan, und wir werden unsere Pflicht weiter tun. Völker der Welt! Tut auch ihr eure Pflicht und helft uns in der Zeit, die vor uns steht, nicht nur mit dem Dröhnen eurer Flugzeuge, nicht nur mit den Transportmöglichkeiten, die ihr hierherschafft, sondern mit dem standhaften und unzerstörbaren Einstehen für die gemeinsamen Ideale, die allein unsere Zukunft und die auch allein eure Zukunft sichern können. Völker der Welt, schaut auf Berlin! Und Volk von Berlin, sei dessen gewiss, diesen Kampf, den wollen, diesen Kampf, den werden wir gewinnen!"


Zitiert nach Externer Link: https://www.berlin.de/geschichte/8481767-3689745-ernst-reuters-rede-am-9-september-1948-v.html

Das Office of Military Government for Germany (U.S.), OMGUS

Das Office of Military Government unter Leitung von General Lucius D. Clay wird nach dem Ende der unmittelbaren Nachkriegszeit im Herbst 1945 von den USA eingesetzt. Ihm obliegt die Durchsetzung der US-Politik bis zur Interner Link: Gründung der Bundesrepublik Deutschland.

Fussnoten

Dr. Elke Kimmel, Dr. phil., Autorin und Kuratorin, arbeitet seit 2001 als freie Kuratorin und Autorin u.a. für die Stiftung Berliner Mauer, das ZZF, für die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, das Deutsche Historische Museum, das Stadtmuseum Berlin. Von 2018 bis 2020 leitete sie das Barnim Panorama - Agrarmuseum und Naturparkzentrum in Wandlitz. Seit 2022 ist sie Assoziierte Wissenschaftlerin am ZZF Potsdam im Bereich Public History. Die Zeithistorikerin hat insbesondere zur deutschen Geschichte seit 1945 und zur Geschichte des Antisemitismus geforscht und publiziert.

Sonja Hugi, M.A. Public History, studierte Geschichte, Kommunikationswissenschaften und Grafikdesign. Als Historikerin, Autorin, Illustratorin und Grafikerin betätigt sie sich in verschiedenen Bereichen der Geschichtsvermittlung. Ihr Fokus liegt auf Themen der jüngeren deutschen Geschichte.