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US-Flüchtlingspolitik - "The Cummington Story" (1944) | "Projections of America" | bpb.de

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US-Flüchtlingspolitik - "The Cummington Story" (1944)

Sonja Hugi

/ 7 Minuten zu lesen

Der Film "The Cummington Story" von 1944 zeigt in nachgestellten Szenen die zögerliche Annäherung zwischen den Bewohnern einer Kleinstadt in New England und dort auftauchenden Kriegsflüchtlingen.

Der Film "The Cummington Story"

The Cummington Story (1944)

Projections of America

The Cummington Story (1944)

Dieses einfühlsame Porträt einer amerikanischen Kleinstadt von 1944 zeigt idealtypisch, wie sich das zunächst angespannte Verhältnis der Einwohner zu den europäischen Flüchtlingen verbessert.

"The Cummington Story" (Die Geschichte von Cummington) von 1944 unter der Regie von Helen Greyson und Larry Madison entstanden, erzählt von vier Flüchtlingsfamilien aus Europa und idealisiert ihre gelungene Integration in den USA. Zunächst stoßen die Neuankömmlinge auf eine ablehnende Haltung bei den Einwohnern der kleinen Stadt Cummington an der amerikanischen Ostküste. Aber die "Neuen" integrieren sich rasch und die Einheimischen begreifen, dass auch sie vom Zuzug profitieren. Freundschaften entstehen und als die Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren können, lassen die Einheimischen sie nur ungern ziehen. Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Cummington und dem Pastor Carl Sangree, der in einem unbewohnten Haus auf eigene Initiative das "Refugee Hostel", eine Unterkunft für aus Europa geflüchtete Künstler und Intellektuelle, einrichtet. Das Interner Link: Office of War Information (OWI) nutzt den Fall als Grundlage für den Film, der der Welt den vorbildlichen Umgang der USA mit Flüchtlingen vermitteln soll.

In einer Externer Link: Rede vor dem Kongress formuliert US-Präsident Franklin Delano Roosevelt am 6. Januar 1941 die "Four Freedoms" (vier Freiheiten): freedom of speech (Redefreiheit), freedom of worship (Religionsfreiheit), freedom from want (Freiheit von Not), and freedom from fear (Freiheit von Angst). Diese grundlegenden, unveräußerlichen Menschenrechte propagiert auch das OWI. Es beauftragt den Maler Norman Rockwell, die vier Freiheiten zu illustrieren – in der "Cummington Story" werden diese Bilder filmisch umgesetzt:

(© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Max Desfor) (© Filmstill aus "Cummington Story": Office of War Information) (© picture alliance/Philippe Renault/MAXPPP/dpa) (© Filmstill aus "Cummington Story": Office of War Information) (© picture-alliance, picture alliance / Visually | Gina Rodgers) (© Filmstill aus "Cummington Story": Office of War Information) (© picture alliance/Philippe Renault/MAXPPP/dpa) (© Filmstill aus "Cummington Story": Office of War Information)

Linktipps: "Four Freedoms"

Gustav Wolf als "Peter" und Leona Wolf als "Anna" in "Cummington Story" (oben) und 1939 in New York (unten). Die Darsteller in "Cummington Story" sind tatsächlich europäische Emigranten. Der deutsch-jüdische Maler und Grafiker Gustav Wolf verkörpert im Film "Peter". Seine Frau Leona spielt die Rolle von "Josefs" Frau "Anna". Während die Geflüchteten im Film unterschiedliche berufliche und soziale Hintergründe haben, beherbergte das echte "Refugee Hostel" hauptsächlich jüdische Künstler und Intellektuelle aus Österreich und Deutschland.*
*Vgl. Carol J. Oja/Judith Tick: Aaron Copland and His World, Princeton/Oxford 2005, S. 376 / Externer Link: http://kuenste-im-exil.de/ (© Oben: Filmstills aus "Cummington Story", United States, Office of War Information; unten: Porträt Gustav und Leona Wolf, unbekannter Fotograf, Quelle: Germanisches Nationalmuseum)

US-Flüchtlingspolitik

Die USA beschränken die Einwanderung seit den 1920er-Jahren mit Quoten, die die Zahl der Zuziehenden pro Herkunftsland festlegen. Auf dem Papier wird dabei jede Nationalität gleich behandelt. Aber die Quote von zwei bzw. drei Prozent wird an der Zahl der jeweiligen Ausländer bemessen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits in den USA aufhalten. So werden vor allem West- und Nordeuropäer bevorzugt, "unerwünschte" andere Gruppen dagegen massiv ausgeschlossen. Diejenigen, die zwischen 1925 und 1928 als "Deutsche" gerechnet werden, machen demnach etwa ein Drittel der überhaupt erlaubten Einwanderer aus . 1924 gibt es nicht nur eine weitere Reduzierung der Gesamtzahl von etwa 350.000 auf 165.000 (Interner Link: Johnson-Reed Act), sondern es wird darüber hinaus nicht mehr der Zensus von 1910, sondern der von 1890 als Grundlage genommen. Zu diesem früheren Zeitpunkt hatten sich kaum Einwanderer aus Süd- und Osteuropa im Land befunden.

Aus dem Deutschen Reich dürfen etwa 25.000 Menschen jährlich zuwandern . Allein 1938 beantragen mehr als 300.000 deutsche – hauptsächlich jüdische – Flüchtlinge ein US-Visum; die Einwanderungsbehörden bewilligen nur etwas mehr als 20.000 . Trotz der Not der europäischen Juden wird an der restriktiven Einwanderungsgesetzgebung festgehalten.

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Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind in der US-Bevölkerung weit verbreitet. Rechte Politiker und Gruppierungen wie etwa bis 1921 die "Immigration Restriction League" sind eine starke Kraft. Die Regierung unter Präsident Roosevelt diskutiert ab 1933 eher vorsichtig Möglichkeiten, besondere Einwanderungsregelungen für Juden zu schaffen.

1. Juni 1939: Die St. Louis, ein Passagierschiff der Hamburg-Amerika-Linie mit über 900 deutsch-jüdischen Flüchtlingen an Bord, darf in der kubanischen Hauptstadt Havanna nicht anlegen, obwohl die Regierung sich zuvor bereit erklärt hatte, deutschen Flüchtlingen vorübergehend Asyl zu gewähren. Das Schiff muss mit seinen Passagieren nach Europa zurückkehren, viele von ihnen werden später im KZ umgebracht. (Quelle: Externer Link: https://www.ushmm.org/ (© Foto: picture alliance/AP Images)

Linktipp: Interviews aus dem Film "Turned Away"

Externer Link: https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn560255
Sammlung von Oral History Interviews mit Passagieren der St. Louis und Experten aus dem Dokumentarfilm "Turned Away", in englischer Sprache (Quelle: USHMM)

Das sogenannte Riegner-Telegramm informiert das US-Außenministerium 1942 darüber, dass die seit Längerem kursierenden Gerüchte über den Massenmord an den europäischen Juden der Wahrheit entsprechen.

Quellentext29. August 1942: Das "Riegner-Telegramm"

Der Vertreter des Jüdischen Weltkongresses in Genf, Gerhart Riegner, setzt am 8. August 1942 ein Telegramm ab. Darin notiert er seine Informationen über den beginnenden Massenmord an den europäischen Juden. Über den Leiter der britischen Sektion des Jüdischen Weltkongresses Samuel Silverman (1895-1968), der zugleich britisches Parlamentsmitglied ist, und den amerikanischen Rabbiner Stephen Wise (1874-1949) gelangt sein Bericht an das US-Außenministerium. Dort bezweifelt man zunächst dessen Wahrheitsgehalt. Dies ist der Telegrammtext, den Samuel Silverman am 29. August 1942 an Stephen Wise weiterleitet:

"Erhielt durch das Außenministerium folgende Nachricht von Riegner Genf STOP Erhielt alarmierenden Bericht in Führerhauptquartier werde Plan diskutiert und erwogen alle Juden in von Deutschland besetzten oder kontrollierten Ländern Anzahl 3,5 bis 4 Millionen nach Deportation und Sammlung im Osten mit einem Schlag auszurotten und damit die jüdische Frage in Europa ein für allemal zu lösen. Aktion geplant für Herbst. Methoden einschließlich Blausäure in Diskussion. Wir übersenden diese Information unter gebotenem Vorbehalt, da Genauigkeit nicht überprüft werden kann. Unser Informant soll enge Verbindungen mit höchsten deutschen Behörden haben und seine Berichte [sind] im Allgemeinen zuverlässig. […] Samuel Silverman."

Fußnoten

  1. "Have received through foreign office following message from Riegner Geneva STOP Received alarming report that in Fuhrers headquarters plan discussed and under consideration all Jews in countries occupied or controlled Germany number 3½ to 4 million should after deportation and concentration in East at one blow exterminated to resolve once and for all Jewish question in Europe. Action reported planned for autumn. Methods under discussion including prussic acid STOP We transmit this information with all necessary reservation, as exactitude cannot be confirmed STOP Informant stated to have close connexions with highest German authorities, and his reports generally reliable […] Samuel Silverman."

    Zitiert nach: Externer Link: United States Holocaust Memorial Museum

Dennoch bleiben offizielle Reaktionen bis Kriegsende aus. 1944 ruft Präsident Roosevelt einen Kriegsflüchtlingsausschuss (War Refugee Board) ins Leben. Dieser arbeitet mit jüdischen Organisationen, Diplomaten neutraler Länder und Widerstandsgruppen in Europa zusammen, um Juden aus Gebieten unter NS-Herrschaft zu retten. Umstrittenen Schätzungen zufolge kann der Ausschuss zur Rettung von insgesamt etwa 200.000 Juden beitragen . Darüber, ob mehr Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die USA früher interveniert hätten, wird bis heute spekuliert. Trotz vieler Hindernisse gelingt es zwischen 1933 und 1945 etwa 120.000 Juden aus dem "Dritten Reich" in die USA zu emigrieren . Die meisten kommen, bevor das NS-Regime 1941 jegliche Auswanderung verbietet.

US-Innenpolitik

Die USA stehen im Zweiten Weltkrieg für die Verteidigung von Freiheit und Demokratie in der Welt. Während in Übersee das nationalsozialistische Regime bekämpft wird, zeigen sich aber im eigenen Land umso deutlicher Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ungerechtigkeit.

Charles Coughlin redet auf einer Wahlveranstaltung in Cleveland Ohio am 10. Mai 1936. "Father" Charles Coughlin (1891-1979), ist ein bekannter Radioprediger. Er führt die antisemitische Bewegung "The Christian Front" (Die Christliche Front) an und gibt die Zeitschrift "Social Justice" (Soziale Gerechtigkeit) heraus, die immer wieder gegen Juden hetzt. 1932 unterstützt Coughlin Roosevelt im Wahlkampf, wendet sich dann aber 1934 allmählich von ihm ab. Roosevelts Interner Link: New Deal ist dem Priester u.a. in der Bankenpolitik nicht radikal genug. Coughlin gründet die National Union for Social Justice (den "Nationalen Verband für soziale Gerechtigkeit"); ab 1936 wird seine Rhetorik immer radikaler. Er lobt Hitlers und Mussolinis Politik in seinen Radioansprachen, die wöchentlich bis zu 30 Millionen Zuhörer erreichen. Nach Kriegsbeginn 1939 werden seine öffentlichen Auftrittsmöglichkeiten eingeschränkt. (© picture alliance / Everett Collection | Courtesy Everett Collection)

Besonders die afroamerikanische Bevölkerung, bei Kriegseintritt der USA mit zehn Prozent die größte Minderheit, wird weiter diskriminiert. 75 Prozent der Afroamerikaner leben in den Südstaaten, wo Interner Link: "Rassentrennung" z.B. in Schulen, Theatern und Restaurants alltäglich ist. Vor allem für jene US-Bürger, deren Vorfahren aus den verfeindeten Staaten kommen, hat der Interner Link: Kriegseintritt der USA gravierende Folgen. Nach dem japanischen Interner Link: Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 werden Bürger deutscher, italienischer und japanischer Abstammung als "enemy aliens" (feindliche Ausländer) eingestuft. Die Ausgrenzung richtet sich insbesondere gegen die japanischstämmige Bevölkerung. Insgesamt 120.000 japanischstämmige Amerikaner – ein Großteil von ihnen US-Bürger – werden ab Februar 1942 in sogenannten Relocation Camps (Umsiedlungslager) interniert. Dies beruht unter anderem auf der von Roosevelt unterzeichneten Executive Order 9066 vom 19. Februar 1942, die vom Kongress im März 1942 durch ein Gesetz umfassend bestätigt wird. Viele junge Männer melden sich aus den Lagern freiwillig zum Kriegsdienst in den Streitkräften der USA, um ihren Patriotismus zu zeigen. Insgesamt kämpfen etwa 33.000 japanischstämmige Amerikaner im US-Militär . Andere klagen gegen die Internierung. Der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) urteilt u.a. in dem Fall Korematsu v. United States am 18. Dezember 1944 darüber. Die Mehrheit der Richter rechtfertigt die Aussetzung der Bürgerrechte mit dem notwendigen Schutz der nationalen Sicherheit in einer besonderen Krisen- und Bedrohungszeit. In seinem Minderheitsvotum bezeichnet Richter Frank Murphy die Mehrheitsentscheidung als "Legalisierung von Rassismus".

Insassen des Manzanar Relocation Center in Kalifornien stehen Schlange für das Mittagessen (1943). In sieben Staaten existieren insgesamt zehn Internierungslager für die japanischstämmige Bevölkerung der USA. Die Unterkünfte bestehen aus schlecht isolierten Holzbaracken, die rudimentären Sanitätseinrichtungen müssen gemeinsam genutzt werden. (© picture-alliance / akg-images | akg-images)

"Two Vs Sweep the Nation". Der Slogan der "Double V Campaign" (Doppel-V-Kampagne) ist "Victory at home and abroad" (Sieg zu Hause und im Ausland). Die Afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung fordert, dass der Kampf gegen den Faschismus in Übersee Hand in Hand mit dem Kampf gegen die Rassendiskriminierung im eigenen Land gehen müsse. (© Externer Link: National Archives, Office for Emergency Management. Office of Civilian Defense. Public Counsel Division)

Als sich im Dezember 1944 ein Ende des Krieges abzeichnet, werden die "Gefangenen" entlassen. Nach drei Jahren, in denen sie entrechtet und ihres Eigentums beraubt eingesperrt gewesen sind, ist ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft äußerst schwierig. Erst 1988 erkennt der amerikanische Kongress das Unrecht an, das den japanischstämmigen Amerikanern angetan wurde, spricht eine offizielle Entschuldigung aus und beschließt Entschädigungszahlungen.

"Americans All" (Wir sind alle Amerikaner) ist ein Schlagwort der US-Regierung während des Krieges. Die Diskrepanz zwischen dieser Botschaft und der – nicht selten von Fremdenhass und Antisemitismus geprägten – Realität bleibt nicht ohne Konsequenzen. Sie ist ein wichtiger Antrieb für die Bürgerrechtsbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Office of War Information

Franklin D. Roosevelt unterzeichnet am 13. Juni 1942 die Dokumente zur Gründung des Interner Link: Office of War Information (OWI). Das OWI soll wahrheitsgetreu über den Kriegsverlauf informieren. Mit dieser "strategy of truth" (Strategie der Wahrheit) soll es sich klar von den Methoden des NS-Reichspropagandaministeriums abgrenzen. Weiterhin distanziert sich die Roosevelt-Administration so deutlich von der amerikanischen Propaganda im Ersten Weltkrieg. Das OWI ist in eine Domestic Branch (Inlandsabteilung) und eine Overseas Branch (Auslandsabteilung) unterteilt. Die Domestic Branch wirbt innerhalb der USA für mehr Unterstützung für den Krieg, die Overseas Branch soll außerhalb des eigenen Landes amerikanische Werte vermitteln.

Fußnoten

  1. Die "strategy of truth" ist eine OWI-Doktrin, die vor allem von Sherwood und MacLeish vertreten wurde, siehe dazu u.a. Allan M. Winkler: The Politics of Propaganda. The Office of War Information 1942-1945, New Haven/London 1978, S. 76. Oder: Nicholas Evan Sarantakes: Word Worriers: Information Operations during World War II, in: James Jay Carafano/Richard Weitz (Hg.): Mismanaging Mayhem. How Washington Responds to Crisis, Westprot/London 2008, S. 32. Oder: Justin Hart: Empire of Ideas: The Origins of Public Diplomacy and the Transformation of U.S. Foreign Policy, Oxford 2013, S.75.

Kontext: Die antiamerikanische Agitation der Nationalsozialisten

Unmittelbar nachdem Adolf Hitler den USA am 11. Dezember 1941 den Krieg erklärt hat, präsentiert das Reichspropagandaministerium unter der Leitung von Joseph Goebbels seine Strategie für die antiamerikanische Agitation. Diese sieht vor, auf unterschiedlichen medialen Kanälen sowohl die deutsche Intelligenz als auch die breite Masse von der angeblichen Kulturlosigkeit der USA zu überzeugen.

(© Deutsches Historisches Museum, Berlin) (© Verrückte neue Welt, Ernst Machek, Berlin 1943) Externer Link: United States Holocaust Memorial Museum Collection) (Universitätsbibliothek Heidelberg) Lizenz: cc by-sa/3.0/de

Die Propaganda setzt dabei oft bei vorhandenen positiven Amerika-Klischees an – Freiheit, Fortschritt, unbegrenzte Möglichkeiten – und konterkariert diese. Dekadenz, Materialismus, Kulturlosigkeit und Oberflächlichkeit sind geläufige Attribute, mit denen sie die USA in Druckschriften, Radiosendungen und Filmen versieht. Zudem verspottet das Propagandaministerium bis 1943 die militärische Schlagkraft der USA, die US-Soldaten erscheinen als kaum ernstzunehmende Gegner.

Als Reaktion auf den "Anschluss" Österreichs an das "Dritte Reich" lädt US-Präsident Roosevelt im Juli 1938 zu einer internationalen Konferenz im französischen Évian-Les-Bains ein. Vertreter von 32 Staaten beschäftigen sich mit der Situation der jüdischen Flüchtlinge. Die Hoffnungen, die Roosevelt damit weckt, werden schnell enttäuscht: Die USA empfangen die europäischen Flüchtlinge nicht mit offenen Armen. Alle Staaten bekunden zwar Mitgefühl mit den Flüchtlingen, lehnen ihre Aufnahme aber ab. Die meisten verweisen dabei auf die mit der Aufnahme verbundenen Kosten, die sie nicht tragen könnten. Als Resultat der Konferenz schließen die meisten Staaten ihre Grenzen komplett.

Bis heute wird der Film einmal jährlich in Cummington gezeigt. Seine besondere Glaubwürdigkeit basiert auf dem Einsatz von Laiendarstellern statt Schauspielern.

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Sonja Hugi, M.A. Public History, studierte Geschichte, Kommunikationswissenschaften und Grafikdesign. Als Historikerin, Autorin, Illustratorin und Grafikerin betätigt sie sich in verschiedenen Bereichen der Geschichtsvermittlung. Ihr Fokus liegt auf Themen der jüngeren deutschen Geschichte.