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Veranstaltungskalender | InfoPool Rechtsextremismus | bpb.de

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Veranstaltungskalender Termine im Feld Rechtsextremismus und -prävention

/ 60 Minuten zu lesen

Die Redaktion des InfoPools Rechtsextremismus stellt Hinweise zu Veranstaltungen und Fortbildungen aus dem Themenfeld Rechtsextremismus, Radikalisierung & Prävention zusammen.

Haben Sie einen Veranstaltungshinweis für uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: infopool@bpb.de.

Zu den Termindetails gelangen Sie, indem Sie auf den Titel der Veranstaltung klicken.
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Regelmäßige Angebote und mehrtägige Veranstaltungen

Oktober 2026

November 2026

Dezember 2026

Februar 2027

März 2027

Mai 2027

Regelmäßige Angebote und mehrtägige Veranstaltungen

Online-Sicherheitssprechstunde

Um auf die akuten Bedrohungen von Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft durch rechtsextreme Kampagnen und Angriffe zu reagieren, bietet der Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention monatlich eine Online-Sicherheitssprechstunde an.

Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Bedrohung durch rechtsextreme Akteurinnen und Akteure zu sensibilisieren und den Austausch der Betroffenen zu fördern. In den Sprechstunden werden Themenschwerpunkte gesetzt und Inputs gegeben, das Wichtigste ist aber der Austausch zwischen den Teilnehmenden.

Das Thema für die nächste Sicherheitssprechstunde wird jeweils auf der Webseite einige Tage vor der Veranstaltung bekanntgegeben. Informationen dazu finden Sie Externer Link: hier.

Termin: Einmal im Monat, 16:00 bis 17:30 Uhr, nächster Termin: 11. November 2026
Ort: Online
Veranstalter: Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention

Online-Angebot: „Vertiefte Fallarbeit für Vertreterinnen und Vertreter der behördlichen Präventionsarbeit"

Es handelt sich hierbei um ein fortlaufendes Angebot, zu dem Sie jederzeit bei Bedarf einsteigen können. Es richtet sich insbesondere an Vertreterinnen und Vertreter der behördlichen Präventionsarbeit. Im Vorhinein kann zunächst auch bilateral über die Bedarfe und die aktuelle Gruppenkonstellation gesprochen werden.

Es wird in den Terminen Zeit dafür genommen, eine bei Ihnen ratsuchende Person in ihrem Gewordensein besser zu verstehen, biografische Handlungsmotive abzuleiten und Handlungsoptionen zu erweitern. Die Kontinuität über mehrere Termine hinweg hilft dabei, eine Vertiefung zu erzielen, Veränderungen nachzuvollziehen und zu reflektieren. Hierbei greift der Veranstalter auf bewährte Methoden und einen festen methodischen Rahmen zurück, ergänzt um eine psychiatrisch-psychotherapeutische Perspektive. Das Seminar wird durch zwei bis drei psychologische Psychotherapeutinnen bzw. Psychiaterinnen mit analytischer und tiefenpsychologischer Ausrichtung geleitet.

Nähere Informationen zum Konzept und Ablauf der vertieften Fallarbeit erhalten Sie bei der Anmeldung.

Für weitere Informationen und zur Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Das Angebot findet jeden 1. und 3. Montag im Monat statt, immer 16:30 bis 18:00 Uhr, Online über MS Teams.

Die Teilnahme an mehreren Terminen ist durchaus erwünscht. Sie hilft dabei, eine Vertiefung zu erzielen, Veränderungen nachzuvollziehen und zu reflektieren. Hierbei werden bewährte Methoden und ein fester methodischer Rahmen verwendet.

Termin: Regelmäßiges Angebot, jeden ersten und dritten Montag im Monat, 16:30 bis 18:00 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: nexus – Psychotherapeutisch-psychiatrisches Beratungsnetzwerk

Online-Angebot: „Fallberatung für Fachkräfte der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“

Beratungsfachkräfte in der Distanzierungs- und Ausstiegsbegleitung kommen in ihrem Berufsalltag mit Menschen in Kontakt, die (oder deren Angehörige) sich aus unterschiedlichen Motiven religiös oder politisch begründeten extremistischen Angeboten zuwenden. Dies können Jugendliche oder Erwachsene sein, Personen im frühen Stadium einer Radikalisierung oder auch Personen, die bereits stärker ideologisiert sind. Es können Menschen sein, die bereits polizeilich auffällig wurden oder aufgrund entsprechender Delikte inhaftiert sind.

Um ins Gespräch zu kommen und bei einem Distanzierungsprozess zu unterstützen, ist es wichtig (De-)Radikalisierungsverläufe zu verstehen. Bei Hinwendungsprozessen spielen soziale und psychische Faktoren eine Rolle. Deren Zusammenwirken zu berücksichtigen ermöglicht unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und mehr Handlungssicherheit zu gewinnen. Im Zentrum der Arbeit stehen daher folgende Aspekte:

  • Menschen in ihrem Gewordensein verstehen Hypothesen zu biografischen und motivationalen Prägungen und Verstrickungen entwickeln

  • Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Modelle und Konzepte (z. B. Mentalisierung, epistemisches Vertrauen)

  • Einbringen von psychotherapeutisch-psychiatrischem Fachwissen

Arbeiten Sie mit psychisch belasteten Klientinnen und Klienten, kann ein Austausch zu solchen oder ähnlichen Fragen stattfinden:

  • Wie lassen sich das Erleben und die Erfahrungen meiner Klientinnen und Klienten besser verstehen?

  • Wie lassen sich Motive und Bedürfnisse im Zusammenhang mit extremistischen Ideologien, Gruppen und Gewalt sowie die Wechselwirkung zwischen Psychodynamik und Radikalität genauer einordnen?

  • Wie gelingt der Aufbau eines stabilen Kontakts zu einem schwer erreichbaren Menschen?

  • Wie lassen sich schwer erreichbare Klientinnen und Klienten für einen (psychotherapeutischen) Beratungsprozess gewinnen?

  • Welche medizinischen, psychotherapeutischen oder anderen fachlichen Interventionen könnten für den weiteren Beratungsprozess hilfreich oder notwendig sein?

  • Wie können Selbst- und Fremdgefährdungen sowie Hinwendungsrisiken genauer eingeschätzt werden?

  • Wie kann mit Krisen und Risiken des Rückfalls umgegangen werden?

  • Welche Handlungsoptionen und Hilfesysteme stehen zur Verfügung?

  • Wie kann man selbst mit besonderen Herausforderungen bei der Arbeit mit psychisch belasteten Klientinnen und Klienten umgehen?

Nach Ihrer Kontaktaufnahme wird Ihnen ein Termin per Mail angeboten, um über Ihr Anliegen bzw. Ihren Fall zu sprechen.

Mehr Informationen über das Angebot finden Sie Externer Link: hier.

Termin: Regelmäßiges Angebot, Termine nach Absprache
Ort: Online
Veranstalter: nexus – Psychotherapeutisch-psychiatrisches Beratungsnetzwerk

E-Learning-Qualifizierung für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe zu Weltanschauungs- und Extremismusbeauftragten

„WelEx“ ist ein bundesweites E-Learning-Angebot des Interdisziplinären Zentrums für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung (IZRD) für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Schwerpunkt Kinderschutz im Kontext von extremistischen und antidemokratischen Weltanschauungen. Über einen modularen Qualifizierungskurs werden Mitarbeitende in Jugendämtern und angrenzenden Institutionen im Umgang mit extremismusbezogenen Kinderschutzfällen geschult. Ziel ist es, Fachwissen zu stärken, Handlungssicherheit in der Fallarbeit zu erhöhen und langfristig spezialisierte Ansprechpartner zu etablieren, die auch als Schnittstelle zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten fungieren.

Die Inhalte gliedern sich in sechs Module: Religion und Weltanschauung, Radikalisierung und Extremismus, weltanschaulicher Kinder- und Jugendschutz, Casemanagement und Gesprächsführung, Netzwerk- und Zusammenarbeit sowie eigene Sicherheit und Selbstfürsorge. Eine Teilnahme ist seit dem März 2026 möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Für weitere Informationen und zur Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: Regelmäßiges Angebot, innerhalb von sechs Monaten zu absolvieren
Ort: Online
Veranstalter: Interdisziplinäres Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung (IZRD)

Fachkräfte-Sprechstunde: „Sprechstunde für Fachkräfte und Beraterinnen und Berater im Feld der Radikalisierungsprävention“

Im Rahmen der bundesweiten Projektarbeit bieten Mitglieder des Projekts nexus – Psychotherapeutisch-Psychiatrisches Beratungsnetzwerk spezialisierte psychologische, psychotherapeutische und psychiatrische Fallhilfen an, die Beratungsfachkräfte bedarfsorientiert in ihrer Arbeit unterstützen können. Neben der Möglichkeit der Einzelfallberatung findet ab sofort eine Fachkräfte-Sprechstunde in einem Online-Format statt. Sie ist niedrigschwellig und kann punktuell besucht werden.

Dieses Format bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit,

  • Fälle anonymisiert vorzustellen

  • konkrete Fragestellungen zu erörtern und Fachfragen aus dem Bereich psychische Gesundheit zu stellen

  • den Raum für inhaltliche Diskussion, Reflexion und der Beantwortung von Fachfragen zu nutzen

  • Unterstützung im Umgang mit Herausforderungen oder Belastungen zu erhalten, die im beruflichen Kontext auftreten können

  • eine weitere Perspektive für Ihre Arbeit im Bereich der Distanzierungs- und Ausstiegsbegleitung gemeinsam zu entwickeln

Die Sprechstunde wird im Tandem von zwei psychologischen Psychotherapeutinnen i.A. und einem Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie i.W. moderiert.

Zielgruppe:
Für Fachkräfte und Beraterinnen bzw. Berater im Feld der Radikalisierungsprävention, insbesondere aus den Phänomenbereichen Islamismus und Rechtsextremismus.

Für zusätzliche Informationen zum Angebot klicken Sie Externer Link: hier.

Für weitere Fragen und Anmeldungen wenden Sie sich bitte an: E-Mail Link: nexus-sprechstunde@charite.de. Sie erhalten den Zugangslink per E-Mail nach formloser Anmeldung. Die Teilnahme bzw. die Beratungen sind kostenfrei.

Termin: Fortlaufend, ab Freitag, 20. Februar 2026, alle zwei Wochen (ungerade Wochen), 13:30 bis 15:00 Uhr
Ort: Online über MS Teams
Veranstalter: nexus – Psychotherapeutisch-psychiatrisches Beratungsnetzwerk

E-Learning-Fortbildung: „Extremistische Einstellungen in der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung - Radikalisierungsprozesse wahrnehmen - einschätzen - handeln“

Die E-Learning-Fortbildung vermittelt Grundlagenwissen zum Thema Extremismus, erläutert Einflussfaktoren und Entwicklungswege von Radikalisierungsprozessen und geht speziell auf deren Auswirkungen auf die Krankenbehandlung ein. Wesentliche Aspekte dabei sind wie Radikalisierungsprozesse bei Patientinnen und Patienten wahrgenommen und angesprochen werden können, welchen Einfluss sie auf die Behandlung nehmen können und wann und vor allem wie sie therapeutisch einzubinden sind. Dabei wird auf Behandlungssituationen mit erwachsenen Personen, aber auch mit Jugendlichen eingegangen.

Zielgruppe:
Die E-Learning-Fortbildung richtet sich an Angehörige von Heilberufen, die sowohl mit erwachsenen Patientinnen und Patienten arbeiten, aber auch mit Kindern und Jugendlichen. An verschiedenen Stellen wird ganz gezielt auf die Altersgruppe der Minderjährigen eingegangen.

Ziele:
Ziel der E-Learning-Fortbildung ist es, ein sicheres Gefühl im Umgang mit Patientinnen und Patienten zu gewinnen, die eine extremistische Einstellung teilen, Radikalisierungsprozesse im Rahmen von Behandlung und Therapie besser einschätzen zu können und zum Thema zu machen.

Zudem ist Ziel der Fortbildung, die Kooperation und Vernetzung verschiedener Stellen miteinander zu fördern, indem innerhalb verschiedener Module beispielsweise auch Einblick in die Arbeit der Sicherheitsbehörden und der deutschlandweit tätigen Fachberatungsstellen für Deradikalisierung gegeben wird und Möglichkeiten der Kooperation vorgestellt werden.

Aufgrund der Komplexität des Themas wurde die Fortbildung in einem interdisziplinären Team entwickelt, das sich aus Fachkräften aus Heilberufen, den Sicherheitsbehörden und einem Team an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener fachlicher Richtungen zusammensetzt.

Die Inhalte der E-Learning-Fortbildung orientieren sich vor allem an praktischen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit extremistischer Einstellung oder in Verbindung mit der Behandlung von Angehörigen. Die Fortbildung gliedert sich in vier Module mit jeweils vier beziehungsweise fünf Lerneinheiten, die für 180 Tage nach der Freischaltung verfügbar sind und zeitlich flexibel und unabhängig von Anderen bearbeitet werden können. Diesen Lerneinheiten enthalten:

  • Basiswissen zu den Phänomenbereichen Rechtsextremismus, Islamismus, Linksextremismus sowie zu aktuellen Strömungen, die u.a. durch Verschwörungsglauben geprägt sind

  • Erklärungsansätze für Radikalisierung und Deradikalisierung, Rolle psychischer Erkrankungen im komplexen Bedingungsgefüge

  • Hinweise auf Radikalisierungsprozesse, Gesprächsführung für konkrete Behandlungssituationen

  • Stellenwert von extremistischen Einstellungen im Behandlungs-/ Therapiesetting

  • Umgang mit Gefährdungssituationen, rechtliche Grundlagen

  • Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen, Aspekte der Kindeswohlgefährdung

  • Aufgaben der Sicherheitsbehörden und Vorstellung von Fachberatungsstellen der Extremismusprävention zur Vernetzung und Kooperation

Eine Bescheinigung der Teilnahme kann ab Start der Kursbearbeitung heruntergeladen werden. Um das Zertifikat mitsamt der CME-Fortbildungspunkte zu erhalten, müssen am Ende jeder Lerneinheit Prüfungsfragen beantwortet werden. Von den fünf vorgegebenen Antworten ist jeweils eine Antwortmöglichkeit korrekt. Eine einzelne Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 70 Prozent der Fragen richtig beantworten wurden. Bei einem Nicht-Bestehen der Prüfung sind zwei weitere Versuche möglich.

Mehr Informationen über die Fortbildung finden Sie Externer Link: hier.

Termine: Regelmäßiges Angebot, innerhalb von 6 Monaten zu absolvieren
Ort: Online
Veranstalter: Universitätsklinikum Ulm

Vortrag: „Droht ein neuer ‚Faschismus'?"

Weltweit befinden sich die liberalen Demokratien in einer tiefen Krise, so der Demokratieindex des britischen Magazins ‚The Economist‘. Demnach erfüllen aktuell nur noch 25 Länder die Kriterien einer „vollständigen Demokratie“. Autoritäre Tendenzen nehmen zu: Beispiele sind die Türkei, USA und Argentinien. Auch in Deutschland haben viele Menschen das Gefühl, dass die Demokratie nicht mehr funktioniert und/oder dass sie gefährdet ist. Parolen wie „Nie wieder ist jetzt“ legen nahe, dass es Parallelen zwischen den letzten Jahren der Weimarer Republik und der (deutschen) Gegenwart gibt. Wie stimmig ist dieser historische Vergleich und droht Deutschland ein neuer „Faschismus“? Was zeichnet den historischen Faschismus in Deutschland und Italien aus? Was genau ist gegebenenfalls „neu“? Und unabhängig davon, wie gefährlich ist die Krise der liberalen Demokratie in unserem Land?

Der Referent Klaus Neumann ist Historiker und Kulturwissenschaftler.

Nähere Informationen zu dem Vortrag erfahren Sie Externer Link: hier.

Termin: 1. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Torgau

Termin: 2. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Zittau

Termin: 26. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Bautzen

Termin: 27. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Schkeuditz

Termin: 28. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Delitzsch

Termin: 29. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Grimma

Termin: 30. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Lichtenstein

Veranstalter: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

Workshop: „Haltung zeigen – Argumentationstraining gegen Stammtischparolen, Extremismus und Populismus zur Stärkung demokratischer Werte und Kommunikation“

Extremistische und populistische Akteure versuchen den öffentlichen Diskurs zu stören und für sich zu vereinnahmen. Fake News, Desinformation, Verschwörungsmythen sowie die gezielte Provokation und Einschüchterung von Gesprächspartnerinnen und -partnern gehören dabei zum Repertoire dieser Akteure. Insbesondere der digitale Raum wirkt als Verstärker und beschleunigt die Verbreitung antidemokratischer Behauptungen und Legenden.

Menschen in demokratierelevanten Berufen, wie in Diensten und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege, sind von dieser Entwicklung in besonderer Weise betroffen. Sie leisten einen zentralen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, vermitteln demokratische Werte und ermöglichen soziale Teilhabe. Durch den engen Kontakt mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sehen sie sich jedoch immer häufiger gezielten und strategisch eingesetzten extremistischen oder populistischen Äußerungen ausgesetzt.

Ziel des Workshops ist es, die kommunikativen Handlungskompetenzen der Teilnehmenden zu stärken und ihre persönliche Resilienz im Umgang mit extremistischen und populistischen Aussagen zu fördern. Die Teilnehmenden lernen, entsprechende Argumentationsmuster frühzeitig zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und demokratische Einstellungen und Überzeugungen selbstbewusst zu vertreten.

Der Workshop konzentriert sich ausschließlich auf das persönliche Gespräch und behandelt keine Aspekte der Online-Kommunikation. Er richtet sich an alle Berufsgruppen der Freien Wohlfahrtspflege.

Das Programm des zweitätigen Workshops finden Sie Externer Link: hier. Den Anmeldungslink und weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier: Externer Link: Termin im Oktober, Externer Link: Termin im Dezember. Bei Fragen wenden Sie sich an: E-Mail Link: info@caritas-campus.de.

Die Veranstaltung findet an mehreren Terminen statt:

Termin: 29. und 30. Oktober 2026, jeweils 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Köln
Termin: 7. und 8. Dezember, jeweils 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Köln

Veranstalter: Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW, Landeszentrale für politische Bildung NRW und Verfassungsschutz NRW

Filmreihe mit Podiumsgespräch: „jung und radikal“

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt Sie herzlich zu den vier Vorführungen der Filmreihe "jung und radikal" im Kino Movie Star in Neustrelitz ein.

Wie kommt es dazu, dass junge Menschen sich radikalen Ideologien oder Gruppen anschließen? Welche Rolle spielen persönliche, soziale und politische Faktoren in diesem Prozess? Und was bedeutet dies für die Betroffenen selbst, ihre Familien und die Gesellschaft als Ganzes?

Die Filmreihe greift diese Fragen auf und lädt dazu ein, Radikalisierungsprozesse bei jungen Menschen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Im Anschluss an die Vorführungen finden moderierte Podiumsgespräche mit Filmschaffenden und inhaltlichen Expertinnen und Experten statt, die die Filminhalte einordnen und erläutern. Das Publikum hat die Gelegenheit, sich einzubringen und eigene Fragen zu stellen.

Weitere Informationen finden Sie Externer Link: hier.

Termine:
02.11.2026: „Rabia“, 19:00 Uhr
16.11.2026: „How to Blow Up a Pipeline“, 19:00 Uhr
30.11.2026: „Mit der Faust in die Welt schlagen“, 19:00 Uhr
Ort: Neustrelitz
Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Workshop-Reihe: „Radikal höflich“

Ob im Internet, auf der Arbeit, an der Uni oder Schule, in der Familie oder im Freundeskreis: Rechtspopulistische Sprache und Verschwörungsmythen gehören mittlerweile zum Alltag und polarisieren gesellschaftliche Debatten.

Die Workshop-Reihe vermittelt, wie menschenverachtenden Parolen widersprochen werden kann. Die Teilnehmenden erwartet eine Mischung aus verschiedenen Inputs, praktischen Übungen und moderierter Diskussion. Sie erhalten anwendbares Basiswissen über Rechtspopulismus, werden für seine Auswirkungen im Alltag sensibilisiert und lernen, verschiedene Situationen und den Umgang mit ihnen zu differenzieren.

Die Veranstaltungen können einzeln oder in Kombination gebucht werden. Die Inhalte der Workshops haben zum Teil eine etwas andere inhaltliche Ausrichtung. Mehr Informationen zu ihnen finden Sie Externer Link: hier.

Anmelden können Sie sich Externer Link: hier.

Termine:

„Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren“: 2. November 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr

„Radikal höflich um Umgang mit Rechtspopulismus in den Sozialen Medien“: 3. November 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr

„Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren“: 15. Dezember 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr

„Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren“: 16. Dezember 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr

Ort: Rendsburg
Veranstalter: Nordkolleg Rendsburg und Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein

Veranstaltungsreihe: „Digitaler Extremismus – Scrollen in die Radikalisierung? Extremistische Online-Welten und ihre Wirkung auf Jugendliche“

Die Abendveranstaltungen geben einen Überblick über Strategien, Inhalte und Kommunikationsformen extremistischer Akteure auf Social Media – insbesondere im Hinblick auf ihre Versuche, junge Menschen zu beeinflussen und zu radikalisieren. Soziale Medien sind fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Sie dienen der Kommunikation, Information und Unterhaltung – und prägen zunehmend politische Meinungsbildungsprozesse. Doch neben Chancen birgt die digitale Welt auch erhebliche Risiken: Extremistische Akteure nutzen digitale Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube, um Jugendliche emotional anzusprechen, politische Botschaften zu vermitteln und sie schrittweise in radikale Denk- und Deutungsmuster hineinzuziehen.

Das birgt Gefahren für die demokratische Einstellung und Haltung junger Menschen – und stellt insbesondere Lehrkräfte, Eltern und pädagogische Fachkräfte vor die Aufgabe, junge Menschen im Umgang mit extremistischen Online-Inhalten zu stärken. Die 90-minütigen Veranstaltungen zeigen anhand aktueller Bei-spiele extremistische Online-Strategien im islamistischen und/oder rechtsextremen Spektrum und deren Wirkungsweisen auf Jugendliche auf und stellen pädagogische Handlungsansätze sowie geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Prävention vor.

Übersicht der Termine:

  • 3. November 2026: VHS Neuss (Rechtsextremismus)

  • 1. Dezember 2026: VHS Datteln (Rechtsextremismus)

  • 8. Dezember 2026: VHS Frechen (Rechtsextremismus und Islamismus)

Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner:

Mehr Informationen über diese Veranstaltung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 3. November bis 8. Dezember 2026, 18:30 bis 20:00 Uhr
Ort: NRW-weit / Online
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen

Veranstaltungsreihe: „nexus.dialog – Radikalisierung verstehen. Perspektiven erweitern.“

Adoleszenz – der Übergang vom Kindesalter zum Erwachsenenalter – ist eine Zeit intensiver Selbstsuch, der emotionalen Umbrüche und existenziellen Fragen. Ein Lebensabschnitt, der turbulent verlaufen kann. In dieser vulnerablen Phase können Gefühle, traumatische Erfahrungen oder das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Sinn eine besondere Rolle für Hinwendungsprozesse zu extremistischen Ideologien spielen.

Die Veranstaltungsreihe „nexus.dialog“ widmet sich 2025 und 2026 der Frage, wie radikale Weltbilder und extremistische Gruppenzugehörigkeiten als Bewältigungsversuche adoleszenter und psychosozialer Krisen verstanden werden können. Dabei werden sowohl individuelle als auch soziale Dynamiken der Radikalisierung in der Adoleszenz beleuchtet.

Im Rahmen von Online-Veranstaltungen ist das Ziel, mit Vorträgen und praxisnahen Diskussionen gemeinsam mit den Teilnehmenden neue Perspektiven zu diesem Themenschwerpunkt zu entwickeln.

Zielgruppen: Fachkräfte aus der psychosozialen Beratung, Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit, Pädagogik, Psychotherapie, sozialen Arbeit, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft.

Weitere Informationen finden Sie auf Externer Link: dieser Seite des Trägers.

Für Rückfragen und Anmeldungen kontaktieren Sie Herrn Heiner Vogel und Frau Clara-Sophia Adamidis unter folgender Mail-Adresse: E-Mail Link: nexus-fachstelle@charite.de

Programm:

  • 9. November 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr: „Kränkung und Ressentiment: Risikofaktoren für Radikalisierungsprozesse?“ (Anne-Kathrin Oelmann)

  • 7. Dezember 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr: „Abschlussrunde & Ausblick“

Termin: 9. November und 7. Dezember 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: nexus – Psychotherapeutisch-Psychiatrisches Beratungsnetzwerk

Veranstaltungsreihe „Schutz für die Zivilgesellschaft. Konzepte gegen demokratiefeindliche Angriffe“: „Expert*innengespräche zu spezifischen Schutzbereichen“

Zivilgesellschaftliche Organisationen sind zunehmend Ziel demokratiefeindlicher Angriffe: Hassnachrichten und Desinformation im Netz, Einschüchterung im öffentlichen Raum, juristische Angriffe oder gezielte Diskreditierung. Die Veranstaltungen sollen Organisationen dabei unterstützen, die für sie relevanten Bedrohungen zu identifizieren und konkrete Schutzmaßnahmen zu entwickeln. In den Gesprächen wird spezifisches Wissen vermittelt und es können gezielt Fragen an die Expertinnen und Experten gestellt werden.

Interessierte können sich entweder für mehrere oder nur für ein einzelnes Gespräch anmelden.

Es finden noch drei Gespräche statt:

„Gegenrechtsschutz (Gesellschaft für Freiheitsrechte) – Juristische Angriffe“ (10. November 2026): Der Gegenrechtsschutz von FragDenStaat und der Gesellschaft für Freiheitsrechte unterstützt juristisch gegen autoritäre Verwaltung und rechtliche Angriffe von rechts. Er vermittelt Anwältinnen und Anwälte. Im Gespräch macht Rechtsanwalt Jannik Jaschinski damit vertraut, welche juristischen Angriffe drohen können und wie damit umgegangen werden kann.

„Austausch mit der Polizei Köln“ (17. November 2026).

„Mobile Beratung gegen Rechts Köln – Extrem rechte Akteure in Köln“ (10. Dezember 2026): Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln ist ein Beratungsangebot für alle, die sich mit den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzen wollen oder müssen. Teil der Arbeit sind auch die Analyse und das Monitoring rechtsextremer Aktivitäten im gesamten Regierungsbezirk Köln. Vor diesem Hintergrund geben zwei Mitarbeitende der Mobilen Beratung einen Überblick über rechtsextreme Akteurinnen und Akteure in Köln und Umgebung.

Eine Anmeldung ist notwendig. Der genaue Veranstaltungsort wird nach der Anmeldung bekanntgegeben. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sowie zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Termine:
10. November 2026, 11:00 bis 12:30 Uhr
17. November 2026, 10:00 bis 12:00 Uhr
10. Dezember 2026, 12:00 bis 14:00 Uhr
Ort: Köln
Veranstalter: Partnerschaft für Demokratie Köln

Tagung: „Politischer Extremismus – Herausforderung für Gesellschaft und Justiz“

Politischer Extremismus in seinen unterschiedlichen Ausprägungen — Ausländerextremismus, Linksextremismus und Rechtsextremismus — stellt die freiheitliche Demokratie vor vielfältige Herausforderungen. Ausgehend von der Darstellung des aktuellen Lagebilds der extremistischen Szenen und der voneinander zu unterscheidenden Begrifflichkeiten, die sich unter dem Sammelbegriff des politischen Extremismus verbergen, werden aus unterschiedlicher Sicht die verschiedenen Ursachen und Erscheinungsformen extremistischer Betätigung einer Analyse unterzogen, die Auswirkungen auf die innere Sicherheit untersucht und Möglichkeiten angemessener und wirkungsvoller staatlicher und gesellschaftlicher Reaktionen diskutiert. Dabei sollen auch die Rolle der Justiz und die strafrechtliche Bekämpfung des Terrorismus auf nationaler und internationaler Ebene beleuchtet werden.

Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Die Tagung wird auch im Rahmen des European Judicial Training Network (EJTN) ausgeschrieben. Sie ist im besonderen Maße auch für ausländische Teilnehmerinnen und Teilnehmer geeignet.

Weitere Informationen zu der Tagung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 15. bis 20. November 2026
Ort: Trier
Veranstalter: Deutsche Richter Akademie

Workshop: „Mythos Neutralität. Bildungsauftrag Demokratie“

Wenn es um politische Inhalte geht, stellt sich immer wieder die Frage, was Lehrerinnen und Lehrer dürfen und was nicht. Hinzu kommt, dass politische A Akteure Schulen in den Blick nehmen und Verstöße gegen die vermeintliche Neutralität skandalisieren.

In dem Workshop geht es darum, was Schulen menschen- und demokratiefeindlichen Positionen sowie gezielter Einflussnahme entgegensetzen können. Es wird insbesondere der schul- und beamtenrechtliche Rahmen für die Arbeit an der Schule dargelegt.

Die Veranstaltung ist für alle Berliner Lehrkräfte und das sozialpädagogische Personal an Schulen offen.

Für weitere Informationen sowie zur Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termine:
17. November 2026, 17:00 bis 18:30 Uhr
25. November 2026, 17:00 bis 18:30 Uhr
Ort: Berlin
Veranstalter: GEW Berlin

Online-Zertifikatskurs: „NetzHelden 60+“

Wie lassen sich Verschwörungserzählungen und rechtsextreme Inhalte im digitalen Raum erkennen und einordnen? Das kostenfreie Kursangebot „NetzHelden 60+“ richtet sich an Menschen ab 60 Jahren und vermittelt in vier aufeinander aufbauenden Online-Modulen Kompetenzen für einen souveränen Umgang mit demokratiefeindlichen Inhalten im Netz. Themen sind unter anderem digitale Öffentlichkeit, Radikalisierung im Internet, der Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.

Module:

  • Modul 1: „Durchblick im Netz: Die neue digitale Öffentlichkeit“

  • Modul 2: „Radikalisierung im Internet: Verschwörungsdenken & Rechtsextremismus online“

  • Modul 3: „Souverän online kommunizieren: kompetent umgehen mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Verschwörungsdenken“

  • Modul 4: „Aktiv werden als NetzHeld*in: digitale Strategien und Werkzeuge“

Termine::

  • 17. November 2026: Modul 1

  • 19. November 2026: Modul 2

  • 24. November 2026: Modul 3

  • 26. November 2026: Modul 4

Zur Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termine: 17. November bis 26. November 2026, 17:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Interdisziplinäres Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung (IZRD)

Seminar: „Die Neue Rechte und die soziale Frage – Wirtschaftspolitik für Alle oder für Wenige?“

Das Seminar beleuchtet die Grundlagen rechtsextremer Wirtschaftspolitik und die historischen sowie ideologischen Wurzeln, die bis zum Nationalsozialismus zurückreichen. Teilnehmende erwartet eine intensive Auseinandersetzung mit aktuellen Programmen rechtsextremer Parteien in Deutschland und Europa. In Vorträgen, Diskussionen und einem abschließenden Planspiel werden die Strategien dieser Parteien analysiert und ein kritischer Blick auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen einer solchen Wirtschaftspolitik geworfen.

Das Seminar richtet sich an alle, die sich mit den wirtschaftspolitischen Ansätzen der „Neuen Rechten“ und deren Auswirkungen auf die soziale Gerechtigkeit auseinandersetzen möchten. Vorkenntnisse werden nicht benötigt.

Für weitere Informationen, das genaue Programm sowie für die Anmeldung zum Seminar klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 30. November bis 4. Dezember 2026, ab 14.45 Uhr (1. Tag), bis 13 Uhr (letzter Tag)
Ort: Kochel am See
Veranstalter: Georg-von-Vollmar-Akademie

Fortbildung: „Was los im Feed? – Radikalisierungsprävention zwischen Algorithmus und pädagogischem Anspruch

Welche Inhalte junge Menschen in ihren Feeds sehen, bestimmen zu einem großen Teil Empfehlungssysteme. Menschenverachtende Aussagen und rechtsextreme Narrative erreichen Jugendliche deshalb nicht nur über einschlägige Kanäle, sondern beim ganz normalen Scrollen. Was bedeutet das für eine pädagogische Arbeit, die Jugendliche ernstnehmen und begleiten will? Wie lassen sich rechtsextreme Gesprächsmuster im Netz erkennen, und wie kann man darauf reagieren, ohne bei reiner Faktenkorrektur oder Konfrontation stehen zu bleiben?

Die zweiteilige Online-Fortbildung setzt bei den Strukturbedingungen an. Das erste Modul befasst sich mit Plattformlogiken, algorithmischer Verstärkung und den Kommunikationsstrategien rechtsextremer Akteurinnen und Akteure, also mit Codes, Narrativen und Mustern, die in Kommentarspalten, Kurzvideos und Online-Diskussionen auftauchen. Das zweite Modul stellt Handlungsfelder und Methoden der Online-Distanzierungsarbeit vor. An Fallbeispielen aus der Praxis wird nachvollziehbar, wie Kontaktaufnahme und Gesprächsführung im Netz ablaufen, wo affektive Ansprache ansetzt und welche Rolle Prebunking spielen kann. Außerdem geht es um den Umgang mit menschenverachtenden Kommentaren, um ethische Leitplanken für pädagogisches Handeln im digitalen Raum und um die Frage, was sich aus der Online-Arbeit in die offene Jugendarbeit und Schulsozialarbeit übertragen lässt.

Die Fortbildung richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der offenen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit, die in ihrem Arbeitsalltag mit Hass im Netz und Online-Radikalisierung in Berührung kommen.

Für weitere Informationen zu der zweitägigen Veranstaltung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin (Modul 1): 3. Dezember 2026, 9:00 bis 11:30 Uhr
Termin (Modul 2): 10. Dezember 2026, 9:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Distanz e.V.

Kollegiale Fallberatung: „Umgang mit rechtsextremen Vorfällen an Schulen“

Ob Hakenkreuzschmierereien auf dem Schulklo, rechte Memes im Klassenchat, diskriminierende Sprüche im Unterricht oder dem Pausenhof: Rechtsextreme und diskriminierende Vorfälle stellen Schulen vor komplexe pädagogische Herausforderungen.

Pädagogische Fachkräfte stehen dabei häufig vor Fragen wie: Wie können wir solche Situationen einordnen? Wie können wir angemessen reagieren und Gespräche führen? Welche nächsten Schritte sind sinnvoll und wer kann uns dabei unterstützen?

Die steigende Zahl von Beratungsanfragen aus Schulen macht deutlich, wie wichtig fachliche Begleitung und ein strukturierter Austausch über Herausforderungen aus der schulischen Praxis sind. Die kollegiale Fallberatung schafft dafür einen geschützten Rahmen. Konkrete Situationen oder Fragestellungen werden gemeinsam reflektiert. Die Teilnehmenden bringen ihre Erfahrungen und fachlichen Perspektiven ein, gewinnen neue Sichtweisen und entwickeln mögliche Handlungsansätze.

Das Angebot richtet sich an pädagogische Fachkräfte an Schulen im Bundesland Bremen, insbesondere an Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter sowie pädagogische Mitarbeitende. Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Fälle und Fragestellungen einzubringen.

Weitere Informationen sowie den Link zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Termine:
11. Februar 2027, 15:00 bis 18:00 Uhr
17. Juni 2027, 15:00 bis 18:00 Uhr
18. November 2027, 15:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Bremen
Veranstalter: Jugendbildungsstätte LidiceHaus

Oktober 2026

Seminar: „Gefährliches Erbe – Geschichte und Gegenwart von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus“

Für die christliche Theologie ist die kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus von zentraler Bedeutung für die Aufarbeitung eigener Gewalttraditionen. Christlicher Antijudaismus und Antisemitismus sind noch heute präsent und prägen gesellschaftliche und kirchliche Auseinandersetzungen.

Welches sind die zentralen Ideologieelemente des Antijudaismus? Wie haben die Kirchen ihre Theologie nach 1945 verändert? Welche antijüdischen Stereotype sind auch heute noch in der Alltagskultur präsent, und welche Folgen haben diese?

Das Online-Seminar der BAG K+R soll eine Einführung in Geschichte und Gegenwart von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus geben. Vorkenntnisse in Theologie sind nicht erforderlich. Das Seminar findet im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 28. Oktober 2026, 15:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus

Fachtag: „PERSIST – Projekt zur nachhaltigen Entwicklung, Rehabilitation und Sozialen Integration von Kindern aus extremistischen Familienstrukturen“

Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe, Sicherheitsbehörden, Beratung, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und teilt zentrale Befunde aus drei Jahren qualitativer Forschung, datengestützter Modellentwicklung und operativer Fallarbeit zu den Themen:

  • Entwicklung und langfristige Bedürfnisse von Kindern aus Familien mit Extremismusbezügen

  • Kinderschutz und familiäre Integration im Spannungsfeld von Ideologien und Loyalitätskonflikten

  • Erreichbarkeiten von Prävention vs. Stigmatisierung: legitime Interventions- und Unterstützungsgrundlagen

  • nachhaltige Handlungsmöglichkeiten und Kooperationsfähigkeiten von zivilgesellschaftlichen und behördlichen Institutionen

Für weitere Informationen und zur Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier. Anmeldeschluss ist der 1. Oktober 2026.

Termin: 28. Oktober 2026, 9:30 bis 17:00 Uhr
Ort: Kassel
Veranstalter: Kompetenzzentrum für Deradikalisierung und Extremismusprävention im Land Bremen

Vortrag: „Wie man Populisten besiegt - Gegen den liberalen Defätismus"

Die Bundestagswahl zeigt eine geschwächte politische Mitte und erstarkende Ränder. In Europa und weltweit gewinnen rechtspopulistische Kräfte an Einfluss. Karolina Wigura analysiert Entwicklungen in Brasilien, den USA, Polen und der Slowakei und zeigt Folgen autoritärer Politik sowie demokratischer Gegenbewegungen. Die Veranstaltung fragt, wie Demokratien gestärkt und autoritäre Tendenzen eingedämmt werden können.

Die Referentin Prof. Dr. Karolina Wigura ist Soziologin, Ideenhistorikerin und Journalistin.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Für weitere Informationen sowie zur Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 28. Oktober 2026, 19:00 bis 20:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Domberg-Akademie

Vortrag: „Zum Umgang mit extrem rechten Parteien in den Kommunen“

Niedersachsen hat gewählt. Was bedeutet die stärkere Verankerung von rechtsextremen Akteurinnen und Akteuren in den Kommunen für die demokratische Kultur vor Ort? Welche Folgen hat sie für jene, die sich demokratisch engagieren? Wird die kommunale Ebene zum nächsten Experimentierfeld einer rechtsextremen Normalisierungsstrategie? Auf dieser Veranstaltung soll analysiert werden, was sich aus den Erfahrungen in ostdeutschen Kommunen mit regierenden bzw. kommunal einflussreichen Rechtsextremen für Niedersachsen lernen lässt. Außerdem soll gemeinsam diskutiert werden, welche Schlüsse und Handlungsoptionen sich aus den Kommunalwahlen in Niedersachsen ergeben.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an kommunal parlamentarisch Engagierte als auch an alle, die sich vor Ort für eine demokratische Kultur einsetzen.

Zur Anmeldung und für weitere Informationen klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 28. Oktober 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Niedersachsen

Tagung: „Gewerkschaften, die extreme Rechte und der Kampf um die Arbeiterklasse“

Der Aufstieg rechtsextremer Parteien und rechtspopulistischer Bewegungen und ihr Zuspruch in Teilen der Arbeiterschaft beschäftigt Wissenschaft und Gewerkschaften gleichermaßen. Was bislang weitgehend fehlt, sind historische Analysen langfristiger Trends und der Wurzeln des gegenwärtigen Aufschwungs des Rechtsextremismus, die Arbeitsplatzdynamiken und die Rolle von Gewerkschaften einbeziehen.

Die internationale Konferenz möchte diese Lücke schließen, indem sie die historischen und aktuellen Beziehungen zwischen Gewerkschaften und dem Rechtsextremismus in Europa und Nordamerika ab 1945 in den Fokus rückt. Sie soll einen differenzierten und vergleichenden Dialog darüber fördern, wie die organisierte Arbeiterschaft seit 1945 auf institutioneller Ebene und an der Basis auf rechtsextreme Ideologien, Parteien und Bewegungen reagiert hat.

Tagungssprachen sind deutsch und englisch, eine Übersetzung wird angeboten.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 28. bis 30. Oktober 2026, 12:30 bis 18:00 (1. Tag), 9:00 bis 18:00 Uhr (2. Tag), 9:00 bis 13:15 Uhr (3. Tag)
Ort: Berlin
Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hans-Böckler-Stiftung und IG Metall

Vortrag: „Die Entstehungsbedingungen des NSU-Komplex"

In dem Vortrag stellt die Historikerin Leonie Dellen zentrale Ergebnisse ihres Forschungsprojekts zur Jugendsozialarbeit in Jena während der Wende- und Transformationszeit vor. Im Fokus stehen die Perspektiven von Betroffenen rechter Gewalt und die Frage, welche Erfahrungen im Konzept der damaligen Jugendarbeit häufig unberücksichtigt blieben. Der Vortrag beleuchtet die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sich das spätere NSU-Kerntrio in einem Jenaer Jugendclub organisieren und radikalisieren konnte, und diskutiert die Folgen für von rechter Gewalt betroffene Menschen. Aus den historischen Erkenntnissen werden Impulse für eine rassismuskritische und demokratiestärkende Soziale Arbeit entwickelt, die Fachkräfte bei aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Rechtsextremismus unterstützen können.

Die Veranstaltung richtet sich an alle politisch Interessierten und ist kostenfrei. Weitere Informationen finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 29. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Ratzeburg
Veranstalter: Miteinander e.V.

Vortrag: „Die Mobilisierung des Ressentiments - Antisemitismus in der AfD"

Der Vortrag thematisiert, wie Rechtsextreme die liberale Demokratie ablehnen, wie sie sich dem Nationalismus und Verschwörungsideologien zuwenden und welche Rolle der Antisemitismus dabei spielt – auch in der AfD.

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Lars Rensmann spricht darüber, wie in der Partei und unter ihren Wählerinnen und Wählern Israelfeindschaft, Holocaustrelativierung, antisemitisches Verschwörungsdenken und judenfeindliche Bilder einen prominenten Platz einnehmen. Er beschreibt, wie die Konstruktion einer „korrupten globalisierten Elite“ und das Feindbild einer imaginierten liberalen globalistischen Weltregierung, die hinter sämtlichen Krisen und einem „großen Bevölkerungsaustausch“ stünde, fest zur mobilisierten Vorstellungswelt gehört, an die sich die Idee von der jüdischen Weltverschwörung anschließen kann.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.

Für weitere Informationen zu der kostenfreien Veranstaltung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Anmelden können Sie sich über die Externer Link: Volkshochschule im Landkreis Amberg-Sulzbach.

Termin: 29. Oktober 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Sulzbach-Rosenberg
Veranstalter: Bündnis gegen Antisemitismus Sulzbach-Rosenberg

Fortbildung im Rahmen von „Qualifizierung Jugendarbeit“: „Gaming als Spielfeld – Wie Extremismus digitale Räume nutzt“

Der Vortrag gibt einen Einblick, wie rechtsextreme Akteurinnen und Akteure digitale Spiel- und Kommunikationsräume für ihre Zwecke einsetzen. Er zeigt auf, welche Strategien zur Ansprache und Radikalisierung genutzt werden und warum gerade digitale Spielwelten dafür anfällig sind. Dabei wird gezeigt, welche Plattformen und Kommunikationskanäle besonders relevant sind und wie sich extremistische Inhalte oft subtil in Chats, Memes oder Spielinhalte einbetten. Abschließend geht der Vortrag der Frage nach, welche Präventions- und Gegenmaßnahmen möglich sind – sowohl auf Seiten von Plattformbetreibern als auch im pädagogischen und gesellschaftlichen Kontext. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Dynamiken digitaler Räume zu schaffen und Handlungssicherheit im Umgang mit problematischen Entwicklungen zu vermitteln.

Zielgruppe sind Mitarbeitende in Organisationen, Vereinen, Verbänden, Einrichtungen und Angebotsformen der Jugendarbeit sowie Fachkräfte der politischen Bildung.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 30. Oktober 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung, Sportjugend Niedersachsen, Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit, Landesjugendring Niedersachsen, Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie

November 2026

Workshop: „Kommunikationsstrategien für Demokratie"

In Sachsen verorten sich junge Menschen zunehmend politisch rechts; gewaltbereite Jugendgruppen bedrohen Personen außerhalb ihres Weltbildes. Wie können Pädagoginnen und Pädagogen mit diesen Jugendlichen arbeiten?

Der Workshop vermittelt Strategien zum Umgang mit demokratiefeindlichen und diskriminierenden Aussagen im Alltag. Im Fokus stehen der Schutz Betroffener, der konstruktive Umgang mit diskriminierenden Personen und die Stärkung der eigenen Handlungsfähigkeit. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit antidemokratischen Äußerungen zu gewinnen und zu entscheiden, wann Dialog möglich oder klare Abgrenzung nötig ist.

Der Workshop ist kostenfrei. Er richtet sich an Fachkräfte in der Jugendhilfe, Pädagoginnen und Pädagogen, Verwaltungsangestellte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Weitere Informationen erhalten Sie Externer Link: hier.

Die Anmeldung erfolgt über die Externer Link: Webseite der Volkshochschule Dreiländereck.

Termin: 2. November 2026, 9:00 bis 13:00 Uhr
Ort: Löbau
Veranstalter: Kulturbüro Sachsen

Digitales Fachforum: „Vom Meme zur Mobilisierung? Rekrutierung und Ansprache der (extremen) Rechten auf Social Media“

Digitale Kommunikationsräume bieten rechtsextremen Akteurinnen und Akteuren die Möglichkeit, mit vergleichsweise geringem Aufwand und Kosten ein großes Publikum zu erreichen. Dabei werden verschiedene Strategien der Kommunikation angewandt, welche häufig auf die jeweiligen Plattformlogiken angepasst sind.

Die Online-Veranstaltung nimmt die digitalen Strategien dieser Akteurinnen und Akteure in den Blick und beleuchtet das Zusammenspiel von bspw. Memes, Influencing, Algorithmen und Plattformlogik. Dabei geht es auch um die Bedeutung, die digitale Kommunikationsräume für Radikalisierungs- und Mobilisierungsprozesse haben können. Anhand von kurzen Impulsbeiträgen und einer anschließenden moderierten Fachdiskussionen werden diese Themen multiperspektivisch diskutiert.

Im ersten Impulsvortrag von Veronica Bezold (Projekt RexMemes, Forschungsverbund ForGeRex) erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über den Forschungsstand zu Strategien und Narrativen rechter und rechtsextremer Akteurinnen und Akteure in digitalen Räumen. Der zweite Impulsvortrag von Kira Ayyadi (Belltower.News, Amadeu Antonio Stiftung) bezieht dies auf ein konkretes Beispiel und betrachtet die Vorgehensweisen, welche die Gruppe Lukreta nutzt, um vor allem junge Frauen und Mädchen im Netz anzusprechen. Im dritten Impulsvortrag wird beleuchtet, inwiefern die Aktivitäten rechtsextremer Akteurinnen und Akteure auf Social Media Hinwendungs- und Abwendungsprozesse beeinflussen und wie Fachkräfte mit Klientinnen und Klienten über die Interaktion mit rechtsextremen Inhalten distanzierungsorientiert ins Gespräch kommen können.

Externer Link: Hier können Sie sich anmelden und finden Sie weitere Informationen zu der Veranstaltung.

Termin: 3. November 2026, 13:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“

Workshop: „Verschwörungserzählungen erkennen, Handlungsstrategien entwickeln“

In dem Workshop geht es um die Frage, was Verschwörungserzählungen kennzeichnet, wie sie aufgebaut sind und warum die Verbreitung demokratiegefährdend sein kann. Es werden die Rolle von Antisemitismus und die Verbindung zu rechtsextremen Akteurinnen und Akteuren aufgezeigt. Außerdem werden Strategien für den Umgang mit Menschen, die an Verschwörungserzählungen glauben oder verbreiten, vorgestellt und diskutiert.

Der Workshop richtet sich an Menschen, die in ihrem persönlichen und/oder beruflichen Umfeld (Familie, Freundeskreis, Sportverein, Arbeitskollegium etc.) Konflikte mit Verschwörungserzählungen wahrnehmen, und sich über Handlungs- und Argumentationsstrategien informieren möchten.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Den Link dafür sowie weitere Informationen finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 4. November 2026, 15:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Berlin
Veranstalter: Berliner Landeszentrale für politische Bildung, entschwört. Beratung zu Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld (pad gGmbH) und Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR)

Vortrag: „Naturbeherrschung und Geschlecht, oder: echte Männer trinken Rohmilch“

Für den rechtsextremen Mann erscheinen die Moderne und ihre Errungenschaften als Bedrohung. Den Rückzug sucht er in der Natur: Männer-Erfahrung im deutschen Wald um sich abzuhärten, Konsum von unverarbeiteten Lebensmitteln, Ablehnung moderner Medizin. Parallel romantisieren rechtsextreme "Tradwives" eine essentialistische, naturverbundene Weiblichkeit.

Was Ernährung mit Faschismus zu tun hat, wieso das antimoderne Natur-Verständnis Ausdruck reaktionärer Herrschaftsfantasien und Geschlecht doch keine "natürliche" Angelegenheit ist, erklärt die Autorin Veronika Kracher anhand von Beispielen aus der Manosphere und Tradwife-Bewegung in diesem Vortrag.

Weitere Informationen zu dem Vortrag finden Sie Externer Link: hier.

Anmelden können Sie sich Externer Link: hier.

Termin: 3. November 2026, 15:00 bis 16:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: FARN

Filmvorführung: „Schau hin! Spuren – Die Opfer des NSU“

Zwischen 2000 und 2007 wurden zehn Menschen von der rechtsextremen Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) ermordet, darunter acht türkischstämmige Männer, ein Mann griechischer Herkunft sowie eine Polizistin. Im Prozess von 2013 bis 2018 blieben – nicht nur aus Sicht der Opferangehörigen – viele Fragen offen. Der Film dokumentiert, wie die Hinterbliebenen versuchen, mit dem jahrelangen Geschehen umzugehen und insbesondere das Andenken an die Opfer lebendig zu halten.

Die Filmvorführung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Auch Deutsche unter den Opfern: Eine Reihe zum Thema Rechtsextremismus“.

Weitere Informationen finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 4. November 2026, ab 18:00 Uhr
Ort: Berlin
Veranstalter: Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Landesdemokratiekonferenz 2026: „Präventionspraxis im digitalen Wandel“

Unter dem Titel „Präventionspraxis im digitalen Wandel“ widmet sich die diesjährige Landesdemokratiekonferenz den veränderten Anforderungen an die Präventionsarbeit gegen menschen- und demokratiefeindliche Ideologien im Kontext der digitalen Transformation.

Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für die Prävention, Intervention und die Unterstützung Betroffener, stellen die Praxisarbeit jedoch zugleich vor neue Herausforderungen.

Ziel der Konferenz ist es daher, innovative Ansätze im digitalen Raum sichtbar zu machen, den fachlichen Austausch zu fördern und Impulse für die Weiterentwicklung der Präventionsarbeit in Nordrhein-Westfalen zu setzen.

Im Zentrum stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Wie verändert der digitale Wandel die Anforderungen an Präventionsarbeit?

  • Wie lassen sich Menschen in digitalen Lebenswelten wirksamer erreichen?

  • Welche Chancen und Grenzen bietet Präventionsarbeit im digitalen Raum?

  • Begleitend zur Konferenz findet eine Trägermesse statt, auf der sich zivilgesellschaftliche und staatliche Akteurinnen bzw. Akteure aus Nordrhein-Westfalen präsentieren und zum Austausch einladen.

Die Landesdemokratiekonferenz wird vom Demokratiezentrum NRW im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ veranstaltet.

Mehr Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 6. November 2026
Ort: Düsseldorf
Veranstalter: Demokratiezentrum NRW

Seminar: „Aktiv gegen Rechtsextremismus in der Kommune“

In dem Seminar bilden die Teilnehmenden eigene Standpunkte zu rechtsextremen Parolen in Kommune und Politik, erweitern ihr Wissen und diskutieren dieses kritisch. Sie tauschen sich über ihre innere Einstellung im Umgang mit anderen und mit Gruppen aus und bekommen Handlungsoptionen an die Hand. Sie lernen, eigenständig Bildungskonzepte vor Ort in den Kommunen umzusetzen.

Die Teilnehmenden werden motiviert, die erlernten Bildungskonzepte zu nutzen, um junge Menschen für politisches und zivilgesellschaftliches Engagement vor Ort zu aktivieren.

Das Seminar richtet sich an junge Erwachsene mit politischem Interesse und an Aktive in Vereinen.

Weitere Informationen sowie den Link zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 6. und 7. November 2026, ab 9:00 Uhr (1. Tag) bis 15:00 Uhr (2. Tag)
Ort: Dresden
Veranstalter: Herbert-Wehner-Bildungswerk e. V. und Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.

Seminar: „Radikalisierung und Extremismus – Bedrohung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“

Im Seminar werden aktuelle Erscheinungsformen von Extremismus verschiedener Phänomenbereiche vorgestellt und analysiert. Die Teilnehmenden befassen sich mit Radikalisierungsprozessen, ihren Ursachen und den Auswirkungen extremistischer Ideologien auf Gesellschaft und Polizei. Anhand praktischer Beispiele wird gelernt, Indikatoren für Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Darüber hinaus werden Präventions- und Interventionsstrategien sowie die Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern aus Justiz, Verfassungsschutz und Zivilgesellschaft diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der besonderen Rolle der Polizei in Demokratien, die zwischen Grundrechtsschutz und wirksamer Gefahrenabwehr vermittelt.

Das Seminar bietet Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung von Best Practices für den professionellen Umgang mit extremistischen Strömungen.

Das IBZ Schloss Gimborn richtet sich mit seinem Angebot explizit an Angehörige der Sicherheitsbehörden.

Für weitere Informationen und den Anmeldungslink klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 9. bis 11. November 2026, ab 9:00 Uhr (1. Tag) bis 16:00 Uhr (3. Tag)
Ort: Marienheide
Veranstalter: Informations- und Bildungszentrum Schloß Gimborn e.V.

Seminar: „Zwischen Freizeit und Ideologie: Die Erlebniswelt Rechtsextremismus"

Das Seminar bietet einen Einblick in die „Erlebniswelt Rechtsextremismus“. Wie versucht die rechtsextremistische Szene insbesondere junge Menschen anzusprechen? Welche Medien, Musik und Freizeitangebote werden genutzt, um Ideologien zu verbreiten? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Strategien und Angebote der Szene sowie über das rechtsextremistische Parteienspektrum und verschiedene Randbereiche. Anhand von Beispielen aus Alltag, Medien und Freizeit wird gezeigt, wie subtil und vielfältig die Ansprache erfolgt.

Im Anschluss gibt es ausreichend Raum für Fragen, Diskussionen und Austausch, um das Gelernte zu vertiefen und die Inhalte praxisnah zu reflektieren. Das Seminar vermittelt Wissen sowie Verständnis für die Hintergründe rechtsextremistischer Ideologien und ihre Wirkung auf unterschiedliche Altersgruppen.

Die Teilnahme an dem Seminar ist kostenfrei, eine Anmeldung ist notwendig. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, sich anzumelden, finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 10. November 2026, 14:00 bis 16:30 Uhr
Ort: Mönchengladbach
Veranstalter: DGB Bildungswerk NRW

Workshop: „Führen, wenn’s komplex wird. Ein Workshop für Leitungskräfte der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“

Der zweitägige Workshop richtet sich an Leitungskräfte der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit und nimmt zentrale Herausforderungen von Führung in einem dynamischen und sensiblen Arbeitsfeld in den Blick. Wie kann ich mein Team durch schwierige Phasen begleiten und dabei handlungsfähig bleiben? Wie lassen sich unangenehme Gespräche professionell und zugleich konstruktiv gestalten? Wie kann ich meine eigene Rolle als Führungskraft gestalten und kommunizieren?

Der Workshop bietet Fach- und Führungskräften einen geschützten Rahmen, um ihre eigene Führungspraxis zu reflektieren und gezielt ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Sie lernen neue Tools und Kompetenzen kennen, um auch in anspruchsvollen Situationen souverän zu agieren. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen bietet zusätzlich Raum für gemeinsame Reflexion und ein Lernen aus Erfahrungen im Feld.

Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei. Fahrt- und Übernachtungskosten können nicht übernommen werden.

Termin: 10. und 11. November 2026, 11:00 bis 18:00 Uhr (1. Tag), 9:00 bis 16:00 Uhr (2. Tag)
Ort: Münster
Veranstalter: dist[ex]

Vorträge und Podiumsdiskussion: „Machtkritisch & engagiert. Gegen rechtsextreme Angriffe auf die diverse Stadtgesellschaft“

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsverbundes für Gegenwartsanalysen, Erinnerungspraxis und Gegenstrategien zum Rechtsextremismus in Bayern (ForGeRex) stellen in mehreren Vorträgen aktuelle Forschungsergebnisse vor. Sie befassen sich mit den Fragen, wie rechtsextreme Akteurinnen und Akteure Gleichstellung, demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Vielfalt angreifen, welche Rolle Antifeminismus, Antisemitismus, Rassismus, Verschwörungsmythen und transnationale rechtsextreme Netzwerke spielen und welche Strategien eine offene, solidarische Stadtgesellschaft braucht.

Es schließt sich eine Podiumsdiskussion zu Handlungsperspektiven für München und Bayern an.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an die Fachöffentlichkeit als auch ganz allgemein an alle Interessierte.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Nähere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 11. November 2026, 19:00 bis 21:30 Uhr
Ort: München
Veranstalter: Forschungsverbund für Gegenwartsanalysen, Erinnerungspraxis und Gegenstrategien zum Rechtsextremismus in Bayern (ForGeRex) und Fachstelle für Demokratie der Landeshauptstadt München

Vortrag: „Der öffentliche Dienst im Fadenkreuz. Wie Demokratiefeinde Justiz, Polizei, Schule und Verwaltung unterwandern"

Der Vortrag beleuchtet, wie Extremistinnen und Extremisten staatliche Institutionen kapern und ihrer Handlungsfähigkeit berauben. Er thematisiert, warum und wie die Machtzentren der politischen Ordnung ins Fadenkreuz von Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten, aber auch von anderen Demokratiefeinden geraten sind. Zur Veranschaulichung werden Beispiele genannt, wie diese Infiltration vonstattengeht. Anschließend wird diskutiert, mit welchen Mitteln Staat und Gesellschaft der rechtsextremen Unterwanderung entgegentreten können.

Weitere Informationen zu dem Vortrag finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 11. November 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Weißwasser
Veranstalter: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und Volkshochschule Dreiländereck

Fachtag: „Standhalten. Vernetzen. Gestalten. Strategien gegen Rechtsextremismus“

Im Mittelpunkt des Online-Fachtags steht die Analyse der Wahlergebnisse im September, insbesondere das Abschneiden rechtsextremer Parteien. Zum Einstieg ordnet Dr. Felix Schilk (Universität Tübingen) die Ergebnisse ein und fragt nach den politischen Folgen. Mit der österreichischen Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl, Timo Reinfrank (Amadeu Antonio Stiftung), Andrea Hübler (RAA Sachsen) und Romy Arnold (MOBIT Thüringen) wird die Debatte vertieft. Aus verschiedenen Perspektiven wird untersucht, was die neue Situation etwa für die zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und für die Beratung von Opfern rechtsextremer Gewalt bedeutet. Gefragt wird auch: Was kann Deutschland aus den Erfahrungen in Österreich mit einer starken, in Teilen rechtsextremen Partei lernen?

Anschließend werden gemeinsam konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickelt: Praxisorientierte Workshops befassen sich mit Resilienz in herausfordernden Zeiten, wirksamer Kampagnenarbeit, dem Umgang mit türkischem Rechtsextremismus und dem Einsatz von KI in der Projektarbeit.

Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte und Engagierte aus der Rechtsextremismusprävention und Demokratieförderung sowie aus Zivilgesellschaft, Initiativen und Verbänden.

Weitere Informationen zu dem Fachtag finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 12. November 2026, 10:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Kooperationsverbund Rechtsextremismus

Tagung: „Katholische Kirche und die radikale Rechte - Transnationale Netzwerke und Diskurse"

Die Tagung beleuchtet, wie transnationale Netzwerke der radikalen Rechten das Christentum ideologisch nutzen und welche Herausforderungen sich daraus für Kirche, Gesellschaft und Menschenrechte ergeben. Einerseits bemühen sich die Akteurinnen und Akteure der Neuen Rechten, ihre ausgrenzende Ideologie christlich zu grundieren, während gleichzeitig auch innerhalb katholischer Kontexte einige Gruppen die Nähe zur radikalen Rechten suchen. So verbinden sich adlige Milieus, „Christfluencer“ sowie politische Akteurinnen und Akteure zu einem weltweiten Netzwerk, das durch gemeinsame Narrative, digitale Medien und weitgehend geteilte Menschen- und Familienbilder zusammengehalten wird. In Vorträgen und Workshops werden daher unter anderem folgende Fragen thematisiert: Wie funktionieren diese transnationalen Netzwerke - und welche Herausforderungen entstehen daraus für Kirche und Gesellschaft? Wo genau liegen die menschenrechtlichen, kirchlichen und theologischen Konfliktfelder?

Die Tagung richtet sich an Mitarbeitende, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Interessierte aus Kirche und Gesellschaft. Das Programm der Tagung sowie weitere Informationen finden Sie Externer Link: hier. Anmeldeschluss ist der 22. Oktober 2026.

Termin: 12. November 2026, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: München
Veranstalter: Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg und Domberg-Akademie

Workshop: „Demokratie in Europa erhalten – internationale Zusammenarbeit gegen autoritäre Strömungen“

Nicht nur in Deutschland, auch in anderen europäischen Ländern steht die demokratische Zivilgesellschaft unter Druck. Rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte streben autoritäre Regierungsformen an. Viele Vereine, Initiativen und Bündnisse engagieren sich für europäische und demokratische Werte, die Wahrung der Grundrechte, gesellschaftliche Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit. In vielen europäischen Ländern werden sie deshalb zum Ziel von Anfeindungen und Delegitimierungsstrategien.

Wie können zivilgesellschaftliche Organisationen über Ländergrenzen hinweg Erfahrungen teilen, voneinander profitieren und gemeinsam neue Handlungsspielräume schaffen? Welche transnationalen Netzwerke bestehen bereits und wie kann man daran teilhaben? Die Werkstatt bringt Engagierte aus Deutschland mit erfahrenen und bestens vernetzten Akteuren aus der Slowakei und der Ukraine zusammen. Michal Klembara (Malý Berlín, Slowakei) und Mykhailo Glubokyi (Izolyatsia, Ukraine/Slowakei) geben Einblicke in die Arbeit demokratischer Zivilgesellschaft in Mittel- und Osteuropa und zeigen, welche Resilienzstrategien, Netzwerke und Formen transnationaler Zusammenarbeit sich in der Praxis bewährt haben.

Die Teilnehmenden entwickeln im Rahmen des Seminars erste eigene Ideen für internationale Kontaktaufnahmen und bekommen neue Impulse für eine stärkere europäische Vernetzung.

Das Seminar findet auf Englisch ohne Dolmetschung statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, für Verpflegung wird gesorgt. Reise- und Übernachtungskosten müssen selbst getragen werden.

Anmeldung über diese Externer Link: Webseite.

Weitere Informationen zu dem Workshop finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 13. November 2026, 10:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Wurzen
Veranstalter: Amadeu Antonio Stiftung und Regionale Netzwerke für Demokratie im Landkreis Leipzig

Theaterstück: „Auch Deutsche unter den Opfern“

Anlass für das Theaterstück ist die rechtsextreme Mordserie des NSU und die polizeilichen Ermittlungen hierzu. Der NSU ermordete von 2000 bis 2006 gezielt neun Menschen mit türkischer, kurdischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin. Die Strafverfolgungsbehörden schlossen lange Zeit einen rechtsextremen Hintergrund der Taten aus – stattdessen wurden Täter im Nahfeld der Opfer gesucht.

Das Stück bringt den Rechtsterrorismus in Erinnerung und wagt das Gedankenexperiment: Was wäre gewesen, wenn die Opfer deutsche Namen und die Täter nichtdeutsche Namen getragen hätten?

Weitere Informationen zu der Aufführung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 14. November 2026, 19:30 bis 21:30 Uhr
Ort: Chemnitz
Veranstalter: Offener Prozess – ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex

Vortrag: „Vorstellung des MIA Berichts 2025: Antiziganismus in Bayern"

Der Vortrag zum Thema „Antiziganismus in Bayern“ stellt die Ergebnisse des neuen Jahresberichts der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) Bayern vor. Die Folgen von Ausgrenzung und antiziganistischer Diskriminierung für die Betroffenen sowie mögliche Gegenmaßnahmen werden durch die Erfahrungen der im bayerischen Landesverband der deutschen Sinti und Roma angesiedelten communitybasierten Antidiskriminierungsberatung dargestellt.

Referenten sind der wissenschaftlicher Mitarbeiter Thomas Höhne sowie Michelle Berger von der Antidiskriminierungsberatung des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Bayern.

Nähere Informationen zu dem Vortrag erfahren Sie Externer Link: hier.

Termin: 16. November 2026, 19:00 bis 20:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg und Domberg-Akademie

Fortbildung: „Demokratie unter Druck. Rechtsextremismus erkennen und begegnen – argumentieren gegen Stammtischparolen und für demokratische Werte“

Die ganztägige Veranstaltung gibt einen Überblick über rechtsextremistische Erlebniswelten und vermittelt erste Strategien, wie extremistischen oder populistischen Parolen argumentativ begegnet werden kann. Der Rechtsextremismus gilt derzeit als die größte Bedrohung für unsere Demokratie. Insbesondere junge Menschen geraten zunehmend ins Visier rechtsextremer Gruppierungen. Sie nutzen Trends und Ausdrucksformen moderner Jugendkultur – etwa in den Bereichen Social Media, Kampfsport, Rap, Gaming oder Künstliche Intelligenz –, um ihre Botschaften passgenau an Jugendliche und junge Erwachsene zu richten. Die Summe dieser Angebote kann als Erlebniswelt Rechtsextremismus bezeichnet werden. Eine Verjüngung des Rechtsextremismus bildet auch die Kriminalstatistik ab: Im Bereich der politisch motivierten Kriminalität -rechts- hat sich der Anteil der Tatverdächtigen in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen 2024 im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht. Diese Entwicklung stellt vor allem die Berufsgruppen, die mit jungen Menschen arbeiten, vor Herausforderungen.

Zielgruppe sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Wohlfahrtpflege sowie weitere Interessierte. Weitere Informationen zu der Veranstaltung erhalten Sie Externer Link: hier.

Termin: 16. November 2026, 9:45 bis 17:00 Uhr
Ort: Essen
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung NRW, Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW und Verfassungsschutz NRW

Präventionsfachtag Radikalisierung 2026

Dieser Fachtag widmet sich dem Umgang mit antidemokratischen Positionen in pädagogischen Räumen. Er beginnt mit einem Vortrag zu „Radikalisierungsresilient durch Anerkennung – Antidemokratischen Vorfällen pädagogisch begegnen“. Nach einer Gesprächsrunde mit Expertinnen und Experten aus der Rechtsextremismusprävention werden vier verschiedene Workshops angeboten. Die Themen sind:

  • „Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Vorkommnissen in der Offenen Jugendarbeit“

  • „Rechtsextremismus und Schule: Bestandsaufnahme und Handlungsmöglichkeiten“

  • „Strategietraining für Menschenrechte“

  • „WerteRaum stärkt gegen Extremismus!“

Für weitere Informationen zu dem Fachtag sowie für die Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 16. November 2026, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Würzburg
Veranstalter: Interkommunales Präventionsnetzwerk Radikalisierung Würzburg

FaTRex-Online Salon Nr. 4: „Türkeibezogener Rechtsextremismus in Deutschland: Wie greifen lokale Strukturen und transnationale Verbindungen ineinander?“

Die Ülkücü-Bewegung ist auch in Deutschland organisiert und über nationale Grenzen hinweg vernetzt. Ihre Vereine beziehen sich auf politische Entwicklungen in der Türkei und handeln zugleich unter den gesellschaftlichen Bedingungen hier in Deutschland.

Menschen, Organisationen und politische Deutungen bewegen sich zwischen Deutschland, der Türkei und weiteren Ländern – und wirken in verschiedene Richtungen. Wie hilft uns dieser transnationale Blick zu verstehen, wie Rechtsextremismus mit Türkeibezug in Deutschland agiert? Darüber spricht Rabia Kökten. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der OTH Regensburg und forscht im Projekt „Transnationale Formen des Rechtsextremismus“ zur Ülkücü-Bewegung in Bayern. Sie referiert darüber, wie ihre Organisationen arbeiten, welche Strategien sie verfolgen und wie sie in Deutschland Anerkennung und Einfluss gewinnen.

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Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 16. November 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus

Vortrag: „Geschichte statt Mythen. Rechtsextremen Geschichtsumdeutungen begegnen“

Die systematische Umdeutung und Relativierung der nationalsozialistischen Vergangenheit gehört zum Kernbestand rechtsextremer Ideologie. Wer autoritäre, nationalistische und völkische Politik wieder als Alternative zur liberalen Demokratie darstellen will, kommt an der NS-Geschichte nicht vorbei. Mythen und bewusste Falschdarstellungen über die Ursachen des Zweiten Weltkriegs sind ebenso verbreitet wie die Verharmlosung von NS-Verbrechen. Solche geschichtsrevisionistischen Argumentationen sind längst kein Randphänomen mehr. Sie erreichen über soziale Medien ein Publikum weit über das rechtsextreme Milieu hinaus.

Das Projekt „Geschichte statt Mythen“, eine Kooperation der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora dokumentiert und analysiert Herkunft, Funktion und Kontinuität dieser Umdeutungen. Berit Kö und Jakob Schergaut berichten aus ihrer Arbeit und stellen anhand konkreter Beispiele gängige Strategien und Erzählmuster des Rechtsextremismus vor – und was sich ihnen entgegensetzen lässt.

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Termin: 17. November 2026, 19:30 Uhr
Ort: Berlin
Veranstalter: Topographie des Terrors, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Friedrich-Schiller-Universität Jena

Lesung: „Kinder von Hoy"

In ihrem dokumentarischen Roman gibt Grit Lemke einer Generation Gehör, für die Traum und Trauma dicht beieinanderlagen. In den sechziger und siebziger Jahren waren sie mit ihren Eltern nach Hoyerswerda gekommen, in eine DDR-Musterstadt, in der morgens die Eltern in Schichtbussen davonrollten und die Kinder in einem Kollektiv aufwuchsen. Sie versammelt Gespräche mit Freunden und Familie und erzählt von ihrem eigenen Leben als Teil einer proletarischen Bohème um Gerhard Gundermann, die sich nachts im Kellerclub trifft und tagsüber malocht. Als Neonazis 1991 das erste Pogrom der Nachkriegszeit verüben, bleibt die Kulturszene tatenlos. Danach ist nichts mehr, wie es war.

Grit Lemke wuchs in Hoyerswerda auf. Nach einer Baufacharbeiterlehre studierte sie Kulturwissenschaft, Ethnologie und Literatur in Leipzig, 1999 Promotion an der Humboldt-Universität Berlin. Sie arbeitet als Dokumentarfilmregisseurin und Autorin.

Der Eintritt zur Lesung ist frei, Spenden sind erwünscht. Nähere Informationen zu der Lesung erfahren Sie Externer Link: hier.

Termin: 17. November 2026, ab 19:00 Uhr
Ort: Potsdam
Veranstalter: Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz

Webtalk: „trans:fair talk 3 | Extremismus und Prävention im Gaming“

Seit dem rechtsextremen Anschlag in Christchurch (Neuseeland) im Jahr 2019, bei dem der Täter zahlreiche Bezüge zu digitalen Spielen und Gaming-Kulturen hergestellt hat, steht extremistische Einflussnahme in Gaming-Räumen verstärkt im Fokus der Radikalisierungsforschung und Präventionsarbeit. Inzwischen ist klar: Extremistische Aktivitäten mit Gaming-Bezug sind vielfältig und umfassen neben der Produktion von Propaganda-Spielen zahlreiche weitere Dimensionen. Der Webtalk mit Dr. Linda Schlegel stellt diese verschiedenen Arten extremistischer Aktivitäten im Gaming-Bereich vor und erläutert außerdem bisherige Erkenntnisse zu Präventions- und Interventionsansätzen mit Gaming-Bezug.

Dr. Linda Schlegel ist PostDoc und Co-Leiterin des RadiGaMe Projektes (Radikalisierung auf Gaming Plattformen und Messenger Diensten) am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung. Sie ist Gründungsmitglied des Extremism and Gaming Research Networks (EGRN) und forscht vornehmlich zu Online-Radikalisierung, extremistischer Einflussnahme in digitalen Gaming-Räumen und Narrativkampagnen.

Für weitere Informationen zu der kostenfreien Veranstaltung und zur Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 18. November 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)

Fachaustausch: „KI in der Extremismusprävention: Phänomenübergreifende Einblicke aus der Praxis- und Policy-Perspektive“

Künstliche Intelligenz gewinnt auch in der Extremismusprävention zunehmend an Bedeutung. Neue technologische Möglichkeiten werfen dabei ganz praktische Fragen auf: Wo und wie wird KI bereits eingesetzt? Welche Unterstützung kann sie Fachkräften bieten? Und welche technischen, rechtlichen und ethischen Herausforderungen entstehen an der Schnittstelle von Präventionsarbeit, Plattformen und politischen Rahmenbedingungen? Bei dem digitalen Fachaustausch wird diesen Fragen phänomenübergreifend und aus unterschiedlichen Perspektiven nachgegangen.

Im ersten Teil stehen Erfahrungen und Ansätze aus der Praxis im Mittelpunkt. Anhand konkreter Einblicke wird diskutiert, wie Künstliche Intelligenz bereits in der Präventionsarbeit zum Einsatz kommt und welche Möglichkeiten KI-gestützte Anwendungen für Online-Distanzierungsberatung und digital Streetwork eröffnen können. Im zweiten Teil werden die übergeordneten politischen Rahmenbedingungen in den Blick genommen: Wie können Präventionspraxis, Plattformen und Policy-Akteur*innen beim Umgang mit KI und technologischen Veränderungen zusammenwirken? Wo liegen aktuelle Herausforderungen und welche Fragen werden das Arbeitsfeld künftig beschäftigen? Der Fachaustausch richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus der digitalen Präventionsarbeit sowie der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit bzw. -beratung unterschiedlicher Phänomenbereiche.

Weitere Informationen sowie den Link zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Der Fachaustauch findet in englischer Sprache statt.

Termin: 18. November 2026
Ort: Online
Veranstalter: BAG RelEx, IZRD e. V. und Distanz e. V.

WelEx-Fachtag: „Kinderschutz und Extremismus – Strukturen stärken, Handlungssicherheit fördern“

Der Fachtag bringt Fachkräfte aus Jugendhilfe, Verwaltung, Prävention, Wissenschaft und Politik zusammen und bietet:

  • fachliche Inputs zu aktuellen Entwicklungen

  • praxisnahe Workshops mit Fallbeispielen

  • Austausch und Vernetzung

  • Podiumsdiskussion zu strukturellen Herausforderungen

  • Zertifikatsübergabe für Absolventinnen und Absolventen der WelEx-Qualifizierung

Für weitere Informationen und zur Anmeldung klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 19. November 2026, 10:30 - 16:30 Uhr
Ort: Berlin
Veranstalter: Interdisziplinäres Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung

Workshop: "Radikal im Netz. Extremistische Ästhetik und KI in sozialen Medien"

Extremistische Propaganda, menschenfeindliche Hetze, Verschwörungserzählungen und Falschinformationen begegnen Schüler:innen in digitalen Räumen. Mit dem Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz verändern sich dabei auch die Möglichkeiten, solche Inhalte zu erstellen, zu verbreiten und gezielt auf unterschiedliche Zielgruppen zuzuschneiden. Für Schulen und Lehrkräfte stellen sich daher zunehmend wichtige Fragen: Was macht demokratie- und menschenfeindliche Inhalte für junge Menschen attraktiv? Wie können sie dabei unterstützt werden, derlei zu erkennen, einzuordnen und kritisch auch in ihrer ästhetischen Ansprache zu dekonstruieren?

Im Rahmen der bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie befasst sich der Workshop „Radikal im Netz – Extremistische Ästhetik und KI in sozialen Medien“ als gemeinsame Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und jugendschutz.net mit diesen Themen. Nach einem einführenden Vortrag geht es anhand konkreter extremistischer Beispiel-Inhalte übungspraktisch um formale Gestaltung, Codes und rhetorische Mittel von Hass im Netz. Wie sich konkret aktuelle KI-Tools für die Generierung von Hass-Content, aber auch positiv für pro-demokratische Übungen nutzen lassen, wird anschließend behandelt.

Der kostenlose Workshop findet in Präsenz statt und richtet sich an Lehrkräfte, pädagogisches Fachpersonal sowie alle weiteren interessierten Personen.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldung bis zum 16.11.2026 per Mail an: E-Mail Link: anmeldung@lpb.rlp.de

Termin: 19. November 2026, 15.30-18.30 Uhr
Ort: Kaiserstraße 22, 55116 Mainz
Veranstalter: Gerty-Spies-Forum der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

„Extremismusprävention in Köln: Vortrag zu türkischem Rechtsextremismus“

Der Fachkreis Extremismusprävention des Kriminalpräventiven Rates Köln lädt zu einem Vortrag über türkischen Rechtsextremismus ein. Özge Erdoğan, Leiterin der Fachstelle, wird zu dem Thema referieren.

Türkischer Rechtsextremismus ist in Deutschland seit Jahrzehnten präsent. Besonders bekannt sind die sogenannten „Grauen Wölfe“ und der „Wolfsgruß“, hinter diesen sichtbaren Symbolen steht jedoch ein breiteres ideologisches und organisatorisches Spektrum.

Die Veranstaltung gibt eine Einführung in das Phänomen des türkischen Rechtsextremismus und vermittelt Grundlagen zu Ideologie, Feindbildern, Akteurinnen und Akteuren und aktuellen Erscheinungsformen. Ein besonderer Blick liegt auf Symbolen, Codes und Erkennungszeichen sowie darauf, wie diese im Alltag, z.B. im schulischen Kontext auftreten können. Darüber hinaus werden erste Hinweise für die fachliche Einordnung und den Umgang mit entsprechenden Situationen gegeben.

Die Möglichkeit zur Anmeldung sowie weitere Details zu der Veranstaltung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 19. November 2026, 15:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Polizei Köln

Online-Fachtag: „Zwischen Vielfalt und Abgrenzung: Wenn rechte Ideologien in der Kita ankommen“

Rechtsextremismus ist längst kein ausschließliches Phänomen von Jugendkulturen oder politischen Extremgruppen. Rechtsextreme, rassistische oder andere menschenfeindliche Einstellungen werden immer weiter verbreitet und können damit auch im Alltag von Kindertageseinrichtungen sichtbar werden. Für pädagogische Fachkräfte stellt sich deshalb zunehmend die Frage, wie mit rechtsextremen und menschenfeindlichen Positionierungen im Umfeld der Kita professionell umgegangen werden kann.

Dabei kann die Auseinandersetzung unterschiedliche Ebenen betreffen: Eltern bringen diskriminierende Positionen in die Einrichtungen mit ein, Kinder greifen Vorurteile und gesellschaftliche Stereotype auf und auch die Fachkräfte selbst können in einem Spannungsfeld unterschiedlicher politischer und pädagogischer Überzeugungen stehen. Letztere können zudem mit Symbolen, Sprache, Social-Media-Inhalten oder Verschwörungserzählungen konfrontiert werden, deren Bedeutung nicht immer unmittelbar erkennbar ist. Gerade diese unterschiedlichen Erscheinungsformen stellen pädagogische Fachkräfte vor Herausforderungen. Was ist tatsächlich zu beobachten? Wie lässt sich eine Situation fachlich einordnen? Wie kann eine angemessene Reaktion aussehen? Rechtsextreme Einstellungen lassen sich dabei nicht immer direkt erkennen und einordnen. Rechtsextreme Akteurinnen und Akteure können sich an gesellschaftliche Kontexte anpassen und beispielsweise über Elternvertretungen, Nachbarschaftsinitiativen oder vermeintlich unpolitische Angebote in soziale Räume hineinwirken.

Dieser Online-Fachtag widmet sich diesen Herausforderungen und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Perspektive der pädagogischen Praxis. Welche Formen können Rechtsextremismus und Rechtspopulismus im Kita-Kontext annehmen? Wo liegen die Grenzen der Erziehungspartnerschaft? Wie können Einrichtungen ihre Konzeption und ihre pädagogische Praxis demokratisch und diskriminierungssensibel gestalten?

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 20. November 2026, 10:00 bis 14:00 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung

Fachtag: „Diversität unter Druck – Fachtag zu Handlungsstrategien“

Im Mittelpunkt des Fachtags steht die Frage, wie Kultureinrichtungen und Kommunen angesichts zunehmender populistischer und rechtsextremer Einflussnahme die Förderung und den Schutz von Vielfalt stärken können.

In einem informativen Teil mit Inputs und einem interaktiven Teil mit Thementischen werden proaktive und defensive Handlungsstrategien vorgestellt, gemeinsam weiterentwickelt und auf die Praxis übertragen. Dabei geht es unter anderem um die Einordnung der aktuellen Situation im Themenfeld Diversität, den Wissenstransfer zu wirkungsvollen Ansätzen sowie die Stärkung der Resilienz gegen antidemokratische Einflussnahme und gesellschaftliche Spaltungstendenzen. Der Fachtag bietet zudem Raum für solidarische Vernetzung.

Zielgruppen sind insbesondere Mitglieder des Runden Tischs Diversität NRW und des Kulturrats NRW, Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen sowie Kooperationspartnerinnen – und partner. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 20. November 2026, 10:00 bis 16:30 Uhr
Ort: Köln
Veranstalter: Kulturrat NRW

Tagung: „7. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung"

Unter dem Motto „Aus der Defensive kommen“ befasst sich die Regionalkonferenz mit antimuslimischem Rassismus, mit der Normalisierung antidemokratischer Haltungen, mit Kulturkampf und Diskursverschiebungen, mit antifeministischen Phänomenen wie ‚Manosphere & Tradwives‘, mit kommunalpolitischen Herausforderungen durch rechtsextreme Akteurinnen und Akteure sowie mit Antisemitismus.

Zielgruppen der Konferenz sind politisch interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Schule. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen zu der Konferenz sowie das Programm finden Sie Externer Link: hier.

Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt per Mail an: E-Mail Link: miteinander.leben@t-online.de. Anmeldeschluss ist der 10. November 2026. Bei der Anmeldung müssen Sie Ihren vollständigen Namen sowie die Institution, die Sie vertreten, angeben.

Termin: 21. November 2026, 9:30 bis 16:00 Uhr
Ort: Ratzeburg
Veranstalter: Verein Miteinander leben

Jahresveranstaltung: „Demokratie(arbeit) unter Druck – Handlungsmöglichkeiten in krisenhaften Zeiten“

Rechtsextreme Akteurinnen und Akteure setzen demokratische Strukturen, zivilgesellschaftliches Engagement und die Menschen, die sich dafür einsetzen, zunehmend unter Druck. Wie können Demokratie und Demokratiearbeit in diesen krisenhaften Zeiten gestärkt und verteidigt werden? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für Einzelpersonen, Initiativen und Institutionen? Diesen Fragen widmet sich die diesjährige Jahresveranstaltung der Mobilen Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie.

Details zum Programm und den Anmeldungslink finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 21. November 2026, 10:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Hannover
Veranstalter: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Niedersachsen

Vortrag: „Dieser Drang nach Härte – über den neuen Faschismus“

Was kennzeichnet den Faschismus der Gegenwart? Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer Kräfte greift der Blick auf den Nationalsozialismus als Vergleich nicht immer weit genug. Dr. Eva von Redecker entwickelt eine neue Analyse des Faschismus und rückt dabei einen unbedingten Anspruch auf Besitz in den Mittelpunkt. Im Zentrum stehen die Fragen, wie diese neue Gestalt des Faschismus zu verstehen ist und was ihr entgegengesetzt werden kann.

Um Anmeldung wird gebeten. Den Link dazu sowie weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 23. November 2026, 18:00 Uhr
Ort: Saarbrücken
Veranstalter: Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag: „Ist das schon Extremismus?"

Obwohl sich weite Teile der Bevölkerung in der Anerkennung und Verteidigung der Demokratie einig sind, sorgt das Thema Extremismus regelmäßig für heftige Kontroversen: Was heißt denn eigentlich extremistisch? Kann man Rechts- und Linkextremismus miteinander vergleichen? Und: Ist die AfD eine rechtsextreme Partei? Die Antworten auf diese Fragen sind für alle wichtig. Denn wie extremistische Bestrebungen wahrgenommen werden und wie mit ihnen umgegangen wird, prägt die Gesellschaft. Dabei stellt die Abgrenzung von Demokratie und Extremismus die wesentliche Grundlage für den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit antidemokratischen Phänomenen dar.

Der Referent der Veranstaltung, Prof. Dr.Tom Thieme, gibt aktuelle Einblicke in die Thematik und geht dabei auf Ideologien, Strategien und Aktionen ein. Schwerpunkt ist die Situation in Sachsen. Folgende Fragen werden geklärt: Welche Erscheinungsformen haben Extremisten heutzutage? Wie versuchen Sie demokratische Grundwerte zu unterlaufen? Welche Bewegungen gibt es, die als extremistisch eingestuft werden? Und was lässt sich gesellschaftlich und politisch gegen Extremismus tun? Anschließend gibt es Raum für Diskussion.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte Externer Link: hier .

Termin: 24. November 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Löbau
Veranstalter: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

Workshop: „Mythos Neutralitätsgebot in der pädagogischen Arbeit“

Die Vermittlung einer demokratischen Haltung gehört zu den Aufgaben von Pädagoginnen und Pädagogen. Im Rahmen dieser Aufgabe sind diese zunehmend mit der Erwartung konfrontiert, sie sollten sich politisch neutral verhalten.

Doch was steckt hinter dem sogenannten Neutralitätsgebot und warum wird darüber momentan so viel gesprochen? Wie kann eine Positionierung für Demokratie und Menschenrechte unter den aktuellen politischen Bedingungen gelingen?

Konkrete Inhalte des Workshops sind:

  • Rechtliche Möglichkeiten und Grenzen im Rahmen der Jugendhilfe

  • Werte- und demokratieorientierte Pädagogik

  • Fallarbeit mit Beispielen aus der Praxis

  • Übungen zum Argumentieren und Positionieren

  • Austausch und Diskussion

Der Workshop ist kostenfrei. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung (bis zum 15. November 2026) finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 24. November 2026, 10:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Dippoldiswalde
Veranstalter: Kulturbüro Sachsen

dist[ex]-Community Event 2026: „Under Pressure. Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit für eine wehrhafte Demokratie“

Der Veranstalter möchte auf dieser Veranstaltung gemeinsam mit den Teilnehmenden auf aktuelle Herausforderungen, Perspektiven und Zukunftsfragen der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit blicken.

Im Mittelpunkt stehen zwei Tage des Austauschs, der Vernetzung und fachlichen Diskussionen. Geplant sind unter anderem eine zentrale Diskussion zu den Rahmenbedingungen der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit, interaktive Formate zur Zusammenarbeit sowie gemeinsame Arbeitsphasen zu aktuellen Fragestellungen aus Praxis, Forschung und Politik. Der Fokus liegt dabei auf dem gegenseitigen Lernen, der Weiterentwicklung des Handlungsfeldes und der Stärkung bestehender Netzwerke.

Das Community Event richtet sich an Fachkräfte aus dem Bereich der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit.

Mehr Informationen über die Veranstaltung und zum Anmeldeprozess finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 24. und 25. November 2026, 11:30 bis 18:15 Uhr (1. Tag) und 9:00 bis 15:00 Uhr (2. Tag)
Ort: Berlin
Veranstalter: dist[ex]

Vortrag: „Rechte Räume“

Seit 90 Jahren ist das Deutsche Weintor im pfälzischen Schweigen ein beliebtes Ausflugsziel am Eingang zur Deutschen Weinstraße unmittelbar an der Grenze zu Frankreich. Die dem Elsass zugewandte Südseite des Bauwerks ziert ein Reichsadler. Unschwer ist zu erkennen, dass er einst in seinen Fängen ein von Eichenlaub umkränztes Hakenkreuz hielt. Das Weintor steht in einer Blickachse zu einem französischen Gefallenendenkmal auf dem elsässischen Geisberg, dem Ort der Schlacht bei Weißenburg, wo im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 erstmals ein gesamtdeutscher Heeresverband auf französische Truppen getroffen war. Die architektonische Gestaltung des Weintors und die Positionierung der beiden Bauwerke zueinander machen deutlich, dass Architektur mehr ist als Baustruktur - als soziales, historisches und ideologisches Äquivalent erzählt sie auch vom Selbstverständnis der Bauherren und deren Epoche.

Begleitend zu einer Wanderausstellung zu diesem Ort hält Stephan Trüby, Professor für Architekturtheorie, diesen Vortrag. Seit 2020 betreibt er das Rechercheprojekt Rechte Räume und untersucht, wie Architektur und Stadtplanung zum Vektor der neuen Rechten werden. Gibt es eine rechtsradikale oder rechtspopulistische Vereinnahmung des bebauten Raums, und wie wird diese von breiten Gesellschaftsschichten unwissentlich mitgetragen?

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 25. November 2026, 18:00 Uhr
Ort: Karlsruhe
Veranstalter: Generallandesarchiv Karlsruhe und Stiftung CFFA

Online-Talk: „Ideologie der Ungleichwertigkeit: Rechte Gewalt und rechter Terror in Deutschland“

Die Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) endete vor rund 15 Jahren, am 4. November 2011, mit dessen Selbstenttarnung. Zusammen mit den rassistischen und antisemitischen Anschlägen in München, Kassel, Halle und Hanau zeigt sie die Brutalität und ständige Bedrohung durch rechtsextreme Gewalt. Dass es sich dabei keineswegs um eine Randerscheinung oder Einzelfälle handelt, belegt die behördliche Statistik zur Politisch motivierten Kriminalität (PMK). Für das Jahr 2025 weist sie einen neuen Höchststand rechter Gewaltdelikte aus – wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegen dürfte.

Diese Taten entspringen einer Ideologie der Ungleichwertigkeit und dem Konstrukt einer ethnisch homogenen Gesellschaft. Sie richten sich gezielt gegen marginalisierte Gruppen: gegen migrantisierte und jüdische Menschen, Menschen mit Behinderung, die LGBTIQ*-Community, Obdachlose sowie politische Gegnerinnen und Gegner. Diese Gewalt greift nicht nur Einzelne an, sondern zielt auf das Fundament unserer Demokratie, indem sie das Versprechen auf gleiche Würde, Sicherheit und Freiheit für alle Menschen systematisch untergräbt.

Die Expertinnen und Experten des Online-Talks blicken auf die Kontinuitäten des rechtsextremen Terrors. Es wird das Verhältnis von alltäglicher Straßengewalt zu gezielten Anschlägen diskutiert und nach dem Einfluss gefragt, den politische Diskurse und das gesellschaftliche Klima auf die Täterinnen und Täter haben.

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Anmelden können Sie sich Externer Link: hier.

Termin: 26. November 2026, 19:00 bis 20:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung

Seminar: „Das wird man doch mal sagen dürfen.“ – Radikalisierung der Mehrheitsgesellschaft

‚Umvolkung‘, ‚Lügenpresse‘, ‚Volksverräter‘ – Begriffe, die eigentlich aus dem nationalsozialistischen und rechtsextremen Sprachgebrauch stammen, sind heute auch im politischen Diskurs zu finden. Dabei galt gerade die sprachliche Desensibilisierung in der Aufstiegsphase des Nationalsozialismus als erster Schritt zu Ausgrenzung und Verfolgung. Deshalb wird in dem Seminar die Frage gestellt: Welche Parallelen und welche Unterschiede bestehen zwischen nationalistischen Strukturen in der Weimarer Republik und heutigen rechtspopulistischen Tendenzen?

Es werden die zentralen Bausteine der nationalsozialistischen Weltanschauung angeschaut und nach den Ähnlichkeiten zu heutigen Formen antidemokratischen und rassistischen Denkens gefragt. Und es wird diskutiert, inwieweit einzelne Bestandteile der NS-Ideologie heute auch für die sogenannte gesellschaftliche Mitte anschlussfähig geworden sind.

Die Teilnahme an dem Seminar ist kostenfrei. Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier Externer Link: hier .

Termin: 28. November 2026, 10:00 bis 15:00 Uhr
Ort München
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

Seminar: „80 Jahre nach der Befreiung. Demokratie in Gefahr? Rechtsextremismus damals und heute“

80 Jahre nach der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus, gewinnen rechtsextreme Einstellungen wieder an Boden. Manche Parteien verbreiten menschenfeindliche, demokratiezersetzende Botschaften – oft mit Erfolg, besonders bei jungen Menschen. Populismus, Geschichtsvergessenheit und einfache Antworten verdrängen zunehmend die Werte einer offenen demokratischen Gesellschaft.

Das Seminar setzt sich kritisch mit historischen und aktuellen Formen, Mechanismen und Folgen von Rechtsextremismus und seinen Ideologien auseinander. Es werden auch Handlungsmöglichkeiten und Argumente, um menschenfeindlichen und rechtsextremen Parolen und Denkweisen demokratiefest zu begegnen, diskutiert.

Nähere Informationen zu dem Seminar finden Sie Externer Link: hier. Termin: 28. bis 30. November 2026, ab 15:00 Uhr (1. Tag), bis 14.30 Uhr (3. Tag)
Ort: Dorsten
Veranstalter: DGB Bildungswerk NRW

Dezember 2026

5. Fachtag Rechtsextremismusprävention: „Agenda-Setting von rechts - Wie Populisten und rechte Akteure Themen setzen, Diskurse kapern und Grenzen verschieben“

Rechtspopulistische und rechtsextreme Akteurinnen und Akteure prägen zunehmend den öffentlichen Diskurs. Mit gezielten Strategien setzen sie Themen, verschieben gesellschaftliche Debatten und normalisieren zuvor undenkbare Positionen. Ob in Fragen von Klimawandel und Energiepolitik, Geschichtsverständnis, Gender und Queerfeindlichkeit, Kultur- oder Außenpolitik: Immer wieder gelingt es ihnen, gesellschaftliche Aufmerksamkeit zu bündeln, Kontroversen zuzuspitzen und so den Rahmen des Sag- und Denkbaren zu verschieben.

Der Fachtag nimmt diese Dynamiken in den Blick: Welche Methoden nutzen rechtsextreme Akteurinnen und Akteure, um Diskurse zu kapern? Welche Netzwerke und Grauzonen begünstigen ihre Wirkung? Und wie weit ist das Agenda-Setting bereits vorangeschritten? Neben einer analytischen Bestandsaufnahme soll auch diskutiert werden, wie zivilgesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Akteurinnen und Akteure wirksam reagieren können. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, die demokratische Diskursräume stärken und verhindern, dass rechtspopulistische Narrative unsere gesellschaftliche Agenda bestimmen. Zielgruppen des Fachtags sind insbesondere die Teilnehmenden der Weiterbildungsjahrgänge zur Fachkraft für Rechtsextremismusprävention, darüber hinaus aber alle am Thema Interessierten.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung und zum Programm sowie den Link zur Anmeldung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 2. Dezember 2026, 9:00 bis 16:15 Uhr
Ort: Ingelheim
Veranstalter: Präventionsagentur gegen Extremismus Rheinland-Pfalz und WBZ Ingelheim

Digitales Vernetzungstreffen: „Völkische Ideologie und Lebensweise“

Die völkische Ideologie ist kein rein historisches Phänomen. Sie prägt bis heute Teile der rechtsextremen Szene und findet sich in unterschiedlichen politischen, sozialen und auch esoterisch-verschwörerischen Gruppen. Im Zentrum stehen Vorstellungen von „Volk“, Abstammung und Zugehörigkeit, die Menschen aufgrund zugeschriebener Herkunft oder Identität unterschiedlich bewerten und damit grundlegenden Prinzipien von Menschenwürde und Menschenrechten widersprechen.

Besonders in ländlichen Räumen versuchen völkische und rechtsextreme Akteurinnen und Akteure, gesellschaftlichen Einfluss und Räume zu gewinnen – etwa durch politisches Engagement, Vereinsarbeit oder die Beteiligung am Dorfleben. Für Menschen, die sich vor Ort für Demokratie und eine offene Gesellschaft einsetzen, ist es deshalb wichtig, solche Ideologien und ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen erkennen und einordnen zu können. Hier setzt das Vernetzungstreffen an. Es wird bei dem Treffen über die verschiedenen Facetten völkischer Lebensweise und Ideologie aufgeklärt und es wird vorgestellt, wie besonders in ländlichen Räumen rechtsextreme Raumnahme durch völkische Gruppen vorangetrieben wird.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte Externer Link: hier.

Termin: 2. und 3. Dezember 2026, jeweils 16:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Amadeu Antonio Stiftung

Buchvorstellung und Podiumsgespräch: „Deutschlands radikale Rechte“

Die radikale Rechte prägt seit Jahren die öffentliche Debatte. Ihre Entwicklung ist jedoch nicht allein durch aktuelle Ereignisse zu erklären, sondern reicht bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zurück. Das Zeitbild „Deutschlands radikale Rechte. 1945 bis 2025“ zeichnet diese Entwicklung anhand von Kontinuitäten und Veränderungen in Ost- und Westdeutschland sowie im vereinten Deutschland nach. Dabei ordnet es die Geschichte der radikalen Rechten in den Kontext der deutschen Demokratie und ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit ein. Das Buch ist 2026 in der Reihe „Zeitbilder“ erschienen und soll als Auftakt bundesweiter Buchpräsentationen in Rostock mit einem Schwerpunkt auf die Zeit der DDR und der Wendejahre einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und im Anschluss gemeinsam über die dargestellte Buchthematik diskutiert werden.

  • Mit Enrico Heitzer, Autor, wiss. Mitarbeiter Gedenkstätte Sachsenhausen;

  • Paul Räuber, Autor, historisch politischer Bildner;

  • David Begrich, Autor, Mitarbeiter Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg;

  • Moderation: Marie Müller-Zetzsche, Uni Potsdam

Pressekontakt: Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Externer Link: Pressestelle.

Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung Externer Link: hier.

Termin: 3. Dezember 2026, 18:30 bis20.00 Uhr
Ort: Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10, 18055 Rockstock
Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung

Workshop: „Türkischer Ultranationalismus in Deutschland“

Was steckt hinter der sogenannten „Ülkücü-Bewegung“? Der Workshop richtet sich an pädagogische Fachkräfte und Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren und gibt einen kompakten Einblick in Ideologie, Strukturen und Erscheinungsformen der Bewegung in Deutschland.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der sogenannten „Türkisch-Islamischen Synthese“ sowie auf der Entwicklung der Bewegung von Gewalt und Terror bis in die 1990er Jahre hin zu einem späteren Strategiewechsel in Richtung „legalistischer Islamismus“.

Der Blick richtet sich dabei auch auf aktuelle Entwicklungen, zentrale Symboliken von Anhängerinnen bzw. Anhängern und das Verhältnis der „Ülkücü-Bewegung“ zu „deutschem“ Rechtsextremismus. Gemeinsam werden Ansätze und Möglichkeiten der Prävention besprochen.

Mehr Informationen zur Veranstaltung sowie Anmeldungsdetails finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 3. Dezember 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Multikulturelles Forum und Projekt Wegweiser

Save the Date: Fachtag: „Verborgene Botschaften: Codes und Symbole türkischer Rechtsextremist*innen“

Im Fokus des Fachtages stehen Codes und Symbole des türkischen Rechtsextremismus. Weitere Infos folgen.

Termin: 3. Dezember 2026 Ort: Köln Veranstalter: Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTrex)

Seminar: „Identität, Schuld und Nation: Strategien der Neuen Rechten im Kampf um Erinnerungskultur"

Rechtsextreme Akteurinnen und Akteure versuchen, Geschichte umzudeuten und die Erinnerungskultur an Nationalsozialismus und Shoah anzugreifen. Im Seminar wird der Frage nachgegangen, warum solche Angriffe auf Gedenken und historische Verantwortung nicht zufällig sind, sondern Teil einer politischen Strategie. Gemeinsam werden solche Deutungskämpfe, ihre Ziele und Narrative analysiert und es wird diskutiert, wie politische Bildung demokratische Erinnerungskultur verteidigen kann.

Den Kurs leitet Niklas Fischer-Miyakis, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Die Veranstaltung richtet sich an alle politisch Interessierten. Weitere Informationen erhalten Sie Externer Link: hier.

Termin: 4. bis 6. Dezember 2026, 18:45 Uhr (1. Tag) bis 12:30 Uhr (3. Tag)
Ort: Kochel am See
Veranstalter: Georg-von-Vollmar-Akademie

Fachtag: „Der Sport im Spannungsfeld zwischen Radikalisierung und Demokratiestärkung“

Sportvereine sind wichtige Orte des gesellschaftlichen Miteinanders und können Räume für Teilhabe, politische Sozialisation und demokratisches Lernen schaffen. Gleichzeitig ist der Sport kein von gesellschaftlichen Entwicklungen losgelöster Raum. Auch hier können Diskriminierung, antidemokratische Einstellungen und Radikalisierungsprozesse sichtbar werden. Vor diesem Hintergrund lädt die IU Internationale Hochschule Köln zum Fachtag „Der Sport im Spannungsfeld zwischen Radikalisierung und Demokratiestärkung“ ein.

Der Fachtag wird vom Zentrum für Radikalisierungsforschung und Prävention (ZRP) in Kooperation mit der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen veranstaltet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sportorganisationen im Spannungsfeld zwischen Demokratieförderung und Radikalisierungsrisiken agieren können und welche Bedingungen für eine demokratische Vereinskultur notwendig sind.

Mit der Veranstaltung soll der Austausch zwischen Wissenschaft, Sportvereinen und -verbänden, Präventionspraxis, Politik und Zivilgesellschaft gefördert werden. Wissenschaftliche Keynotes geben Einblicke in aktuelle Forschung zu Demokratiebildung und Prävention im Sport. Ergänzend stellen Praxisakteure und -akteurinnen konkrete Erfahrungen und Ansätze aus dem organisierten Sport vor. In Workshops werden unter anderem die Rolle des Fußballs und des Kampfsports sowie unterschiedliche Formen von Prävention und Demokratieförderung vertieft.

Zum Veranstaltungsprogramm und den Externer Link: Möglichkeit zur Anmeldung.

Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 80 Personen begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung ist empfohlen. Weitere Fragen an: E-Mail Link: zrp@iu.org

Termin: 10. Dezember 2026, 09.30 bis 16 Uhr
Ort: Köln
Veranstalter: IU Internationale Hochschule

Februar 2027

Fortbildung: „Umgang mit extremistischen Eltern in der Kindertagesbetreuung“

Der Umgang mit rechtsextremen Orientierungen von Eltern in der Kindertagesbetreuung und der Ganztagsbetreuung in Grundschulen ist herausfordernd. Fachkräfte haben die Aufgabe, sichere Orte für alle Kinder zu schaffen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Dennoch sind auch Kitas und Grundschulen nicht frei von Äußerungen und Verhaltensweisen, die auch auf ein rechtsextremes Weltbild bei Eltern schließen lassen.

Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmenden geht die Fortbildung den Fragen nach: Worauf ist zu achten, wenn Eltern Vorurteile äußern und /oder eine rechtsextreme Weltanschauung zeigen? Wie lässt sich ein tragfähiges Arbeitsbündnis herstellen, ohne dieses Verhalten zu verharmlosen? Welche Auswirkungen hat das auf Kinder? Was tun, wenn Kinder Fragmente der Ideologie der Eltern übernehmen und Gleichaltrige diskriminieren? Wie können Kinderschutzkonzepte vor Diskriminierung und vor dem Einfluss einer rechtsextremen Ideologie schützen? Welche Form der Thematisierung von Unterschiedlichkeit und Vielfaltserfahrungen kann in der pädagogischen Arbeit sinnvoll sein?

Neben der Arbeit an konkreten Fällen, ist es das Ziel, Handlungssicherheit in der unmittelbaren Interaktion mit Eltern zu gewinnen und die Kita und die Ganztagsbetreuung in Grundschulen als demokratische Lernorte zu stärken.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Den Anmeldelink sowie weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie Externer Link: hier.

Termin: 15. Februar 2027, 15:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Berlin
Veranstalter: Berliner Landeszentrale für politische Bildung

März 2027

MOTRA-Konferenz: „Extremismus/Radikalisierung/Prävention“

Welchen Beitrag leisten Kunst und Kultur für eine widerstandsfähige, extremismusresiliente Demokratie? Und inwieweit besteht die Gefahr, dass der Kulturbereich durch extremistische Bewegungen instrumentalisiert wird?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich das MOTRA-Forum „Kunst als demokratische Praxis?“ im Rahmen der motra-k #27. Ziel ist es, einen Impuls für die Erweiterung des Forschungsfokus auf Extremismus- und Radikalisierungsphänomene zu setzen. Gemeinsam mit Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Praxis wird diskutiert, welches Potenzial künstlerische Ausdrucksformen im Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und weiteren Formen extremistischer Ideologien entfalten können.

Die Veranstaltung ist Teil der MOTRA-Konferenz 2027, die am 3. und 4. März 2027 in Wiesbaden stattfindet. Neben dem MOTRA-Forum umfasst das Konferenzprogramm wissenschaftliche Panels, Posterpräsentationen sowie Einblicke in die aktuelle MOTRA-Forschung.

Der Veranstalter lädt Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler, Praktikerinnen bzw. Praktiker sowie Akterinnen bzw. Akteure aus Politik und Zivilgesellschaft ein, die motra-k #27 mit eigenen Beiträgen zu gestalten. Eingereicht werden können Vorträge, Panels, Poster sowie weitere geeignete Beitragsformate. Abstracts werden bis zum 30. September 2026 entgegengenommen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Programmübersicht sind Externer Link: hier verfügbar.

Termin: 3. und 4. März 2027
Ort: Wiesbaden
Veranstalter: MOTRA – Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung

Mai 2027

32. Deutscher Präventionstag: „Vulnerabilität und Prävention“

Der 32. Deutsche Präventionstag steht unter dem Schwerpunktthema „Vulnerabilität und Prävention“ und widmet sich ganz umfassend der Frage, wo Prävention in Bezug auf unterschiedlichste besonders betroffene oder schutzbedürftige Gruppen derzeit steht, welche (auch strukturellen) Hürden abgebaut werden müssen und wie Prävention inklusiver, zugänglicher und wirksamer gestaltet werden kann. Alle weiteren Themen aus dem weiten Feld der Prävention sind ebenso Gegenstand des Fachkongresses. Der Veranstalter freut sich auf entsprechende Bewerbungen. Das Bewerbungsportal wird vom 1. Oktober bis zum 15. Dezember 2026 freigeschaltet sein.

Im Rahmen des Kongresses wird der Deutsche Präventionspreis 2027 vergeben. Er bezieht sich auf präventive Arbeiten aller Art, die sich mit dem Schwerpunktthema „Vulnerabilität und Prävention“ beschäftigen. Bewerbungen und Vorschläge können vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 eingereicht werden.

Das Schwerpunktthema wird im Vorfeld des Kongresses wissenschaftlich aufbereitet und im Frühjahr 2027 als wissenschaftliche Begleitschrift sowie mit einem Kurzvideo vorgestellt werden. Die Koordination erfolgt durch Prof. Gina Rosa Wollinger.

Aktuelle Informationen werden Externer Link: hier veröffentlicht und kontinuierlich ergänzt.

Termin: 24. bis 25. Mai 2027
Ort: Hannover
Veranstalter: DPT – Deutscher Präventionstag

Fussnoten

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