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Quiz: Testen Sie Ihr Wissen!

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Welche der drei Säulen der Alterssicherung hat für die weitaus meisten Menschen in Deutschland die größte Bedeutung? Wie lässt es sich erklären, dass die durchschnittlichen Altersrenten von Frauen deutlich unter denen der Männer liegen? Warum liegen im Vergleich zu den Renten der gesetzlichen Rentenversicherung die Alterseinkommen von Beamten deutlich höher?

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Der demografische Wandel stellt die Alterssicherungssysteme vor große Herausforderungen. Welcher der nachstehenden Trends spielt für die Gesetzliche Rentenversicherung allerdings keine Rolle?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundlagen der Gesetzlichen Rentenversicherung und Interner Link: Rentenversicherung zwischen Krisen und Konjunkturen
Die Gesetzliche Rentenversicherung finanziert sich nach dem Umlageverfahren. Einen Kapitalstock, aus dessen Erträgen (Zinsen, Kursentwicklung von Wertpapieren) die Ausgaben bestritten werden, gibt es nicht. Insofern ist die Rentenversicherung von den Verwerfungen auf den Finanz- und Kapitalmärkten nicht betroffen.

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Als Idealtypen für eine staatliche Alterssicherung werden das Fürsorgemodell, das Sozialversicherungsmodell und das Grundrentenmodell unterschieden, die sich hinsichtlich einiger Kriterien unterscheiden: Welche Charakteristik trifft für das Fürsorgemodell zu?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Öffentliche Alterssicherung
Ein Anspruch auf Renten nach dem Fürsorgemodell besteht nur dann, wenn Bedürftigkeit besteht: Das gesamte Einkommen und Vermögen im Alter muss unterhalb des Existenzminimums liegen.

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Welche Charakteristik trifft für das Sozialversicherungsmodell zu?

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Öffentliche Alterssicherung und Interner Link: Grundlagen der Gesetzlichen Rentenversicherung
Sozialversicherungen finanzieren sich im Wesentlichen über Beiträge der Versicherten und ihrer Arbeitgeber. Die Höhe der Beiträge bzw. der verbeitragten Einkommen ist wiederum entscheidend für die Höhe der individuellen Renten.

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Welche Charakteristik trifft für das Grundrentenmodell zu?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Öffentliche Alterssicherung und Interner Link: Armutsfeste Renten − aber wie?
Eine Grundrente ist als Pauschalzahlung ausgestaltet, jeder Anspruchsberechtigte erhält einen gleich hohen Betrag.

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In modernen Staaten haben sich sehr unterschiedliche Alterssicherungssysteme entwickelt. Fast überall findet sich jedoch eine Gemeinsamkeit, die auch das deutsche Alterssicherungssystem aufweist:

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Das 3-Säulen-System der Alterssicherung im Überblick und Interner Link: Alterssicherungssysteme in Europa: Gestaltungsvarianten
Die Kombination von gesetzlicher Regelleistung (1. Säule), betrieblicher Altersversorgung (2. Säule) und privater Altersvorsorge (3. Säule) findet sich in fast allen Staaten.

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Eine der wichtigsten Charakteristiken einer staatlichen Alterssicherung ist?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Öffentliche Alterssicherung
Alterssicherungssysteme sollen die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Grundvoraussetzung dafür ist, dass sich die Betroffenen auf die Zahlung von monatlichen Renten verlassen können und dass die Renten ausreichend hoch sind.  

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Neben der Alterssicherung im Rahmen der drei Säulen gibt es in Deutschland auch eine staatliche Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung. Wer hat darauf Anspruch?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Anspruch und Bedürftigkeit
Der Anspruch auf Grundsicherung im Alter setzt Bedürftigkeit voraus. Gezahlt wird nur dann, wenn das vorhandene Einkommen und Vermögen nicht ausreicht, um das Existenzminimum (den Bedarfssatz der Grundsicherung) zu decken.

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Welche der drei Säulen der Alterssicherung hat für die weitaus meisten Menschen in Deutschland die größte Bedeutung?

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Das 3-Säulen-System der Alterssicherung im Überblick; Interner Link: Regelsysteme neben der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten (Beamtenversorgung und Sondersysteme) und Interner Link: Höhe und Verteilung der Renten
Die Gesetzliche Rentenversicherung ist der mit Abstand wichtigste Zweig der Alterssicherung. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung für (nahezu) alle Arbeiter und Angestellten.

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Wer 65 Jahre alt ist und nur über niedrige Einkünfte verfügt kann eine Grundsicherung im Alter beantragen. Wie hoch liegt im Jahr 2017 ungefähr der monatliche Betrag der Grundsicherung (einschließlich der durchschnittlichen Kosten der Unterkunft) für eine alleinstehende Person?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung: Leistungshöhe und Fallbeispiele
Der Grundsicherungsbedarf liegt bei etwa 750 Euro für eine alleinstehende Person. Zu beachten ist dabei allerdings, dass es sich hierbei um einen bundesweiten Durchschnittswert handelt. Tatsächlich unterscheiden sich die übernommenen Kosten der Unterkunft sehr stark je nach Bundesland, Region, und Stadt.

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Wie lässt es sich erklären, dass die durchschnittlichen Altersrenten von Frauen deutlich unter denen der Männer liegen?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Ausbau der Alterssicherung von Frauen und Interner Link: Höhere eigenständige Renten von Frauen
Die Höhe der individuellen Rente hängt entscheidend von der Erwerbsbiografie ab, denn die Erwerbs- und Versicherungsdauer sowie die Höhe des Einkommens bestimmen die Zahl der Entgeltpunkte. Frauen verdienen nicht nur weniger als Männer, sondern weisen in aller Regel auch deutlich weniger Versicherungs- und Beitragsjahre auf. Entsprechend niedriger ist die Zahl der Entgeltpunkte.

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Wie hoch ist derzeit der Anteil der Ausgaben aller Alterssicherungssysteme für Altersrenten am Bruttoinlandsprodukt?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Finanzierung: Ausgaben Etwa ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts, also der Summe aller in einem Jahr auf dem Markt erzeugten Güter und Dienstleistungen, wird für die drei Säulen der Alterssicherung ausgegeben.

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Wann wurde die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland eingeführt?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Bismarcks Sozialgesetze
Die Gesetzliche Rentenversicherung wurde im Zuge der Bismarck’schen Sozialversicherungspolitik im Jahr 1889 eingeführt.

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Seit wann gibt es die sogenannte "dynamische" Rente, nach der die Renten jährlich in Orientierung an die Einkommensentwicklung der Aktiven erhöht werden?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Nachkriegsgeschichte bis 1990
Die dynamische Rente wurde 1957 – unter der von Adenauer geführten Bundesregierung – eingeführt. Bis dahin gab es nur eine fallweise und willkürliche Anhebung der Renten.

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Die betriebliche Altersvorsorge hat in Form der Betriebsrenten schon eine sehr lange Tradition. Seit 2002 gibt es eine für Arbeitnehmer wichtige Neuregelung:

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Entgeltumwandlung
Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung (Obligatorium), dass jeder Arbeitnehmer durch eine Betriebsrente abgesichert ist. Es herrscht das Prinzip der Freiwilligkeit. Allerdings müssen die Arbeitgeber eine Betriebsrentenregelung anbieten, wenn die Arbeitnehmer die Finanzierung übernehmen. Dies ist bei der sog. Entgeltumwandlung der Fall: Bis zu 4 % des Bruttoeinkommens können beitrags- und steuerfrei für die betriebliche Absicherung eingesetzt werden.

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Im Vergleich zu den Renten der gesetzlichen Rentenversicherung liegen die Alterseinkommen von Beamten deutlich höher. Woran liegt das?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Beamtenversorgung
Die Beamtenversorgung ist von ihrem Anspruch her ein sog. bifunktionales System. Die für die Arbeiter und Angestellten im öffentlichen Dienst übliche Zusatzversorgung ist bei der Beamtenversorgung faktisch eingeschlossen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Gründe, die für die überdurchschnittliche Höhe der Beamtenpensionen verantwortlich sind.

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Seit der Rentenreform 2001 wird die private Altersvorsorge durch eine Vielzahl neuer Regelungen gefördert. Welche der nachstehenden Regelungen gehört jedoch nicht dazu?

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Private Vorsorge/"Riester-Rente"
Es gibt keine Verpflichtung einen Riester-Vertrag abzuschließen. Auch hier gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Durch staatliche Zulagen bzw. Steuervergünstigungen soll allerdings ein Anreiz geschaffen werden, privat vorzusorgen.

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Die Gesetzliche Rentenversicherung ist als soziale Versicherung konzipiert. Dies drückt sich in verschiedenen Regelungen aus. Welche der nachstehenden Regelungen gehört nicht dazu?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundprinzipien: Versicherungsprinzip, Äquivalenzprinzip, Solidarprinzip
Die Renten werden monatlich gezahlt – bis zum Lebensende. Die Auszahlung eines Einmalbetrages würde zu dem Risiko führen, dass das Geld vorzeitig verbraucht wird.

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Was unterscheidet die gesetzliche Rentenversicherung von einer Lebensversicherung?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundprinzipien: Versicherungsprinzip, Äquivalenzprinzip, Solidarprinzip
Die Gesetzliche Rentenversicherung ist Teil der Sozialversicherung und beinhaltet mehrere Elemente eines sozialen Ausgleichs. Anerkannt werden z.B. Zeiten der Arbeitslosigkeit, der Krankheit, der Kindererziehung – auch wenn die Arbeitnehmer in diesen Zeiten keine Beiträge zahlen. Dies ist bei einer privaten Lebensversicherung nicht der Fall.

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Die Ausgestaltung der Rentenversicherung mit sozialen Elementen betrifft mehrere Regelungen. Welche der nachstehenden gehört nicht zum Solidarprinzip?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundprinzipien: Versicherungsprinzip, Äquivalenzprinzip, Solidarprinzip
Die Entsprechung von Beiträgen und späteren Leistungen (Äquivalenz) ist Ausdruck des Versicherungs- und nicht des Solidarprinzips.

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Durch welche Einnahmen werden die Ausgaben der Rentenversicherung hauptsächlich finanziert?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Finanzierung: Beitragseinnahmen
Die Ausgaben der Gesetzlichen Rentenversicherung werden im Wesentlichen über einkommensabhängige Beiträge finanziert. Diese Beiträge werden − im Prinzip − je zur Hälfte von den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern aufgebracht.

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Welchen Zweck haben die Bundeszuschüsse zur Rentenversicherung?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Finanzierung: Bundeszuschüsse
Die Gesetzliche Rentenversicherung übernimmt eine Reihe von gesellschaftspolitischen Aufgaben, die nicht durch Beitragszahlungen gedeckt sind. Durch den steuerfinanzierten Bundeszuschuss sollen diese Ausgaben abgedeckt werden.

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Seit 1957 gibt es die Dynamische Rente. An welcher Entwicklung orientiert sich die regelmäßige Erhöhung der Renten?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Rentenanpassung: Die lohndynamische Rente
Durch die Rentendynamisierung soll sichergestellt werden, dass die Rentner an der allgemeinen Einkommens- und Wohlstandsentwicklung teilhaben können. Die jährliche Erhöhung der Renten orientiert sich deshalb vom Grundsatz her an der Entwicklung der Löhne.

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Die individuelle Altersrente hängt in ihrer Höhe entscheidend ab von:

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Rentenberechnung: Teilhabeäquivalenz
Die individuelle Höhe der Rente wird bestimmt von der Erwerbsposition im Lebensverlauf – nicht von der Höhe des letzten Einkommens. In jedem Versicherungsjahr werden Entgeltpunkte erworben, die Summe der Entgeltpunkte ist entscheidend für die Höhe der Rente.

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Wegen der demografischen Entwicklungen wurden die Altersgrenzen angehoben. Unter bestimmten Voraussetzungen können Versicherte jedoch früher in Rente gehen. Welche der nachstehenden Regelungen gilt nicht bzw. nicht mehr?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Altersrenten und Altersgrenzen: Vorgezogene Altersrenten und Abschläge
Die Altersrente für Frauen, die (unter bestimmten Voraussetzungen) bereits ab Vollendung des 60. Lebensjahres bezogen werden konnte, ist abgeschafft worden bzw. ausgelaufen.

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Eine Witwenrente hängt in ihrer Höhe ab von

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Hinterbliebenenrenten: Beispiele für die Berechnung von Hinterbliebenenrenten
Die Witwenrente ist als sog. abgeleitete Rente ausgestaltet. Sie hängt in ihrer Höhe von der Rente bzw. von den Rentenanwartschaften des verstorbenen Ehemannes ab. Dies gilt umgekehrt auch für die Witwerrente.

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Wenn eine Ehefrau eine eigene Rente bezieht und ihr Mann stirbt, hat sie Anspruch auf die eigene und die Witwenrente. Sofern eine bestimmte Einkommenshöhe überschritten wird, kann es zu einer Einkommensanrechnung kommen. Wie wird dabei im Grundsatz verfahren?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Beispiele für die Berechnung von Hinterbliebenenrenten Bei der Auszahlung der Hinterbliebenenrente erfolgt eine Einkommensanrechnung. Die eigene, durch Beitragszahlung erworbene Rente bleibt unangetastet, gekürzt wird aber – wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden – die Hinterbliebenenrente.

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Welche Funktion hat die Beitragsbemessungsgrenze?

Erläuterung

Lösung b) ist richtig; vgl. Interner Link: Finanzierung: Beitragseinnahmen
Die (jährlich neu berechnete) Beitragsbemessungsgrenze führt dazu, dass sehr hohe Einkommen nur bis zu diesem Grenzwert verbeitragt werden. Der beitragsfreie Teil des Einkommens bleibt dann auch bei der Berechnung der späteren Rente unberücksichtigt.

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Welche Funktion hat der aktuelle Rentenwert in der Rentenformel?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Die Rentenanpassungsformel
Durch die Multiplikation der Summe der persönlichen Entgeltpunkte mit dem aktuellen Rentenwert errechnet sich die monatliche Bruttorente. Die jährlich neu festgestellte Höhe des aktuellen Rentenwerts orientiert sich dabei an der Lohnentwicklung der Arbeitnehmer.

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Wieso gibt es in Deutschland zwei aktuelle Rentenwerte?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Renten in den neuen Bundesländern: Unterschiedliche Rentenberechnung
Auch mehr als 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung werden die Renten in den neuen Bundesländern anders als in den alten Bundesländern berechnet. Der aktuelle Rentenwert Ost fällt niedriger aus als der aktuelle Rentenwert West, da in den neuen Bundesländern die Durchschnittseinkommen der Arbeitnehmer noch immer unter dem West-Niveau liegen.

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Versicherte können unter bestimmten Bedingungen früher in Rente gehen. Wie wirkt sich das auf die individuelle Rente aus?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Altersrenten und Altersgrenzen: Vorgezogene Altersrenten und Abschläge
Ein vorzeitiger Rentenbezug ist in der Regel mit Abschlägen (Kürzung der Rente um 0,3 % je vorgezogenen Bezugsmonat) verbunden. Die Abschläge sollen Mehrausgaben der Gesetzlichen Rentenversicherung vermeiden, denn je früher eine Rente bezogen wird, desto länger muss die Rente auch bezahlt werden. Allerdings gibt es Ausnahmen: Versicherte mit sehr langen Beitragszeiten können eine vorgezogene Altersrente abschlagsfrei beziehen.

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Arbeitet ein Arbeitnehmer länger und beantragt seine Altersrente erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze, erhält er Rentenzuschläge für jeden Monat späteren Rentenbeginn. Warum?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Altersrenten und Altersgrenzen
Rentenzuschläge sind das Gegenstück zu Rentenabschlägen. Wer seine Rente später bezieht, verkürzt auch seine Rentenbezugsdauer und damit die Gesamtsumme der Rentenzahlungen. Durch Zuschläge, d.h. Erhöhung der Rente um 0,5 % je hinausgeschobenen Bezugsmonat, wird dies ausgeglichen.

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Bei der Berechnung einer Rente wegen Erwerbsminderung werden Zurechnungszeiten ermittelt.

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Alters- und Erwerbsminderungsrenten: Beispiele für die Berechnung von Alters- und Erwerbsminderungsrenten
Der Bezug einer Erwerbsminderungsrente kann bereits im jüngeren oder mittleren Alter erfolgen – etwa in Folge einer schweren Erkrankung. Die Versicherungs- und Beitragsjahre fallen entsprechend niedrig aus und würden gemäß der Rentenberechnungsformel zu sehr niedrigen Renten führen. Um dies zu verhindern, werden bei Erwerbsminderungsrenten Zurechnungszeiten anerkannt. Die Betroffenen werden so gestellt, als ob sie bis zum 60. Lebensjahr versicherungspflichtig gearbeitet hätten.

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Um die Leistung der Alterssicherung plastisch zu beschreiben wird oft mit der sogenannten "Standardrente" (Eckrente des Standardrentners) argumentiert. Wie wird diese Größe gebildet?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Das Rentenniveau
Die Standardrente ist ein rechnerisches Konstrukt. Ermittelt wird − abstrakt − die Höhe die Rente eines Arbeitnehmers, der genau 45 Versicherungsjahre aufweist und in seinem Erwerbsverlauf in jedem Jahr genau ein Einkommen in Höhe des Durchschnittsverdienstes erworben hat.

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Das Rentenniveau ist ein sozialpolitisch wichtiger Indikator. Was wird damit gemessen?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Das Rentenniveau
Das Rentenniveau gibt Auskunft über das Verhältnis von Renten und Arbeitnehmereinkommen. Um Gleiches miteinander zu vergleichen, wird die Standardrente (45 Versicherungsjahre und Durchschnittseinkommen im Erwerbsverlauf) mit den Durchschnittsverdiensten der aktiven Arbeitnehmer in Beziehung gesetzt.

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Die jährlichen Rentenanpassungen ergeben sich aus einer komplizierten Formel mit mehreren Größen. Ein Bestimmungsfaktor ist allerdings der langfristig weitaus wichtigste. Welcher?

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Die Rentenanpassungsformel
Die jährliche Rentenerhöhung (Prinzip der dynamischen Rente) orientiert sich an der Lohnentwicklung der Arbeitnehmer. Um die Rentenausgaben zu begrenzen folgt die Rentenanpassung der Lohnentwicklung allerdings nur noch begrenzt. Die Folge ist, dass das Rentenniveau kontinuierlich sinkt.

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Für die Anpassung der Betriebsrenten im Laufe der Jahre nach dem ersten Bezug gilt welche Regelung?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Rentenhöhe und Rentenanpassung
Bei der Betriebsrente gibt es keine regelgebundene Dynamik. Der Arbeitgeber ist lediglich verpflichtet, eine Anpassung der Betriebsrente an die Inflationsentwicklung zu prüfen.

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Seit 2001 können alle Arbeitnehmer private Altersvorsorge in gesetzlich besonders geregelten Formen und gefördert durch Zuschüsse oder Steuervergünstigungen betreiben. Was wird bezüglich der späteren Auszahlung der Alterssicherungen durch den Gesetzgeber geregelt?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Private Vorsorge "Riester-Rente": Riester-Förderung
Bei "Riester-Verträgen" garantiert der Anbieter, dass die Auszahlungen insgesamt mindestens der Summe der Einzahlungen plus Zulagen entsprechen.

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Was war nicht Ziel der Einführung der staatlich geförderten privaten Alterssicherung (Riester-Rente)?

Erläuterung

Antwort e) ist richtig, vgl. Interner Link: Private Vorsorge/"Riester-Rente"
Da die Höhe der Riester-Rente von der Entwicklung an den Finanz- und Kapitalmärkten abhängt, ist sie nicht prognostizierbar. Es gibt keine Garantie, dass ein bestimmtes Versorgungsniveau erreicht wird.

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Im Rahmen der staatlich geförderten Alterssicherung können von den Versicherten mehrere Wege zur Altersvorsorge gewählt werden. Dazu wird eine sehr große Zahl unterschiedlichster Produkte seitens der Finanzwirtschaft angeboten. Wer trägt das Risiko, ob und in welchem Maß die Auszahlungen tatsächlich die durch die Rentenniveauabsenkung entstandene Versorgungslücke schließen?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Private Vorsorge/"Riester-Rente"
Das Risiko tragen allein die Versicherten selbst. Gesetzlich geregelt ist nur, dass die Auszahlungen dem Nominalbetrag der Summe der Einsparungen entsprechen.

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Ihre Auswertung

Der demografische Wandel stellt die Alterssicherungssysteme vor große Herausforderungen. Welcher der nachstehenden Trends spielt für die Gesetzliche Rentenversicherung allerdings keine Rolle?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundlagen der Gesetzlichen Rentenversicherung und Interner Link: Rentenversicherung zwischen Krisen und Konjunkturen
Die Gesetzliche Rentenversicherung finanziert sich nach dem Umlageverfahren. Einen Kapitalstock, aus dessen Erträgen (Zinsen, Kursentwicklung von Wertpapieren) die Ausgaben bestritten werden, gibt es nicht. Insofern ist die Rentenversicherung von den Verwerfungen auf den Finanz- und Kapitalmärkten nicht betroffen.

Als Idealtypen für eine staatliche Alterssicherung werden das Fürsorgemodell, das Sozialversicherungsmodell und das Grundrentenmodell unterschieden, die sich hinsichtlich einiger Kriterien unterscheiden: Welche Charakteristik trifft für das Fürsorgemodell zu?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Öffentliche Alterssicherung
Ein Anspruch auf Renten nach dem Fürsorgemodell besteht nur dann, wenn Bedürftigkeit besteht: Das gesamte Einkommen und Vermögen im Alter muss unterhalb des Existenzminimums liegen.

Welche Charakteristik trifft für das Sozialversicherungsmodell zu?

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Öffentliche Alterssicherung und Interner Link: Grundlagen der Gesetzlichen Rentenversicherung
Sozialversicherungen finanzieren sich im Wesentlichen über Beiträge der Versicherten und ihrer Arbeitgeber. Die Höhe der Beiträge bzw. der verbeitragten Einkommen ist wiederum entscheidend für die Höhe der individuellen Renten.

Welche Charakteristik trifft für das Grundrentenmodell zu?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Öffentliche Alterssicherung und Interner Link: Armutsfeste Renten − aber wie?
Eine Grundrente ist als Pauschalzahlung ausgestaltet, jeder Anspruchsberechtigte erhält einen gleich hohen Betrag.

In modernen Staaten haben sich sehr unterschiedliche Alterssicherungssysteme entwickelt. Fast überall findet sich jedoch eine Gemeinsamkeit, die auch das deutsche Alterssicherungssystem aufweist:

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Das 3-Säulen-System der Alterssicherung im Überblick und Interner Link: Alterssicherungssysteme in Europa: Gestaltungsvarianten
Die Kombination von gesetzlicher Regelleistung (1. Säule), betrieblicher Altersversorgung (2. Säule) und privater Altersvorsorge (3. Säule) findet sich in fast allen Staaten.

Eine der wichtigsten Charakteristiken einer staatlichen Alterssicherung ist?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Öffentliche Alterssicherung
Alterssicherungssysteme sollen die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Grundvoraussetzung dafür ist, dass sich die Betroffenen auf die Zahlung von monatlichen Renten verlassen können und dass die Renten ausreichend hoch sind.  

Neben der Alterssicherung im Rahmen der drei Säulen gibt es in Deutschland auch eine staatliche Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung. Wer hat darauf Anspruch?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Anspruch und Bedürftigkeit
Der Anspruch auf Grundsicherung im Alter setzt Bedürftigkeit voraus. Gezahlt wird nur dann, wenn das vorhandene Einkommen und Vermögen nicht ausreicht, um das Existenzminimum (den Bedarfssatz der Grundsicherung) zu decken.

Welche der drei Säulen der Alterssicherung hat für die weitaus meisten Menschen in Deutschland die größte Bedeutung?

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Das 3-Säulen-System der Alterssicherung im Überblick; Interner Link: Regelsysteme neben der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten (Beamtenversorgung und Sondersysteme) und Interner Link: Höhe und Verteilung der Renten
Die Gesetzliche Rentenversicherung ist der mit Abstand wichtigste Zweig der Alterssicherung. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung für (nahezu) alle Arbeiter und Angestellten.

Wer 65 Jahre alt ist und nur über niedrige Einkünfte verfügt kann eine Grundsicherung im Alter beantragen. Wie hoch liegt im Jahr 2017 ungefähr der monatliche Betrag der Grundsicherung (einschließlich der durchschnittlichen Kosten der Unterkunft) für eine alleinstehende Person?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung: Leistungshöhe und Fallbeispiele
Der Grundsicherungsbedarf liegt bei etwa 750 Euro für eine alleinstehende Person. Zu beachten ist dabei allerdings, dass es sich hierbei um einen bundesweiten Durchschnittswert handelt. Tatsächlich unterscheiden sich die übernommenen Kosten der Unterkunft sehr stark je nach Bundesland, Region, und Stadt.

Wie lässt es sich erklären, dass die durchschnittlichen Altersrenten von Frauen deutlich unter denen der Männer liegen?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Ausbau der Alterssicherung von Frauen und Interner Link: Höhere eigenständige Renten von Frauen
Die Höhe der individuellen Rente hängt entscheidend von der Erwerbsbiografie ab, denn die Erwerbs- und Versicherungsdauer sowie die Höhe des Einkommens bestimmen die Zahl der Entgeltpunkte. Frauen verdienen nicht nur weniger als Männer, sondern weisen in aller Regel auch deutlich weniger Versicherungs- und Beitragsjahre auf. Entsprechend niedriger ist die Zahl der Entgeltpunkte.

Wie hoch ist derzeit der Anteil der Ausgaben aller Alterssicherungssysteme für Altersrenten am Bruttoinlandsprodukt?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Finanzierung: Ausgaben Etwa ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts, also der Summe aller in einem Jahr auf dem Markt erzeugten Güter und Dienstleistungen, wird für die drei Säulen der Alterssicherung ausgegeben.

Wann wurde die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland eingeführt?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Bismarcks Sozialgesetze
Die Gesetzliche Rentenversicherung wurde im Zuge der Bismarck’schen Sozialversicherungspolitik im Jahr 1889 eingeführt.

Seit wann gibt es die sogenannte "dynamische" Rente, nach der die Renten jährlich in Orientierung an die Einkommensentwicklung der Aktiven erhöht werden?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Nachkriegsgeschichte bis 1990
Die dynamische Rente wurde 1957 – unter der von Adenauer geführten Bundesregierung – eingeführt. Bis dahin gab es nur eine fallweise und willkürliche Anhebung der Renten.

Die betriebliche Altersvorsorge hat in Form der Betriebsrenten schon eine sehr lange Tradition. Seit 2002 gibt es eine für Arbeitnehmer wichtige Neuregelung:

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Entgeltumwandlung
Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung (Obligatorium), dass jeder Arbeitnehmer durch eine Betriebsrente abgesichert ist. Es herrscht das Prinzip der Freiwilligkeit. Allerdings müssen die Arbeitgeber eine Betriebsrentenregelung anbieten, wenn die Arbeitnehmer die Finanzierung übernehmen. Dies ist bei der sog. Entgeltumwandlung der Fall: Bis zu 4 % des Bruttoeinkommens können beitrags- und steuerfrei für die betriebliche Absicherung eingesetzt werden.

Im Vergleich zu den Renten der gesetzlichen Rentenversicherung liegen die Alterseinkommen von Beamten deutlich höher. Woran liegt das?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Beamtenversorgung
Die Beamtenversorgung ist von ihrem Anspruch her ein sog. bifunktionales System. Die für die Arbeiter und Angestellten im öffentlichen Dienst übliche Zusatzversorgung ist bei der Beamtenversorgung faktisch eingeschlossen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Gründe, die für die überdurchschnittliche Höhe der Beamtenpensionen verantwortlich sind.

Seit der Rentenreform 2001 wird die private Altersvorsorge durch eine Vielzahl neuer Regelungen gefördert. Welche der nachstehenden Regelungen gehört jedoch nicht dazu?

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Private Vorsorge/"Riester-Rente"
Es gibt keine Verpflichtung einen Riester-Vertrag abzuschließen. Auch hier gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Durch staatliche Zulagen bzw. Steuervergünstigungen soll allerdings ein Anreiz geschaffen werden, privat vorzusorgen.

Die Gesetzliche Rentenversicherung ist als soziale Versicherung konzipiert. Dies drückt sich in verschiedenen Regelungen aus. Welche der nachstehenden Regelungen gehört nicht dazu?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundprinzipien: Versicherungsprinzip, Äquivalenzprinzip, Solidarprinzip
Die Renten werden monatlich gezahlt – bis zum Lebensende. Die Auszahlung eines Einmalbetrages würde zu dem Risiko führen, dass das Geld vorzeitig verbraucht wird.

Was unterscheidet die gesetzliche Rentenversicherung von einer Lebensversicherung?

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Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundprinzipien: Versicherungsprinzip, Äquivalenzprinzip, Solidarprinzip
Die Gesetzliche Rentenversicherung ist Teil der Sozialversicherung und beinhaltet mehrere Elemente eines sozialen Ausgleichs. Anerkannt werden z.B. Zeiten der Arbeitslosigkeit, der Krankheit, der Kindererziehung – auch wenn die Arbeitnehmer in diesen Zeiten keine Beiträge zahlen. Dies ist bei einer privaten Lebensversicherung nicht der Fall.

Die Ausgestaltung der Rentenversicherung mit sozialen Elementen betrifft mehrere Regelungen. Welche der nachstehenden gehört nicht zum Solidarprinzip?

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Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Grundprinzipien: Versicherungsprinzip, Äquivalenzprinzip, Solidarprinzip
Die Entsprechung von Beiträgen und späteren Leistungen (Äquivalenz) ist Ausdruck des Versicherungs- und nicht des Solidarprinzips.

Durch welche Einnahmen werden die Ausgaben der Rentenversicherung hauptsächlich finanziert?

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Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Finanzierung: Beitragseinnahmen
Die Ausgaben der Gesetzlichen Rentenversicherung werden im Wesentlichen über einkommensabhängige Beiträge finanziert. Diese Beiträge werden − im Prinzip − je zur Hälfte von den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern aufgebracht.

Welchen Zweck haben die Bundeszuschüsse zur Rentenversicherung?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Finanzierung: Bundeszuschüsse
Die Gesetzliche Rentenversicherung übernimmt eine Reihe von gesellschaftspolitischen Aufgaben, die nicht durch Beitragszahlungen gedeckt sind. Durch den steuerfinanzierten Bundeszuschuss sollen diese Ausgaben abgedeckt werden.

Seit 1957 gibt es die Dynamische Rente. An welcher Entwicklung orientiert sich die regelmäßige Erhöhung der Renten?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Rentenanpassung: Die lohndynamische Rente
Durch die Rentendynamisierung soll sichergestellt werden, dass die Rentner an der allgemeinen Einkommens- und Wohlstandsentwicklung teilhaben können. Die jährliche Erhöhung der Renten orientiert sich deshalb vom Grundsatz her an der Entwicklung der Löhne.

Die individuelle Altersrente hängt in ihrer Höhe entscheidend ab von:

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Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Rentenberechnung: Teilhabeäquivalenz
Die individuelle Höhe der Rente wird bestimmt von der Erwerbsposition im Lebensverlauf – nicht von der Höhe des letzten Einkommens. In jedem Versicherungsjahr werden Entgeltpunkte erworben, die Summe der Entgeltpunkte ist entscheidend für die Höhe der Rente.

Wegen der demografischen Entwicklungen wurden die Altersgrenzen angehoben. Unter bestimmten Voraussetzungen können Versicherte jedoch früher in Rente gehen. Welche der nachstehenden Regelungen gilt nicht bzw. nicht mehr?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Altersrenten und Altersgrenzen: Vorgezogene Altersrenten und Abschläge
Die Altersrente für Frauen, die (unter bestimmten Voraussetzungen) bereits ab Vollendung des 60. Lebensjahres bezogen werden konnte, ist abgeschafft worden bzw. ausgelaufen.

Eine Witwenrente hängt in ihrer Höhe ab von

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Hinterbliebenenrenten: Beispiele für die Berechnung von Hinterbliebenenrenten
Die Witwenrente ist als sog. abgeleitete Rente ausgestaltet. Sie hängt in ihrer Höhe von der Rente bzw. von den Rentenanwartschaften des verstorbenen Ehemannes ab. Dies gilt umgekehrt auch für die Witwerrente.

Wenn eine Ehefrau eine eigene Rente bezieht und ihr Mann stirbt, hat sie Anspruch auf die eigene und die Witwenrente. Sofern eine bestimmte Einkommenshöhe überschritten wird, kann es zu einer Einkommensanrechnung kommen. Wie wird dabei im Grundsatz verfahren?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Beispiele für die Berechnung von Hinterbliebenenrenten Bei der Auszahlung der Hinterbliebenenrente erfolgt eine Einkommensanrechnung. Die eigene, durch Beitragszahlung erworbene Rente bleibt unangetastet, gekürzt wird aber – wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden – die Hinterbliebenenrente.

Welche Funktion hat die Beitragsbemessungsgrenze?

Erläuterung

Lösung b) ist richtig; vgl. Interner Link: Finanzierung: Beitragseinnahmen
Die (jährlich neu berechnete) Beitragsbemessungsgrenze führt dazu, dass sehr hohe Einkommen nur bis zu diesem Grenzwert verbeitragt werden. Der beitragsfreie Teil des Einkommens bleibt dann auch bei der Berechnung der späteren Rente unberücksichtigt.

Welche Funktion hat der aktuelle Rentenwert in der Rentenformel?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Die Rentenanpassungsformel
Durch die Multiplikation der Summe der persönlichen Entgeltpunkte mit dem aktuellen Rentenwert errechnet sich die monatliche Bruttorente. Die jährlich neu festgestellte Höhe des aktuellen Rentenwerts orientiert sich dabei an der Lohnentwicklung der Arbeitnehmer.

Wieso gibt es in Deutschland zwei aktuelle Rentenwerte?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Renten in den neuen Bundesländern: Unterschiedliche Rentenberechnung
Auch mehr als 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung werden die Renten in den neuen Bundesländern anders als in den alten Bundesländern berechnet. Der aktuelle Rentenwert Ost fällt niedriger aus als der aktuelle Rentenwert West, da in den neuen Bundesländern die Durchschnittseinkommen der Arbeitnehmer noch immer unter dem West-Niveau liegen.

Versicherte können unter bestimmten Bedingungen früher in Rente gehen. Wie wirkt sich das auf die individuelle Rente aus?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Altersrenten und Altersgrenzen: Vorgezogene Altersrenten und Abschläge
Ein vorzeitiger Rentenbezug ist in der Regel mit Abschlägen (Kürzung der Rente um 0,3 % je vorgezogenen Bezugsmonat) verbunden. Die Abschläge sollen Mehrausgaben der Gesetzlichen Rentenversicherung vermeiden, denn je früher eine Rente bezogen wird, desto länger muss die Rente auch bezahlt werden. Allerdings gibt es Ausnahmen: Versicherte mit sehr langen Beitragszeiten können eine vorgezogene Altersrente abschlagsfrei beziehen.

Arbeitet ein Arbeitnehmer länger und beantragt seine Altersrente erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze, erhält er Rentenzuschläge für jeden Monat späteren Rentenbeginn. Warum?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Altersrenten und Altersgrenzen
Rentenzuschläge sind das Gegenstück zu Rentenabschlägen. Wer seine Rente später bezieht, verkürzt auch seine Rentenbezugsdauer und damit die Gesamtsumme der Rentenzahlungen. Durch Zuschläge, d.h. Erhöhung der Rente um 0,5 % je hinausgeschobenen Bezugsmonat, wird dies ausgeglichen.

Bei der Berechnung einer Rente wegen Erwerbsminderung werden Zurechnungszeiten ermittelt.

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Alters- und Erwerbsminderungsrenten: Beispiele für die Berechnung von Alters- und Erwerbsminderungsrenten
Der Bezug einer Erwerbsminderungsrente kann bereits im jüngeren oder mittleren Alter erfolgen – etwa in Folge einer schweren Erkrankung. Die Versicherungs- und Beitragsjahre fallen entsprechend niedrig aus und würden gemäß der Rentenberechnungsformel zu sehr niedrigen Renten führen. Um dies zu verhindern, werden bei Erwerbsminderungsrenten Zurechnungszeiten anerkannt. Die Betroffenen werden so gestellt, als ob sie bis zum 60. Lebensjahr versicherungspflichtig gearbeitet hätten.

Um die Leistung der Alterssicherung plastisch zu beschreiben wird oft mit der sogenannten "Standardrente" (Eckrente des Standardrentners) argumentiert. Wie wird diese Größe gebildet?

Erläuterung

Antwort c) ist richtig; vgl. Interner Link: Das Rentenniveau
Die Standardrente ist ein rechnerisches Konstrukt. Ermittelt wird − abstrakt − die Höhe die Rente eines Arbeitnehmers, der genau 45 Versicherungsjahre aufweist und in seinem Erwerbsverlauf in jedem Jahr genau ein Einkommen in Höhe des Durchschnittsverdienstes erworben hat.

Das Rentenniveau ist ein sozialpolitisch wichtiger Indikator. Was wird damit gemessen?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Das Rentenniveau
Das Rentenniveau gibt Auskunft über das Verhältnis von Renten und Arbeitnehmereinkommen. Um Gleiches miteinander zu vergleichen, wird die Standardrente (45 Versicherungsjahre und Durchschnittseinkommen im Erwerbsverlauf) mit den Durchschnittsverdiensten der aktiven Arbeitnehmer in Beziehung gesetzt.

Die jährlichen Rentenanpassungen ergeben sich aus einer komplizierten Formel mit mehreren Größen. Ein Bestimmungsfaktor ist allerdings der langfristig weitaus wichtigste. Welcher?

Erläuterung

Antwort a) ist richtig; vgl. Interner Link: Die Rentenanpassungsformel
Die jährliche Rentenerhöhung (Prinzip der dynamischen Rente) orientiert sich an der Lohnentwicklung der Arbeitnehmer. Um die Rentenausgaben zu begrenzen folgt die Rentenanpassung der Lohnentwicklung allerdings nur noch begrenzt. Die Folge ist, dass das Rentenniveau kontinuierlich sinkt.

Für die Anpassung der Betriebsrenten im Laufe der Jahre nach dem ersten Bezug gilt welche Regelung?

Erläuterung

Antwort b) ist richtig; vgl. Interner Link: Rentenhöhe und Rentenanpassung
Bei der Betriebsrente gibt es keine regelgebundene Dynamik. Der Arbeitgeber ist lediglich verpflichtet, eine Anpassung der Betriebsrente an die Inflationsentwicklung zu prüfen.

Seit 2001 können alle Arbeitnehmer private Altersvorsorge in gesetzlich besonders geregelten Formen und gefördert durch Zuschüsse oder Steuervergünstigungen betreiben. Was wird bezüglich der späteren Auszahlung der Alterssicherungen durch den Gesetzgeber geregelt?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Private Vorsorge "Riester-Rente": Riester-Förderung
Bei "Riester-Verträgen" garantiert der Anbieter, dass die Auszahlungen insgesamt mindestens der Summe der Einzahlungen plus Zulagen entsprechen.

Was war nicht Ziel der Einführung der staatlich geförderten privaten Alterssicherung (Riester-Rente)?

Erläuterung

Antwort e) ist richtig, vgl. Interner Link: Private Vorsorge/"Riester-Rente"
Da die Höhe der Riester-Rente von der Entwicklung an den Finanz- und Kapitalmärkten abhängt, ist sie nicht prognostizierbar. Es gibt keine Garantie, dass ein bestimmtes Versorgungsniveau erreicht wird.

Im Rahmen der staatlich geförderten Alterssicherung können von den Versicherten mehrere Wege zur Altersvorsorge gewählt werden. Dazu wird eine sehr große Zahl unterschiedlichster Produkte seitens der Finanzwirtschaft angeboten. Wer trägt das Risiko, ob und in welchem Maß die Auszahlungen tatsächlich die durch die Rentenniveauabsenkung entstandene Versorgungslücke schließen?

Erläuterung

Antwort d) ist richtig; vgl. Interner Link: Private Vorsorge/"Riester-Rente"
Das Risiko tragen allein die Versicherten selbst. Gesetzlich geregelt ist nur, dass die Auszahlungen dem Nominalbetrag der Summe der Einsparungen entsprechen.