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#20 Gehen Deutschland die Unternehmer aus? | Zahlen, bitte! | bpb.de

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#20 Gehen Deutschland die Unternehmer aus?

Henrik Müller

/ 6 Minuten zu lesen

Hier ist die #20 von "Zahlen, bitte!". Heute geht's um die Frage nach den Gründen für's Gründen: Warum werden in Deutschland weniger Unternehmen als in vielen anderen Ländern gegründet? Wieso wollen immer weniger Leute selbstständig sein? Und wie kann man da Abhilfe schaffen?

(© picture-alliance, Westend61 | Javier Zayas)

🤔 Was ist los?

In Deutschland werden deutlich weniger Unternehmen gegründet als früher. Im langfristigen Trend ist die Gründungsdynamik erheblich zurückgegangen, nämlich um rund ein Viertel binnen zwei Jahrzehnten. Besonders heftig ist das Minus in den Industriebranchen, wo sich die Zahl der Neugründungen fast halbiert hat, wie aus dem Externer Link: Gründungspanel der Wirtschaftsforschungsinstitute IAB und ZEW hervorgeht. Auch forschungsintensive Gründungen gibt es weniger.

Zwar scheint sich die Situation am aktuellen Rand zu stabilisieren. So stieg im vorigen Jahr die Zahl der Gewerbeneuanmeldungen um 7,7 Prozent gegenüber 2024, Externer Link: so das Statistische Bundesamt. Von insgesamt 640.000 Firmen waren aber nur ein Fünftel von „größerer wirtschaftlicher Bedeutung“, also solche, die eine gewisse Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen und tragfähige Firmenstrukturen aufbauen. Der Anstieg ist allein auf Gründungen „im Nebenerwerb“ zurückzuführen. Das heißt: diese Unternehmen werden von den Gründerinnen und Gründern Externer Link: neben ihrem Hauptjob aufgebaut.

Im internationalen Vergleich ist die Gründungsdynamik in Deutschland ausgesprochen gering, wie der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweise“) an verschiedenen Stellen kritisiert hat.

Parallel dazu geben immer mehr Firmen auf – weil es sich nicht mehr lohnt, weil sie Pleite gehen oder weil die Besitzerinnen oder Besitzer alt werden und sich niemand findet, der den Laden übernimmt. Fast 100.000 Unternehmen von größerer wirtschaftlicher Bedeutung machten voriges Jahr endgültig dicht. Insgesamt gibt es in Deutschland noch einen Bestand von 3,5 Millionen Firmen. Es ist jedoch möglich, dass diese Zahl auf Dauer empfindlich zusammenschrumpft.

In dieser Ausgabe von „Zahlen, bitte!“ fragen wir nach den Gründen und den Folgen der Firmenflaute.

⚠️ Wo ist das Problem?

Eine geringe Zahl von Gründungen ist ein Hinweis auf starke gesellschaftliche und ökonomische Beharrungskräfte, die in Zeiten guter Wirtschaftsentwicklung nicht großartig negativ auffallen. Wenn aber das Wachstum ausbleibt oder die Arbeitslosigkeit steigt, wird das Gründungsgeschehen zum Thema.

Derzeit steckt die deutsche Wirtschaft mitten in einem schmerzhaften Strukturwandel, der vor allem von zwei Entwicklungen getrieben wird: Die Industrie schrumpft, und die Bevölkerung altert. Dazu kommen Faktoren wie Dekarbonisierung und Künstliche Intelligenz, die bisherige Geschäftsmodelle von Unternehmen in Frage stellen. Wegen des Schwundes an tradierten Branchen und Firmen, die bislang die Basis des exportorientieren deutschen Wirtschaftsmodells waren, gibt es einen großen Bedarf an Neuem.

Der österreich-amerikanische Ökonom Joseph Schumpeter prägte einst den Begriff der „schöpferischen Zerstörung“. Damit war gemeint, dass Interner Link: Fortschritt durch Innovation getrieben wird – also durch neue Ideen, Technologien oder Organisationsformen. Im Gegenzug müsse Überkommenes verschwinden.

Treiber des Wandels sind typischerweise neue Unternehmen – Firmen, die zu Agenten der Zukunftsgestaltung werden. Als vorbildlich gelten in dieser Hinsicht die USA. Junge Giganten wie SpaceX (Gründungsjahr 2002) oder Meta (früher Facebook, Gründungsjahr 2004) dominieren dort die Wirtschaft, vor allem die Börsen. In Deutschland hingegen gibt es nichts Vergleichbares. Die bedeutendste deutsche Neugründung der vergangenen Jahrzehnte, das Softwareunternehmen SAP, fand 1972 statt, vor mehr als fünf Jahrzehnten. Der derzeit wertvollste europäische Konzern ASML, ein Maschinenbauspezialist für Highend-Computerchips mit Hauptsitz in den Niederlanden, entstand bereits 1984.

Die marktwirtschaftliche Dynamik ähnelt einem Entdeckungsverfahren. Fortschritt ist demnach das Resultat aus Versuch und Irrtum – wobei immer klar ist, dass viele Firmen scheitern. Grafik 2 zeigt die Anteile der Firmen, die fünf Jahre nach ihrer Gründung noch existieren. Im Schnitt gehen knapp zwei Drittel in dieser ersten Phase der Unternehmensbiografie wieder ein. Besonders groß ist der Schwund typischerweise in Branchen, in denen vergleichsweise wenig Knowhow und Kapital für den Geschäftseinstieg nötig sind; niedrige Markteintrittshürden erlauben es eher, den Schritt in die Selbständigkeit einfach mal zu wagen.

Das wirtschaftliche Risiko ist besonders hoch bei Hightech-Startups. Um innovative Produkte von der Ebene der Forschung zur Marktreife zu entwickeln, sind häufig viele Millionen, manchmal auch Milliarden Euro nötig. So machte das Pharmazieunternehmen Biontech, gegründet 2008, erstmals Gewinne, als die Umsätze ab 2020 infolge der Entwicklung des ersten Corona-Impfstoffs auf Basis der mRNA-Technologie durch die Decke gingen. Derzeit machen einige Rüstungstechnologie-Spezialisten wie die Drohnenhersteller Helsing und Stark mit Milliardenbewertungen und stattlichem Umsatzwachstum von sich reden – was abermals belegt, dass Neugründungen entscheidend sind, um rasch auf veränderte Bedingungen reagieren zu können.

Für junge Unternehmen gibt es keine Erfolgsgarantie. Es kann immer sein, dass sich Ideen nicht umsetzen lassen, dass sich der Kundengeschmack ändert oder technologische Durchbrüche ausbleiben. Entsprechend ist es für eine Volkswirtschaft von Vorteil, wenn es eine große Zahl von Gründungen gibt – und wenn genug Beteiligungskapital für technologieintensive Unternehmen zur Verfügung steht, damit sie in wettbewerbsfähige Größenordnungen hineinwachsen können.

📰 Ist das neu?

Bedingt. Seit vielen Jahren werden in Deutschland immer weniger Unternehmen gegründet. 2002 kamen auf 10.000 Einwohner im Alter zwischen 18- und 64 Jahren noch 130 „Vollerwerbs“-Gründer, also Leute, die vorhatten, von ihrer Firma zu leben. Diese Zahl hat sich inzwischen gedrittelt, auf nur noch 41 im Jahr 2025. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die das Gründungsgeschehen seit Jahrzehnten mittels Umfragen verfolgt, hat zutage gefördert, dass sich nur noch eine Minderheit von etwa einem Viertel eine selbständige Tätigkeit überhaupt vorstellen kann. Vor 25 Jahren war es noch fast die Hälfte (siehe Abbildung 3).

Für den Rückgang sind verschiedene Trends verantwortlich, insbesondere:

  • Demografie: Die Altersgruppe der Untervierzigjährigen ist am gründungsaktivsten. Da die heute jüngeren Kohorten vergleichsweise klein sind, ist ein trendmäßiger Rückgang der Zahlen keine Überraschung.

  • Konjunktur: Eine solide gesamtwirtschaftliche Nachfrage hilft jungen Unternehmen, auf die Beine zu kommen. Allerdings sind bei guter Beschäftigungslage etablierte Unternehmen bei der Personalgewinnung im Vorteil. So hat die deutsche Industrie, die bis 2018 ausgesprochen gut lief, gutausgebildete junge Beschäftigte vom Arbeitsmarkt gesaugt. Solange die Industrie florierte, gab es wenig Grund zu gründen.

  • Finanzierung: In Zeiten von Bankenstress haben gerade Gründer Schwierigkeiten, an Kredite zu kommen. So ist es in den vergangenen Jahren gerade für mittelständische Unternehmen schwieriger geworden, an Geld zum Investieren zu kommen. Infolge der schwachen Konjunktur und eines Anstiegs der Firmenpleiten Externer Link: geben sich die Kreditinstitute zugeknöpft beim Geldverleihen. Noch schwieriger ist die Lage für neue Unternehmen, die als besonders risikoreich gelten.

  • Werte: Der Reiz des Unternehmerseins besteht Externer Link: Umfragen zufolge vor allem in Selbstbestimmtheit und Selbstverwirklichung, weniger im Streben nach hohem Einkommen oder Reichtum. Wenn aber Motive wie Sicherheit oder Work-Life-Balance größeren Raum einnehmen, erscheint Selbständigkeit eher unattraktiv.

  • Regulierung: Dies ist das größte Problem, so die deutschen Gründer. Zwei Drittel der Befragten gaben in einer KfW-Umfrage von vorigem Jahr an, der Umgang mit der öffentlichen Verwaltung stelle ein gravierendes Hemmnis für Neuunternehmer dar (gefolgt von schwacher Umsatz- und Gewinnlage). Ein bedenklicher Befund, der die Relevanz des Themas von Interner Link: „Zahlen, bitte!“-Folge #17 unterstreicht.

⏩ Was passiert als nächstes?

Isoliert betrachtet spricht der andauernde Personalabbau in der Industrie (siehe Interner Link: „Zahlen, bitte!“ #5) dafür, dass die Bedingungen für Firmengründungen günstiger werden. Das gilt zumal für das Handwerk, auf das immerhin ein Sechstel aller bestehenden Unternehmen in Deutschland entfällt – ein Sektor, der gemäß Regularien und Branchenkultur ausdrücklich zur Selbständigkeit als Option hinführt. So sind auch in diesem Segment die Gründungsraten in den Jahren nach der Corona-Pandemie wieder leicht gestiegen. Die demografische Entwicklung hingegen dürfte dämpfend wirken, gerade in Ostdeutschland, wo zuletzt Externer Link: deutlich mehr Betriebe geschlossen und weniger gegründet wurden als in westdeutschen Bundesländern.

Parallel dazu steigt die Arbeitslosigkeit unter Akademikern. So sind inzwischen auch bislang begehrte Qualifikationsgruppen wie Naturwissenschaftler und Informatiker Externer Link: häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen, wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau. Für Hochschulabsolventen ist der Jobeinstieg nach vielen guten Jahren hürdenreich geworden. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass auf längere Sicht Akademiker mit Abschlüssen in Mathematik, Informatik, Natur- oder Technikwissenschaften (MINT) Externer Link: weiterhin gefragt sein werden, auch wenn die Zeit der großen Beschäftigungszuwächse in diesem Bereich vorbei zu sein scheint. Für sich genommen sprechen diese Entwicklungen dafür, dass für ambitionierte Tech-Startups die Personalgewinnung auch künftig kein Selbstläufer sein wird – was die Gründungsdynamik nicht gerade beflügeln dürfte.

Immerhin: Am Horizont tauchen zwei Lichtblicke auf, die für eine Aufhellung der Rahmenbedingungen sorgen könnten. Zum einen arbeitet die EU-Kommission, angetrieben von einer Gruppe von Mitgliedsländern, daran, die bislang zersplitterten europäischen Kapitalmärkte zu vereinheitlichen („Savings and Investment Union“). Auf diese Weise könnte auch bei uns die Risikokapitalfinanzierung von Tech-Startups leichter werden.

Zum anderen scheint auf nationaler Ebene beim Gründungshemmnis Regulierung einiges in Bewegung zu geraten. Die „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“ hat voriges Jahr pragmatische Vorschläge zur Verwaltungsvereinfachung vorlegt. Nun sollen sie nach und nach auf kommunaler Ebene umgesetzt werden.

Ob die angekündigten Reformen bei Rente und Steuern neuen Schwung in die deutsche Unternehmenslandschaft bringen können, ist allerdings ungewiss.

❓ Noch Fragen?

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Hier gibt's Antworten auf eure Fragen zu den Sozialversicherungen:

Wieviel Geld verschlingt das hochkomplizierte Abrechnungssystem der deutschen Krankenkassen? Ist das womöglich ein besonderer Kostentreiber?

Laut GKV-Spitzenverband betrug der Anteil des Verwaltungsausgaben 2024 rund 3,9 Prozent der Gesamtausgaben. Da in den vergangenen zehn Jahren die Ausgaben der GKV von 194 auf 312 Milliarden Euro gestiegen sind, die Verwaltungskosten im gleichen Zeitraum jedoch bloß von 10 auf 13 Milliarden Euro, scheint es sich dabei zwar um keinen besonderen Kostentreiber zu handeln. Insgesamt ließen sich die Ausgaben aber vermutlich dennoch reduzieren, wenn die Zahl der heute rund 90 Krankenkassen weiter reduziert würde.

Wäre eine Reichen-, Erbschafts- oder Vermögensteuer nicht eine mögliche Lösung, um das deutsche Rentenproblem zu lösen?

Theoretisch ist es möglich, die riesigen Zuschüsse zur Rente aus dem Bundeshaushalt so „gegenzufinanzieren“. Die Gewerkschaft Verdi fordert etwa eine „Superreichen“-Steuer, um Altersarmut zu bekämpfen. Die Gegenseite Externer Link: lehnt das mit Verweis auf hohe Kosten ab und schlägt vor, lieber einen Teil der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt zu investieren, um das Rentenproblem abzufedern. Letztlich sind Steuererhöhungen, egal an welcher Ecke der Einkommensverteilung, keine nachhaltige Lösung, da Deutschland heute schon eine Steuer- und Abgabenquote von knapp unter 50 Prozent hat. Über eine stärkere Belastung höherer Einkommen (!) kann man immer reden, aber die Frage ist, wofür diese Gelder eingesetzt werden sollen. Meine Präferenz wäre: Beiträge für Niedrigverdiener senken, um die Leistungsanreize in diesem Segment zu stärken und das Arbeitsvolumen zu erhöhen. Die Ausgaben der Kassen müssen trotzdem im Griff bleiben. Den Anstieg der Sozialausgaben auf die Inflationsrate zu begrenzen, wäre schon etwas.

Warum werden die Gesundheitskosten für GrundsicherungsempfängerInnen zu einem Großteil von den gesetzlichen Gesundheitskassen und damit von den Pflichtversicherten getragen? Das ist doch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wer wenig verdient, muss solidarisch sein, wer die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, braucht nicht solidarisch sein - landet dann aber im sozialen Netz, wenn alles den Bach runter gehen sollte.

Es stimmt, dass der Zuschuss des Bundes für Menschen in der Grundsicherung nur ein Drittel der Kosten deckt. Der Rest der Kosten wird also von den Beitragszahlerinnen und -zahlern der GKV finanziert, also eben nicht von Beamten und Gutverdienerinnen und -verdienern in der privaten Krankenversicherung. Der „Wirtschaftsweise“ Achim Truger etwa kritisiert diese ungleiche Kostenverteilung und argumentiert, dass gerade die Beiträge der vielen einigermaßen gutverdienenden der insgesamt fast zwei Millionen deutschen Beamten die Kassen entlasten würden. Die „Wirtschaftsweisen“ Externer Link: haben in ihrem Frühjahrsgutachten 2026 durchgerechnet, dass eine solche Maßnahme bis 2040 den allgemeinen Beitragssatz um knapp 0,2 Prozentpunkte dämpfen könnte. Der Externer Link: Verband der Privaten Krankenversicherung hält dagegen: diese Maßnahme „würde die öffentlichen Haushalte sofort zusätzlich belasten, ohne die finanziellen Probleme der gesetzlichen Kassen zu lösen.“

Danke für Ihre Info zum Problem „Rente“! Meine Frage zum Äquivalenzprinzip im Zusammenhang mit der Möglichkeit, die Beitragsbemessungsgrenze aufzuheben: Kann man denn bei einer Rentenreform dieses Prinzip nicht dahingehend ändern, dass die ausgezahlte Rente gedeckelt wird?

Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hatte schon Anfang 2023 vorgeschlagen, einen solchen Deckel bei besonders hohen Renten einzuführen. Das Externer Link: DIW hat ebenfalls 2023 eine gewisse Abkehr vom Äquivalenzprinzip in beide Richtungen vorgeschlagen: mit einer Deckelung der Rente nach oben ließe sich eine Mindestrente für Bedürftige leichter finanzieren. Eine solche Umverteilungsmaßnahme ist möglich, stünde aber unter einem gewissen verfassungsrechtlichen Zielkonflikt, Externer Link: wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags herausgearbeitet hat. Und der sagt: Rentenansprüche können auf der einen Seite unter den Eigentumsschutz (Art. 14 GG) fallen und unterliegen damit besonderem Schutz, auf der anderen Seite hat der Gesetzgeber nach dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) für soziale Sicherheit und Ausgleich zu sorgen. Dass, wer mehr in die Rentenkasse einzahlt, am Ende auch mehr herausbekommen muss, ist dabei die „herrschende verfassungsrechtliche Interpretation.“ Die Frage, wie viel mehr das ist, ist aber offen und am Ende politisch auszuhandeln.

🧐 Wer weiß mehr?

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung/Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (2026). Externer Link: IAB ZEW Gründungspanel Report. Daten und Fakten zum Gründungsgeschehen, gerade mit Blick auf technologieintensive Unternehmen.

  • Institut für Mittelstandsforschung. https://www.ifm-bonn.org/statistiken/gruendungen-und-unternehmensschliessungen/existenzgruendungen-insgesamt Themenseite des IfM zu diversen Aspekten von Gründungen und Firmenübergaben.

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (2026). Externer Link: KfW-Gründungsmonitor 2026. Bestandsaufnahme zum Gründungsgeschehen, basierend auf Umfragen der KfW.

  • Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2025). Externer Link: Perspektiven für morgen schaffen – Chancen nicht verspielen. Jahresgutachten 2025/26 Die „Wirtschaftweisen“ konzentrieren sich in dieser Ausgabe auf das Thema Strukturwandel – und damit auch auf die Frage, wie Neues entstehen kann in einer Zeit, da Traditionsbranchen schrumpfen. Insbesondere in Kapitel 8 geht es in diesem Zusammenhang auch um die Gründungsthematik.

  • Anke Rinke und Ines Seiwert (2026). Externer Link: Gründungen und Schließungen im Handwerk. Wirtschaft und Statistik 2/26, S. 40-52. Eine empirische Untersuchung der beiden Arbeitsmarktforscherinnen, die sich speziell mit der Gründungsdynamik im Handwerk beschäftigt.

Weitere Inhalte

Henrik Müller ist Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der TU Dortmund. Der promovierte Volkswirt arbeitete lange als Wirtschaftsjournalist, zuletzt als stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift manager magazin. Für den SPIEGEL schreibt er seit 2013 eine wöchentliche Kolumne („Externer Link: Müllers Memo“). Müller ist Autor diverser Bücher (zuletzt erschien Externer Link: Challenging Economic Journalism. Covering Business and the Economy in an Age of Uncertainty, Palgrave Macmillan 2023).

An der TU Dortmund leitet Müller den Bachelor-Studiengang "Externer Link: Wirtschaftspolitischer Journalismus".