Kinder der jüdischen Grundschule in Frankfurt am Main sitzen zusammen an einem Tisch

Über jüdisches Leben nach 1945: Identität, Selbst- und Fremdbilder

Mit Blick auf Religiosität, Lebensentwürfe und Einstellungen ist jüdisches Leben in Deutschland sehr vielfältig. Für die in Deutschland lebenden Juden und Jüdinnen ist es wichtig, die innerjüdische Pluralität sichtbar zu machen: denn allein die Haltung zur Religion sowie diverse Migrationsgeschichten machen deutlich, dass es "die Juden" selbstverständlich nicht gibt. Auch stehen Juden und Jüdinnen in deutschen Medien häufig nur dann im Fokus, wenn es um Israel, Antisemitismus oder die Shoah geht. Dabei erzählen spannende Kontroversen der vergangenen Jahrzehnte viel über die Rolle der Jüdinnen und Juden im Nachkriegsdeutschland – und machen die Pluralität jüdischen Lebens in Deutschland in seiner ganzen Bandbreite sichtbar.

Farbfoto: Bunte Schnipsel.

Dani Kranz

Von der Unmöglichen Heimat zur möglichen Heimat

Jüdische Lebenswelten sind um einiges komplexer, als es in der Öffentlichkeit gemeinhin erscheint. Dieser Essay versucht die pluralen jüdischen Perspektiven, die Diversität und Bruchstellen, aber auch die Partikularidentitäten von Jüdinnen und Juden zugänglich zu machen.

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Demonstranten vor dem Schauspielhaus in Frankfurt am Main am 31. Oktober 1985. Die geplante Uraufführung des umstrittenen Stückes "Der Müll, die Stadt und der Tod" von Rainer Werner Fassbinder im Frankfurter Kammerspiel wurde verhindert, als 25 Mitglieder der jüdischen Gemeinde gleich zu Beginn der Aufführung die Bühne besetzten und das Publikum in Diskussionen verwickelten.

Meron Mendel

Postmigrantische Erinnerungskultur

In der deutschen postmigrantischen Gesellschaft wird die Deutungshoheit über die NS-Vergangenheit neu verhandelt. Denn der Holocaust ist nicht mehr nur "Familiengeschichte", sondern auch ein prägendes Ereignis für Menschen, die keinerlei Familienbezug dazu haben. Und diese Menschen wollen aktiv in der Gestaltung der Erinnerungskultur mitwirken.

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Eine Frau steht auf dem jüdischen Friedhof in Bechhofen und betrachtet einen Grabstein

Max Czollek

Versöhnungstheater. Anmerkungen zur deutschen Erinnerungskultur

Ist Gedenken gleichbedeutend mit Versöhnung? Das Eingeständnis von Schuld mit Begnadigung? Aufarbeitung mit Bewältigung? Soll sich Geschichte nicht wiederholen oder geht es in der deutschen Erinnerungskultur letztlich um Normalisierung? Ein Essay.

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BU FEHLT

Richard C. Schneider

Das Bild des Juden in den deutschen Medien

Antijüdische Bilder und Sprache sind überall in den Medien zu finden – daher ist es unumgänglich, sich mit den Ressentiments, Vorurteilen, Klischees und auch der Befangenheit gegenüber Juden in den Redaktionsstuben zu befassen.

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Podcast

Folge 1: Alijah

Jüdisches Leben in Deutschland - Vergangenheit und Gegenwart

Wie nehmen Jüdinnen und Juden das Leben im post-Shoah Deutschland wahr? Was ist eigentlich jüdischer Humor? Oder jüdische Musik? Über diese und weitere Themen spricht Journalistin Pola Sarah Nathusius mit ihren Gästen

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Folge 2: Antisemitismus & Strategien der Bewältigung

Jüdisches Leben in Deutschland - Vergangenheit und Gegenwart

Wie nehmen Jüdinnen und Juden das Leben im post-Shoah Deutschland wahr? Was ist eigentlich jüdischer Humor? Oder jüdische Musik? Über diese und weitere Themen spricht Journalistin Pola Sarah Nathusius mit ihren Gästen

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Folge 3: Jüdische Israelis in Deutschland

Jüdisches Leben in Deutschland - Vergangenheit und Gegenwart

Wie nehmen Jüdinnen und Juden das Leben im post-Shoah Deutschland wahr? Was ist eigentlich jüdischer Humor? Oder jüdische Musik? Über diese und weitere Themen spricht Journalistin Pola Sarah Nathusius mit ihren Gästen

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Mediathek

Aus der Mediathek

Jüdisch in Europa, Teil 1

Journalist Yves Kugelmann und Filmproduzentin Alice Brauner begeben sich auf eine Reise, um jüdisches Leben in Europa aufzuspüren: sie thematisieren die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen.

Weitere Inhalte

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 26-27/2020): Antisemitismus

Jüdische Sichtbarkeit und Diversität

In einer Gesellschaft, in der Jüdinnen und Juden vielstimmig, divers und auch widersprüchlich erlebt werden, können bundesrepublikanische Selbstverständnisse hinterfragt und der Antisemitismus anders verhandelt werden.

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IzpB: Israel Cover

Informationen zur politischen Bildung Nr. 336/2018

Israel

In den 70 Jahren seiner Existenz als jüdischer und demokratischer Staat im Nahen Osten hat sich Israel gegen widrigste Umstände und zahlreiche Herausforderungen behaupten müssen. Anlass für einen Rückblick und eine aktuelle Bestandsaufnahme.

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Männer mit einer israelischen Fahne protestieren am Mittwoch (05.08.2009) am Brandenburger Tor in Berlin gegen die iranische Regierung.

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 6/2015)

Israel und Deutschland

Im Mai 1965 nahmen die Bundesrepublik und Israel diplomatische Beziehungen auf. 50 Jahre später besteht zwischen beiden Ländern ein gewachsenes Vertrauensverhältnis, das aber in der Breite steter Erneuerung bedarf.

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Hier wird das Logo des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" abgebildet. Es zeigt eine stilisierte Menora (Kerzenleuchter) mit einem Davidstern in weiß auf blauem Grund und den Namen des Projekts.

Deutschland Archiv

Jüdinnen in Deutschland nach 1945

Häufig wird weibliches jüdisches Leben nur ungenügend abgebildet. Das Deutschland Archiv setzt daher jüdische Frauen in den Fokus und veröffentlicht dazu eine Reihe mit Beiträgen, Interviews und Porträts.

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In Europa nichts Neues?

Schriftenreihe (Bd. 10352)

In Europa nichts Neues?

Antisemitismus grassiert in Deutschland und Europa, er äußert sich in verbalen Anfeindungen und Übergriffen. Häufig werden die negativen Stereotype von Jüdinnen und Juden mit dem Staat Israel verbunden. Wie beurteilen Israelis, die Europa aus ihrer je eigenen Erfahrung kennen, die Entwicklung?

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1,50

Jüdisch in Europa, Teil 1

Der Arte-Zweiteiler thematisiert die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen.

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Jüdisch in Europa, Teil 2

Der Arte-Zweiteiler thematisiert die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen.

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Jerusalem mit Klagemauer und Tempelberg, vom dem aus die goldene Kuppel der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel ragt.
Israel

Israel

Die Entwicklung Israels ist eine Erfolgsgeschichte: Seit seiner Gründung hat es Menschen aus über 120 Ländern in einen jüdisch-demokratischen Staat integriert. Aus einem landwirtschaftlich geprägten Land ist eine Hightech-Nation geworden.

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Dossier

Antisemitismus

Antisemitismus ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme der heutigen Welt sieht. Das Dossier beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Judenfeindschaft und hilft, sie zu entlarven.

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Elf Familiengeschichten zeigen, was Verfolgung, Kriege und Ost-West-Konflikt für Juden in Europa konkret bedeuten konnten. Jede der elf Biographien wird in einem Film erzählt. Interaktive Karten lassen die Größenordnung des Völkermordes und die Flucht- und Auswanderungsbewegungen vor und nach 1945 nachvollziehen. Texte beleuchten u.a. die Situation im Nachkriegseuropa sowie nach 1990.

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Auschwitz – Ort und Symbol der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie. Der Name der südpolnischen Stadt steht für den millionenfachen Mord an Juden, Sinti und Roma und Menschen, die nach der NS-Rassenideologie nicht zur "Volksgemeinschaft" gehörten. Der Bombay Flying Club hat dazu eine Webdocumentary für die bpb umgesetzt - in deutscher, englischer und polnischer Sprache.

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Dossier

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 60 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte?

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