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Mikrofonpult

9.12.2016 | Von:
Nadia Kutscher

Bürgerbeteiligung im Kontext des Internets: Problem oder Perspektive?

Herausforderungen und Perspektiven für Teilhabeermöglichung im Kontext des Internet

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Infokasten

Teilhabechancen

Das Internet kann weitreichende Teilhabechancen eröffnen:
  • Informationen zugänglich machen,
  • die Aneignung von Fähigkeiten unterstützen,
  • Beteiligung demokratisieren
  • geflüchteten Menschen Orientierung und Hilfe auf dem Weg und beim Ankommen in der Aufnahmegesellschaft bieten (siehe unten Info-Kasten)

Diese Potenziale des Internet für Teilhabe sind angesichts von Machtstrukturen, sozialer Ungleichheit und politischen wie ökonomischen Interessen nicht gleichermaßen verfügbar. Daher gilt es, Teilhabebeschränkungen wahrzunehmen und damit politisch wie pädagogisch kritisch-reflexiv umzugehen. Nur so können die demokratischen Optionen, die das Internet birgt, auch eine faktische Wirkung für die breite Bevölkerung entfalten.

Daher bedarf es einer Reflexion der verschiedenen Ungleichheitslagerungen im Kontext des Internets. Das gerade angesichts der Tatsache, dass Angebotsstrukturen und ungleiche Ressourcen der Nutzer/innen zu einer Reproduktion der Ungleichheit innerhalb der Internetnutzung beitragen können. Dies hat Folgen für das Ausmaß der Beteiligung unterschiedlicher Zielgruppen im Rahmen digitaler Teilhabe. In Zusammenhang mit der Problematik der Netzneutralität bleibt die Frage zu klären: Wie kann garantiert werden, dass Nutzer/innen mit geringeren finanziellen Mitteln und weniger Wissen über die unterschiedliche Priorisierung von Diensten und Inhalten gleichermaßen Zugang zu den Daten und Diensten haben?

Darüber hinaus ist eine intensive Aufklärung über die entscheidenden Machtstrukturen im Internet erforderlich. Damit können Entwicklungen, die zur Bildung hegemonialer (d. h. eine Vormachtstellung anstrebende) Strukturen beitragen, wahrgenommen, begrenzt und kontrolliert werden. In diesem Kontext erhöht die Monopolisierung von Kommunikations- und Informationsräumen durch Akteure wie Facebook, Google etc. die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Internet zunehmend über exklusive Einheiten und Mitgliedschaften strukturiert. Diese ist gleichzeitig mit der Enteignung der Kontrolle über eigene Daten verbunden und kann potenziell zur Bedingung für die bevorzugte Zugänglichkeit von Diensten und Inhalten werden. Hierbei ist eine zentrale Frage, welche Normierung der Priorisierung von Daten zugrunde liegt: Wie implizit oder explizit und wie transparent werden diese Entscheidungen vorgenommen und wer kontrolliert diese Normierung?

Um die Datenschutzpolitik kommerzieller Netzwerkanbieter im Sinne einer Teilhabeermöglichung wirksamer zu kontrollieren, sind stärkere politische Anstrengungen notwendig, auch über Nationalstaatsgrenzen hinaus (z. B. Regulierung durch den Gesetzgeber). Vgl. hierzu das Videointerview mit dem ehemaligen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar.

Auf individueller Ebene und im Kontext von Bildungsinstitutionen geht es darum, eine befähigende Medienbildung sowohl für Nutzer/innen als auch für pädagogische Fachkräfte zu verankern. Sie befähigt für einen reflektierten Umgang mit den angesprochenen Entwicklungen bezüglich der zunehmenden Verbreitung der digitalen Medien in allen gesellschaftlichen Bereichen (= Mediatisierungsentwicklungen). Denn letztlich geht es unter all diesen Aspekten um die Frage, ob Teilhabe im mediatisierten Raum ein grundlegendes Bürgerrecht ist, das durch die verschiedenen Akteure gesichert werden kann, unterstützt durch demokratiefördernde Strukturen.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Ungleichheit im Internet eng mit anderen Ungleichheitsstrukturen in der Gesellschaft zusammenhängt. Daher bedarf es neben den medienbezogenen Initiativen weiterer Anstrengungen, die auch unabhängig vom Internet soziale Benachteiligung reduzieren oder verhindern.

Quellentext

Nutzung digitaler Medien durch Flüchtlinge

Im Jahr 2015 wurde in einer qualitativ-empirischen Studie die Frage untersucht, wie junge Flüchtlinge vor, während und nach der Flucht digitale Medien nutzen, um u. a. Kontakte mit dem Herkunftskontext aufrechtzuerhalten (d. h. im Herkunftsland verbliebenen Familienmitgliedern und Peers aus ihren Herkunftsländern, die durch Flucht in verschiedenen anderen Ländern bzw. Orten in Deutschland leben), neue Kontakte zu knüpfen, sich im Aufnahmeland zu orientieren und nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. Hierzu wurden in 17 Einzelinterviews und einer Gruppendiskussion 20 junge Geflüchtete im Alter von 15 bis 19 Jahren befragt. Durchgeführt wurde diese empirische Studie zur Nutzung digitaler Medien durch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) von der Universität Vechta und dem Deutschen Kinderhilfswerk.

"Internet ist gleich mit Essen" – mit dieser Aussage bringt einer der Interviewteilnehmer zum Ausdruck, welche Bedeutung die Möglichkeit der Internetnutzung für die verschiedenen Teilnehmer in den Interviews und der Gruppendiskussion besitzt. Das Gleichsetzen der Internetnutzung mit basalen Grundbedürfnissen, wie dem der Nahrungsaufnahme, zeigt die zentrale Rolle auf, die digitale Medien für das (Über-)Leben von umF, insbesondere während der Flucht und nach der Aufnahme in Deutschland, spielen. Dabei zeigt sich die besondere Bedeutung digitaler Medien für die Bewältigung der fluchtspezifischen Herausforderungen unterwegs und in Deutschland, aber auch eine Form der Bedeutungszuschreibung digitaler Medien, wie sie ebenfalls bei deutschen Jugendlichen beobachtet werden kann.

Die Mediennutzung vor der Flucht prägt die Affinität zu digitalen Medien während der Flucht und in Deutschland. Einige der Jugendlichen haben vor ihrer Flucht kein Internet benutzt, da es in ihrer Herkunftsregion – aus unterschiedlichen Gründen – nicht zugänglich war. Auf der Flucht und insbesondere seit ihrem Aufenthalt in Deutschland sind digitale Medien für sie unverzichtbar geworden um am sozialen Leben teilzuhaben. Auf dem Fluchtweg haben das Mobiltelefon und soziale Netzwerke die Funktion nach einzelnen Fluchtetappen Kontakt mit der Familie aufzunehmen und – vor allem positive – Lebenszeichen – zu geben. Darüber hinaus dienen diese medialen Kommunikationswege dazu, Notrufe (insbesondere auf dem Mittelmeer) abzusetzen, Kontakt mit Schleusern zu organisieren und relevante Informationen über Fluchtwege durch Nachrichtenaustausch und Navigations-Apps zu erhalten. Der vielfach berichtete Verlust der Mobiltelefone durch Überfälle oder durch Repressalien von Schleusern hat schwerwiegende Bedeutung, u. a. auch weil damit Telefonnummern und Fotos als Erinnerung an die Familie verlorengehen. Authentifizierungsalgorithmen und Cookies bei Facebook wirken behindernd, da Länder- und Gerätewechsel oftmals Accounts unzugänglich machen.

Zu den ersten Handlungen der jungen Flüchtlinge im Aufnahmeland gehört, sich ein Mobiltelefon zu besorgen und sich, falls nicht schon vorhanden, einen Facebook-Account einzurichten. Dabei sind jedoch selbst basale Kenntnisse über Facebook oder Apps nicht selbstverständlich. In den Inobhutnahme-Einrichtungen sind Internet und Computer wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt für die jungen Flüchtlinge zugänglich – teils aus technischen, teils aus erzieherischen Gründen. Die Jugendlichen geben deshalb jeden Monat den Großteil ihres Taschengeldes für Prepaid-Internetflatrates und -Telefongebühren aus, um Kontakt mit ihren Herkunftsfamilien herstellen zu können. Zudem ist der Kontakt über digitale Medien mit der Familie im Herkunftsland über digitale Medien oftmals eingeschränkt oder prinzipiell nicht möglich, da in verschiedenen Ländern Internet und Telefon nicht oder nur unzuverlässig verfügbar sind.

In Zusammenhang mit der mobilen Nutzung spielen Apps eine zentrale Rolle für die Kommunikation im Aufnahmeland: als Medium der Kommunikation mit der Familie und mit Peers aber auch mit pädagogischen Fachkräften (WhatsApp, Viber, Skype), als Medium zum Erlernen der Sprache (mit vielen Deutsch-Lern-Apps) und zur Orientierung (Navigations-Apps). Soziale Netzwerke – v. a. Facebook und Youtube - werden für die Kommunikation mit der Familie, den Austausch mit Peers, das Informieren über Nachrichten sowie zur Identitätsdarstellung und für die Verfolgung von Hobbies genutzt. Dabei zeigen sich jugendtypische Nutzungsweisen digitaler Medien unabhängig vom Flüchtlingsstatus. Die Netzwerkprofile stellen dabei aber auch hochrelevante Formen der Selbstverortung vor dem Hintergrund von Fluchterfahrungen dar – hinsichtlich der Dokumentation der eigenen Herkunft, der Sehnsüchte und Bindungen, aber auch im Kontext von Anerkennungs- und Beziehungspraktiken.

Parallel zu dieser hohen Bedeutung digitaler Medien zeigen sich Widersprüche hinsichtlich der Verfügbarkeit von Internetverbindungen, der Datenschutzbedingungen, unter denen die Medien von den jungen Flüchtlingen und Fachkräften genutzt werden sowie der kaum relevanten Nutzung von fachspezifischen Angeboten für Flüchtlinge über digitale Medien.

In den wenigsten Fällen ist in den Inobhutnahme-Einrichtungen eine durchgängige Nutzung des Internet möglich, da entweder riskante Mediennutzungsweisen befürchtet werden, keine (Re-)Finanzierung in den Budgets der Einrichtungen vorgesehen ist oder die Nutzung restriktiven Regeln (z. B. WLAN nur innerhalb bestimmter Zeiten) unterworfen ist. Dies führt dazu, dass die Kontaktmöglichkeiten zu den Familien eingeschränkt oder äußerst kostenintensiv für die Jugendlichen sind. Darüber hinaus stehen den Jugendlichen in den Einrichtungen oftmals nicht ausreichend Computer für die Erledigung von Schulaufgaben zur Verfügung. Im Kontrast zu den restriktiven Mediennormen in den Einrichtungen berichten die Jugendlichen aus vielen Einrichtungen darüber, dass die Fachkräfte mit ihnen über digitale Medien, insbesondere WhatsApp, kommunizieren. Dies ist bemerkenswert nicht nur aufgrund dessen, dass die Mediennutzung relativ streng kontrolliert wird, sondern auch vor dem Hintergrund, dass mit der Nutzung von WhatsApp in institutionellen und fachlichen Zusammenhängen datenschutzrechtliche Aspekte verletzt werden. In den Interviews wurden die jungen Flüchtlinge gefragt, ob sie im Internet hilfreiche Informationen zum Asylverfahren und zur Orientierung in Deutschland gefunden haben, die ihnen das Einleben in Deutschland erleichtern. Alle Interviewteilnehmer haben ihr Interesse an solchen Angeboten bekundet, berichten jedoch fast ausschließlich von nichtfachlichen bzw. kommerziellen Diensten (Facebook als Nachrichtenbörse, Google als Übersetzungstool, Navigationshilfe und Suchmaschine etc.). Auf Nachfrage gaben sie an, dass ihnen speziell für sie entwickelte digitale Informationen unbekannt seien.

Insgesamt wird in der Studie deutlich, dass digitale Medien und Dienste für die soziale und bildungsbezogene Teilhabe der jungen Flüchtlinge von hoher Relevanz und quasi alternativlos sind. Gleichzeitig sind sie nur unter erschwerten Bedingungen verfügbar.

Quelle: Kutscher/Kreß 2015: http://bit.ly/1OAnwtI


Zum Weiterlesen auf bpb.de

Die Netzdebatte: Politische Teilhabe im Netz

Zum Weiterlesen

Pierre Bourdieu http://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/theorien/modernisierung/unterpunkte/kapital.htm

Facebook Open Graph-Algorithmus http://www.heise.de/tp/artikel/32/32735/3.html

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