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Fragetypen im Interview | Forschendes Lernen als aktivierendes Unterrichtsprojekt: Alternde Demokratie | bpb.de

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Fragetypen im Interview Welche Fragetypen gibt es?

Samira Bytyqi Jennifer Wiedemann

/ 2 Minuten zu lesen

Einstiegs-/ Eisbrecherfragen

  • Einstiegs- beziehungsweise Eisbrecherfragen werden am Anfang des Interviews gestellt.

  • Sie haben die Aufgabe eine vertrauensvolle Beziehung zwischen interviewenden und interviewten Person sowie eine zwanglose Stimmung aufzubauen.

  • Die Fragen gehen noch nicht so sehr in die Tiefe der Thematik, sondern dienen vielmehr einer Hinführung.

Beispiele für Einstiegs- und Eisbrecherfragen

  • „Warum, glauben Sie, ist das Thema heute so relevant?“

  • „Wie nehmen Sie die öffentliche Diskussion zu diesem Thema wahr?“

  • „Wenn Sie an das Thema denken – was fällt Ihnen als Erstes ein?“

Faktenorientierte Fragen

  • Je nach Interviewpartnerin oder -partner sind faktenorientierte Fragen relevant.

  • Dieser Fragentyp erfordert Antworten der interviewten Person, welche wissenschaftlich überprüfbare Daten und Fakten enthalten.

  • Aufgabe der Interviewerin oder des Interviewers ist es, sich einen Überblick über die Expertise der interviewten Person zu verschaffen, um angemessene und beantwortbare Fragen zu stellen.

  • Bei faktenorientierten Fragen geht es meist um Daten, Tatsachen und Abläufe, nicht um persönliche Meinungen.

  • Dieser Fragentyp beginnt häufig mit Fragewörtern wie wer, was, wann, wo, wie lange und Ähnlichen.

Einschätzungsfragen

  • Diese Art der Fragen erfordern keine wissenschaftlichen Kenntnisse der interviewten Person, sondern erfragen Einschätzungen bezüglich Sachverhalten und Umständen aufgrund von Erfahrungen der interviewten Person.

  • Bei Einschätzungsfragen geht es also um Bewertungen, Haltungen, Interpretationen oder persönliche Erfahrungen. Sie beginnen dementsprechend häufig mit folgenden Satzanfängen:

Beispiele für Einschätzungsfragen

  • Wie bewerten Sie…?“ / „Was halten Sie von…?“

  • „Wie schätzen Sie… ein?“ / „Glauben Sie,…?

Kontrollfragen

  • Kontrollfragen werden meist spontan gestellt, wenn Antworten von interviewten Personen missverständlich ausgedrückt sind.

  • Sie sollen verhindern, dass es zu Fehlinterpretationen durch die Interviewerin oder den Interviewer kommt.

Beispiele für Kontrollfragen

  • Verstehe ich Sie richtig, dass…?“

  • „Wenn ich nochmals zusammenfassen darf, sind sie der Überzeugung, dass…?“

Nachfragen

  • Nachfragen können bereits im Voraus im Fragenkatalog vermerkt werden.

  • Sie vertiefen eine vorangegangene Frage oder führen diese weiter aus.

  • (Kritische) Nachfragen können aber auch spontan gestellt werden, wenn die interviewte Person etwas besonders Interessantes oder Kontroverses gesagt hat, aber die Antwort nur oberflächlich bleibt.

Achtung: Interviewende müssen Situationen gut einschätzen und beurteilen können, ob eine vertiefte Nachfrage angemessen ist. Manche Antworten bleiben an der Oberfläche, da mehr Details schmerzhaft oder zu persönlich für die interviewte Person sein könnten. Interviewende sollten daher in solchen Momenten besonders empathisch und feinfühlig sein.

Weitere Inhalte

Samira Bytyqi studiert Sozialwissenschaften (B.A.) an der Universität Augsburg und arbeitet im Team "Forschendes Lernen" im Projekt "Alternde Demokratie", Lehrstuhl für Politische Bildung und Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Augsburg unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Szukala.

Jennifer Wiedemann studiert Mittelschullehramt an der Universität Augsburg und arbeitet im Team "Forschendes Lernen" im Projekt "Alternde Demokratie", Lehrstuhl für Politische Bildung und Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Augsburg unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Szukala.