Frontaler Unterricht, passive Lernende und wenig Rückmeldung über den Lernerfolg – dagegen kann die Software Externer Link: PINGO helfen. Das kostenlose webbasierte Live-Feedback-System wurde an der Externer Link: Universität Paderborn entwickelt und ermöglicht einen spontanen und einfachen Überblick über das Meinungsbild der Anwesenden. PINGO steht für „Peer Instruction for very large groups“ und ist somit ideal für große Lehrveranstaltungen, aber auch im kleinen Kreise, zum Beispiel in der Schulklasse oder in einem Seminar, einsetzbar.
Als Umfrage-Tool eignet sich die Anwendung vor allem, um den Wissenstand einer großen Gruppe abzufragen oder um ein Feedback einzuholen. Je nach Bedarf kann zwischen vier Fragetypen ausgewählt werden: Single-Choice-Fragen, Multiple-Choice-Fragen, Freitext- oder numerischen Fragen. Bei ersteren werden durch den Nutzer Antwortalternativen vorgegeben, während die Freitextfragen ein offenes Antwortfeld für Text und die numerischen Fragen eines für Zahlen enthalten. Zum Einstieg gibt ein Erklär-Video einen Überblick über alle Funktionen, und im Rahmen eines öffentlichen Demo-Zugangs lassen sich diese dann auch testen.
Mit dem Anlegen eines Accounts können beliebig viele Fragen erstellt, abgespeichert und mit anderen Nutzenden geteilt werden. Somit hat der Lehrende die Möglichkeit, während einer Veranstaltung auf vorbereitete Fragen zurückzugreifen, die er durch Schlagworte übersichtlich strukturieren kann. Aufgrund der simplen Bedienung der Software ist die Erstellung der Fragen allerdings auch spontan möglich – so können sie flexibel der Lernsituation angepasst werden.
Die Voraussetzung für die Nutzung von PINGO ist lediglich ein internetfähiges Gerät pro Person, wobei die Oberfläche sowohl für Smartphones und Tablets als auch für Computer angepasst ist. Um an einer Abstimmung teilzunehmen, muss auf der Externer Link: Webseite von PINGO ein entsprechender Zugangscode eingegeben werden, der bei der Erstellung des Fragenkatalogs generiert wird. Die kostenlose Nutzung erfolgt somit ohne aufwändige Installation. Da der Quellcode von PINGO als Open Source-Projekt angelegt ist, lässt sich der Dienst auch über den eigenen Server hosten. Dazu sind jedoch einige technische Kompetenzen erforderlich.
Im Anschluss an die Umfrage erstellt PINGO eine Auswertung der Antworten, die als Diagramm, Tabelle oder im Falle einer Freitextfrage als Tagcloud dargestellt sind. Die Ergebnisse können dann den weiteren Verlauf der Lehrveranstaltung beeinflussen, indem zum Beispiel nach Bedarf Inhalte wiederholt werden.
Bei der Verwendung von PINGO wird eine zufällige und anonyme Geräte-ID vergeben, damit die Teilnahme an einer einzelnen Umfrage nur einmal möglich ist. Die IP-Adresse wird für 30 Tage an einem deutschen Rechenzentrum gespeichert, allerdings nicht in Zusammenhang mit den getätigten Antworten oder personenbezogenen Daten der Nutzerinnen und Nutzer. Zur Sicherstellung des technisch einwandfreien Betriebs von PINGO werden benutzter Browser, verwendetes Betriebssystem, Gerätemodell und Auflösung gespeichert sowie stichprobenartig Informationen über die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus erfasst.
Der große Vorteil des Einsatzes von PINGO ist eine Aktivierung der Lernenden, die mit dem Umfrage-Tool die Möglichkeit bekommen, die Lehrveranstaltung mitzugestalten. So können die Ergebnisse Anlass für Diskussionen unter den Teilnehmenden sein, gleichzeitig wird für die Lehrenden ersichtlich, ob der Lerninhalt erfolgreich vermittelt wurde.
Link:
Externer Link: http://trypingo.com/de/
Zielgruppe:
Lehrende national und international
Art des Angebotes:
Umfrage-Tool
Inhalt:
Baukasten für individuelle Umfragen im Bildungskontext
Alter Lernende:
Alle Altersstufen
Sprachen:
Deutsch und Englisch
Finanzierung:
Unter anderem durch Förderpreise
Anbieter:
Externer Link: Universität Paderborn