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Filmliste von Dr. Martin Ganguly

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Filmliste von Dr. Martin Ganguly

Martin Ganguly

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Martin Ganguly (© Martin Ganguly)

DR. MARTIN GANGULY ist Filmpädagoge, Autor, Lehrer, Coach und Dozent in der Lehrer/-innenausbildung. Er leitet als Filmpädagoge das Schulprojekt der Sektion Generation der Internationalen Filmfestspiele Berlin, ist im Auswahlgremium der Schulkinowochen und war langjähriger Prüfer der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle). Für die Arbeitsgruppe Interkulturelle Filmbildung hat er gemeinsam mit Aurora Rodonò eine Fortbildung für Multiplikator/innen und Autor/innen in Berlin durchgeführt. Persönliche Erfahrung in der "Interkultur“ sammelte der Sohn einer süddeutschen Mutter und eines indischen Vaters sein Leben lang.

Den Schwerpunkt seiner Filmliste bildet der Blick auf Ausgrenzung, Xenophobie und Fremdheitserfahrung im Laufe der Filmgeschichte. Dabei interessierte ihn eine möglichst breite Aufstellung der Filme in Raum und Zeit: die Filme seiner Liste umfassen 70 Jahre Filmgeschichte und 12 Produktionsländer. Als Filmpädagoge hat er mit fast allen der Filme seiner Empfehlungsliste auch bereits praktische Unterrichtserfahrung mit Kindern und Jugendlichen.

40qm Deutschland

(BRD 1985, R: Tevfik Başer, 80 Min.)
Nach der Hochzeit holt der türkische Gastarbeiter Dursun seine Frau Turna in seine Wohnung nach Hamburg. Mit Vorfreude packt sie ihre Koffer aus und richtet die Wohnung ein. Als Dursun zur Arbeit geht, muss Turna jedoch mit Entsetzen feststellen, dass sie von ihrem Mann eingeschlossen wurde. Er wolle sie beschützen vor Deutschland und der ungezügelten Lebensweise der westlichen Welt. Zwischen Wäsche waschen und Essen kochen verbringt Turna, völlig isoliert von der Außenwelt, die nächsten Monate in der Wohnung.
Quelle: Externer Link: https://www.cinefest.de/d/Archiv/daten/2016/Filme/40_qm_Deutschland_pop.php

Das Problem der Interkultur lässt sich nicht auf die Aussage "weiße, böse Mehrheitsgesellschaft unterdrückt armen Migranten“ vereinfachen. Hier ein Film über gelebtes Patriarchat und Unterdrückung innerhalb einer Parallelgesellschaft.

Altersfreigabe: freigegeben ab 16 Jahren
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Originalsprachen: Deutsch, Türkisch


Almanya – Willkommen in Deutschland

(D 2011, R: Yasemin Şamdereli, 101 Min.)
Niemand will den sechsjährigen Cenk in der Mannschaft haben. Die türkischen Kinder nicht – denn er ist ja deutsch. Und die deutschen Kinder nicht – denn er ist ja türkisch. Beides stimmt. Aber das hilft Cenk in dieser Lage auch nicht weiter. Seine Familie lebt seit den 1960er-Jahren in Deutschland. Als Gastarbeiter wollten sie nur kurze Zeit bleiben. Doch in die Türkei zurückgekehrt sind sie letztlich nicht. Erst jetzt, im Alter, will Cenks Opa noch einmal die Reise zurück in seine Heimat antreten, in der er spontan ein Haus gekauft hat. So macht sich die gesamte Familie auf den weiten Weg nach Anatolien. Und Cenk erfährt durch viele Geschichten, wie es seinen Eltern damals als Fremde in Deutschland ging – und wohin er wirklich gehört.
Quelle: Externer Link: https://www.migration-im-film.de/film/almanya_willkommen_in_deutschland

Ein amüsanter Perspektivwechsel des deutsch-türkischen Zusammenlebens, durch die Sprache verdeutlicht. Gut für Grundschulkinder ab 8 Jahren geeignet.

Altersfreigabe: freigegeben ab 6 Jahren
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Originalsprachen: Deutsch, Türkisch


Angelo

(LUX/Ö 2018, R: Markus Schleinzer, 111 Min.)
Im 18. Jahrhundert wird der 10-jährige Angelo Soliman in Afrika entführt und nach Europa verschleppt. Dort wird er an eine französische Gräfin verkauft, die ihn "europäisiert”. Doch obwohl sie ihn taufen lässt und er fließend Französisch spricht, begnadet Flöte spielt und wie es scheint von der feinen Gesellschaft akzeptiert wird, fühlt sich Angelo so fremd und entwurzelt, dass er seine neue Kultur nicht völlig assimilieren kann. Ein paar Jahre später tritt er in die Dienste eines Prinzen in Wien und verliebt sich in dessen Magd Magdalena. Zum ersten Mal in seinem Leben wird Angelo nicht als exotischer Zierrat betrachtet, sondern ganz einfach als Mensch. Als der Prinz von der Heirat der beiden erfährt, schenkt er ihm seine Freiheit. Nach jahrelanger Knechtschaft fühlt sich Angelo jedoch in seinem neuen Leben recht verloren.
Quelle: Externer Link: https://www.luxfilmfest.lu/de/films/angelo

Kolonialismus ganz ohne körperliche Gewalt, aber mit der vollen Wucht der psychischen Misshandlung eines zum exotischen Ausstellungsstück verdammten Schwarzen Sklaven am Wiener Kaiserhof. Unterstrichen durch eine besondere Filmästhetik.

Altersfreigabe: nicht geprüft
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Originalsprachen: Deutsch, Französisch


Angst essen Seele Auf

(BRD 1974, R: Rainer Werner Fassbinder, 89 Min.)
Die verwitwete Putzfrau Emmi und der 20 Jahre jüngere Marokkaner Ali passen auf den ersten Blick nicht zusammen, sind aber glücklich miteinander - für Emmis Umgebung eine absurde Vorstellung. In seiner […] Synthese von klassischem Hollywood-Melodram und kritischer Gesellschaftsstudie bewies Rainer Werner Fassbinder, wie man Gegensätze überwindet.
Quelle: Externer Link: https://programm.ard.de/TV/3sat/angst-essen-seele-auf/eid_280071526292023

Die Bankrotterklärung einer vermeintlich anständigen Gesellschaft: die barbarische Zerstörung eines Menschen durch Vorurteile und Kleingeistigkeit. Aber lässt sich Liebe dadurch töten?

Altersfreigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originalsprachen: Deutsch, Arabisch


BlacKkKlansman

(USA 2018, R: Spike Lee, 136 Min.)
1972 tritt Ron Stallworth als erster Afroamerikaner seinen Polizeidienst in Colorado Springs an. Zunächst wird er im Archiv beschäftigt und muss rassistische Anfeindungen mancher Kollegen aushalten. Doch bald steigt der motivierte Neuling zum verdeckten Ermittler auf. Er kontaktiert den örtlichen Verband des Ku-Klux-Klans, der zur Gewinnung neuer Mitglieder in der Zeitung inseriert hatte. Am Telefon gibt er sich als überzeugter Rassist aus. Weil Ron aber nicht in persona auftreten kann, übernimmt das sein Kollege Flip Zimmerman. Während Ron telefonisch eine radikale Gesinnung vorgaukelt, infiltriert Flip die Organisation als sein weißes Double. Der Film zieht klare Parallelen zur Gegenwart.
Quelle der Synopsis: Externer Link: https://www.schulkinowochen-hessen.de/blackkklansman/

Im Vergleich zu DEVIL‘S DOORWAY fällt hier ins Auge, wie durch die Bürgerrechtsbewegung Schwarzes Selbstbewusstsein aufgebaut werden konnte, welches seinerseits wiederum unverzichtbar ist, um auf Rassismus angemessen reagieren zu können.

Altersfreigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originalsprachen: Englisch


Clebs

(CAN/MAR 2019, R: Halima Ouardiri, 18 Min.)
Halima Ouardiri blickt in ihrem zweiten Kurzfilm [...] im Programm der Berlinale Generation auf den öden Alltag herrenloser Hunde zwischen Fütterungszeiten und ewigem Warten und zieht unter der brennenden Sonne Nordafrikas sozialpolitische Parallelen.
Quelle: Externer Link: https://www.berlinale.de/de/programm/programm/detail.html?film_id=202001626

Eine Parabel über das Leben in Flüchtlingslagern, ganz ohne Sprache und Menschen. Durch den gewählten Verfremdungseffekt äußerst beeindruckend.

Altersfreigabe: nicht geprüft
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Originalsprachen: ohne gesprochene Sprache


Fluch des Blutes (Devil’s Doorway)

(USA 1950, R: Anthony Mann, 84 Min.)
"No Liquor Served for Indians“: Das neue Schild im örtlichen Saloon ist ein kleiner Baustein im Desillusionierungsprozess von Lance Poole, dem Shoshonen. Die Pionier- und Fortschrittsgesellschaft, der er sich selbstverständlich zugehörig fühlte, neidet ihm sein Land, sein Vieh, sein Geld. Erbittert wehrt sich Lance gegen seine Entrechtung.
Quelle: Externer Link: https://www.dff.film/kino/kinoprogramm/filmreihen-specials-august-2019/werkschau-anthony-mann/

Ein 70 Jahre alter hochaktueller Film: Legaler Rassenhass und Ausgrenzung aufgrund von einschlägigen Gesetzesvorlagen. Was passiert in Deutschland, wenn Parteien wie die AFD mehr Stimmen erhalten?

Altersfreigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Originalsprachen: Englisch


Lemon Tree

(ISR/D/F 2008, R: Eran Riklis, 106 Min.)
Die Zitrone – abgeleitet vom arabischen Wort "laimun“ - ist nicht nur titelgebend für Eran Riklis’ neuen Film LEMON TREE, sondern steht auch symbolisch für den auf wahren Begebenheiten beruhenden Konflikt zwischen einer palästinensischen Witwe und ihrem neuen Nachbarn, dem israelischen Verteidigungsminister.
Quelle: Externer Link: http://www.filmstarts.de/kritiken/134360.html

In der Debatte über kulturelles Aufeinandertreffen darf der Konflikt zwischen Israel und Palästina nicht fehlen – hier mit einer besonders starken und charismatischen Protagonistin.

Altersfreigabe: freigegeben ab 6 Jahren
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Originalsprachen: Arabisch, Hebräisch, Englisch


Mein wunderbarer Waschsalon (My beautiful Laundrette)

(GB 1985, R: Stephen Frears, 93 Min.)
Der Aufstieg eines jungen Pakistani zum Besitzer eines hochmodernen Waschsalons spiegelt die Zerrissenheit und den durch Massenarbeitslosigkeit bedingten Rassismus der englischen Gesellschaft. Sozialdrama mit Kriminalelementen, das mit Witz und Ironie Grausamkeiten des Alltags, Sachzwänge und Machtstrukturen der Leistungsgesellschaft beschreibt.
Quelle: Externer Link: https://www.filmdienst.de/film/details/1780/mein-wunderbarer-waschsalon

Eine süffisante Mehrfachumkehrung von Stereotypen zwischen einem englischen und einem pakistanischstämmigen Protagonisten, geprägt von den Fragen nach Status, Hautfarbe und Sexualität.

Altersfreigabe: freigegeben ab 16 Jahren
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Originalsprachen: Englisch, Urdu


Pelle der Eroberer (Pelle Erobreren)

(DK/SWE 1987, R: Bille August, 157 Min.)
Schweden am Ende des 19. Jahrhunderts: Elend und Hunger bestimmen das Leben. Der alte Lasse und sein Sohn Pelle versuchen einen Neuanfang auf Bornholm. Doch als Kuhhirten fristen sie nur ein sklavenähnliches Dasein. Pelle will nicht länger zu den Unterdrückten gehören.
Quelle: Externer Link: https://www.cinema.de/film/pelle-der-eroberer,89551.html

Bei den skandinavischen Ländern denkt man an deren Wohlstand, nicht aber an Flucht und Migration – doch das war nicht immer so. Ein Film, der auch gut in der Arbeit mit Kindern ab 12 eingesetzt werden kann.

Altersfreigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Originalsprachen: Dänisch, Schwedisch


Solange es Menschen gibt (Imitation of Life)

(USA 1959, R: Douglas Sirk, 124 Min.)
Die junge Witwe Lora Meredith möchte trotz ihrer kleinen Tochter Susie Karriere als Schauspielerin machen. So freut sie sich über die Bekanntschaft mit der Afroamerikanerin Annie Johnson, die ebenfalls ihre kleine Tochter Sarah Jane allein erzieht, und engagiert sie als Kindermädchen. Als die Mädchen heranwachsen, verschärfen sich die Konflikte mit ihren Müttern. Während Susie ihrer Mutter Vernachlässigung vorwirft, verleugnet Sarah Jane ihre Abstammung.
Quelle: Externer Link: https://programm.ard.de/TV/arte/solange-es-menschen-gibt/eid_28724550219893

Die Verleugnung der eigenen Hautfarbe, um in einer rassistisch geprägten Gesellschaft bestehen zu können. Ein hochintelligenter Klassiker des Melodrams, in dem die Bilder bereits für sich sprechen.

Altersfreigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Originalsprachen: Englisch


Speak White

(CAN 1980, R: Pierre Falardeau, Julien Poulin, 6 Min.)
SPEAK WHITE - eine in Kanada geläufige Redensart gegenüber Menschen, die im öffentlichen Raum andere Sprachen als Englisch verwenden und zugleich Titel eines Gedichts von Michéle Lalonde, dessen Text in diesem Kurzfilm laut vorgelesen und von einer Bildmontage begleitet wird. Die Diskriminierung französischsprechender Kanadier*innen wird durch diese Sprachmetapher sichtbar.

Eine sechsminütige Anregung aus Kanada, über Kolonialismus nachzudenken.

Altersfreigabe: nicht geprüft
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Originalsprachen: Französisch


Stromboli (Stromboli, Terra di Dio)

(I/USA 1950, R: Roberto Rosselini, 107 Min.) Der erste der sechs Filme, die Rossellini mit Ingrid Bergman drehte, entstand im Geiste des Neorealismus: Um dem Internierungslager zu entgehen, heiratet ein Flüchtlingsmädchen nach Ende des Weltkriegs einen Fischer von der Vulkaninsel Stromboli. Der Film beschreibt das karge Leben auf der Insel: die Konventionen und Vorurteile, das harte Leben der Fischer und das ereignislose der Frauen.
Quelle: Externer Link: https://www.cinema.de/film/stromboli,1293754.html

Migration invertiert: Ingrid Bergman als nordeuropäische Migrantin mit gebrochenem Italienisch auf der süditalienischen Insel Stromboli Mitte der 1940er Jahre. Besondere Aufmerksamkeit verdient die deutsche Synchronfassung, in der die italienische Bevölkerung plötzlich ein gebrochenes Deutsch spricht, während Bergman mit Hochdeutsch glänzt: Kolonialer Einfluss in der Tonbearbeitung?

Altersfreigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originalsprachen: Italienisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch


Wenn die Liebe Feuer fängt (Fire)

(CAN/IND 1996, R: Deepa Mehta, 104 Min.)
Zwei Schwägerinnen leben in Neu-Delhi unter dem gemeinsamen Dach ihrer Großfamilie. Sie teilen das gleiche Schicksal, von ihren Männern vernachlässigt zu werden. Über der täglichen Arbeit kommt es zu einer Annäherung, die lange verdrängte Sehnsüchte weckt und in den Konflikt mit traditionellen Rollenmustern mündet.
Quelle: Externer Link: https://www.filmdienst.de/film/details/507064/fire-wenn-die-liebe-feuer-fangt

Eine indische Regisseurin spricht über Geschlechterverhältnisse in ihrer Heimat: Ausgrenzung aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung.

Altersfreigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originalsprachen: Hindi, Englisch


White Riot

(GB 2019, R: Rubika Schah, 80 Min.)
Der Dokumentarfilm WHITE RIOT portraitiert Rock against Racism. Aus der Empörung über steigende Zustimmung für rechte Positionen in Großbritannien auch unter bekannten Musikern, sowie dem Wunsch ein starkes Zeichen gegen Rassismus zu setzen, entstand 1976 zunächst die Idee für ein Konzert, bei dem weiße Musiker*innen gemeinsam mit POC (People of Color, Anm. d. Red.) auftreten. Daraus entstand eine Bewegung, die insbesondere gegen die faschistische National Front in ganz Großbritannien mobilisierte.
Quelle: Externer Link: https://filmloewin.de/berlinale-2020-white-riot/

Dokumentarfilm über Rassismus in den 70er Jahren in England, beängstigend aktuell durch die erstaunliche argumentative Nähe zu heutigen rechten Parteien. Rassismus als immer wiederkehrendes Phänomen.

Altersfreigabe: nicht geprüft
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originalsprachen: Englisch

Fussnoten

Dr. Martin Ganguly ist Filmpädagoge, Autor, Lehrer, Coach und Dozent in der Lehrer/-innenausbildung. Er leitet als Filmpädagoge das Schulprojekt der Sektion Generation der Internationalen Filmfestspiele Berlin und ist im Auswahlgremium der Schulkinowochen und war langjähriger Prüfer der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle Kino).