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9.3.2017

Förderung und Finanzierungsmöglichkeiten für Präventionsprojekte

(Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit; die Redaktion nimmt gern weitere Hinweise auf)

Für Maßnahmen der Radikalisierungsprävention der universellen Ebene kommen klassische Förderprogramme und Finanzierungsmodelle der politischen Bildungsarbeit in Betracht. Bei der Arbeit mit Jugendlichen können ggf. auch Mittel der kommunalen Jugendhilfe oder des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Anspruch genommen werden.

Bundesebene

Bundesprogramm Demokratie leben!
Zentral für Projekte der Radikalisierungsprävention ist das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Mittel wurden 2016 und 2017 erheblich aufgestockt und liegen 2017 bei etwa 100 Mio. Euro.
www.demokratie-leben.de

Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe"
Mit dem Programm fördert das Bundesministerium des Innern Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus. Im Mittelpunkt stehen regional verankerte Vereine, Verbände und Multiplikatoren, die in ländlichen und strukturschwachen Regionen wirken und von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen besonders betroffen sind. Der Etat liegt 2017 bei etwa 12 Mio. Euro.
www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de/

Landesebene

Verschiedene Bundesländer haben Förder- und Beratungsprogramme aufgelegt:

Bayern: Bayern gegen Rechtsextremismus und verfassungsschutzrelevante Islamfeindlichkeit
www.bayern-gegen-rechtsextremismus.bayern.de

Berliner Landesprogramm Radikalisierungsprävention
www.berlin.de/lb/lkbgg/landesprogramm/
Förderschwerpunkte: Präventionsarbeit an Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Förderung von Projekten zur Vermeidung, Früherkennung und Umkehr von Radikalisierungsprozessen.

Landesprogramm "Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" https://hke.hessen.de/f%C3%B6rderung/landesprogramm-hessen-aktiv-f%C3%BCr-demokratie-und-gegen-extremismus
Hessisches Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE), https://hke.hessen.de

Mecklenburg-Vorpommern: Netzwerk für Demokratie und Toleranz
Das Beratungsnetzwerk Demokratie und Toleranz Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Personen, Kommunen, Institutionen, Organisationen und Betriebe bei der Stärkung von Demokratie und Toleranz und der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus.
www.beratungsnetzwerk-mv.de/

Niedersachsen: Demokratie und Toleranz
Das Land Niedersachsen fördert auf der Grundlage der Richtlinie "Demokratie und Toleranz" Maßnahmen, die Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft entgegenwirken.
www.soziales.niedersachsen.de/soziales_gesundheit/integration_migration/demokratie_und_toleranz/demokratie-und-toleranz-106701.html

Rheinland-Pfalz: Konzept zur Verhinderung islamistischer Radikalisierung junger Menschen
https://mffjiv.rlp.de/de/service/presse/detail/news/detail/News/spiegel-und-lewentz-stellen-konzept-zur-verhinderung-islamistischer-radikalisierung-junger-menschen/

Sachsen: Weltoffenes Sachsen
Leitziel in der Förderung durch das Programm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" ist, die demokratische Kultur und die freiheitliche demokratische Grundordnung im Freistaat Sachsen zu stärken.
www.lpr.sachsen.de/11036.htm

Landesprogramm zur Vorbeugung und Bekämpfung von religiös motiviertem Extremismus in Schleswig-Holstein
www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/K/kriminalpraevention/landesprogrammReligioeserExtremismus.html

Thüringen: Denk bunt - Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit
www.thueringen.de/th2/tmbjs/jugend/landesprogramm/index.aspx.

Kommunale Ebene

Die kommunale Förderung von Aktivitäten und Veranstaltungen ist unterschiedlich organisiert. Hier einige Möglichkeiten zur weiteren Recherche:

Jugendämter, Kulturämter, Sozialämter
Ansprechpartner/-innen für "klassische Förderung" auf kommunaler Ebene sind in der Regel das lokale Jugendamt, das Sozialamt oder das Kulturamt.

Soziale Stadt (Bundesprogramm zur Förderung benachteiligter Stadt- oder Ortsteile):
www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/SozialeStadt/soziale_stadt_node.html.

Jugendringe
Auf Landes-, Kreis- und Stadtebene sind die Träger der Jugendarbeit in entsprechenden "Jugendringen" zusammengeschlossen. Manche Jugendringe finanzieren Projekte oder führen sie in eigener Regie durch. Eine Liste der Landesjugendringe findet sich hier:
www.landesjugendring.de/Landesjugendringe_in_Deutschland/LJRe.html.

Stiftungen

Robert Bosch Stiftung: Aktionen für eine offene Gesellschaft
Die Robert Bosch Stiftung hat das Programm "Aktionen für eine Offene Gesellschaft" ins Leben gerufen, um auch kleinere Initiativen, Gruppen und Vereine zu ermutigen, sich mit eigenen Aktivitäten für eine starke Gemeinschaft und für Demokratie, Toleranz und Zusammenhalt einzusetzen.
www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/70155.asp

F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz
Die Stiftung fördert im Wege der Projektförderung Maßnahmen zum Zweck der Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz.
www.stiftung-toleranz.de/foerderung/

Bürgerstiftungen
Bundesweit gibt es mittlerweile ca. 300 Bürgerstiftungen mit einem gesamten Stiftungskapital von über 200 Mio. Euro. Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige Stiftung, die Bürgerinnen und Bürger für ihr Umfeld gestalten. Der Stiftungszweck ist in einem geographisch begrenzten Raum möglichst breit beschrieben. Viele Bürgerstiftungen unterstützen auch Projekte, Initiativen oder Netzwerke für Demokratie und gegen Extremismus.
Eine Einführung in die Bürgerstiftungen findet sich hier:
www.die-deutschen-buergerstiftungen.de

Stiftungssuche
Stiftungssuche nach Themen/Förderbereichen:
www.stiftungen.org/de/service/stiftungssuche.html