Akquisos

3.12.2020

Tipps für die Ansprache von Babyboomern

Zwei farbige Sprechblasen. In einer steht DOs, in der anderen DON´Ts. (© Katharina Reinhold)

Damit die Ansprache von Babyboomern gelingt und Sie sie nicht nur für Ihre Ziele in der politischen Bildung, sondern auch für eine Unterstützung gewinnen, sollten Sie folgende Grundlagen beherzigen.
  • Relevant werden: Machen Sie klar, wofür Sie stehen, damit sich die Unterstützerinnen und Unterstützer mit Ihnen und Ihren Zielen identifizieren können. Das heißt: Werden Sie nicht beliebig und versuchen Sie nicht "alle" zu überzeugen. Wichtiger ist es, Menschen zu finden, die voll hinter Ihnen stehen. Dann steigt die Treue zur Organisation.
  • Langfristiger denken: Babyboomer sind kritischer und beobachten etwas länger. Setzen Sie daher nicht nur auf kurzfristige Responsequoten, sondern denken Sie langfristig.
  • Lösungen statt Probleme aufzeigen: Babyboomer wollen nicht hören, was alles nicht geht. Sie möchten sich an Erfolgen beteiligen. Das gilt sowohl für Spendenaufrufe, als auch für nachfolgende Berichte. Sie möchten nicht mit-leiden, sondern sich mit-freuen. Darüber erfahren sie, welche Wirkung sie selbst mit ihrer Spende erzielen.
  • Nicht im Verborgenen agieren: Babyboomer wollen wissen, was Sie tun. Sie sind im Schnitt höher gebildet als ihre Vorgängergeneration und haben daher gelernt, Dinge mehr zu hinterfragen und Zusammenhänge zu durchschauen – auch was eine Organisation selbst betrifft. Aber Vorsicht: Das bedeutet nicht, sie "ungefragt" mit allen möglichen Informationen zu versorgen. Wichtig ist, dass Informationen verfügbar und leicht zugänglich sind. Wer sich tiefer informieren will, sollte das immer (selbstständig) tun können.
  • Wahrnehmen: Versuchen Sie, wo möglich, individuelle Wünsche zu berücksichtigen. Das hat sicherlich organisatorische Grenzen, aber bieten Sie mindestens verschiedene Zahlungs- und Kontaktwege an. Je besser Sie auf Wünsche eingehen können, umso stärker fühlen sich die Babyboomer wahrgenommen. Und genau das ist ihnen wichtig.
  • Wertschätzung: Vergessen Sie niemals, sich für eine Spende zu bedanken! Babyboomer spenden nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung. Und sie möchten – zurecht! – dass diese Überzeugung wertgeschätzt und anerkannt wird.
  • Kontakt ja, aber nicht nur fordern: Babyboomer möchten wissen, was bei Ihnen (und mit ihrem Geld) passiert. Sie freuen sich über Nachricht. Aber: Versenden Sie nicht ausschließlich Spendenaufrufe (schon gar nicht in hoher Schlagzahl). Geben Sie auch etwas zurück: Berichten Sie von Erfolgsgeschichten, versenden Sie zum Beispiel mal ein Video oder laden Sie zu einem spannenden und unterhaltenden Infoabend ein.
  • Qualität und Service: Babyboomer haben verstanden, dass Organisationen nicht alle ehrenamtlich agieren und sie haben Verständnis für (maßvolle) Verwaltungskosten. Damit steigt jedoch auch die Erwartungshaltung. Erwartet wird eine ebenso professionelle Umsetzung in den Projekten wie ein gewisser Servicegedanke gegenüber den Spenderinnen und Spendern.