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Weltbevölkerung – stoppt der Anstieg bei 11 Milliarden? | Demografischer Wandel | bpb.de

Informationen zur politischen Bildung Nr. 350/2022

Weltbevölkerung – stoppt der Anstieg bei 11 Milliarden?

Martin Bujard

/ 9 Minuten zu lesen

Im 20. und 21. Jahrhundert stieg die Weltbevölkerung von 2 Milliarden in 1927 auf knapp 8 Milliarden in 2022 rasant an. Zu unterscheiden gilt jedoch zwischen wachsenden und schrumpfenden Ländern.

Wachstum der Weltbevölkerung

Das Wachstum der Menschheit. Weltbevölkerung in MIlliarden (© picture-alliance, dpa-infografik, Globus 13 588; Quelle: UN (2019))

Die Weltbevölkerung wächst stetig. Angaben des niederländischen Demografen Dirk van de Kaa zufolge lebten im Jahr 0 etwa 252 Millionen und zu Beginn der Neuzeit um 1500 etwa 461 Millionen Menschen auf der Erde. Im Jahr 1804 wurde erstmals die Schwelle zur ersten Milliarde überschritten. Über ein Jahrhundert später, 1927, waren es 2 Milliarden, die dritte Milliarde wurde 1960 erreicht. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs die Weltbevölkerung sehr stark, im Abstand von 12 bis 14 Jahren wurden die vierte, fünfte und im Jahr 1999 die sechste Milliarde erreicht. Im Jahr 2011 wurde die siebte Milliarde überschritten und 2023 werden 8 Milliarden Menschen auf der Erde leben.

Der Anstieg der Weltbevölkerung im vergangenen halben Jahrhundert ist atemberaubend in Bezug auf die Geschichte der Menschheit, sie hat sich in 51 Jahren von 3 auf 7 Milliarden mehr als verdoppelt. Würde sich diese Verdopplung fortsetzen (was angesichts der sinkenden jährlichen Bevölkerungswachstumsraten unwahrscheinlich ist), würden die Zahlen für die Weltbevölkerung im Jahr 2062 bei 16,3 Milliarden und im Jahr 2113 bei 38,1 Milliarden Menschen liegen. Ein solches Wachstum würde den Menschen kaum die Ernährung und die Ressourcen für ein Leben in Wohlstand ermöglichen, die Probleme für die Umwelt, das Klima und geopolitische Verteilungskämpfe wären immens. Der Anstieg der Weltbevölkerung besorgt daher viele Personen aus Wissenschaft, Medien und Politik. Seit den 1950er-Jahren gibt es einen intensiven weltweiten Diskurs zur Überbevölkerung, der durch einen Appell mehrerer Nobelpreisträger an die Vereinten Nationen im Jahr 1960 verstärkt wurde (siehe Kapitel "Interner Link: Diskurse über den demografischen Wandel").

Allerdings besagt das Modell des Demografischen Übergangs (siehe Abschnitt "Interner Link: Der demografische Wandel im Lauf der Geschichte" im Kapitel "Der demografische Wandel in Deutschland"), dass der Bevölkerungsanstieg eines Landes während der Transition einige Jahrzehnte anhält und sich dann ein Gleichgewicht aus niedrigeren Geburten und einer höheren Lebenserwartung einstellt. Ein solches Gleichgewicht im engeren Sinne findet sich in der Realität allerdings eher selten. Nachdem die Länder Europas, Nordamerikas und Australien diesen Übergang Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts abgeschlossen hatten, haben mittlerweile die meisten Länder Süd- und Mittelamerikas, die Türkei, asiatische Staaten wie China und Japan diesen Übergang ebenfalls abgeschlossen und weisen teilweise Geburtenraten unterhalb von 2,1 Kindern pro Frau vor, sodass eine (leichte) zukünftige Schrumpfung angelegt ist.

Wachstumsrate der Weltbevölkerung. 1950-2019 und Projektion 2020-2100. (© UN World Population Prospects 2019, Berechnungen: BiB)

Die für Deutschland skizzierte Alterungsproblematik betrifft auch viele dieser Länder. In Indien hat sich das Bevölkerungswachstum abgeschwächt und die Geburtenrate lag bei 2,2 Ende der 2010er-Jahre. Hohe Geburtenraten und ein hohes Bevölkerungswachstum gibt es gegenwärtig vor allem in den Ländern Afrikas und des Nahen Ostens sowie in Afghanistan und Pakistan.

Um die Wachstumsdynamik zu verstehen, lohnt sich ein Blick nicht nur auf die absoluten Zahlen, sondern auch auf die Wachstumsraten. Die höchste Wachstumsrate der Weltbevölkerung, also den höchsten prozentualen Anstieg pro Jahr, gab es Ende der 1960er-Jahre mit 2,1 Prozent. Seitdem ist die Wachstumsdynamik erheblich gebremst und lag Ende der 2010er-Jahre bei 1,1 Prozent. Dies bedeutet, dass gegenwärtig die Weltbevölkerung noch um 80 Millionen Menschen pro Jahr wächst – also etwa um die Bevölkerungsgröße Deutschlands.

Erreicht die Weltbevölkerung das Maximum am Ende des 21. Jahrhunderts?

Die meisten seriösen Prognosen gehen davon aus, dass das Wachstum der Weltbevölkerung weiter nachlässt und im mittleren Szenario der WIC-Projektion von Samir KC und Wolfgang Lutz vom Wittgenstein Centre (WIC) for Demography and Global Human Capital bereits 2070 bzw. in anderen Projektionen wie denen der Vereinten Nationen (UN) spätestens Ende des 21. Jahrhunderts ein Höhepunkt erreicht sein wird. Ob das Wachstum danach wieder etwas zurückgeht oder weiterwächst, ist Spekulation. Die mittlere Prognose der UN geht von einem kontinuierlichen Rückgang der jährlichen Wachstumsrate aus, was der Dynamik der vergangenen Jahrzehnte entspricht. Demnach wird das Wachstum ab den 2050er-Jahren unter 0,5 Prozent liegen und Ende der 2090er-Jahre weitgehend enden (die UN nimmt noch 0,04 Prozent an).

Mittlere Projektion der Weltbevölkerung. 2020-2100 (© Vereinte Nationen 2019, mittlere Variante, eigene Darstellung)

Die Methodik der Berechnungen der UN beruht nicht nur auf den hier gezeigten Gesamtzahlen. Für jedes Land wird die Bevölkerungsentwicklung auf Basis von Altersstruktur, Geburtenentwicklung, Mortalität und Wanderungsannahmen separat berechnet. Nach der mittleren Variante wird die Schwelle zu 8 Milliarden Menschen im Jahr 2023, die zu 9 Milliarden in 2037 und die zu 10 Milliarden in 2057 überschritten. Allerdings flacht das Wachstum dann weiter ab und für das Jahr 2100 werden 10,88 Milliarden prognostiziert. In der WIC-Projektion liegt die mittlere Variante 2100 bei 9 Milliarden. Allerdings reichen die unterschiedlichen Szenarien von einem Rückgang ab den 2050er-Jahren auf 6,9 Milliarden bis zu einem Anstieg auf 12,6 Milliarden Menschen.

Wachsende und schrumpfende Länder im 21. Jahrhundert

Interessant ist ein Blick auf die unterschiedlichen Entwicklungen auf den verschiedenen Kontinenten. Das Wachstum der Weltbevölkerung zwischen 2020 und 2100 beruht weitgehend auf dem Wachstum in Afrika, dort steigt die Bevölkerungszahl von 1,3 auf 4,3 Milliarden Menschen. In Asien wächst sie nur minimal von 4,6 auf 4,7 Milliarden. In Lateinamerika wird sie von 654 auf 680 Millionen und in Nordamerika von 369 auf 491 Millionen in diesem Jahrhundert ansteigen. Nur in Europa geht sie zurück, nach den Berechnungen der UN von 748 auf 630 Millionen. Ende des 21. Jahrhunderts werden demnach 43 Prozent der Weltbevölkerung in Asien leben, 39 Prozent in Afrika, jeweils 6 Prozent in Europa und Lateinamerika, knapp 5 Prozent in Nordamerika und ein knappes Prozent in Ozeanien.

Entwicklung der Bevölkerungsgröße unterschiedlicher Länder. 2020 und 2060 (in Millionen) (© Vereinte Nationen 2019, mittlere Variante, eigene Darstellung)

Die Anteile der Länder an der weltweiten Bevölkerung haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verschoben und diese Entwicklung wird sich auch im 21. Jahrhundert fortsetzen. Die prognostizierten Werte der UN für das Jahr 2060 zeigen, dass Indien und China mit großem Abstand die einzigen Milliardenvölker bleiben. Allerdings wird Indien China Ende der 2020er-Jahre überholt haben. Das drittgrößte Land der Erde wird 2060 Nigeria mit einer Bevölkerung von knapp einer halben Milliarde sein, deutlich vor den USA, Pakistan und Indonesien. Mit der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Ägypten und Tansania sowie Nigeria sind fünf afrikanische Länder unter den weltweiten Top 12. Das flächengrößte Land der Erde Russland wird 2060 mit 133 Millionen Menschen auf Platz 15 und Deutschland als bevölkerungsreichstes EU-Land auf Platz 21 sein.

Weltbevölkerung: Wo sind die jungen Menschen?

Die bevölkerungspolitischen Strategien der Länder, die von den Vereinten Nationen regelmäßig erfasst werden, unterscheiden sich grundlegend: Die meisten afrikanischen Staaten möchten das Bevölkerungswachstum bremsen. Viele Frauen bekommen oft deutlich mehr Kinder als eigentlich geplant. Dies liegt auch an den häufig eingeschränkten Zugängen zu Bildung und Verhütungsmitteln. Das bevölkerungsreichste afrikanische Land ist Nigeria, dort lag die Geburtenrate im Jahr 2019 bei 5,3 und die Lebenserwartung bei 56 Jahren. Die Bevölkerung von 206 Millionen in 2020 wächst derzeit jährlich um etwa 2,5 Prozent und wird sich nach den Berechnungen der UN bis 2060 auf knapp 500 Millionen mehr als verdoppeln und in 2100 mit 732 Millionen mehr Einwohnerinnen und Einwohner haben als Europa insgesamt.

Indien wird ab Ende der 2020er-Jahre das bevölkerungsreichste Land der Erde sein. Dort wächst die Bevölkerung aktuell zwar noch, durch staatliche Programme zur Geburtenkontrolle und Bildung sowie einer zunehmenden Modernisierung der Wirtschaft ist die Geburtenentwicklung jedoch bereits deutlich zurückgegangen. Der Demografische Übergang ist in seiner Endphase und das Wachstum könnte in den 2050er-Jahren enden. Aktuell weist Indien eine sehr junge Bevölkerung auf.

Für Nord- und Südamerika zeigt sich an den beiden größten Ländern Brasilien und den USA, wie weit der Demografische Übergang bereits fortgeschritten ist. In Brasilien liegt die Geburtenrate bei 1,7 Kindern pro Frau, also bereits klar unter dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1. Da die Bevölkerung relativ jung ist, wird sie bis 2040 noch leicht auf knapp 230 Millionen anwachsen, im Anschluss aber bei gleichbleibender Geburtenentwicklung wieder schrumpfen. Die USA haben den Demografischen Übergang bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgeschlossen. Im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern und anderen reichen Industrieländern ist die Geburtenrate in den USA nahe dem Bestandserhaltungsniveau. Dies hat mehrere Faktoren: eine tiefe Religiosität bei den dort lebenden Christinnen und Christen, eine höhere Geburtenrate bei der zunehmenden Zahl an Hispanics sowie ein positives Bild kinderreicher Familien. Gleichzeitig bleiben die USA ein Einwanderungsland, sodass sie neben Australien und Kanada eins der wenigen Industrieländer sind, deren Bevölkerung im 21. Jahrhundert deutlich wächst.

Eine erhebliche Anzahl an Staaten hat den Demografischen Übergang nicht nur abgeschlossen, sondern weist zudem eine Geburtenrate deutlich unter dem Bestandserhaltungsniveau auf. Dies betrifft die hoch entwickelten Industrieländer Europas, Lateinamerikas sowie Teile Asiens, wie beispielsweise ostasiatische Staaten wie Korea und Japan sowie süd- und südostasiatische Staaten wie Bangladesch, Vietnam und Thailand. Bleiben die Geburtenraten in diesen Ländern über Jahrzehnte beim gleichen Wert, ist eine Alterung und Schrumpfung der Gesellschaft unvermeidbar (siehe Kapitel "Interner Link: Warum der demografische Wandel uns alle betrifft"). Einige Staaten versuchen dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Geburtenrate zu erhöhen.

China ist ein Ausnahmefall, denn hier existiert seit Jahrzehnten eine explizite Bevölkerungspolitik, um das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Im Jahr 1980 führte die chinesische Regierung eine landesweite Ein-Kind-Politik ein, um Überbevölkerung zu begegnen und einen wirtschaftlichen Aufstieg zu erreichen. Zu dieser Zeit hatte die chinesische Bevölkerung als erstes Land die Milliardengrenze überschritten. Die Ein-Kind-Politik wurde rigoros durchgeführt, Provinzen und Betriebe waren für die Einhaltung der Vorgaben verantwortlich, ein Amt für Bevölkerungskontrolle wurde geschaffen. Ehen und auch das Zeugen von Kindern mussten vorher beantragt werden. Es gab zwar einige Ausnahmen, die ein zweites Kind erlaubten, beispielsweise, wenn bei bestimmten Bevölkerungsgruppen das Erstgeborene ein Mädchen war. Daher lag die Geburtenrate zu Beginn der Restriktionen noch deutlich über 1, aber immer mehr Chinesinnen und Chinesen hielten sich an die Regeln, sodass sich die Ein-Kind-Norm etablierte. Grund dafür war auch, dass Verstöße mit drakonischen Strafen wie Geldstrafen, Arbeitsplatzverlusten bis hin zu Zwangsabtreibungen oder Zwangssterilisationen geahndet wurden. Diese rigide Bevölkerungspolitik hat auch dazu geführt, dass Schwangerschaften mit Mädchen besonders häufig abgetrieben wurden, um einen männlichen Nachfahren und Erben sicherzustellen. Dies führte zu einer erheblichen Schieflage der Geschlechterverhältnisse, auf 100 neugeborene Mädchen kamen in vielen Jahren über 115 Jungen, sodass letztlich mehrere Millionen Männer auf dem Partner- bzw. Heiratsmarkt übrig bleiben – mit erheblichen negativen gesellschaftlichen Folgen.

Nach jahrzehntelangen niedrigen Geburtenraten hat der fernöstliche Staat inzwischen eine ähnliche Altersstruktur, wie europäische Länder sie kennen: Bevölkerungsstarke Jahrgänge gehen bald in Rente und erheblich kleinere Jahrgänge rücken in den Arbeitsmarkt und zur Finanzierung der Rentnerinnen und Rentner nach. Daher hat China im Jahr 2016 die Ein-Kind-Politik gelockert und erlaubt seit 2021 sogar ein drittes Kind. Am chinesischen Beispiel wird deutlich, inwiefern sich niedrige Geburtenraten, hohe Bildungsinvestitionen und ein großer Bevölkerungsanteil im erwerbsfähigen Alter auf das Wirtschaftswachstum auswirken können.

Da die Geburtenraten in Europa und Ostasien sehr niedrig sind und sich daher die Alterung und Schrumpfung der verschiedenen Gesellschaften abzeichnen, versuchen viele Länder mit unterschiedlichen familienpolitischen Anreizen, die Geburtenrate zu erhöhen. Einige Staaten wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Kanada bemühen sich, die niedrige Geburtenentwicklung zumindest partiell mit Zuwanderung auszugleichen – anders als einige Länder aus Osteuropa und Japan, die eine sehr restriktive Einwanderungspolitik verfolgen. Die zugrundeliegenden kulturellen, familienpolitischen, ethnischen, außen- und wirtschaftspolitischen Einstellungen der verschiedenen Länder führen auch zu einem unterschiedlichen Umgang mit dem demografischen Wandel.

In Europa gibt es einige Staaten mit Geburtenraten zwischen 1,6 und 2,0 wie Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und einige skandinavische Länder. Zentrale Gründe sind die dort, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die geringere Arbeitslosigkeit und die teilweise höhere kulturelle Akzeptanz kinderreicher Familien.

In Italien, Spanien, Japan und vielen mittel- und osteuropäischen Ländern liegt die Geburtenrate zwischen 1,1 und 1,5. Ein Grund dafür ist der Wunsch vieler Frauen nach einer eigenen Erwerbstätigkeit und Emanzipation, was im Kontrast zu den Normen und Erwartungen vieler dort lebender Männer, der älteren Generation und auch zur konservativen Familienpolitik steht. Hier zeichnen sich langfristig gravierende demografische Schieflagen und Probleme ab. Dass es nicht nur an ökonomischen Problemen und Arbeitslosigkeit liegt, zeigt Südkorea, das als wirtschaftlich prosperierendes Land weltweit eine der niedrigsten Geburtenraten aufweist. Dort lag die Geburtenrate in einzelnen Jahren sogar unter 1,0 Kindern pro Frau. Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie führen dazu, dass viele der hochgebildeten südkoreanischen Frauen keine Kinder möchten. Das die beruflichen Nachteile für Mütter in Südkorea so hoch sind, liegt nicht nur an familienpolitischen Defiziten, sondern auch an der großen Kluft zwischen egalitären Einstellungen vieler Frauen und einem traditionellen, paternalistischen Rollenverständnis vieler Männer, der Elterngeneration und der Arbeitgeber.

Der Einblick in die globalen demografischen Entwicklungen verdeutlicht, dass viele ärmere Länder, vor allem in Afrika und im Nahen Osten, hohe Geburtenraten aufweisen, die meisten Industrieländer dagegen geringe. Mögliche Konsequenzen dieser ungleichen Entwicklung können zu zukünftigen Migrationsströmen beitragen. Infolge der sehr ungleichen Bevölkerungsentwicklung wird sich künftig die Frage der Zusammensetzung internationaler Organisationen und Institutionen neu stellen. Dies betrifft UN-Organisationen wie den UN-Weltsicherheitsrat, die G7 und G20 sowie die Stimmrechte innerhalb der Europäischen Union, da diese durch die doppelte Mehrheit auch an den Bevölkerungsgrößen der Mitgliedstaaten festgemacht sind.