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Berichte und Analysen

/ 5 Minuten zu lesen

Verfassungsschutzbericht 2025

– Bundesamt für Verfassungsschutz –
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, haben den Verfassungsschutzbericht 2025 vorgestellt. Im Bereich Islamismus und islamistischer Terrorismus stieg das Personenpotenzial demnach leicht auf 28.645 Personen (2024: 28.280), während das gewaltorientierte islamistische Personenpotenzial geringfügig auf rund 9.110 Personen zurückging.

Die Tagesschau ordnet die zentralen Befunde des Berichts ein und verweist auch auf die zunehmende Radikalisierung junger Menschen sowie die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf antisemitische Mobilisierung.

Die Jüdische Allgemeine vertieft die Beobachtungen des Verfassungsschutzberichts zur verbindenden Rolle von Antisemitismus und Israelfeindschaft für unterschiedliche extremistische Akteurinnen und Akteure über die ideologischen Lager hinweg. Dabei beleuchtet der Beitrag insbesondere die ideologischen Schnittmengen zwischen linksextremistischen und islamistischen Akteurinnen und Akteuren im Kontext des Nahostkonflikts.

Zum Bericht auf Externer Link: verfassungsschutz.de

Zur Meldung über die zentralen Befunde des Verfassungsschutzberichts auf Externer Link: tagesschau.de

Zur Meldung über die Brückenfunktion antisemitischer und israelfeindlicher Haltungen auf Externer Link: juedische-allgemeine.de

Neue Lagebilder beleuchten antimuslimische Vorfälle bundesweit und in Berlin

– CLAIM –
Mit dem bundesweiten Lagebild 2025 hat das Netzwerk CLAIM eine umfassende zivilgesellschaftliche Bestandsaufnahme zu antimuslimischem Rassismus in Deutschland vorgelegt. Gewarnt wird darin vor einer Zunahme antimuslimischer Übergriffe und davor, die Erfahrungen Betroffener zu relativieren. Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr 4.096 antimuslimische Vorfälle dokumentiert – durchschnittlich elf pro Tag. Einen Anspruch auf Repräsentativität erheben die Autorinnen und Autoren mit dem Lagebild nicht.

Bereits zuvor veröffentlichte CLAIM die Jahresbilanz für Berlin. Die Melde- und Informationsstelle Report! Berlin dokumentierte dort 975 antimuslimische Vorfälle im Jahr 2025 – deutlich mehr als im Vorjahr. Erfasst wurden unter anderem Beleidigungen, Diskriminierungen, Sachbeschädigungen und körperliche Angriffe, die sich vor allem im öffentlichen Raum, in Bildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz ereigneten.

Begleitet wurde die Veröffentlichung zudem von einer erneuten Debatte über CLAIM. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung greift Kritik an früheren personellen und organisatorischen Verbindungen einzelner Mitgliedsorganisationen zu islamistischen Milieus auf und ordnet diese in die aktuelle Diskussion um das Netzwerk ein.

Zum bundesweiten Lagebild 2025 auf Externer Link: claim-organisation.de

Zur Jahresbilanz in Berlin 2025 auf Externer Link: claim-organisation.de

Zur Meldung auf Externer Link: dw.com

Zur Meldung auf Externer Link: faz.net (Paywall)

Analyse: „Ein islamistischer Triumph gegen die Staatsräson?“

– KN:IX connect: Patrick Möller –
In seiner Analyse untersucht Patrick Möller die aus dem Umfeld der Hizb ut-Tahrir stammende „Nie wieder Staatsräson“-Petition mit über 500.000 Unterschriften. Im Zentrum steht der Gaza-Krieg, der in Deutschland zu einem innenpolitischen Spannungsfeld wurde. Die Petition wurde über Online-Plattformen gestartet, verbreitete sich schnell in den Sozialen Medien und verlagerte sich anschließend in den öffentlichen Raum. Möller fragt in seinem Beitrag, wie sich die Kampagne in einem hoch polarisierten gesellschaftlichen Kontext auf diese Weise verbreiten konnte.

Zur Analyse auf Externer Link: kn-ix.de

Analyse: „Gegenstandsangemessene Wirkungsevaluation in Demokratieförderung und nonformaler politischer Bildung. Eine fachliche Einordnung am Beispiel des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘“

– Transfer für Bildung: Marcel Hansek, Helle Becker und Dirk Posenau –
Das Analysepapier befasst sich mit der Wirkungsevaluation in der Demokratieförderung, politischen Bildung und Extremismusprävention. Am Beispiel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ diskutieren die Autorinnen und Autoren, warum klassische experimentelle Designs von Wirkungsmessung in diesem Feld häufig an ihre Grenzen stoßen. Als Lösung stellt das Papier das Konzept der Gegenstandsangemessenheit vor, das Evaluationsverfahren stärker an die Eigenschaften des Handlungsfeldes anpasst und damit aussagekräftigere Bewertungen ermöglicht.

Zur Analyse auf Externer Link: transfer-politische-bildung.de

Analyse: „Islamistische Anschläge in Deutschland“

– Mediendienst Integration –
Im letzten Jahr registrierten die Behörden vier mutmaßlich islamistisch motivierte Anschläge, allerdings blieb Deutschland 2026 bislang von entsprechenden Taten verschont. Der Bericht gibt einen Überblick über die Anschläge der vergangenen zwei Jahre, den aktuellen Stand entsprechender Strafverfahren und zeigt, wie unterschiedlich Behörden und Forschungsprojekte islamistische Anschläge erfassen und bewerten.

Zur Analyse auf Externer Link: mediendienst-integration.de

Bericht: „dist[ex] monitor - Bericht 2. Quartal 2026“

– dist[ex] –
Der dist[ex] Monitor beobachtet Plattformen, auf denen extremistische Akteurinnen und Akteure aktiv sind, erfasst Daten wie Likes, Views und Kommentare und wertet diese aus. Im zweiten Quartal des Jahres 2026 lag der Fokus unter anderem auf der Analyse der Instrumentalisierung der „Epstein-Files“ durch extremistische Gruppierungen sowie des Fastenmonats Ramadan und dessen Vereinnahmung speziell durch islamistische Akteurinnen und Akteure. Ebenso wird beleuchtet, wie extremistische Akteurinnen und Akteure Künstliche Intelligenz für ihre Zwecke einsetzen.

Zum Bericht auf Externer Link: dist-ex.de

Abschlussbericht: „Bedarfe der pädagogischen Islamismusprävention in Berlin“

– DJI: Maruta Herding, Maria Jakob und Tobias Johann –
Eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) untersucht die Bedarfe der pädagogischen Islamismusprävention in Berlin. Zwar werden islamistische Radikalisierungen von Kindern und Jugendlichen durch die Fachkräfte derzeit überwiegend als Einzelfälle wahrgenommen, zugleich gewinnen Online-Radikalisierung, Antisemitismus und die Auswirkungen des Nahostkonflikts im pädagogischen Alltag an Bedeutung. Die Studie empfiehlt unter anderem den Ausbau von Fortbildungs- und Unterstützungsangeboten sowie eine stärkere Vernetzung der Präventionsakteurinnen und -akteure.

Zum Abschlussbericht auf Externer Link: dji.de

Policy Brief: „From Classrooms to Chatbots“

– OSZE –
Mit dem Policy Brief „From Classrooms to Chatbots“ legt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE, engl. OSCE) Empfehlungen zur Prävention von Online-Radikalisierung bei Kindern und Jugendlichen vor. Im Mittelpunkt stehen die wachsende Bedeutung Sozialer Medien, Messenger-Dienste, Gaming-Plattformen und generativer Künstlicher Intelligenz (KI) für die Verbreitung extremistischer Propaganda – darunter auch dschihadistischer Inhalte – sowie die Notwendigkeit, Medien- und Informationskompetenz systematisch in Schulen zu stärken. Der Bericht empfiehlt unter anderem eine stärkere Einbindung von Lehrkräften und Eltern, alters- und gendersensible Präventionsansätze sowie eine bessere Vorbereitung auf digitale Radikalisierungsdynamiken und den Umgang mit KI-gestützten Desinformations- und Rekrutierungsstrategien.

Zum Policy Brief auf Externer Link: projects.osce.org (auf Englisch)

Abschlussbericht: „Zahl der Musliminnen und Muslime in Deutschland 2025“

– BAMF: Anja Stichs –
Zwischen 6,6 und 7 Millionen Musliminnen und Muslime mit Migrationshintergrund aus islamisch geprägten Herkunftsländern lebten 2025 in Deutschland. Der neue Forschungsbericht des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) analysiert Größe, Herkunftsstruktur und regionale Verteilung der muslimischen Bevölkerung und zeigt, dass diese in den vergangenen Jahren heterogener geworden ist. Zudem dokumentiert die Hochrechnung deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern sowie den Anstieg des muslimischen Bevölkerungsanteils seit 2019.

Zum Abschlussbericht auf Externer Link: bamf.de

Fussnoten

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