Instrumentalisierung von Kindern auf islamistischer Demonstration in Berlin
Eine öffentliche Prozession zum schiitischen Gedenktag Aschura hat in Berlin wegen einer szenischen Darstellung mit an Seilen gebundenen Kindern bei Temperaturen von bis zu 40 Grad bundesweit Kritik ausgelöst. Nach Angaben der Polizei wurde die Darstellung nach einem Gespräch mit der Versammlungsleitung beendet. Medienberichte thematisierten darüber hinaus die politische Instrumentalisierung des schiitischen Gedenktages sowie Bezüge einzelner Teilnehmender zu iranischen Regimesymbolen und islamistischen Akteuren.
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Ermittlungen nach möglicher Spionage nahe einer Synagoge in Köln
Im Mai 2026 wurden Mitarbeitende des Sicherheitsdienstes einer Kölner Synagoge auf einen Mann aufmerksam, der das Gemeindehaus gefilmt und daraufhin hektisch telefoniert haben soll. Mit welchem Ziel er gefilmt hat, ist bislang noch nicht bekannt. Der Mann ist bereits wegen eines anderen Vorfalls als sogenannter „Prüffall Islamismus“ eingestuft.
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Aktuelles zu deutschen „IS“-Angehörigen in Syrien und im Irak
Die konsularische Betreuung deutscher Staatsangehöriger mit mutmaßlichem Bezug zum „IS“, die im Irak inhaftiert sind, bleibt ausgesetzt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes betrifft dies derzeit rund 25 Personen. Grund seien unter anderem die Sicherheitslage und eingeschränkte personelle Kapazitäten.
Die Bundesregierung hat zudem auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion aktuelle Zahlen zu Ein- und Ausreisen im Zusammenhang mit dem „IS“ und anderen islamistischen Gruppierungen in Syrien und im Irak veröffentlicht. Demnach seien seit 2011 mehr als 1.150 Personen aus Deutschland in die Konfliktregion ausgereist, rund 40 Prozent seien zwischenzeitlich zurückgekehrt. Die Antwort enthält außerdem Angaben zu Strafverfahren, Verurteilungen und Deradikalisierungsmaßnahmen für Rückkehrende.
Zur Meldung über die konsularische Betreuung auf Externer Link: br.de
Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion auf Externer Link: dserver.bundestag.de
Debatte um Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien verschärft sich
Die Bundesregierung will Abschiebungen nach Afghanistan deutlich ausweiten. Nach Medienberichten sollen künftig bis zu drei Charterflüge pro Monat nach Kabul möglich sein; zusätzlich sollen Einzelrückführungen per Linienflug möglich bleiben. Mitte Juni wurden bereits 32 afghanische Männer abgeschoben, laut Bundesinnenministerium handelte es sich um verurteilte Straftäter.
Parallel dazu rechtfertigt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen ihre Kontakte zu den Taliban als technisch-operative Gespräche. Diese seien notwendig, um Rückführungen vorzubereiten, bedeuteten aber keine politische Anerkennung der Taliban als rechtmäßige Regierung Afghanistans. Auch auf EU-Ebene fanden erstmals Gespräche mit Taliban-Vertretern in Brüssel statt.
Auch die Innenministerkonferenz befasste sich mit einer Verschärfung der Abschiebepraxis. Ihr Vorsitzender, der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD), forderte geringere Hürden für die Abschiebung straffälliger Geflüchteter, auch bei bestehendem Schutzstatus. Während Unionspolitikerinnen und -politiker auf mehr Abschiebungen drängen, warnen Grüne vor Entscheidungen nach „Bauchgefühl“ und verweisen auf die weiterhin unsichere Lage im Land, die insbesondere religiöse Minderheiten treffe.
Zur Meldung über die Ausweitung der Abschiebungen nach Afghanistan auf Externer Link: faz.net (Paywall)
Zur Meldung über den Charterflug auf Externer Link: zeit.de
Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen auf Externer Link: dserver.bundestag.de
Zur Meldung über die Gespräche mit den Taliban in Brüssel auf Externer Link: tagesschau.de
Zur Meldung über die Debatte auf der Innenministerkonferenz auf Externer Link: zeit.de
Zur Meldung über die Kritik der Grünen an den Abschiebeplänen der Bundesregierung auf Externer Link: merkur.de
Social-Media-Verbot für Minderjährige: Ethikrat und Expertenkommission legen Handlungsempfehlungen vor
Der Deutsche Ethikrat hat sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Minderjährige ausgesprochen. Stattdessen empfiehlt das Gremium, den Kinder- und Jugendschutz stärker an den Risiken digitaler Plattformen auszurichten und Anbieter stärker in die Verantwortung zu nehmen.
Auch die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ befasst sich mit möglichen Regulierungsansätzen. Sie stellt eine Altersgrenze für Soziale Medien einer risikobasierten Regulierung gegenüber und skizziert verschiedene Maßnahmen, um Kinder und Jugendliche wirksamer vor digitalen Gefährdungen zu schützen.
Zu den Empfehlungen des Ethikrats auf Externer Link: ethikrat.org
Zu den Empfehlungen der Expertenkommission auf Externer Link: bmbfsfj.bund.de
Deutsche Journalistin nach Haft in Syrien freigelassen
Die seit Januar in Syrien inhaftierte deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann ist freigelassen worden und nach Deutschland zurückgekehrt. Nach Angaben ihrer Familie befand sie sich mehrere Monate in Isolationshaft. Das Auswärtige Amt hatte sich nach Medienberichten gemeinsam mit der deutschen Botschaft in Damaskus für ihre Freilassung eingesetzt.
Zur Meldung auf Externer Link: zdfheute.de
Islamismus vor Gericht
Düsseldorf: Terroranschlag von Bielefeld – Täter zu lebenslanger Haft verurteilt
Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat den Täter des Anschlags in Bielefeld zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 36-Jährige hatte im Mai 2025 vor einer Bar auf mehrere Personen eingestochen – vier wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Nach Überzeugung des Gerichts handelte der Syrer im Sinne der dschihadistischen Ideologie und bekannte sich zur Terrororganisation „Islamischer Staat“.
In einer Reportage schildert Christoph Koopmann die Folgen der Attacke, zeigt, unter welchen Bedingungen die Opfer überleben konnten und wie diese bis heute unter den körperlichen und psychischen Folgen leiden.
Zur Meldung auf Externer Link: rnd.de
Zur Reportage auf Externer Link: sueddeutsche.de (Paywall)
Wien: Angeklagter im Prozess um Anschlagspläne auf Taylor-Swift-Konzerte zu Haft verurteilt
2024 wurden die Taylor-Swift-Konzerte in Wien aufgrund eines mutmaßlich geplanten islamistischen Anschlags abgesagt. Nun wurde der 21-jährige Verdächtige zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Landesgericht Wiener Neustadt sprach ihn unter anderem wegen Terrorismusvorwürfen schuldig. Auch ein Mitangeklagter erhielt eine mehrjährige Haftstrafe.
Zur Meldung auf Externer Link: tagesschau.de
Hamburg: Prozess wegen mutmaßlich antisemitisch motivierter Anschlagspläne mit Verbindungen zum iranischen Geheimdienst hat begonnen
Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht hat der Prozess gegen zwei Männer begonnen, die im Auftrag Teherans jüdische und pro-israelische Ziele in Deutschland ausgespäht haben sollen. Die Bundesanwaltschaft sieht das iranische Regime als mutmaßlichen Auftraggeber. Den Angeklagten wird vorgeworfen, mögliche Ziele für Brand- und Mordanschläge ausgekundschaftet zu haben.
Zur Meldung auf Externer Link: handelsblatt.com
Hamburg: 33-Jähriger wegen Spenden an „IS“ zu Geldstrafe verurteilt
Das Hanseatische Oberlandesgericht hat einen 33-Jährigen wegen Unterstützung der Terrororganisation „IS“ zu einer Geldstrafe von 5.500 Euro verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann zwischen 2021 und 2022 insgesamt 220 Euro an den „IS“ überwiesen, um Mitglieder der Terrororganisation in Syrien finanziell zu unterstützen.
Zur Meldung auf Externer Link: ndr.de
Düsseldorf: Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliche „IS“-Mitglieder an
Zwei irakische Staatsangehörige müssen sich vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, in den Jahren 2016 und 2017 Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gewesen zu sein. Einer der Beschuldigten soll einem Scharia-Gremium angehört haben, der andere als Kämpfer aktiv gewesen sein. Nun entscheidet das Gericht über die Eröffnung des Hauptverfahrens.
Zur Meldung auf Externer Link: zeit.de
Düsseldorf: Prozess wegen mutmaßlicher Unterstützung des „Islamischen Staats“ durch Gefangenenhilfe-Plattform
Der Betreiberin der islamistischen Plattform „Free Our Sisters“ wird vorgeworfen, mehr als nur Gefangenenhilfe geleistet zu haben. Zum einen soll Nadine D. bis Sommer 2024 fast 15.000 Euro gesammelt und an Inhaftierte oder Angehörige weitergeleitet haben. Zum anderen wird der Deutschen vorgeworfen, spätestens seit 2019 Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten des „IS“ unter anderem über Spendenaktionen finanziert zu haben.
Zur Meldung auf Externer Link: tagesschau.de
Bremen: Polizei vereitelt mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag
In Bremen haben Spezialkräfte einen 28-jährigen Mann festgenommen, der einen islamistisch motivierten Anschlag auf Polizeikräfte geplant haben soll. Der polizeibekannte Tatverdächtige wurde nach einer Begutachtung wegen Fremdgefährdung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen, aus dieser aber bereits wieder entlassen. Bei einer Durchsuchung stellten die Ermittler mehrere Messer und Datenträger sicher.
Zur Meldung über die Verhaftung auf Externer Link: tagesschau.de
Zur Meldung über die Entlassung aus der Psychiatrie auf Externer Link: butenunbinnen.de
Bremen: Acht Jahre Haft für geplanten Terroranschlag in Bremerhaven
Ein 35-Jähriger wurde zu mehr als acht Jahren Haft verurteilt. Ein 20-jähriger Mitangeklagter, sein Neffe, wurde allerdings freigesprochen und soll in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Nach Überzeugung des Gerichts sollen die beiden Männer im Sommer 2025 einen islamistisch motivierten Terroranschlag geplant haben. Als mögliche Ziele galten eine Klinik, eine Großveranstaltung oder eine Synagoge in Bremerhaven.
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Berlin: Neue Festnahme nach Messerangriff am Holocaust-Mahnmal in Berlin
Mehr als ein Jahr nach dem Messerangriff am Berliner Holocaust-Mahnmal ist es zu einer weiteren Festnahme gekommen. Laut Bundesanwaltschaft soll sich ein nun festgenommener 37-Jähriger mit dem späteren Täter getroffen und ihn zur Tat ermutigt haben. Gegen ihn wird nun wegen Beihilfe zum versuchten Mord und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
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Berlin: 34-Jähriger wegen Verbreitung von „IS“-Propaganda auf Sozialen Medien verurteilt
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 34-jährigen Mann erhoben, der über Soziale Medien Propaganda des „IS“ verbreitet haben soll. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, Videos veröffentlicht zu haben, die mit „IS“-Propagandamusik unterlegt waren, und damit ein Publikum von rund 12.800 Followern erreicht zu haben. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet nun das Landgericht Berlin I.
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Karlsruhe: Mutmaßliche Anhänger der Hamas festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat seit dem vergangenen Herbst neun mutmaßliche Hamas-Mitglieder festgenommen. Diese sollen einen Anschlag in Europa geplant haben. Nach Angaben des Generalbundesanwalts Jens Rommel soll bei einem der Beschuldigten ein Bekennervideo sichergestellt worden sein. Den Männern wird außerdem vorgeworfen, Waffen und Munition für die Hamas transportiert und gelagert zu haben.
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Stuttgart: 40-jähriger Syrer wegen „IS“-Mitgliedschaft zu Freiheitsstrafe verurteilt
Ein syrischer Staatsangehöriger ist vom Oberlandesgericht Stuttgart wegen „IS“-Mitgliedschaft zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Nach Überzeugung des Gerichts war der 40-Jährige im Jahr 2016 mehrere Monate für die „Behörde für militärische Industrie und Entwicklung“ der Terrororganisation tätig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Ermittlungen und Razzien bei mutmaßlichen „IS“-Anhängern
Die Bundesanwaltschaft hat in mehreren Bundesländern Wohnungen von mutmaßlichen „IS“-Anhängern durchsucht. Fünf Beschuldigte stehen im Verdacht, sich in Deutschland und Europa für die Terrororganisation „IS“ vernetzt und Gelder beschafft haben zu wollen. Zudem wurden elf weitere Objekte von Personen durchsucht, die nicht als unmittelbar tatverdächtig gelten.
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Ortenaukreis: Mutmaßlicher früherer „IS“-Kämpfer festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat im Ortenaukreis einen irakischen Staatsangehörigen festnehmen lassen, der sich 2016 dem „IS“ angeschlossen haben soll. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, bis 2017 einer „IS“-Kampfeinheit angehört zu haben. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ordnete Untersuchungshaft wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland an.
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Iran
Nach wochenlanger Eskalation haben sich die USA und der Iran bei Gesprächen in der Schweiz auf ein Rahmenabkommen verständigt. Innerhalb von 60 Tagen soll ein dauerhaftes Abkommen zur Beendigung des Konflikts ausgehandelt werden. Mit dem veröffentlichten Wortlaut des Rahmenabkommens liegen erstmals die zentralen Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran vor. Ein Beitrag der dpa ordnet die einzelnen Regelungen ein und zeigt auf, welche Konfliktpunkte – etwa beim Atomprogramm, den Sanktionen oder der Rolle regionaler Akteure – weiterhin offenbleiben.
Nahostexperte Guido Steinberg bewertet die Einigung jedoch als fragilen Aufschub: Zwar sollen die Sperrung der Straße von Hormus aufgehoben und weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm aufgenommen werden, die zentralen Konfliktpunkte blieben jedoch ungelöst.
Die Nahostexpertin Gudrun Harrer bewertet das Rahmenabkommen derweil als politischen Erfolg für den Iran. Zwar seien viele der vereinbarten Punkte zunächst nur Absichtserklärungen und müssten erst in den kommenden 60 Tagen ausgehandelt werden. Politisch habe Teheran jedoch zentrale Zugeständnisse erreicht und sich trotz des militärischen Drucks als handlungsfähige Konfliktpartei behauptet.
In Katar haben die USA und der Iran ihre indirekten Verhandlungen zur Umsetzung der Rahmenvereinbarung wieder aufgenommen. Die Gespräche konzentrieren sich auf technische Fragen zur Straße von Hormus, die Ausgestaltung eines dauerhaften Waffenstillstands und die nukleare Abrüstung des Iran. Gleichzeitig werfen sich beide Seiten Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Auch vor der Einigung auf das Rahmenabkommen kam es immer wieder zu Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe, für die sich beide Seiten wechselseitig verantwortlich machen.
Derweil veranstaltete das iranische Regime diverse Trauerfeiern für seinen getöteten Obersten Führer, Ayatollah Ali Chamenei. Nach Einschätzung von Beobachterinnen und Beobachtern zielten diese auf eine gezielte Machtdemonstration des Regimes.
Zur Analyse des Rahmenabkommens durch die dpa auf Externer Link: handelsblatt.com
Zum Interview mit Guido Steinberg auf Externer Link: cicero.de (Paywall)
Zur Einschätzung Gudrun Harrers auf Externer Link: sfr.ch
Zur Meldung über die Gespräche in Katar auf Externer Link: tagesschau.de
Zur Meldung über die gegenseitigen Angriffe trotz Waffenruhe auf Externer Link: tagesschau.de
Zur Meldung über die Trauerfeiern für Ayatollah Ali Chaminei auf Externer Link: dw.de
Israel – Libanon – Gaza
Mehrere Militärschläge in Israel, Iran und im Libanon haben Anfang Juni die Sorge vor einer erneuten Eskalation im Nahen Osten verstärkt. Israel griff Ziele im Iran an, nachdem Teheran zuvor Raketen auf Israel abgefeuert hatte; zugleich gab es israelische Angriffe auf Hisbollah-Ziele wie auf einen von der Hisbollah strategisch genutzten Tunnel im Libanon. Auch die libanesische Stadt Tyros an der Grenze zu Israel war Ziel eines Angriffs, wo sich nach Angaben der israelischen Regierung Hisbollah-Mitglieder versteckten. US-Präsident Donald Trump warnte Israel vor weiteren Angriffen, um die laufenden Verhandlungen mit Iran nicht zu gefährden.
Zeitgleich wurde ein gemeinsames Rahmenabkommen von Israel, der libanesischen Regierung und den USA unterzeichnet, das den Weg zu einer schrittweisen Deeskalation ebnen soll. Im Libanon sind nach Angaben der Deutschen Welle vor allem skeptische Reaktionen auf das Rahmenabkommen mit Israel auszumachen. Im Zentrum der Debatte stehen die vorgesehene Entwaffnung der Hisbollah, der künftige israelische Truppenabzug sowie Zweifel an der Umsetzbarkeit der Vereinbarung.
Drohnenangriffe der Hisbollah stellen Israel vor neue militärische Herausforderungen. Der ehemalige israelische General Amir Eshel erläutert in einem Interview mit DIE ZEIT, warum sich die Miliz trotz militärischer Rückschläge nicht dauerhaft ausschalten lässt, welche Grenzen militärisches Handeln hat und weshalb es langfristig auch politische Lösungen braucht.
Die Hisbollah gilt als wichtigster regionaler Verbündeter des iranischen Regimes und nimmt eine Schlüsselrolle in der Sicherheits- und Außenpolitik Irans ein. Ein Beitrag der Deutschen Welle ordnet die Rolle der Hisbollah für den Iran umfassend ein.
Derweil unterbreitete US-Präsident Donald Trump den Vorschlag, Syrien künftig stärker in den Kampf gegen die Hisbollah einzubinden. Der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa lehnte dies jedoch ab und betonte, sich nicht an regionalen Stellvertreterkonflikten beteiligen zu wollen.
Die tagesschau blickt 1.000 Tage nach dem Hamas-Überfall auf Israel auf die Folgen des 7. Oktober 2023. Im Mittelpunkt stehen das Gedenken an die Opfer, die Traumata der Überlebenden und die weiterhin offenen gesellschaftlichen Wunden. Zugleich bleibt die Kritik an der israelischen Regierung und ihrem Umgang mit dem damaligen Sicherheitsversagen präsent.
Ein Beitrag der tagesschau befasst sich außerdem mit der israelischen Kommunikationsstrategie Hasbara. Im Mittelpunkt steht, wie staatliche Stellen ihre Positionen zum Nahostkonflikt im Ausland vermitteln und auf internationale Kritik reagieren.
Zur Meldung über den Angriff eines Tunnels der Hisbollah auf Externer Link: tagesschau.de
Zur Meldung über den israelischen Angriff auf Tyros auf Externer Link: tagesschau.de
Zur Meldung über das Abkommen auf Externer Link: dw.com
Zum Interview mit dem israelischen Ex-General Amir Eshel auf Externer Link: zeit.de
Zum Beitrag über die Rolle der Hisbollah für Iran auf Externer Link: dw.com
Zur Meldung über Syriens Ablehnung an Trump auf Externer Link: spiegel.de
Zur Meldung über das Gedenken in Israel und Gaza 1.000 Tage nach dem 7. Oktober 2023 auf Externer Link: tagesschau.de
Zur Meldung über die Kommunikationsstrategie Hasbara auf Externer Link: tagesschau.de
Weitere internationale Meldungen
Winterthur: Mutmaßlich dschihadistischer Messerangriff mit drei Verletzten
Im schweizerischen Winterthur (Kanton Zürich) hat ein Mann bei einem Messerangriff auf drei Menschen eingestochen, einer von ihnen wurde schwer verletzt. Der Sicherheitsdirektor des Kantons sprach von einer dschihadistischen Motivation. Der Täter wurde vor einigen Tagen von der Polizei in die Psychiatrie gebracht; allerdings hatte ein Arzt bescheinigt, dass dieser keine Gefahr für sich oder andere darstellt.
Zur Meldung auf Externer Link: tagesschau.de
360 Geiseln aus der Gewalt der Terrorgruppe Boko Haram befreit
Nach Angaben des nigerianischen Militärs haben Sicherheitskräfte bei einem Einsatz im Nordosten des Landes 360 Menschen aus der Gewalt der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram gerettet. Die Geiseln waren zuvor über einen unbestimmten Zeitraum hinweg aus unterschiedlichen Gemeinden in der Region verschleppt worden. Seit Jahren bemüht sich die Regierung, gewaltsame Auseinandersetzungen zu beenden.
Zur Meldung auf Externer Link: tagesschau.de
Afghanistan: Neue Luftangriffe an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan
Nach einem Anschlag in der pakistanischen Millionenstadt Karachi hat Pakistan erneut Ziele im afghanischen Grenzgebiet angegriffen. Während Islamabad angibt, gegen die pakistanischen Taliban (TTP) vorgegangen zu sein, sprach die Taliban-Regierung in Kabul von mindestens 36 getöteten Zivilistinnen und Zivilisten und kündigte Vergeltung an. Der Konflikt zwischen beiden Nachbarstaaten ist seit Februar erneut eskaliert; entlang der rund 2.600 Kilometer langen Grenze kam es zu schweren Gefechten, bei denen laut UN binnen drei Monaten mehr als 370 Zivilisten getötet und fast 400 verletzt wurden.
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