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Kolonialismus | Krieg in den Medien | bpb.de

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Kolonialismus

Kolonialismus, der; eine auf Erwerb, Ausbeutung und Erhaltung von Kolonien gerichtete Politik und die sie legitimierende Ideologie. Der Kolonialismus zahlreicher europäischer Staaten, der USA und Japans gegenüber Völkern vor allem in Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika begann Ende des 15. Jahrhunderts, im Zeitalter der Entdeckungen. Die damals führenden Seemächte Portugal und Spanien errichteten die ersten Kolonien außerhalb Europas, in Übersee. Mit der militärischen Sicherung, der verkehrsmäßigen Erschließung, der wirtschaftlichen Beherrschung und der rechtlichen Anbindung an die Kolonialmacht entwickelten sich – meist unter Anwendung militärischer Gewalt – seit dem 16. Jahrhundert die großen Kolonialreiche. Dabei entstanden in diesen Gebieten europäische Siedlungskolonien, in denen die Urbevölkerung ausgerottet, gesellschaftlich isoliert oder sozial diskriminiert wurde. In seiner ersten Phase, vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, war der Kolonialismus darauf gerichtet, Reichtümer wie Gold und Silber sowie in Europa begehrte Waren, beispielsweise Elfenbein, Gewürze oder Pelze, zu erlangen. Oft war der Kolonialismus auch mit dem Gedanken der christlichen Mission verbunden. Seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, in der Zeit des Imperialismus, standen der billige Erwerb von Rohstoffen für die sich entwickelnde Industrie, günstige Absatzmärkte, vorteilhafte Kapitalinvestitionen und die Sicherung von Arbeitsplätzen und des Lebensstandards der eigenen Bevölkerung im Vordergrund. Zu den Kolonialmächten gehörten nun neben Spanien, Portugal, Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich auch Belgien, das Deutsche Reich, Italien, Japan, Russland und die USA. Der Prozess der Entkolonialisierung, der in Lateinamerika bereits im 19. Jahrhundert eingesetzt hatte, verstärkte sich nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch erst Mitte der 1970er Jahre hatten weltweit alle ehemaligen Kolonien ihre nationale Unabhängigkeit erlangt.
Siehe auch: Krieg

Fussnoten