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Partei der Humanisten

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Partei der Humanisten

Prof. Dr. Everhard Holtmann

/ 1 Minute zu lesen

Gründungsjahr Landesverband
2018*
Mitgliederzahl in Sachsen-Anhalt
35*
Landesvorsitz
Patrick Krause*
Wahlergebnis 2016
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei

Die "Partei der Humanisten" (Die Humanisten) wurde 2014 gegründet. Sie versteht sich als eine soziale, liberale und fortschrittliche Partei, welche die individuelle Freiheit in den Mittelpunkt rückt. Sie will ihre Politik auf eine kritisch-rationale Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit gründen. Insofern steht sie in der geistesgeschichtlichen Tradition der europäischen Aufklärung. Die Partei trat bisher zur Bundestags-, Europa- und zu mehreren Landtagswahl an. Ihr bestes Ergebnis erreichte sie dabei in Bremen 2019 mit 0,5 Prozent der Stimmen. Der Landesverband Sachsen-Anhalt wurde im März 2021 in Magdeburg gegründet.

Programmatisch betonen Die Humanisten die Geltung der Grund- und Bürgerrechte, insbesondere unbedingte Meinungsfreiheit gegenüber Religionen, Ideologien und staatlichen Übergriffen. Konkret fordert die Partei u.a. das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren sowie die Abschaffung des "Fraktionszwangs" von Abgeordneten. Sie setzt sich für eine strikte Trennung von Kirche und Staat, ein liberalisiertes Adoptions- und Abtreibungsrecht sowie die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ein. In der Gesundheitspolitik fordert sie eine einheitliche Krankenversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger. Bildung, Aus- und Weiterbildung sollen kostenlos sein. Neben einem existenzsichernden Grundeinkommen wollen Die Humanisten einen Spitzensteuersatz von 50 Prozent auf hohe Einkommen.

Die Humanisten haben bisher kein Wahlprogramm zur Landtagswahl 2021 in Sachsen-Anhalt vorgelegt. Auf seiner Internetseite hat der Landesverband jedoch Wahlslogans wie "Legalisierung von Rauschmitteln und Grundeinkommen" und "konsequente Säkularisierung, selbstbestimmtes Leben" eingestellt.

Fussnoten

Everhard Holtmann ist emeritierter Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Forschungsdirektor am Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. Parteien und Parteiensysteme, lokale Politik sowie Demokratie- und Partizipationsforschung.