Ein Kohlerevier in Deutschland

18.12.2020 | Von:
Kay Hoffmann

Der Kampf für Umwelt und Artenvielfalt

Zur Geschichte des deutschsprachigen Natur-, Tier- und Umweltfilms nach 1960

Nachcoloriertes Foto: Szene aus dem Dokumentarfilm "Galapagos – Trauminsel im Pazifik" (1962): Zwei Tierfilmer sind umkreist von unzähligen Galapagos Pinguinen.Szenenbild aus dem Dokumentarfilm "Galapagos – Trauminsel im Pazifik" (© Heinz Sielmann Produktion/Globus)

Tiere, Natur und Umwelt blieben nach 1960 wichtige Sujets des deutschsprachigen Dokumentarfilms. Es ging weiterhin darum, die Faszination der Natur in außergewöhnlichen Bildern und starken Geschichten zu erzählen. Zugleich wird zunehmend vor der Zerstörung der Natur und dem Verlust der Artenvielfalt gewarnt und es werden die Proteste der Umweltbewegung dokumentiert. Nach 1945 wurden über eintausend kurze und lange Filme zu diesen Themen produziert. [1] In der Öffentlichkeit prägten vor allem die TV-Reihen von Bernhard Grzimek, Heinz Sielmann, Hans Hass und Eugen Schumacher sowie der Naturforscher Jacques Cousteau und David Attenborough dieses Subgenre.

Tierfilme als Publikumsmagneten in Kino und Fernsehen

Für seinen Kinofilm "Die letzten Paradiese" (1967) reiste Eugen Schuhmacher sieben Jahre um die Welt, um stark gefährdete Tiere zu filmen. Es folgten "Alaska – Wildnis am Rande der Welt" (1967) und "Europas Paradiese" (1973). Im Kino starteten sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR Heinz Sielmanns "Galapagos – Trauminsel im Pazifik" (1962) und "Lockende Wildnis" (1969). Ab 1959 realisierte Siegfried Bergmann bei der DEFA rund 80 Tierfilme. Im Fernsehen der DDR waren Tiersendungen wie "Tierparktreff" mit Prof. Dr. Heinrich Dathe, dem Direktor des Tierparks Berlin, "Der gefilmte Brehm", "Rendezvous mit Tieren", "Weidmannsheil" sowie mehrere Sendungen von Heinz Meynhardt über Wildschweine oder von Klaus Höfer über Naturschutzgebiete des Landes sehr populär.Eine neue Stimme in der Bundesrepublik war Horst Stern, der von 1970 bis 1979 in 26 Folgen mit der TV-Reihe "Sterns Stunde" ein großes Publikum erreichte. Im Unterschied zu Sielmann und Schuhmacher beschäftigte Stern sich mit heimischen Haus- und Wildtieren wie Hund, Katze, Pferd, Spinne, Rothirsch, Igel, Biene oder Gemse. Er kritisierte früh den Umgang der Menschen mit Wild-, Nutz- und Haustieren sowie die kommerzielle Massentierhaltung. "So schwankt homo sapiens, der vorgeblich wissende Mensch, zwischen schrecklicher Vermenschlichung und schrecklicher Vernichtung der Tiere" (Stern 1978, S. 35). Auch während der 1980er- und 1990er-Jahren blieben Natur- und Tiersendungen im Fernsehen sehr populär.

Ein junges Reh steht auf einer kleinen Waldlichtung.Szenenbild aus "Die Wiese - ein Paradise nebenan" (© Nautilusfilm/polyband Medien GmbH)

In den 1990er-Jahren professionalisierte sich die Filmproduktion Dank zahlreicher Filmförderungen und der Digitalisierung, die die Dreharbeiten und besonders die Postproduktion erheblich veränderte. Dokumentarfilme fürs Kino wurden mit großformatigen Bildern, ausgefeilter Dramaturgie, Sounddesign und orchestraler Musik im Hollywoodstil gestaltet. Besonders erfolgreich waren Natur- und Tierfilme, die jetzt durch ihre spektakulären Bilder und emotionalen Erzählungen ein Millionenpublikum fanden. Mit fast 4 Millionen Besucher/-innen im deutschen Kino am erfolgreichsten war die britisch-deutsche Koproduktion "Unsere Erde" (2007) von Alastair Fothergill und Mark Linfield. 40 Kamerateams drehten mehr als 1.000 Stunden Material, von dem die spektakulärsten Szenen ausgewählt wurden, um den täglichen Kampf der Tiere ums Überleben opulent zu zeigen.

Als einer der wichtigsten deutschen Natur- und Tierfilmer ist Jan Haft ein Garant für außergewöhnliche Bilder und starke Geschichten. Er arbeitet mit aufwendigen Zeitraffern und verwendet Spezialobjektive wie Boroskope und Endoskope, deren Bilder mittels Prismen auf digitale Sensoren zur Aufzeichnung projiziert werden. Seine Arbeiten produziert Haft überwiegend fürs Fernsehen, aber "Das grüne Wunder – Unser Wald" (DE 2012; 165.000 Zuschauer), "Magie der Moore” (DE 2015; 20.000 Zuschauer) oder "Die Wiese – Ein Paradies nebenan” (DE 2019; 73.000 Zuschauer) liefen auch sehr erfolgreich in den deutschen Kinos.

Die Umweltbewegung im deutschen Dokumentarfilm

Jenseits der Tier- und Naturfilme wird seit den 1950er-Jahren die Zerstörung und Verschmutzung der Umwelt im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft und Energiegewinnung beispielsweise durch Kohleverstromung und Atomenergie vermehrt Thema in den dokumentarischen Formen in TV und Kino. Ein frühes Beispiel des Tierfilmers Eugen Schumacher ist "Natur in Gefahr!" aus dem Jahr 1952. Dieser gilt als erster Naturschutzfilm der Nachkriegszeit. In den 1950er-Jahren rückte statt der militärischen die zivile Nutzung der Atomenergie in den Fokus. Atomkraftwerke (AKW) sollten ab 1970 "sauberen Strom" liefern, wie der Film "Atomkraft für die Zukunft" (BRD 1959) von Georg Zauner zeigte. In Industriefilmen wie beispielsweise "300t Maßarbeit" (BRD 1965) wird die zivile Nutzung der Atomenergie zur zukunftsweisenden Technologie ästhetisiert: Der Bau eines Reaktor-Druckbehälters für das Atomkraftwerk Gundremmingen wird in durchkomponierten Bilder und mit Jazz-Musik-Untermalung im fortschrittsoptimistischem Zeitgeist gefeiert. Ein ökologisches Bewusstsein, das auch der zivilen Nutzung kritisch gegenüberstand, entwickelte sich parallel dazu in Teilen der Gesellschaft. Dies zeigte sich in den 1970er-Jahren an Protesten von Bürgerinitiativen gegen umstrittene technologische Großprojekte wie den Bau von Atomkraftwerken, Wiederaufbereitungsanlagen oder Flughäfen sowie die Errichtung von Atommülllagern oder den Autobahnausbau.

Schwarz-Weiß Foto: Eine vermummte Person ist dabei, einen Stein über einen Zaun zu werfen, vor dem weitere protestierende Menschen stehen.Szenenbild aus "Spaltprozesse" (© DENKmal-Film Verhaag)

Am Oberrhein im Dreiländereck Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz sollte beispielsweise Schwerindustrie angesiedelt werden, für die Stromversorgung war die Errichtung zahlreiher Atomkraftwerke geplant. Dagegen bildete sich ab 1970 eine grenzüberschreitende Protestbewegung im Kaiserstuhl, Elsass und in der Nordschweiz. Mit ihren Protesten verhinderten die Bürgeriniativen den trinationalen Entwicklungsplan, die Oberrheinregion zu einem Industriezentrum zu machen. Auf deutscher Seite sollte in Wyhl ein AKW gebaut werden. Über die Proteste dagegen drehte Nina Gladitz 1976 den Dokumentarfilm "Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv". Die gerade gegründete Freiburger Medienwerkstatt zeichnete die Geschichte des Protestes nach in "s' Weschpenäscht" (1982), die alemannische Bezeichnung für ein Wespennest und nutzte dafür unterschiedliches Filmmaterial von den Protestierenden. Im oberpfälzischen Wackersdorf war die zentrale Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) für abgebrannte Brennstäbe aus deutschen AKWs geplant, wogegen sich ebenfalls Widerstand regte. Michael Herl, Uwe Heitkamp und Helge Cramer realisierten darüber das Projekt "WAAhnsinn – der Wackersdorf-Film" (1986). Der Protest in Wackersdorf war erfolgreich, die WAA wurde nie in Betrieb genommen. Claus Strigel und Bertram Verhaag drehten die Trilogie "Spaltprozesse" (1987), "Restrisiko oder die Arroganz der Macht" (1989) und "Das achte Gebot" (1992)" über die Täuschungsstrategien der Atomindustrie. All diese Filme wollten den Protesten eine Stimme geben und eine Gegenöffentlichkeit schaffen zu der deutlich positiven Darstellung der Atomenergie in den öffentlich-rechtlichen Medien und vor den Gefahren der Atomkraft warnen. Neben der Atomenergie war die massive Beschädigung der Wälder in den 1980er-Jahren ein wichtiges Umweltthema, das in den Medien plakativ mit dem Begriff Waldsterben verbunden wurde. Ursache dieses grenzüberschreitenden Phänomens war die zunehmende Verschmutzung der Luft.

Nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima laden Personen in Schutzkleidung in der Kleinstadt Furusato radioaktiv belastetes Material in schwarze Säcke.Szenenbild aus dem Film "Furusato – Wunde Heimat" (© Büchner Filmproduktion GbR)

In der DDR war das Thema Umweltverschmutzung allerdings von Staatswegen marginalisiert und unterlag der Zensur, wie der Film "Wer hat Dich, Du schöner Wald... oder Wie ein Film verhindert wurde" (DDR 1990) von Günter Lippmann über das Waldsterben aufgearbeitet hat. Bitterfeld und Wolfen waren Zentren der chemischen Industrie in der DDR. Mit Unterstützung einer Westberliner Videogruppe hielt das "Grüne Netzwerk Arche" heimlich die dortigen Umweltverschmutzungen im Film "Bitteres aus Bitterfeld" (DDR/BRD 1988) fest. Volker Koepp zeichnet in "Die Wismut" (DE 1993) die Geschichte des ehemaligen Bergbauunternehmens Wismut AG, später SDAG Wismut nach, das zu den weltweit größten Uran-Produzenten der Nachkriegszeit gehörte. Der Film zeigt, dass auf die Gesundheit der Bergleute und der Bevölkerung keine Rücksicht genommen wurde und diese oft an chronischen Atemwegserkrankungen litten. In "Yellow Cake – Die Lüge von der sauberen Energie" (DE 2010) legt Joachim Tschirner die Folgen dieser Uranförderung in Thüringen und Sachsen und des Uran-Abbaus in Namibia, Australien und Kanada offen. Volker Sattler besuchte für seinen Dokumentarfilm "Unter Kontrolle" (DE 2011) Atomkraftwerke in Deutschland und Österreich und ästhetisiert in starken Bildern die veraltete Technik aus den 1970er-Jahren und die Stilllegung der AKWs. Thorsten Trimpop zeigt hingegen in seinem eindrücklichen Dokumentarfilm "Furusato – Wunde Heimat" (DE 2016) die Folgen für die lokale Bevölkerung auf, die trotz hoher radioaktiver Belastung der Umwelt wieder dort leben. Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Atomkraft in Deutschland liefert Carsten Rau in "Atomkraft forever" (DE 2020). In aufwändigen Bildern zeigt er die Hoffnungen auf billigen Strom, die Proteste gegen diese Technik, aber auch die Trauer der Bewohner/-innen in Grundremmingen über die Abschaltung ihre Reaktors. Ein wichtiger Aspekt des Filmes ist der aufwändige Rückbau der AKWs und die schwierige Suche nach einem Endlager für den atomaren Müll, für das es noch keine Lösung gibt. Der Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden.

Szenenbild aus dem Film "Unser täglich Brot" (2005): Ein Mann läuft im Schutzanzug in einem großen Gewächshaus und verteilt dabei Düngemittel mit einer Spühvorrichtung.Szenenbild aus "Unser täglich Brot" (© Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH)

Die Kehrseite industrieller Lebensmittelproduktion

Herausragende Filme zu den Bedingungen moderner Lebensmittelproduktion kommen aus Österreich."We feed the world – Essen global" (AT 2005) von Erwin Wagenhofer transportiert viele Fakten zur industriellen Produktion, bei der auf Kosten miserabler Arbeitsbedingungen nur der günstige Preis zählt. Mit den Mitteln des investigativen Dokumentarfilms und dem politisierten Off-Kommentar will Wagenhofer offen Meinungsbildung betreiben. Für einen Verzicht auf einen einordnenden Kommentar, Interviews und Musik entschied sich hingegen Nikolaus Geyrhalter im Schnitt für seinen Film "Unser täglich Brot" (AT 2005). Der Regisseur lässt die atemberaubenden Plansequenzen und die im Sounddesign gestalteten O-Töne vielmehr für sich stehen. Im vielfach ausgezeichneten Film "Das System Milch" (DE/IT 2017) erzählt Andreas Pichler vom globalisierten Milchmarkt, den einige wenige Konzerne kontrollieren. Die Darstellung der industriellen Lebensmittelproduktion entspricht in diesen Filmen also so gar nicht den Bildern der Werbung vom idyllischen Bauernhof oder dem bunten Fischkutter.

Hubert Sauper beschäftigt sich in "Darwin’s Nightmare" (AT BE FR 2004) mit dem Nilbarsch, der in den 1960er-Jahren im afrikanischen Victoria-See ausgesetzt wurde und das ökologische System radikal veränderte. Um das Jahr 2000 wurde er mit Flugzeugen tonnenweise in die Welt exportiert. Heute kommen die Fische dort aufgrund einer eingeschleppten Wasserlilienart aus Südamerika kaum noch vor. Um den Handel mit dem europäischen Blauflossen-Thunfisch geht es in "Der letzte Fang" (DE 2013) von Markus C. M. Schmidt. Diese Fischart gilt in der Fischindustrie als profitabel und wird ständig überfischt, obwohl sie längst vom Aussterben bedroht ist.

Filmplakat zum Film "Septemberweizen" (1980): Überdimensionale brennende Toastscheiben stützen auf ein Weizenfeld, auf dem mehrere Erntefahrzeuge stehen.Filmplakat zu "Septemberweizen" (© Salzgeber)
Die genannten politischen Analysen einer globalisierten Nahrungsproduktion stehen in der Tradition von Peter Kriegs noch immer aktuellem filmischem Essay "Septemberweizen" (DE 1980). Bereits in den 1980er-Jahren wies Krieg auf den Zusammenhang von Weizenanbau, Lebensmittelmarkt und den spekulativen Finanzbörsen hin. Damit erkannte er frühzeitig die Abhängigkeit der Landwirtschaft von der Ökonomie. Diese hat immer wieder fatale Folgen für die Welternährung, wenn etwa Ernteüberschüsse von den Landwirten/-innen vernichtet werden, um den Preisverfall zu stoppen. Darüber hinaus thematisiert "Septemberweizen" erste Schritte in der grünen Gentechnik. Gezielte Veränderungen im pflanzlichen Erbgut, um beispielsweise landwirtschaftliche Erträge zu steigern und Pflanzen gegen Schädlinge resistent zu machen, sind heute weit verbreitet. Erst seit April 2004 besteht innerhalb der EU eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte. Bertram Verhaag hat sich in seinen Arbeiten intensiv mit den Konsequenzen der Gentechnik beschäftigt. In "Tote Ernte" (DE 2001) porträtiert er den kanadischen Farmer und Saatgutzüchter Percy Schmeiser, der gegen den US-amerikanischen Chemiekonzern Monsanto und genveränderten Raps kämpft. In "Leben außer Kontrolle" (DE 2004) unternimmt er eine Weltreise, um die Kehrseite grüner Gentechnik und die Abhängigkeit der Bauern von internationalen Konzernen aufzuzeigen. In "Aus Liebe zum Überleben" (DE 2019) besucht Verhaag acht Menschen, die sich von der konventionellen Landwirtschaft abgewendet haben und stattdessen ihre Felder biologisch bewirtschaften.

Szenenbild aus "Anders Essen – das Experiment": Erstmals wird ein Feld mit unserem Pro-Kopf-Verbrauch an Lebensmitteln angelegt. Zu sehen sind mehrere Personen beim Vermessen eines Ackerfeldes.Szenenbild aus "Anders Essen – das Experiment": Erstmals wird ein Feld mit unserem Pro-Kopf-Verbrauch an Lebensmitteln angelegt. (© Langbein & Partner Media)

In "10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?" (DE 2015) sucht der Filmemacher Valentin Thurn weltweit nach Konzepten für die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung. Er kommt zu dem einfachen Schluss, dass der private Verbrauch den vorhandenen Ressourcen globalgerecht angepasst werden müsse. In "Anders essen – das Experiment" (AT 2020) von Andrea Ernst und Kurt Langbein reduzieren drei Familien ihren persönlichen CO2-Fußabdruck durch die Verkleinerung der für ihre Ernährung benötigten Ackerfläche.

Resumee

Der Natur- und Tierfilm war und ist im deutschsprachigen Raum sehr populär. Schon früh wurde hier vor der Gefährdung der Natur und einem Verlust an Artenvielfalt gewarnt. Auf der anderen Seite gab es immer auch Tierfilme, die die Faszination der Tierwelt mit modernster Kameratechnik mit spektakulären Bildern zeigten. In den 1970er-Jahren kamen zunehmend Umweltfilme hinzu, die die von Menschen gemachte Zerstörung der Natur durch die Industrie, insbesondere aber die Gefahren der zivilen Nutzung der Atomenergie aufzeigten. Die industrielle Landwirtschaft und ihre weitreichenden Folgen für Mensch und Umwelt sind weitere Schlüsselthemen des Dokumentarfilmschaffens nach 1960, und das bis heute. Seit 2010 entstehen Filme , die nicht nur den Umgang mit Fauna und Flora kritisieren, sondern versuchen Lösungsansätze für die Vielzahl an Problemen mit nachhaltigen Zukunftsentwürfen zu finden. Die Filmschaffenden appellieren dabei vermehrt an ihr Publikum, durch persönliches Engagement und den eigenen Lebenswandel Teil einer nachhaltigeren Gesellschaft zu werden.

Bibliografie

  • Bibliothek des Widerstands: Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv I. Die AKW-Protestbewegung von Wyhl bis Brokdorf (Bd. 18 mit Filmen: "Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv", "S’Weschpenäscht. Die Chronik von Wyhl 1970-1982), "Im Norden, da gibt es ein schönes Land". "Spaltprozesse") Laika Verlag: Hamburg 2011
  • Ludwig Fischer (Hg.): Unerledigte Einsichten. Der Journalist und Schriftsteller Horst Stern. LitVerlag: Hamburg 1997.
  • Hermann Gerstner (Hg.): Eugen Schuhmacher. Begegnungen und Erlebnisse mit einem großen Tierfreund. Hohenloher Druck und Verlagshaus: Gerabronn, Crailsheim 1973.
  • Nina Gladitz (Hg.): Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv. Wyhl: Bauern erzählen. Wagenbach: Berlin 1976.
  • Bernhard Grzimek: Kein Platz für wilde Tiere. Kindler Verlag: München 1985.
  • Hans Hass: Unberührte Tiefen. Die Bezwingung tropische Meere. Bertelsmann: Gütersloh 1973.
  • Kay Hoffmann: Horst Stern und der kritische Naturfilm. In: Natur und Geschichte, Nr. 6, S. 34-36.
  • Stefan Kreutzberger, Valentin Thurn: Die Essensvernichter: Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist. Kiepenheuer&Witsch: Köln 2011.
  • Peter Krieg: Der Mensch stirbt nicht am Brot allein …. Vom Weizen zum Brot zum Hunger. Lesebuch zum Film Septemberweizen. Hammer Verlag: Wuppertal 1981.
  • Ingo Lehmann, Hans J. Wulff (Hg.): Filmgenres: Tierfilm. Reclam: Stuttgart 2016.
  • Heinz Meynhardt: Schwarzwild-Report. Vier Jahre unter Wildschweinen. Neumann Verlag: Leipzig, Radebeul 1978.
  • Volker Petzold: "Wildschwein ehenhalber" und mehr – Der Tierfilmer Heinz Meynhardt. In: Natur und Geschichte, Nr. 6, S. 23-28.
  • Ulli Pfau (Hg.): Horst Stern Lesebuch. dtv: München 1992.
  • Gerhard Pretting, Werner Boote: Plastic Planet. Die dunkle Seite des Kunsttsoffs. orange-press: Freiburg 2010.
  • Redaktion Atom Express (Hg.): …und auch nicht anderswo! Die Geschichte der Anti-AKW-Bewegung. Verlag Die Werkstatt: Göttingen 1997
  • Eugen Schuhmacher: Die letzten Paradiese. Auf der Spur seltener Tiere. Bertelsmann: Gütersloh 1966
  • Eugen Schuhmacher: Ich filmte 1000 Tiere. Erlebnisse auf allen Kontinenten. Ullstein Verlag: Berlin 1974.
  • Heinz Sielmann: Lockende Wildnis. Mein Weg zu den Tieren. Heyne Verlag: München 1987.
  • Heinz Sielmann: Expeditionen ins Tierreich. Luebbe Verlagsgruppe: Bergisch-Gladbach 1993.
  • Hartmut Sommerschuh: Natur-Themen im DDR-Fernsehen? In: Natur und Geschichte, Nr. 6, S. 37-40.
  • Horst Stern, Gerhard Thielke, Frederic Vester, Rudolf Schreiber (Hrsg.): Rettet die Vögel …. Wir brauchen sie. Herbig Verlag: München., Berlin 1978.
  • Gabriele Teutloff: Sternstunden des Tierfilms. Tecklenborg Verlag: Steinfurt 2000.

Fußnoten

1.
Siehe Datenbank des DFG-Projektes zur deutschen Dokumentarfilmgeschichte nach 1945 (www.dokumentarfilmgeschichte.de).
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