Opposition activists carry the Ukrainian national flag during an action of protest against the current regime in Kiev, Ukraine, Saturday, May 18, 2013. (AP Photo/Efrem Lukatsky)

18.11.2020

Covid-19-Chronik: 26. Oktober bis 8. November 2020

Die Ereignisse vom 26. Oktober bis zum 8. November 2020 in der Covid-19-Chronik.

Datum Neue Covid-19-Fälle / Gesamtzahl / Todesfälle* Ereignis
26.10.2020 5.426 / 348.924 / 6.464 Gesundheitsminister Maksym Stepanow berichtet über die erfolgreich bestandene Testphase eines ukrainischen Impfstoffs gegen das Coronavirus an lebenden Zellen. Nach drei weiteren erforderlichen Testphasen könnte die Ukraine in einem Jahr einen eigenen Impfstoff haben.
Der Vorsitzende der Medschlis (die zentrale Organisation der Krimtataren), Refat Tschubarow, veröffentlicht einen Aufruf an die OSZE-Sonderbeobachtungsmission in der Ukraine und die UN-Menschenrechtsüberwachungsmission in der Ukraine, die von Russland annektierte Halbinsel Krim aufgrund der "katastrophalen Situation mit dem Coronavirus" zu besuchen. Demzufolge reichen Personal- sowie Krankenhauskapazitäten für die Behandlung der an Covid-19 erkrankten Personen nicht aus.
27.10.2020 6.677 / 355.601 / 6.590 Gesundheitsminister Maksym Stepanow zufolge soll die Anzahl der täglich durchgeführten Coronavirus-Tests bis Ende des Jahres auf 75.000 erhöht werden.
28.10.2020 7.474 / 363.075 / 6.755 Die Regierung verlängert die wegen der Covid-19-Pandemie verhängten adaptiven Quarantäne in der Ukraine bis zum 31. Dezember 2020, erklärt Premierminister Denys Schmyhal.
29.10.2020 7.342 / 370.417 / 6.868 Nach der Gesamtzahl der diagnostizierten Covid-19-Fälle nimmt die Ukraine weltweit den 22. Platz ein.
30.10.2020 8.312 / 378.729 / 7.041 Die Anzahl der an Covid-19 neu Erkrankten überschreitet erstmals 8.000 Fälle an einem Tag. Gleichzeitig übersteigt die Anzahl der Opfer des Coronavirus 7.000 Personen.
Die Nationalbank der Ukraine prognostiziert eine allmähliche Erholung der Wirtschaft des Landes erst ab 2022. Im laufenden Jahr wird der Covid-19-Pandemie mit einem Rückgang des BIPs um 6 Prozent gerechnet.
31.10.2020 8.752 / 387.481 / 7.196 Nach Angaben des Gesundheitsministeriums beträgt die Belegung der Betten in Krankenhäusern mit am Coronavirus Erkrankten ukraineweit 67,2 Prozent. Vor weniger als drei Wochen waren es 60 Prozent.
1.11.2020 6.754 / 395.440 / 7.306 Ohne eine Todesursache zu benennen, gibt das "Gesundheitsministerium" der Donezker "Volksrepublik" den Tod der leitenden Intensivmedizinerin, Natalija Smyrnowa, bekannt. Smyrnowa stand seit Beginn der Pandemie an der Spitze des Kampfes gegen das Coronavirus in dem von Russland besetzten Gebiet.
2.11.2020 6.754 / 402.194 / 7.375 Die Gesamtzahl der Covid-19-Infizierten in der Ukraine überschreitet 400.000 Personen.
Das Gesundheitsministerium bereitet sich auf die Einrichtung eines provisorischen Krankenhauses für Patienten mit Coronavirus in einer der größten Mehrzweckhallen des Landes in Kiew vor, teilt der leitende Sanitätsarzt Wiktor Ljaschko mit.
Trotz der drastisch steigenden Zahl von Covid-19-Infizierten öffnet die "Volksrepublik" Donezk die Schulen wieder, die für vier Wochen geschlossen waren. Die Universitäten arbeiten weiterhin im Fernstudium-Modus.
3.11.2020 8.899 / 411.093 / 7.532 Gesundheitsminister Maksym Stepanow warnt vor katastrophalen Zuständen wegen der Covid-19-Pandemie und ruft die Bevölkerung zum verantwortungsbewussten Handeln auf.
4.11.2020 9.524 / 420.617 / 7.731 Erstmals werden mehr als 9.000 neue Covid-19-Fälle an einem Tag diagnostiziert.
Der Bürgermeister von Kiew, Witalij Klytschko, tritt nach seiner Erholung vom Coronavirus wieder seinen Dienst an.
In der Donezker "Volksrepublik" wird ein dramatischer Anstieg der Anzahl von Covid-19-Opfern verzeichnet: Nach offiziellen Angaben stiegen die Todeszahlen binnen eineinhalb Wochen von 349 auf insgesamt 623 seit dem Beginn der Pandemie. Die stark steigenden Todeszahlen haben auch damit zu tun, dass der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung sehr hoch ist: Unter den weniger als zwei Millionen verbliebenen Menschen in beiden "Volksrepubliken" in Donezk und Luhansk gibt es laut "offiziellen" Angaben mehr als eine Million Rentner*innen.
5.11.2020 9.850 / 430.467 / 7.924 Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, kündigt Gesundheitsminister Maksym Stepanow die mögliche Einführung einer "Wochenendquarantäne" in der Ukraine ab dem 14. November an. Demnach werden samstags und sonntags nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken sowie öffentliche Verkehrsmittel arbeiten.
6.11.2020 9.721 / 440.188 / 8.125 Die Anzahl der Opfer des Coronavirus in der Ukraine seit dem Beginn der Pandemie übersteigt 8.000 Personen.
Die Werchowna Rada verabschiedet ein Gesetz, das Geldstrafen bis zu 255 Hrywnja (ca. 7,50 Euro) einführt, wenn beim Aufenthalt an öffentlichen Orten und in Verkehrsmitteln keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird. Damit soll die Verbreitung des Coronavirus gestoppt werden. Da es bisher keine Strafen gab, hielten sich viele Ukrainer*innen nicht an die Masken-Regelung.
7.11.2020 10.746 / 450.934 / 8.312 Zum ersten Mal seit dem Beginn der Pandemie sind mehr als 10.000 neue Covid-19-Fälle an einem Tag diagnostiziert worden.
Der Minister des Ministerkabinetts Oleh Nemtschinow teilt die aktualisierte Einteilung der Ukraine in Quarantäne-Zonen mit. Inzwischen besteht das gesamte Land nur noch aus "orangen" und "roten" Zonen mit einer hohen Anzahl von am Coronavirus erkrankten Personen. Besonders betroffen sind die Oblaste Schytomyr und Poltawa, die gänzlich als "rote" Zonen gelten, sowie weite Teile im Westen des Landes.
8.11.2020 9.397 / 460.331 / 8.450 Nach der Anzahl der diagnostizierten Covid-19-Fälle am 8. November belegt die Ukraine den 7. Platz in Europa (nach Frankreich, Italien, Polen, Großbritannien, Russland und Deutschland).
Zusammengestellt von Ina Lankovich Quelle*: Ukrainska Pravda

Gemeinsam herausgegeben werden die Ukraine-Analysen von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz- Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH. Die bpb veröffentlicht sie als Lizenzausgabe.

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